Benutzerbild von sarossi

Da ich inzwischen dem zügigeren Laufen etwas abgewinnen kann, habe ich mich heute früh an 4 nüchterne 800m Intervalle mit 400m Traben dazwischen gewagt. Beim Anziehen der Laufschuhe spekulierte ich noch auf 5 Intervalle, aber nach dem ersten war klar, dass es nur 4 werden.

Nach 400m Eintraben laufe ich los. Galloway schlägt für die Intervalle eine Pace von 15s unter dem angestrebten HM Renntempo vor. Das ist nicht so einfach zu dosieren. Ich schaue immer wieder mal auf die Uhr. Mal sind es 20s drunter, mal 30s. Na wird schon im Schnitt irgendwie hinkommen. Ist ja auch ein kleiner Hügel dabei. Dann kommt das Traben. Anstrengend war das erste Intervall und ich merke den Hunger, etwas schwere Beine.

400m Traben sind gegenüber den Pausen in den HIIT Intervallen luxuriös lang und mit Schwung geht es weiter in die nächsten beiden Intervalle.

Beim Eintraben zum dritten Intervall ärgere ich mich über das schlechte Timing. Wieder der kleine Hügel mitten im Intervall. Die Intervalle werden so doch nicht vergleichbar. Was soll’s, das kann ich jetzt nicht mehr ändern. Dann nutze ich den Mini-Hügel für das Galloway-Hügeltraining. (Ja jetzt weiss ich, dass man die Ziele der Laufeinheiten nicht vermischen soll, lieber Schalk…). Zügig zum Anfang des Hügels und dann in immer kleiner werdenden Mini-Schritten bei steigender Schrittfrequenz hoch und über die Kuppe rüber. Kurz danach der Biep zum Intervallende und in der Ebene wieder Traben.

Und das Traben fühlt sich jetzt ganz anders an. Die Beine sind total leicht. Jeder Schritt fühlt sich an, als hätte ich unendlich viel Zeit. Wie in Zeitlupe bewege ich mich vorwärts. Ganz ohne Anstrengung. Und das mit einer Trab-Pace, die völlig unbeabsichtigt 1 Minute schneller ist, als die vorigen drei. Was passiert denn da auf einmal?

Bei der Auswertung sehe ich, dass die 800m Intervalle zwischen 25s und 40s unter der angestrebten HM-Rennzeit waren. Das war eigentlich zu schnell, was ich dann auch an den HF-Grenzen sehe. Und der letzte Trab fühlte sich zwar leicht an, reichte aber nicht aus um den Puls wieder runterzuziehen. Wahrscheinlich lacht mich die Jogmap Gemeinde jetzt aus, aber tatsächlich weiss ich noch nicht, was ich von dem Lauf halten soll. Ich fühle mich gut. Das Trainng hat Spaß gemacht. Es war eine ganz neue Erfahrung. Ob das auch schlau war, weiß ich nicht.

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Du solltest deine

Du solltest deine HM-Zielzeit eventuell nach unten korrigieren, wenn du problemlos Intervalle laufen kannst, die 40 s schneller sind. Wiederhole das einmal pro Woche über einen längeren Zeitraum, vergrößere Anzahl und Länge der Intervalle, dann geht das wohl. Die Trabpausen sollten natürlich getrabt werden.

Wenns Spaß gemacht hat...

...und sich gut anfühlt, dann wars auch richtig. Pass nur auf, dass Du nicht vor lauter Befassung mit Trainingsmethoden zusehr verkopfst beim Laufen! Das Bauchgefühl ist manchmal auch ein guter Maßstab.

Im profilierten Gelände laufe ich auch (immer, denn hier gibts nichts anderes), deswegen mache ich fast nie Intervalle nach Strecke, sondern nach Zeit. Ob die Belastung gleichmäßig war, sieht man dann eben am Puls anstatt an der Distanz.

Ich bin sehr gespannt, wie es Dir bei Deinem HM ergehen wird!

Und wenn es läuft

kriegt sie Angst ;-))) Na also, alles bestens!

Und keine Sorge: 800m sind noch eher kurze Intervalle, von daher ist das völlig ok, wenn deine Zeit da besser ist als das geplante HM Tempo (dürfte eher das 10km Tempo sein, oder?).

Genieß es!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Angst? Vielleicht. Respekt?

Angst? Vielleicht. Respekt? In jedem Fall.
Ich sorge mich etwas, dass ich mich in meiner Euphorie zu früh zerstöre, oder es doch nicht bis 14.4. reicht...

-------

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links