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In den Bogbeiträgen verstecken sich viele Erinnerungen an oft wunderschöne, manchmal skurrile und ganz selten unangenehme Laufmomente. Gerade jetzt mitten in der Halbmarathon Vorbereitung und nach meinem ersten 2-Stundenlauf des Jahres blättere ich 3 Jahre zurück in meinem Trainingstagebuch. Neugierig,  was mich in der damaligen Vorbereitungszeit so bewegt hat. Und ich kann gar nicht fassen, was ich da lese.  Ich blättere vor und zurück,  lese das ganze Tagebuch aus dieser Zeit. Und langsam bekomme ich Manschetten. Bin ich vielleicht doch viel zu spät dran für eine ausreichende Vorbereitung?  

Ich hatte damals ein Lauf intensives Jahr mit zwei kurzen Laufveranstaltungen hinter mir. Alles mit der Galloway Technik im kurzen Lauf-Geh-Wechsel gelaufen. Im Oktober kam der Entschluss, den Halbmarathon im April anzugreifen. Mit dem Trainingsplan von Galloway habe ich mich nach und nach auf die langen Strecken hingearbeitet. Im Dezember bin ich bereits das erste Mal 3 Stunden gelaufen. 2 weitere Läufe dieser Länge folgten bis Februar. Boah. Wie krass war das denn? Das hatte ich so gar nicht mehr in Erinnerung.

Da war ich so stolz auf meinen ersten schönen 2-Stundenlauf am Sonntag... Das ist ja gar nichts gegen 2015. Dazu habe ich den Entschluss zur Teilnahme am Wettbewerb dieses Jahr erst im Januar getroffen. Mir fehlen 3 Vorbereitungsmonate. Auch war mein letztes Jahr läuferisch eher Mau. Erst im November habe ich überhaupt wieder angefangen regelmäßig zu laufen. Und das ganze mit einigen Kilo mehr auf den Rippen. Puh. Nicht gerade ideale Voraussetzungen. 

Der einzige positive Unterschied: Ich laufe inzwischen die 10 km ohne Galloway durch. Nur die längeren Strecken wie am Sonntag nutze ich die grätenschonende Galloway Technik. Auch laufe ich aktuell 3 mal die Woche und walke dazwischen 2-mal. 2015 waren es nur 1-2 Läufe die Woche, mit Betonung auf dem langen Lauf.

Ich bin jetzt echt gespannt, ob die Zeit noch ausreicht, um bis April in Form zu kommen. Auf jeden Fall sollte ich die Läufe nicht nur in Zahlen,  Daten, Fakten festhalten. Die kleinen Anekdoten dazwischen sind doch das Salz in der Suppe.

4.666665
Gesamtwertung: 4.7 (3 Wertungen)

Schau nach vorn!

Die Zeit bis zum Wettkampf ist immernoch lang genug.
Du trainierst jetzt anders. Du reduzierst Dein Gewicht (wobei ich natürlich nicht weiß, wie das in der Vergangeneheit war). Und so ganz nebenbei wirst Du auch jedes Jahr ein Jahr älter. Alles ändert sich. Immer.
Das alles wird sich auf Deinen HM auswirken. Irgendwie. Wie, das weißt Du erst hinterher. Wenn ich Deine Trainingsberichte lese, so sehe ich da keinerlei Grund zum Zweifeln.

Bleib zuversichtlich!

Ich weiß

nicht genau, wie ich es ausdrücken soll, aber aus meiner Sicht braucht man keine 3 -Stundenläufe, um sich auf den HM vorzubereiten. Ich Laufe in den letzten Jahren ja eher wenig, gerade weil die alter werdenden Knochen nicht mehr so richtig wollen, darum kann ich auch nicht aus aktuellen Trainingserlebnissen berichten. In meinem Hinterkopf ist aber ein Gedanke festgetackert. Irgendwo habe ich mal gelesen, (vielleicht war es bei Steffny?) dass man den Laufumfang, den man in der Woche läuft, auch in einem Lauf schafft. Mein Gedanke dazu ist eher 3x in der Woche unterschiedliche lange laufen, als nur einmal lang.
Ich sehe das pragmatisch. Du nutzt die Zeit zum Training so gut es eben geht, dann stellst du dich an die Startlinie und läufst los und hast hoffentlich ordentlich Spaß dabei. Und dann siehst du im Ziel wie es gelaufen ist.
Ich drücke dir jedenfalls die Daumen.
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LG Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

Der Tipp gefällt mir

Der Tipp gefällt mir :-)
Ein Trainingsplan nach meinem Geschmack...

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Inumi hat Recht

Wenn es nur ums Schaffen geht: da brauchst du keine 3 Stunden Läufe! Da würde ich mir keinen Kopf drum machen.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

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