Kann mir jemand sagen, was den Unterschied bei den Trainingsplänen der beiden Herren ausmacht?

Ist es so, dass die Greif-Pläne teurer und anstrengender sind, und ich im Gegensatz zu Steffny-Plänen eher mit einem Lächeln über die Zielgerade laufe?

Ich bin bisher immer mit Steffny gut gelaufen, musste mich aber am Ende sehr durchbeißen. Vielleicht ist das ja auch normal, oder es liegt an meinem Alter (43). Letztendlich habe ich das Zeitziel jedoch immer erreicht.

Gruß
Stollentroll

Unterschied Greif-Steffny

Hallo,

wenn du ein Rennen auf der Grenze deiner Leistungsfähigkeit läufst und eine neue Bestzeit willst, musst du dich nach meiner Erfahrung irgendwann immer durchbeißen und das gilt unabhängig vom Alter. Man kann diese Phase der Qual nur möglichst weit hinausschieben und durch gutes Training die Regeneration verkürzen.

Ich selbst habe meine größten Erfolge mit Greif-Plänen erreicht, kenn aber auch die von Steffny (ich rede jetzt von der Marathonvorbereitung).
Es gibt da sehr viele Ähnlichkeiten, u. a. die Betonung der Wichtigkeit von langen Läufen und Tempoarbeit.
Unterschiede sind m. E., dass bei Greif die Tempo-Intervalle länger sind (2000 bis 4000m), dass sie schneller gelaufen werden und dass die Trabpausen länger sind. Dann hat Greif auch Tempo-Dauerläufe bis hin zur HM-Distanz vorgesehen.
Weiter sind die langen Einheiten bei Greif länger (grundsätzlich 35km) und werden mit Endbeschleunigung im Marathon-Renntempo gelaufen, was soviel ich weiß, Steffny nicht vorsieht, dafür allerdings am WOE vor dem Rennen noch einen 10Km-Wettkampf, der bei Greif entfällt (wg. Endbeschleunigung als Formreiz).

Weil du das "teurer" ansprichst: man kann auf der Greif-Seite auch kostenlose Pläne downloaden, die dann nicht ganz so individualisiert sind, aber auch gut funktionieren.

Gruß
dadarun

Leben ist Bewegung

Wenn mir der Kommentar gestattet ist...

...ich finde auch den Bundeswehr-Tonfall von Greif etwas, sagen wir "anders" als den von Steffny ;) Muss man mögen.

Helgman

Ist doch perfekt!

Hey, du hast dein Zeitziel erreicht, perfekt! Ging mir beim HM mit Steffny-Plan auch so. Und dass man am Ende beißen muss, wenn man sich ein ambitioniertes Zeitziel setzt, finde ich auch normal. Ein Wettkampf ist halt kein lockerer Trainingslauf, wenn man dort an seine Leistungsgrenze geht. Klar kann man auch einen Wettkampf locker laufen, aber dann nicht an der Leistungsgrenze.
Vielleicht nützt es aber etwas, um gefühlt lockerer durchzukommen, wenn du mehr Rumpfstabilisierung (Gymnastik, Muckibude...) und Lauftechnik machst. Über den Erfolg davon kann ich noch nichts berichten, ich bin gerade mitten drin :-) am "nochmal Laufen lernen" und "Matte quälen"...

Unterschied Greif-Steffny

Danke für Deine Gegenüberstellung, dadarun!
Also wenn ich mit möglichst wenig Trainingsaufwand viel erreichen möchte, dann bleibe ich wohl bei Steffny und spare mit die ganze harte Greif-Plackerei, oder?

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