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Vielleicht können mir die Profis hier bei Jogmap mit ihrer Erfahrung helfen
.
Am Wochenende steht für die HM Vorbereitung ein langer Lauf an. Der soll ja dazu dienen, die aerobe Ausdauer zu trainieren. Und da habe ich bis zum HM auch noch was zu tun.

Jetzt frage ich mich, ob ich den Lauf auf die Zielstrecke legen soll (kupiert mit teils gemeinen Steigungen) oder eher flach laufen soll (wie bisher). Im kupierten Gelände habe ich die Sorge, dass ich nicht wirklich im aeroben Bereich laufe. Die Steigungen stecke ich noch nicht so einfach weg. Andererseits wäre es vielleicht gut, die Muskulatur schon darauf vorzubereiten.

Ich bin da etwas in der Zwickmühle, tendiere aber momentan eher zum flachen Langen und das Wochenende drauf zum kupierten Kurzen.

Was meint ihr dazu? Könnt ihr mir einen Rat geben?

Nicht gerade Profi...

aber schon ein paar Halbe mit mittelprächtiger Vorbereitung gelaufen.
Wenn du auf der Original-Wettkampfstrecke trainieren kannst, unbedingt! Minutengenau getimte Gehpausen werden dann aber nicht funktionieren.
Wie wär's mit einer Anleihe aus dem Ultra-Training: Du nimmst dir statt einer Strecke eine Trainingszeit vor, läufst ganz entspannt nach Körpergefühl, freust dich an der Landschaft und gehst von Anfang an konsequent alle Steigungen. Zum Beispiel 2 Stunden, den Timer stellst du auf 1 Stunde und drehst beim Piep um. Beim nächsten Mal läufst du vom Ziel aus in die Gegenrichtung, dann kennst du die ganze Wettkampfstrecke und weißt, wo man besser Körner sparen sollte.
Weiter so, das wird!

Eigentlich egal, solange du

Eigentlich egal, solange du im aeroben Bereich bleibst. Du kannst die Steigungen langsam laufen, d.h. die Schrittfrequenz beibehalten und die Schrittlänge verkürzen. Ich laufe seit Jahren (alpine) Ultratrails und trainiere fast nur mit Höhenmetern; ohne Pulskontrolle. Das macht ja auch viel mehr Spaß und läßt die Distanz durch die Abwechslung kleiner vorkommen.
Abgesehen davon macht es durchaus Sinn, auch bei langen Läufen nicht einfach nur im gleichen Puls durchzulaufen, solange man es nicht übertreibt an den Steigungen.
Also: Keine Bange, Hauptsache, die Trainingsdauer passt!

Ich würde

die kupierte Strecke laufen, aber nicht nach Länge sondern nach Zeit (wie schon vorgeschlagen). Die hiesigen Triathleten vom Olympiastützpunkt nehmen, wenn sie im Wald trainieren (hügelig), die Strecke mit Faktor 1,7 mal, um auf die Länge im flachen Bereich zu kommen. Ich denke, das passt bei dir auch.

Die Anstiege schön locker traben. Wenn der Puls da mal hoch geht macht das gar nichts, das wird er beim Wettkampf auch. Übrigens soll man lange Läufe "im Schnitt" im grünen Bereich laufen, wenn da mal ein Berg kommt schadet das gar nichts ;-)

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Nach zwei untertschiedlichen Meinungen, ...

... will ich dir mal die Dritte aufgeben. ;-)
Was ist Ziel dieses langen Laufes? Du schreibst das Trainieren der aeroben Ausdauer. Du willst lang und langsam unterwegs sein.
Außerdem schreibst du, das hüglige Gelände der Wettkampfstrecke noch nicht so gut abzukönnen und nun überlegst du, ob du nicht beides miteinander verbinden sollst.
Ich für mich laufe im Training bereits Wettkampfuntergrund und -terrain - soweit dies geht. Für den Rennsteiglauf trainiere ich also fast kein Asphalt, sondern Park- und Waldwege. Aktuell für die Tortour fast ausschließlich Asphalt. Dies gilt für lange wie kurze Läufe. Bezogen auf das Terrain gilt dies in der Aufbauphase aber nur bedingt!
Ich weiß es nicht mehr wo ich es gelesen habe. Aber irgend so ein schlauer Kopf meinte mal, dass man sich klar überlegen soll, was Inhalt der Trainingseinheit sein soll. Will ich Dembo erhöhen, brauche ich Intervalle. Will ich Dembohärte trainieren, laufe ich Dembodauerläufe, oder Endbeschleunigung im Langen - Letzteres ist aber erst für Fortgeschrittene. Will ich Berge Trainieren, laufe ich unsere Hügel platt. Will ich Grundlagenausdauer trainieren, geht es lang, flach und (eigentlich) langsam um den Müggelsee oder an der Wuhle lang.
Von diesem klugen Menschen kam auch, dass man in der Aufbauphase diese Ziele nicht in einer Einheit mixen sollte. Entweder laufe ich Hügel oder ich laufe lang und flach.
Mein Rat wäre also die Ziele zu separieren und auch separat zu trainieren:
Für die aerobe Ausdauer lang, flach, langsam und eben ohne Gehpausen. Das macht man meist am Wochenende.
Für die Hügel kurz und knackig. Die (im Vergleich zu den langen Läufen am Wochenende) kurzen Läufe geben dir dann auch die Möglichkeit zügiger und doch auch durchzulaufen, da es ja nicht so weit ist, wie am WE. Das macht man meist unter der Woche.
Und wenn die Grundlage steht, dann kann man auch mal mixen. Dann kann man lang und hüglig; dann kann man lang und Endbeschleunigung; ...
Das ist so meine Trainingsphilosophie von der ich wahrscheinlich im Alltag nie abweiche... denkt sich jedenfalls ein Schalk.
;-)
Beim Schalk läuft die Vorbereitung auf die TortourdeRuhr!

