Am Sonntag war wieder Marathonzeit. Diesmal in Barcelona, wieder mit Stefan und seiner Frau. Die Organisation war perfekt. Die Marathonmesse ist sehr gut organisiert und sortiert. Keine Wartezeiten und zahlreiche Aussteller. Auch der Start der verschiedenen Startblöcke am Sonntag verlief sehr geordnet. Die Streckenführung fand ich sehr gelungen. Vom Placa Espania gings zum Camp Nou. Manch andere sagen Nou Camp, egal es ist und bleibt deswegen nur ein (wenn auch sehr großes) Fußballstadion. Nach zwei Schleifen gings zurück Richtung Placa Espania und weiter zum Zentrum. Wir liefen danach am Casa Mila und der Sagrada Familia vorbei, die wohl bekanntesten Bauwerke der Architekten Antonio Gaudi. Weiter ging es durch ein paar Wohnviertel mit weniger schöner Architektur zum Meer hinunter. Danach folgte eine gefühlt ewig lange Gerade (2,5 km) zum Hochhaus Torre Agbar und auf der anderen Straßenseite wieder zurück. Dann ging es ein Stück am Meer entlang, durch den Arc de Triomf zum Placa Catalunya, dem wirklichen Hauptplatz von Barcelona. Von dort aus ging es zum Jachthafen und knapp 2 km lange Gerade „hoch“ zum Placa Espania wo dann das Ziel auf uns wartete. Die Stimmung an der Strecke war sehr gut. Viele Trommlergruppen und Bands sorgten für Unterhaltung und Motivation. Am beeindruckendsten war die Stimmung am letzten Kilometer. Man hatte wirklich das Gefühl, dass die Zuschauer jeden Läufer persönlich anfeuern um die letzten Reserven zu mobilisieren. Und das mehr als zwei Stunden nach den Eliteläufern. Wirklich eine Marathonveranstaltung die man empfehlen kann. Sportlich lief´s dafür diesmal net sooo toll. Schon die ersten Kilometer gings net so locker und leicht wie bei den vorhergehenden Marathons. Nach vier Kilometern war ich dann auf Betriebstemperatur und hatte meinen Rhythmus. Bis zur Hälfte gings dann auch gut weiter, Zeit da knapp über zwei Stunden. Aber ab Km 25 wurden die Haxn schwerer und schwerer. Der Puls lag im grünen Bereich bei 140- max. 145 aber die Füße wollten einfach net schneller. Keinen Plan woran das lag. Die Vorbereitung war ok., keine krankheitsbedingten Ausfälle. War´s die Paella vom Vorabend, die ungewohnt warmen Temperaturen oder der Gegenwind. Keine Ahnung welche Ausrede ich nehmen soll. Zumindest weiß ich jetzt wie besch….. sich das auch anfühlen kann. Hat bis zum vierten Marathon gedauert. Aber bei der Stimmung auf dem letzten Kilometer und dann im Ziel war die Quälerei wieder vergessen und wich dem typischen Marathonbeendetglücksgefühl. Am Ende standen 4:21:40 auf der Uhr. Der langsamste meiner vier Marathons (schluchz).
Das wichtigste aber ist: Wir haben wieder einmal ein schönes Laufwochenende mit Freunden verbracht und freuen uns schon auf das nächste im Herbst in Verona.

5
Gesamtwertung: 5 (4 Wertungen)

Oder alles zusammen

und ich würde nicht von Ausreden, sondern von Gründen sprechen, sind nämlich alles welche. Manchmal läuft es halt nicht. Hauptsache, du bist angekommen, und die Freude über Stimmung und Strecke wiegen das "Leid" auf. Dann hast du doch alles richtig gemacht!
Und neugierig hast du mich auch gemacht ;-)))
Glückwunsch!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

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