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Der Halbmarathon in Fischbach ist für mich sowas wie ein Klassentreffen. Die größte Firmengruppe wollten wir werden. Viele haben dieses Jahr mit dem Laufen angefangen und sich für das Viertele angemeldet. Zu Dritt wollten wir den HM laufen... 3 haben sich für das Walking auf der Viertele Strecke entschieden. Und alle sind gekommen. Mein zickiges Schienbein konnte mich auch nicht aufhalten. Es war klar, dass ich damit die 21KM nicht laufen werde. Und auch keine 10. Aber wenigstens die Stimmung am Start wollte ich mitmachen. Und danach mit den Kollegen noch etwas zusammen sitzen. Die Herausforderung war es, den richtigen Zeitpunkt für den Ausstieg zu finden.

Zum Start stelle ich mich hinten an und mit dem Startschuss trabe ich los. Nach wenigen Metern finde ich ein gleichmäßiges Tempo und unterhalte mich mit dem Schlussradfahrer. Das Schienbein tut etwas weh, aber zum Aushalten. Ich überlege, dass der Abschnitt mit dem wunderschönen Bergblick ein guter Umkehrpunkt ist. Das sind etwa 4km. Aber eigentlich habe ich gar keine Lust mehr aufzuhören. Es läuft einfach. Und der Schienbeinschmerz verschwindet langsam. Das ist der gefährliche Moment, den ich schon befürchtet hatte. Wenn ich jetzt weiterlaufe, werde ich es hinterher bereuen.

Und dann habe ich einfach Glück. Ich laufe auf eine Gruppe Walker auf und erkenne 2 meiner Kollegen. Das ist ein Zeichen. Ich mache meine Startnummer ab und drücke sie dem Schlussradfahrer in die Hand. Mit Bedauern verabschieden wir uns. Dann schliesse ich mich den Kollegen an. Wir wandern die Viertele Strecke entlang und plaudern über dieses und jenes. Genießen den grandiosen Blick auf den See. Die Berge im Föhn zum greifen nah. Der Himmel zart mit Föhnwölkchen verziert. Die Magnolien zeigen ihre verschwenderische Blütenpracht. Die Wiesen sind gelb getupft.

Der Weg kreuzt mehrfach die Halbmarathon Strecke und wir können Läufer anfeuern. Im Ziel angekommen positionieren wir uns, um unseren letzten Läufer ins Ziel zu klatschen. Im Zelt erzählen alle von ihren Abenteuern. Einen hatte sein Kreislauf frühzeitig von der Strecke geholt. Die anderen kamen an und konnten zu recht stolz auf sich sein. Bei ein paar Steakwecken sind wir dann schon wieder vollzählig. Die Wertung der größten Firmengruppe schaffen wir leider nicht. Aber wirklich wichtig ist das nicht mehr.

Für mich ist das so gesehen ein äußerst erfolgreicher DNF. Dabei sein und trotzdem die Gräten nicht noch mehr zerstören. Prima. Und zu allem Überfluss sehe ich zu Hause, dass der lockere Laufabschnitt für meine Verhältnisse ziemlich flott war. Das Training hat sich doch ausgezahlt.

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Daumen hoch!

Gratuliere zur Kompromissfähigkeit zwischen Kopf und Bauch!
Das klingt nach einem gelungenen Tag - zwar ohne HM, aber doch mit happyend und ohne (weitere) Kollateralschäden.
Wunderbar!

Na also

Richtig entschieden und gut genutzt.

Was will das Sportlerherz mehr? Gratuliere!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Alles richtig gemacht

Herzlichen Glückwunsch! Ein erfolgreicher Abschluss Deiner 10 Wochen. Ich hoffe, Du bleibst weiter dran und berichtest!

Ich bin dann mal weg

Perfekt!

Jetzt soll nur schnell das Schienbein wieder ganz gesund werden, dann kommen neue Abenteuer.

Viele Grüße
yazi

Wettkampfmodus abschalten

- das hätte ich nicht gekonnt, gerade weil der Schmerz geht... Respekt!
Weiterhin gute Genesung!!!

Gruß, Dominik
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"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
"Du kannst was Du willst. Ende der Durchsage."
(beides von fazerBS)
<

Das war auch tatsächlich

Das war auch tatsächlich schwerer, als gedacht. Ohne die Kollegen wäre ich wohl durchgelaufen....

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