Oh cool, Schalk, dass Du als

Oh cool, Schalk, dass Du als "Profi" hier deine exklusiven Erfolgsgeheimnisse preisgibst ;-)
Sicher ist es sinnvoll, langsam und lang wirklich langsam und flach zu machen, aber ich hab da einfach kein Bock drauf... Zu öde. Und mit Musik geht schon mal gar nicht; bin zwar studierter Musiker, aber beim Laufen brauche ich nichts auf die Ohren.
Man muss halt diszipliniert bleiben und am Berg nicht überpacen.

(Haha, den Fehler mache ich trotzdem immer wieder, genau wie Ultras zu schnell angehen, nach Erkältungen zu schnell zu viel zu wollen etc...)

Hihi, so ein kleines bisschen ...

... nach Lust und Laune laufen sollte ja wohl bei uns allen da sein! Da nehm ich mich kein Stück aus. Gestern war ein kurzer Lauf und obwohl ich bei der TortourderRuhr kein Stück Dembo brauche, bin gestern voll durch Wuhletal gekachelt. Es hat einfach Spaß gemacht!
Heute war dann doddal diszipliniert ein 30er in TTdR-Wettkampfpace. Anfangs doddal anstrengend. Das ging irgendwie gar nicht - so langsam! Uber ab etwa km15 hatte ich den Rhytmus, lief es richtig schön rund. Obwohl so langsam, war es ein doddal geiler 30er heute. Man muß sich nur zu beschäftigen wissen. Die ersten 15km hatte ich mit dem Finden des Rhytmus für diese langsame Geschwindigkeit zu tun und dann ging ich viele Dinge der TTdR im Kopf durch. Da ging es über die Pace, zum Essen, zum Support, ... Und plötzlich war ich schon daheim. Nein, Musik habe ich auch nie auf den Ohren beim Laufen. Geht gar nicht. Und trotzdem ist es mir nie langweilig beim Laufen. Irgendwas ist doch immer.
;-)
PS: Erfolgsgeheimnisse? Genau! Ganz exklusiv: Beim Schalk läuft die Vorbereitung auf die TortourdeRuhr! ;-))

Danke für den Link!

Danke für den Link!

And the winner

And the winner is...
Schalk

Vielen Dank euch allen für die guten Ratschläge. Schalk hat da aber eine wichtige Sache heraus gelesen: Ich bin im Fomraufbau. Und der ist bis zum Halbmarathon auch nicht abgeschlossen. Da macht das mit dem fokussierten Trainingsziel für einen Lauf für mich Sinn. D.h. heute lang, langsam, flach... und das war für die Orthopädie anstrengend genug. Die Zielstrecke baue ich stückweise in das übrige Training ein.

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Möchte Schalk nicht widersprechen,

aber bin in meinem Bestzeitenjahr (von 10 km bis Marathon) die Langen meist nur im hügeligen Gelände gelaufen,Tempo u IVs nur im Flachen. Der Halbe war, eben wie bei dir, ziemlich hügelig, und trotzdem lief ich Bestzeit.
Tja, jeder reagiert eben auf verschiedene Trainingsreize unterschiedlich.
Wie JD schreibt: ausprobieren,und was nix bringt ändern.

Das paßt schon, Fjerler ...

... es gibt so viele verschiedene Trainingsansätze wie es auch verschiedene Läufertyopen gibt und vermutlich noch viel, viel mehr. Da muß jeder wirklich seinen Weg finden. Man kann hier wirklich nur Varianten aufzeigen und vielleicht noch begründen warum was bei einem gut funktioniert.
Ich habe vor über zehn Jahren Gefallen an den Mehrfachbelastungen an Wochenenden gefunden und komme damit sehr gut klar. Doppel und Tripple und dafür nicht so lang. Andere laufen dann die km am Stück, was für mich eine zu lange Regeneration bedeuten würde. Da gibt es kein Richtig und kein Falsch.
;-)
PS: Meine HM-Bestzeiten bin ich auch jeweils aus dem vollen Rennsteigtraining ohne richtiges Tapern und mit völlig andern Trainingsuntergründen und -Strecken gelaufen. 2009 lief ich HM-PB mit 72Wochen-km in den Beinen und 2012 mit 80Wochen-km. Gerade die zweite PB kam dann irgendwie schon ziemlich überraschend. Habs mal aus dem Archiv gekramt. So eine Vorbereitung würde ich jetzt aber keinem anbieten wollen, der rein auf eine HM-PB trainiert. ;-))
Beim Schalk läuft die Vorbereitung auf die TortourdeRuhr!

Mehrfachbelastungen

Auch wenn mir ein Doppel genügt: ich stimme dem Schalk zu. In der Vorbereitung auf die 100er bin ich auch eher mal 20/30 gelaufen als die angegebenen 50 am Stück. Passt bei mir besser ins Zeitbudget und lässt sich gut wegstecken.

Meine HM Bestzeit anno 2011 kam auch völlig überraschend und konnte bis heute trotz allen gezielten Trainings nie wieder erreicht werden....

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

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