Hi,

ich bin mir unsicher wie ich den HM angehen soll. Ist es ratsam langsamer zu beginnen, um dann "hinten raus" noch noch zulegen zu können? Das fällt mir nicht leicht, denn wenn ich einmal ein Wohlfühltempo längere Zeit laufe, fällt es mir schwer das Tempo anzuziehen und das dann zu halten. Oder sollte ich lieber mit einer höheren Pulsfrequenz starten (ca. 150) und diese so lange halten bis ich langsamer werden muss? In der Hoffnung, dann noch nicht alle Körner verschossen zu haben. Oder muss man die Erfahrung einfach machen und weiß spätestens beim dritten mal, wie es am besten funktioniert ;-) ?
Was sind Eure Erfahrungen?

Gruß, Potty

Hi Potty,bin mit 59 min auf

Hi Potty,

bin mit 59 min auf den ersten 10 gestartet.
Das hat gut geklappt.
Kann ich empfehlen.
Nur nicht zu schnell angehen und immer gut trinken.
Aber jeder macht es anders.
Kannst ja den Bericht von meinem HM gestern im Blog lesen.
Bin mit 159er ins Ziel gekommen. ( 86% )

Alles Gute,
Sportprinz

www.sportprinz.de.tl

Wohlfühlen ist wichtig

Hi Potty,

ich hab gerade meinen ersten Marathon hinter mir und habs so gemacht: Zu Anfang bin ich etwas verhalten gelaufen - ich dachte ständig: Den jetzt noch überholen und hab mir gerade noch auf die Finger gehauen. Ich wollte dann im letzten Drittel (zum Ziel hin gabs bei uns einen ordentlichen Anstieg) etwas Gas geben, hat aber nicht geklappt - da wollte ich nicht mehr wirklich, obwohl noch was drin war, mir gings aber beim ersten Mal darum gut und locker anzukommen. Ich wollte nicht mit Grausen an meinen ersten Lauf zurück denken! Und mit der "Strategie" hats trotzdem zu einer super Zeit gereicht und meine Freundin war echt begeistert wie gut es mir ging (ich hoffe sie lässt mich jetzt etwas bereitwilliger auf die nächsten Läufe ;-) )

Geniess deinen ersten HM und viel Glück

Matthias

HM angehen

Hallo Potty,

ich weiß nicht wie erfahren du mit der Strecke bist, von daher müsste sich das von selber ergeben.

Ich selbst laufe in der Regel die erste Hälfte schneller, d. h. aber nicht "Wohlfühltempo", sondern schon ca 85% des maxP und in der 2. Hälfte renne ich, was die Form hergibt.

Letzten Endes kommt es natürlich darauf an, was du erreichen willst. Beim ersten Mal würde ich die Sache etwas vorsichtig angehen, da ist Durchklommen das Wichtigste und zwar so, dass du nicht völlig im Eimer bist und nie wieder einen WK laufen willst. Das wäre ja demotivierend für die Zukunft.
Wenn du aber eine möglichst gute Zeit laufen willst, musst du ranklotzen und das heißt, dass es - bei jedem auf dem persönlichen Leistungsniveau - auch anstrengend ist und kämpfen bedeutet.

Viel Glück beim Lauf!

Gruß
Rainer

Leben ist Bewegung

Kommt wie immer drauf an...

