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Nachdem ich letzte Woche am zweifeln war, ob ich den Hannover Marathon laufen soll oder nicht, haben mein persönlicher Kameltreiber und ich uns am Dienstag zum Marathon angemeldet.

Ich wusste es wird hart und am Ende vielleicht eher eine Kopfsache (beim 6 Marathon, kann man da aus Erfahrung sprechen). Dummerweise hatten wir in der Woche dann noch ungeplante Bauarbeiten im Badezimmer, was dann tägliche zu einer Putzorgie ausartete, anstatt die Beine hochzulegen…..

Am Sonntag standen wir dann voller Spannung am Start. Welche Zeit wollen wir eigentlich laufen? Was war möglich bei dem Trainingsstand und der plötzlichen Hitze?

Also gemütlich mit 6:10 los und dann mal sehen.

Ach war es schön. Es lief sich locker und leicht. Die „Wärme“ war noch zu ertragen und schon hatten wir die 10 km erreicht. Zeit war perfekt.

Die geänderte Strecke Richtung Zooviertel/ Noltemeyerbrücke / Podbi ist klasse. Die Zuschauer haben alles gegeben, doch da habe ich gemerkt die Kraft lässt nach. Bei km 20 fing der Kampf an.

Nicht nur in den Beinen, sondern im Kopf! Ich bin aus der Schleife, ich will gehen, ich will gehen, nicht mehr rausgekommen. Ich hatte „verloren“. Durch Aufmunterung von meinem persönlichen Kameltreiber (der dann auch seinen Rhythmus verloren hatte, sorry, sorry) habe ich es bis km 30 geschafft.

Wir sind dann raus, trinken, hin und her überlegt. Es waren ja nur noch 12 km…..

Aber wie wären die geworden? In der Mittagshitze, kein Schatten mehr, schwere Beine… nee das wollte ich nicht.

Ich habe das erste Mal „aufgegeben“. Bin ein Wettkampf nicht zu Ende gelaufen. Ja, ich war etwas enttäuscht. Mehr als 10 Wochen Training, egal bei welchem Wetter, die Freizeit entsprechend geplant, immer wieder die Erklärungen an die „Nichtläufer“, warum man das macht,Kommentare hingenommen, wie schlecht man von dem ganzen Training doch aussieht und selten Zeit hat……

Doch es war die richtige Entscheidung! Ich/wir haben nicht „verloren“, sondern auf Kopf und Körper gehört.

Gestern bin ich 13 km locker gelaufen. Kaum Muskelkater und der Kopf ist auch wieder klar.

Fazit: Ich bin froh, dass wir am Marathon teilgenommen haben und die 30 km gelaufen sind.

Wie immer ein Dank an meinem persönlichen Kameltreiber …..

Rosenknospe

4.75
Gesamtwertung: 4.8 (4 Wertungen)

Von diesem Kamel-...

... treiber hatte ich ja schon gelesen das und wo Schluß war. Auch dein Schlußfazit hatte er schon so Kommuniziert. Es paßte für euch beide. Schön! Das ist wichtig.
Nicht ganz klar war mir wie schnell ihr los seid und ab wo es für dich schwer wurde. Die beiden Puzzelteile vervollständigen das Bild. So verstehe ich, warum es für euch beide genauso paßte. Jup! Alles richtig gemacht. Daumen hoch!
;-)
PS: Keine Ahnung, ob ihr nen Floh im Ohr braucht. Aber in anderthalb Wochen ist Leipzig-Marathon. Man muß die Form ja nicht wegschmeißen. Die Strecke hat einen "geringen Höhenunterschied", wie in der Ausschreibung steht. Zur alten Messe geht es mal ein paar Meter leicht hoch und von der Märchenwiese zum alten Messe-M auch noch mal. Dafür geht es dann zur Tierklinik leicht runter. Also Sightseeing wäre gesichert.
Ich werde (vermutlich) die 4:15h pacen. So ihr nicht zwingend auf ne 4:00h schielt, wäre auch für Unterhaltung gesorgt (Du läufst, ich erzähle Geschichten - bis du es nicht mehr hören kannst und vorläufst...). Quartier könnte auch funktionieren. Also nur so, als Idee.
Beim Schalk läuft die Vorbereitung auf die TortourdeRuhr!

noch einen Floh ins Ohr

Es hat nicht sollen sein und irgendwann ist immer das erste Mal. Deine Enttäuschung kann ich verstehen, aber dein Fazit würde ich unterschreiben, bis auf das "aufgeben". Das klingt so negativ. Du hast eine Entscheidung gefällt, die notwendig war. Das muss jeder für sich entscheiden. In Freiburg habe ich mich durchgekämpft, Spaß war es nicht. In Köln letztes Jahr bin ich raus. Hat alles sein für und wieder. Für mich klingt es so, als hättet ihr das richtig entschieden und wärt damit im reinen. Dann war es gut, und das zählt. Letztlich sind wir Freizeitläufer und es ist ein Hobby, Geld kriegen wir dafür leider nicht ;-)))

Ich hätte am letzten Aprilwochenende den St. Wendel Marathon anzubieten. Nicht ganz flach, aber auch keine großen Anstiege. Frank macht Pace für 4:15, ich für 4:30. Nur falls ihr locker einen Marathon laufen wollt, Quartier und Shuttle inklusive. Mein Ernst.

Sonst würde ich ja Werbung für Luxemburg am 12.5. machen, aber der ist soweit ich weiß ausgebucht, leider.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

schade, aber....

...kein Drama und durchaus erklärbar.
Von daher: Gratulation zur richtigen Entscheidung und zum stimmungsvollen Trainings-30er.

Alles gut!

Ihr habt bestimmt richtig entschieden, nun mach dir mal keine Sorgen! Und damit ihr nicht "umsonst" trainiert habt: wie wäre es mit Sightseeing in Hamburg am 29.4.? Immer geniale Stimmung!!

Das lag natürlich am für euch

fehlenden Jogmäppertreffen am Vorabend. Tja, was soll ich dazu sagen?;-))
Alles gut und richtig gemacht! Ihr habt doch sowieso die HZ im Hinterstübchen. Dafür dann ein tolles 30er Training in Hannover mit Wettkampfstimmung und Trinkrucksack. Besser kann man für die Querung nicht trainieren!

Ganz viel Spaß im Harz und neidvolle Grüße von
Tame

Wenn der Kopf nicht mitspielt,

dann kann der Körper nicht folgen, denke ich.
Schade natürlich - ein DNF kann an einem nagen, aber vermutlich nicht bei euch, denn die Entscheidung fühlte sich richtig an!
Also abhaken und vielleicht dem ein oder anderen Floh im Ohr folgen - mit Spaß!

Gruß, Dominik
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"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
"Du kannst was Du willst. Ende der Durchsage."
(beides von fazerBS)
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