Da bin ich nun also, stehe am absoltuen Anfang meiner hoffentlich erfolgreichen Läuferkarriere.
Irgendwie ist es seltsam, es so zu bezeichnen, dabei sollte man sich davor auch als Anfänger nicht schämen, es so zu nennen. Kann ich mich schon als Beginner ansehen?
Der Wille ist da. Unentwegt sitzt er in den Füßen, in den Beinen, im Bauch, im Herz, welches schon beim bloßen Gedanken freudig hüpft.
Seid Wochen lese ich mich kreuz und quer durchs Netz auf der Suche nach Informationen und Eindrücken aus der Welt des Laufens.
Viele Fragen sind in meinem Kopf, der sich diese zur Zeit eigentlich nicht leisten kann, denn es gibt so viel zu tun.
Aber der Hauptgedanke bleibt dennoch beim Laufen. Wann kann ich wieder raus? Wann besorge ich mir anständige Schuhe? Welcher Trainingsplan ist für Anfänger wie mich wohl am besten geeignet? Wo kann ich mir Schuhe kaufen? Wie soll ich mir meine Ziele setzen? Was sind die schönsten und besten Laufstrecken aus meiner Umgebung?
Aber gelaufen bin ich erst zweimal und diese Woche hat mein Abi mich leider davon abgehalten, rauszugehen, da ich täglich bis 9 da saß und lernen musste.
Und der Wille ist trotzdem da. Hält mich wohl auch etwas vom Lernen ab, da ich dann träume statt zu büffeln.

Ich bin also 18, hatte heute mein erstes Examen in Spanisch und trete morgen für Englisch Textanalyse und Deutsch Texterörterung an.
Zum Laufen kam ich durch meinen Ex, seines Zeichen begeisterter Läufer mit ausgezeichneter Leistung. Zum neidisch werden.
Doch mit ihm bin ich nie gelaufen, leider und wohl auch zum Glück, es hätte mich wohl zu sehr entmutigt, schon nach kurzer Zeit außer Puste zu sein während er noch locker weiter könnte. Ich muss meinen eigenen Rythmus finden und überhaupt Ausdauer aufbauen, ehe ich mit anderen mitlaufe.

Wärrend der Beziehung hat es mich auch nicht so gereitzt. Ich war zwar jedesmal stolz wie Oskar wenn er wieder einmal super abgeschnitten hat, doch selber laufen - viel zu anstrengend.
Trotzdem hieß es immer wieder "Dieses Wochenende laufen wir mal zusammen".
Leider kam es nicht mehr dazu.
Aber, was auch immer es zu bedeuten hat, kurze Zeit nach Ende der Beziehuhng hatte ich doch gewaltig Lust, es doch einmal zu versuchen. Ständig las und lese ich über seine Leistungen und fühle mich dadurch angespornt, selbst aktiv zu werden. So gut wie er werde ich wohl kaum, dazu ist es zu spät, aber ich will trotzdem meine persönliche Bestzeit und Bestleistung erreichen.

Die ersten Tage habe ich mich aber nicht getraut, mich zu informieren oder gar laufen zu gehen. Ich wollte nicht einen Sport anfangen, nur um ihm somit nachzu'laufen'.
Mittlerweile aber denke ich immer mehr, dass ich es für mich selbst brauche, vielleicht um abzuschließen, oder aber weil diese schon fast unheimliche Motivation vielleicht ein Geschenk von ihm an mich ist, von dem er nichts erahnt und das mir Kraft gibt, das Ganze ein bisschen besser zu überstehen.
Darin fand ich auch schon Bestätigung von außen an der ich nicht zweifle.

Soviel dazu. Und für heute heißt das Zeil erstmal: büffeln und zwar dalli, damit ich es vielleicht heute vor die Tür schaffe, denn es kribbelt immer noch und schon wieder in den Füßen.
Leider sieht es nach Regen aus. Aber was macht das schon?

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einfach loslaufen

Ich finde es super dass Du überhaupt anfange möchtest/ angefangen hast!
Der erste Schritt ist immer der Schwerste.
Du musst trotz aller toller Einsteiger-Trainingspläne aber auch auf Dein Gefühl hören.

Manchmal hilft das Laufen auch um zwischen zwei Lerneinheiten ein wenig sacken zu lassen und den Kopf für die nächste Runde frei zu bekommen.

Du schaffst das!!!

Viel Glück bei den Abi-Klausuren und beim Laufen

Herzliche Grüße
Kirstin

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