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Durch das Kalorienzählen für mein großes HM-Ziel beschäftige ich mich aktuell etwas intensiver mit Ernährung und Ernährungskonzepten. Dabei ist mir in Zusammenhang mit Low Carb der Begriff des "Cheat Day" untergekommen. Dabei soll an einem Tag in der Woche alles gegessen werden, was man sich sonst so verkneift. Die Idee ist, den Stoffwechsel zu stimulieren und so den Gewöhnungseffekt und den späteren JoJo Effekt zu verhindern. Ich weiß noch nicht was ich davon halten soll. 

In diversen Foren lese ich,  dass sich mit dem Cheatday eine Diät besser ertragen lässt. Dass man sich am Wochenende endlich was gönnen darf. Einige berichten, sie essen dann so viel bis sie mit Bauchweh auf der Couch sitzen... und nehmen trotzdem ab. 

Irgendwie kommt mir das falsch vor. Das mit dem Stoffwechsel kann ich nicht beurteilen. Aber Essen als Belohnung in ein Ernährungskonzept aufzunehmen klingt absurd. Gerade das Essen als Belohnung, ist doch eines der Probleme, warum Leute zur Schokolade in Stresssituationen greifen. Auch ist es komisch, dass man das Ernährungskonzept "ertragen" muss... und nur durch regelmäßigen Rückfall in alte Muster durchhalten kann.

Wenn ich mir das genauer überlege, ist das nichts für mich. Ich möchte meine Ernährung mit guter Laune und Genuss umstellen. Bei einem Cheatday hätte ich Sorge, dass ich das beim Biss in eine Tafel Schokolade wieder vergesse. Da schnüre ich lieber die Laufschuhe und genieße, dass die Form nach und nach wieder besser wird.

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Der Idee des...

..."Cheat Day" liegt der Gedanke zugrunde, dass alle anderen Tage Quälerei sind und man sich dafür belohnen müsse. Auch aus meiner Sicht ist das der falsche Ansatz, denn wer sich quält, fällt mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann in die alten Ernährungsmuster zurück.

Ich habe vor einiger Zeit ein sehr spannendes Buch gelesen "Fettlogik überwinden" heißt es. Da werden viele Diät- bzw. Ernährungsmythen auf ihre Substanz geprüft. Am Ende läuft es genau auf das heraus, was Du gerade machst: Kalorien zählen. Wenn Verbrauch größer als Zufuhr, nimmt man ab. So einfach und doch so schwierig.

Low Carb hilft dabei, den Hunger zu zügeln, da durch den weitgehenden Verzicht auf KH der Insulinspiegel niedrig bleibt. Für mich ist das auf Dauer nichts, ich komme nach viel HErumprobieren langfristig gesehen am besten mit dem Konzept des Intervall-Fastens zurecht. Das fällt mir nicht schwer, ich halte es also auch langfristig weitgehend durch und ich nehme damit ab, auch wenn ich mal paar Tage die Kalorien nicht akribisch zähle.
Langsam zwar, aber ich hoffe, dass es von Dauer sein wird.

Das mit dem "Stimulieren des Stoffwechsels" ist ebenfalls Mumpitz. Den Stoffwechsel muss man nicht stimulieren. Es gibt auch keinen "Hungerstoffwechsel". Alles Blödsinn.

Berichte bitte weiter über Deinen Weg - ich finde das total spannend und motivierend!

