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Das war ja auch mein eigentlicher Wunsch. Mal wieder einen Marathon ohne Regen zu laufen.Alles andere war sekundär.Der Gedanke 2018 mit einem Marathon in der Sonne bei angenehmen Temperaturen zu starten, war nicht schlecht. Also hatte ich mir Gran Canaria rausgesucht. Sicher kein Schnee und wahrscheinlich auch kein Regen. Gut wenn man günstige Flüge einkauft, dauert die Anreise etwas länger, aber man muss halt Prioritäten setzen.

Dieses mal also Freitag morgen ab Leipzig zunächst nach Lanzarote und dann mit dem Inselhopper von Lanzarote nach Gran Canaria. Direktflug wäre von Berlin möglich gewesen, aber 2 Stunden Fahrt hätten im Ergebnis den gleichen Effekt gehabt. Und preislich war der Unterschied unwesentlich. Leider stand die ganze Reise von Anfang an unter irgendwie einem schlechtem Omen. Nun hatte es in unserer Region am Donnerstag vor der Abreise einen Sturm -wie in vielen Bereichen Deutschlands- gegeben und wir hatten zwar keine Schäden, aber Stromausfall.Nach 7,5 Stunden hatten wir dann glücklich gegen 22:30 am Donenrstag Abend wieder Strom und ich konnte doch noch mit Licht packen. Die Abreise sollte um 6:00 Uhr losgehen, Abflug 8:15. Sind dann auch pünktlich gestartet und nachdem ich gedanklich noch etwas abwesend beim ersten Durchgang am Flughafen vorbeigefahren bin, schließlich pünktlich angekommen.Online-Check-In war bei Condor nicht möglich. Warum? Naja, Koffer wiegen. Handgepäckkoffer waren zu schwer, das erste Mal, also EUR 50,00 für 2 x 4 Kg Übergepäck. Die Koffer hätten nur 6 kg wiegen dürfen. Wenn man das Eigengewicht des Koffers bedenkt, dann muss ich mir langsam aber sicher das Barfusslaufen angewöhnen und zwar nur in Shirt. Flug ging dann pünktlich los. Lustig war, dass meine Wetter-App doch tatsächlich für Sonntag leichter Regen und Bewölkung angesagt hatte. Sollte ich es doch hinkriegen? Also Flug nach Lanzarote easy.Ein wenig Zeit am Flughafen auf Lanzarote und ab in den Inselhopper. Die fliegen doch tatsächlich teilweise für EUR 5 von einer zur anderen Insel.Wie BUs fahren nur in der Luft. Schließlich auf Gran Canaria gelandet. Mietwagen abgeholt und ab Richtung Las Palmas zum Hotel.Wetter war bewölkt, aber von den Temperaturen bei rd. 18 Grad angenehm. Wetter App hatte es sich zwischenzeitlich anders überlegt und meinte, dass es Sonntag sonnig bei 20 Grad werden sollte. Schön.

In´s Hotel eingecheckt, ab zum Centro Commercial Startnummer abholen.Klappte recht zügig. Noch T-Shirt geholt und fertig für den Marathon.

Samstag dann eine Runde über die Insel. Zuletzt vor rd. 15 Jahren auf Gran Canaria gewesen und war damals eigentlich nicht so begeistert. Heute muss ich sagen, dass es mit sehr gut gefallen hat. Ein wenig Touri-Orte gucken, dann ab in die Berge. Beeindruckend schön. Und tatsächlich standen wir dann mitten in den Bergen auf einem Parkplatz und es war absolut still.Der Hammer auf einer eigentlich in meinen Augen sehr aufgeregten Insel.

