Weniger bekannt aber schon einmal häufiger als den 50km –Ultralmarathon Rodgau gibt es den Oldendorfer Winterlauf, der auch am gleichen Wochenende stattfindet. Man läuft auch auf einer 5 km Runde, die auf den letzten 300 m zusammenverläuft. Bei Start / Ziel ist eine Wendemarke und man kann sich bei jeder Runde entscheiden, ob man weiterlaufen will oder aufhört. An der Wendemarke stehen ein paar Personen, die die Runden abhaken bzw. die Endzeit notieren, wenn man aufhört. Man kann zwischen 5 und 50 km laufen und hat bis zu 6 Stunden Zeit. Teilnehmerzahl dieses Jahr ca. 250 Personen.

Wo ist Oldendorf und wieso bin ich da mitgelaufen?
Den Großteil der Läufe, an denen ich teilnehme finden im Landkreis Cuxhaven statt und sind in einer Stempelkarte dem Laufsammler aufgeführt. Dieses Jahr sind es 36 Läufe, die alle Streckenlängen bis 75 km abdecken. Für mehr als 6, 12 und 18 Teilnahmen gibt es Preise. (www.laufsammler.de)

Der Oldendorfer Winterlauf war diesmal neu in der Liste. Oldendorf liegt im Landkreis Stade in der Nähe von Himmelpforten. Da für meine Marathonvorbereitung für das Wochenende ein längerer Lauf auf dem Programm stand, hatte ich mich angemeldet. Aufgrund der unsicheren Wetterbedingungen mal für 20 km, aber diese Nennung spielte auch keine Rolle (s.o.).

Durch den starken Temperaturanstieg ab dem 21. Januar war die Schnee- und Eisbedeckung komplett verschwunden. Während meiner Laufzeit war es dann auch trocken und teilweise schien sogar die Sonne bei 8°C. Aber nicht ganz unüblich für die Küste musste man auf einem Teil der Strecke mit einem starken Wind kämpfen.
Die Strecke verlief mit leichten An- und Abstiegen (pro Runde ca. 40 m Anstieg) auf asphaltierten Wirtschaftswegen oder Radwegen. Die Verschmutzungen durch landwirtschaftliche Fahrzeuge waren sehr gering. Also bis auf den Wind recht gute Bedingungen.

Ich konnte eine durchschnittliche Pace von 5:30 laufen. Eigentlich zu schnell für den Trainingslauf, aber es war ja auch ein Wettkampf. Da viele nur 1 oder 2 Runden liefen, war das Teilnehmerfeld schnell ausgedünnt, so dass man kaum im Windschatten laufen konnte. Außerdem fand ich auch niemanden, der ungefähr meine Geschwindigkeit hatte, so dass ich große Strecken alleine lief. Die gemeldeten 20 km waren nach ungefähr 1:50 h erreicht und es lief noch ganz gut. HM irgendwie bei 1:56 h. Meine Laufuhr zeigte immer größere Abweichungen zu den Kilometermarken. Da der Wind nach dem Mittag noch weiter auffrischte und auf eine noch ungünstigere Richtung drehte, war der 2. Teil der Runde recht unangenehm mit Anstieg und Gegenwind. Ich entschied mich dann, dass 35 km auch genug sind. Mit gedrosselter Geschwindigkeit und mit Walken hätte ich die 50 km sicher noch vor dem Zielschluss geschafft, aber das hätte keinen Spaß mehr gemacht. Nach 3:14 h wählte ich also den Zieleinlauf.
Diese Entscheidung stellte sich im Nachhinein als günstig heraus. Da nur wenige nach 35 km aufhörten und ich die zweitschnellste Zeit über die Strecke und in der Altersklasse die schnellste hatte, gab es sogar einen Pokal. Einen von den ungefähr 50 Pokalen, die verteilt wurden.
Als ich um 15 Uhr (1 Stunde vor Zielschluss) nach Hause fuhr, waren noch einige auf der Strecke. Nach einer kurzen Fahrstrecke fing es an zu regnen. Mit Regen und Wind wäre es sehr unangenehm geworden. Ich denke, alles richtig gemacht und nächstes Jahr bin ich wieder dabei.

Viele Grüße
DocNordholz

4.5
Gesamtwertung: 4.5 (2 Wertungen)

Klingt super

Ganz schön flott gelaufen für einen langen Trainingslauf, da hast Du wirklich einen Pokal verdient ;-)
Schöner Bericht von einem schönen Event.

LG
yazi

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