Viele Grüße, WWConny

soooo unvernünftig

find ich die Idee gar nicht! Die Erfahrung ist doch, dass ein allzu radikaler Verzicht irgendwann zum Rückfall führt, oder? Und dann kommt das schlechte Gewissen und das "ich schaffe ich das eh nicht" und noch mehr essen und und und... Da finde ich es allemal sinnvoller, einen "Rückfall" einzuplanen, sich auf den zu freuen und dann auch wieder zum "normalen Verzicht" zurückzukehren. Ich kenne übrigens wirklich z.B. "Quartalraucher", die im konkreten Fall zweimal im Jahr in der Stressphase (Korrektur von Staatsarbeiten) sich mit zwei Packungen Zigaretten für zwei Tage an die Korrekturen setzen und dann für die restlichen 361 Tage des Jahres zigarettenfrei zu leben.
Vielleicht ist ein Nebeneffekt eines solchen "Chat Days" ja auch, dass man sich derart an z.B. Schokolade überfrisst, dass dann Ruhe ist? Haben wir nicht alle als Kinder solche Erfahrungen gemacht? Ich habe mal mit 8 Jahren einen "Waffelesswettbewerb" gewonnen und bin anschließend gefühlte drei Tage fast gestorben. 30 Jahre lang keine Waffeln mehr gegessen. Meine Nr 3 hatte eine solche Erfahrung mit Käsekuchen an ihrer Kommunion, isst bis heute keinen mehr (sie ist 18...).

Für mich persönlich haben solche Aktionen keinen Zweck. Ich komme besser damit klar meine Schokisucht zu akzeptieren und zu dosieren. Heißt: keine Tafel auf den Tisch, sondern im Schrank. Und abends ein Stück abbrechen und auf der Couch genießen. Und dann Schluss. Ok, ich bin kein athletischer Hering, aber Übergewicht habe ich auch nicht.

Muss wohl jeder für sich entscheiden, wie so vieles. "Stimulierung des Stoffwechsels" klingt für mich nach einer pseudowissenschaftlichen Ausrede. Aber ich bin da kein Experte.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

@Conny

Intervallfasten? Ist das die Sache, wobei man nach der letzten Mahlzeit des Tages die nächste Mahlzeit des Folgetages so lange wie möglich hinauszögert? Das kann ich gut....wenn ich nicht gerade morgens um 5:15 Uhr beim Bäcker arbeite (nur Aushilfe). Dann klappts einfach nicht.

Lieben Gruß
Tame

Intervallfasten

Es gibt verschiedene Methoden. Am weitesten verbreitet (nach meiner völlig unwissenschaftlichen und total subjektiven Wahrnehmung) sind die 5/2 und die 16/8-Methode.
5/2 meint: 5 Tage in der Woche normal (also wie gewohnt) essen, 2 Tage (die müssen nicht hintereinander liegen) nur Süppchen (max 400 kcal).
16/8 heißt, es wird nur in einem Zeitfenster von 8 Stunden am Tag gegessen, in den restlichen 16 Stunden: Null Kalorien. Die meisten, die diese Methode wählen, essen relativ früh zu Abend. Ich für meinen Teil kann besser aufs Frühstück verzichten. Ich esse also meine erste Mahlzeit halb 12 in der Kantine, eine kleine Zwischenmahlzeit ca. halb 5 und Abendessen gegen halb acht am Abend.
Ziel dieser Methode ist es, den Fettstoffwechsel zu trainieren. Wenn man in den 8 Stunden allerdings zuviel isst, nimmt man (Oh Wunder!) auch damit NICHT ab.
Viele Grüße, Conny (die am Wochenende auf Ihr Frühstücksbrötchen auch nicht verzichten mag)

5/2

tät ich nicht durchhalten, 16/8 kann ich gut. Aber wie du schon sagst, es ist was man isst. Man muss mehr Kalorien verbrennen, als zu sich nehmen. Ach Menno, wo ich doch so gern nasche,*seufz!*

Lieben Gruß
Tame

Unfreiwilliger Cheatday

Am Montag/Dienstag war ich auf Management Klausur. Mir war klar, dass es dort nicht zu einer Nahrungsunterversorgung kommen kann. Also habe ich das Kalorienzählen unterbrochen und nur nach den 2 Tagen aufgeschrieben, was das Ergebnis war. Dienstagabend konnte ich schon gegensteuern. Montag war aber mit 2 4-Gänge Menüs ein echter Cheatday.

Mein Resumee: Der Genuss hielt sich in Grenzen. Die Kalorienmenge war der Hammer, trotz halbierter Beilagen und stillem Wasser dazu. So einen Futtertag brauche ich nicht. Er tut mir nicht gut.

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