Ja und dann war auch schon der Sonntag morgen da. Start des Marathon war zusammen mit dem Halbmarathon um 8:30 Uhr Ortszeit. Zeitverschiebung zu beachten.An dieser Stelle an Jan, falls du es lesen solltest: "Ich habe alles richtig gemacht und war pünktlich".Teile der Strecke waren wir am Tag zuvor schon mit dem Auto abgefahren und irgendwie hatte ich das Gefühl oder den Eindruck, dass es ein wenig bergig werden könnte. Nicht besonders steil, aber immer ein wenig auf und ab. Fühlte mich gut und wollte eigentlich mit unter 6:00er Pace los und dann mal sehen was geht.
Um 7:40 entlang der Promenade die 2,3 km zum Start. Pünktlich angekommen, kurz noch Toilette aufgesucht und ab in die Startaufstellung. Und dann ging es auch schon los.Waren schon etliche Teilnehmer, die Halben starteten ja mit, aber kein übermäßiges Gedränge. Gleich eine leichte Steigung. Gedanklich hatte ich schon auf defensiv ungeschaltet und lief wirklich entspannt los. Die Strecke ging dann zunächst durch´s Zentrum von Las Palmas runter zum Hafen.Vom Hafen aus sollte es dann entlang der Autopista del Sur aus Las Palmas rausgehen.Vorbei an einem Wendepunkt für die Halben und bei rd KM 12/13 für die Marathonis. LAufen auf der Autobahn.Aber eben entlang der Küste. Nicht schlecht. Die ersten 5 Kilometer in 29:20, die 10 km bei 59:23. Der Puls im GA 1 Bereich. Mir ging es gut. So konnte es weiter gehen.In mir trotzdem das Gefühl, dass ich an den leichten Steigungen die Bremse einwerfen muss. Tatsächlich sah es für mich wirklich bergiger aus, als es war.Versorgung mit Wasser und Iso war ok. Zum Schluss war die Versorgung aber knapp. Denn so gegen 10:30 Uhr sehe ich doch tatsächlich ein Temperaturanzeige, die 29 Grad anzeigt. Aha. Wollte ich eigentlich nicht glauben, war aber so. Fühlte sich für mich aber auch nicht so an. Hätte für meine Begriffe zum Ende hin ein paar Versorgungspunkte mehr geben können. Nach dem Wendepunkt also zurück Richtung Innenstadt und den Halben bei 2:08 Std. erreicht. Und immer noch im guten Pulsbereich.Schön, dann weiter. Jetzt ging es durch die Innenstadt. Leicht bergauf, leicht bergab, Linkskurve, Rechtskurve. Schön, es gab viel zu sehen und viele Zuschauer am Straßenrand. Jetzt befand ich mich schon eher im hinteren Drittel des Feldes und man hatt nur noch vereinzelte Mitstreiter um sich. Die sind aber auch schnell die Spanier. Und wenn man das ausserhalb des Marathon´s am Strand beobachtet, hat man das Gefühl, dass so ziemlich jeder irgendetwas an Sport
macht. Kilometer 25 dann bei 2:32:47 und die 30 km bei 3:07:44.Noch 12 Kilometer und mein insgesamt für 2018 für mich herausgegebenes Ziel, keinen Marathon in 2018 langsamer als 4:30 Std., schien in Gefahr. Ich hatte zwar noch 1:23 Std. für 12 Km, was ja grundsätzlich gehen sollte,aber irgendwie fühlten sich die Beine langsam aber sicher doch etwas schwerer an. Mein Pulsbereich war mehr als optimal. War im Longjog Modus unterwegs. Und dann hing ich ja auch noch wieder mal hinter der Kilometeranzeige. Geht wahrscheinlich knapp aus. Langsam aber sicher zurück Richtung Hafen. KM 35 bei 3:44:18. Ab hier hatte ich dann das Gefühl, dass die Versorgung etwas knapp war. Temperatur nun 33 Grad. Aber ehrlich, fühlte sich nicht dramatisch an. In Wellen dann Richtung Strandpromenade. Bei Km 40 dann meine bessere Hälfte getroffen und kurz für die letzten 2 Kilometer Kraft getankt. 4:20 Std. zu dem Zeitpunkt. Die 4:30 war weg. Aber egal. Also weiter entlang der Promenade Richtung Ziel. Lt. Uhr den Marathon in 4:35:02 beendet und schließlich den Gran Canaria Marathon nach 43,17 km in 4:42:24. Wieder eine nicht unwesentliche Abweichung, aber war hier für mich jetzt nicht ganz so von Bedeutung.

Insgesamt ein doch sehr schöner Marathon auf Apshalt in einer doch recht aufgeregten Stadt. Garnicht so bergig,wie ich gedacht hatte. Nur rd. 110 HM.Ich hatte allerdings irgendwie einen anderen Eindruck. Temperatur bei rd. 30 Grad, aber für mich nicht wirklich ein Problem.

War ein schöner Beginn in das Jahr 2018. Hat Spaß gemacht und jetzt geht es dann nach Barcelona.

Abschließend verpassten wir dann auf unserem Rückflug in London unseren Anschlußflug und mußten schließlich doch über Berlin nach Hause.

Euch viel Gesundheit und ein erfolgreiches Jahr 2018.

Grüße
Stefan

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Also mal ehrlich

An- und Abreisechaos, ungewohnte Temperaturen, da finde ich deine "Abweichung" absolut ok und verständlich.

Glückwunsch von mir zu diesem gelungenen Jahresanfang! Ich will auch Sonne....

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Pünktlichkeit ist eine Zier.

Freut mich dass du aus Deinen "Fehlern" lernst. Glückwunsch zum ersten Finish 2018. In Barcelona treib i di unter 4:30 Std.

LG
Jan

Haha, ....

glaub mir, das vergess ich nicht. Tatsächlich war aber diesmal mein Handy automatisch umgestellt. Trotzdem bedarf es bei Zeitumstellung bei mir seit Athen eine besondere Beachtung. ;-)) Barcelona können wir dann wieder etwas flotter angehen. Hab mir die Strecke aber noch nicht angesehen. Training geht ja weiter. Hab halt nur das Problem, dass ich im Februar ja noch eine Woche Ski fahren bin. Und da nehme ich mir zwar jedes Mal laufen vor und am Ende werden es dann 10 km, in der Woche. Das wirft einen immer so zurück.

Also wir werden sehen.

Grüße
Stefan

Glaub i net.

das die eine Woche schifahrn dich wirklich zurück wirft. Die Grundkondi is ja da. Und wenns´d wirklich halbwegs inteniv fährst is des a training. Halt nur a bissl anders. Mir san ja a ne woche auf Winterurlaub. Da is nur Langlaufen und a bissl Rumpfstabi angesagt. Mal zwischendurch was anderes tut dem Körper sogar gut.

LG
Jan

klar, dass man die Temperaturen ...

... dort am Meer nicht ganz so merkt. Auf der Inselseite hast du immer auch ein Lüftchen und dadurch fühlt man die Temperatur eben nicht sooo sehr. Dass sie doch da ist und sich auswirkt, siehst du an der Laufzeit. Schaust du dir die Differenz zwischen erster und zweiter Hälfte an, würde ich dir sehr ein etwas langsameres Loslaufen empfehlen. 6er Schnitt hieße unter 4:15h Zielzeit. Läufst du bei den Temperaturen vorn langsamer, bist du in jedem Fall hinten schneller und kompensierst das auch vollständig.
Viel Spaß in Barcelona - wo man die Wärme auch nicht immer gleich so merkt... Schnee, wie vor ein paar Jahren zum Marathon, werdet ihr ja hoffentlich nicht haben.
;-)
PS: Danke mit dem Hinweis bzgl. Handgepäck bei Condor. Mein Handgepäck ist (fast) immer schwerer und ich habe es in 25 Jahren einmal erlebt, dass ich das Handgepäck auf die Waage stellen sollte. Und das war auch noch vor diesem Ganzen Zirkus mit Größen... Größe klar, dass kennt man. Aber Gewicht??? Nee. Gut zu wissen!
Beim Schalk läuft das Training!

Jahresanfang

Wircklich ein schöner Jahresanfang. Die ungewohnten Temperaturen (die mich vor Neid erblassen lassen) haben sich sicher auf Dein Tempo ausgewirkt. Ich finde ja auch, wenn man schon eine so weite Anreise für einen Lauf auf sich nimmt, sollte man das Tempo so anpassen, dass man die Strecke noch geniessen kann.

Ich bin dann mal weg

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