Was bedeutet 150 bei dir???
Ich bin meinen ersten HM ziemlich gleichmäßiges Tempo durchgelaufen, mal 10"/km schneller, mal 10"/km langsamer. Ich hatte aber einen "Hasen", d.h. ein erfahrener Läufer hat mich begleitet und ist konstantes Tempo gelaufen. Ich habe einfach nur ab und zu auf meinen Puls geschaut, dass der nicht über 85% geht - in der zweiten Hälfte lag er aber schon ganz leicht drüber. Im Schnitt bin ich dann bei genau 85% gelandet. Ich war auf dem letzten km ziemlich platt, an Beschleunigen war nicht zu denken. Nur mein Puls, der hat sich beschleunigt ;-)
Zum Schluss noch Kraft zu haben, die letzten km nochmal Gas zu geben ist toll, das hat bei mir beim 2. HM dann auf den letzten 2 km geklappt. Trotz Hänger bei km 14 (Seitenstechen). Ich denke, ein realistisches Tempo anzuschlagen, das man 21,1 km durchhalten kann ist am sinnvollsten. Beim ersten HM lieber etwas konservativer starten - dann kommt man auch ohne Quälerei durch! Ein Pulsschnitt von 85% der max. HF ist sicher ein ganz guter Anhaltspunkt. Aber nicht gleich mit 85% loslaufen - sonst bist du nach 14 km alle...

Gleichmäßig

Hallo,

meine Strategie ist, sich ein realistisches Endzeitziel zu setzen und dann vom 1. km an gleichmäßig zu laufen.
Hat beim Karstadt-HM blendend geklappt !! Mit 5:20 bis 5:30 pro km bin ich durchgelaufen und nach 1:54:00 war ich im Ziel. 5-6 min. schneller als in Köln und Bonn.
Habe mich zusätzlich an den Pacemakern für den ganzen Marathon orientiert, die immer in Sichtweite waren.

Gruß
HM1848

Meine Erfahrungen beim HM

Hallo Potty,
ich bin zwar schon (oder erst) sechs HM gelaufen, aber bei meinem 6sten (gestern beim Karstadt-Marathon) habe ich auch noch einmal neue Erfahrungen sammeln dürfen. Bisher war ich auch immer ein Freund davon möglichst in einem Tempo durch zu laufen, was mir auch schon mal gut gelungen ist bei meinem 5. Lauf (bis dahin persönlicher Rekord mit 1:54:08 = 5:24 min/km). Allerdings war ich am Ende ziemlich kaputt und hatte gegen Ende des Laufs nicht wirklich Spaß. Für gestern hatte ich mir vorgenommen, dass ich bei meinem dritten Karstadt-HM (dem 6sten insgesamt) auch am Ende noch Spaß haben (bei den ersten zwei nicht wirklich gelungen) und die Leute am Rand genießen wollte. Also habe ich es ganz locker angehen lassen und hatte bei KM 10 ca. 57:40 (= 5:46 min/km) auf der Uhr. Naja, da dachte ich mir: Rekord wird das nicht mehr, aber schau mal was noch geht! Irgendwie beflügelt habe ich dann die letzten 11,1 km in ca. 56:27 (=5:05 min/km) geschafft und war am Ende noch recht fit und konnte die Atmosphäre richtig genießen und nebenbei habe ich meinen persönlichen Rekord um eine ganze Sekunde noch verbessert. Ich werde jetzt immer VERSUCHEN das Tempo am Anfang niedrig zu halten (vielleicht nicht so niedrig wie gestern), um hinten raus noch was machen zu können. Aber es kostet schon irgendwie Überwindung sich am Anfang ruhig zu halten. Das Adrenalin, die Leute, die Atmosphäre etc. sind schon Anreiz zu viel zu wollen. Aber was man am Anfang zu viel macht fehlt einem am Ende wirklich doppelt. Ich wünsche Dir viel Erfolg, sammel Erfahrungen und vielleicht bringen Dir meine/unsere Erfahrungen etwas.

Viele Grüße, viel Erfolg

JimBob

Vielen Dank für die Tipps!

Die ersten 10 auf 59min. zu laufen ist ja nicht so einfach, wenn man nicht ständig rechnen möchte (bzw. nicht das technische Equipment am Arm trägt). Und von 10km Läufen kenne ich auch das kleine Ehrgeizmännchen das da immer flüstert: Den schaffst Du noch, den holst du dir... ;-)

Mein Wohlfühltempo liegt etwas über 6er Schnitt, bei einer HF von ca. 140 (75%). Unter 2 Std. will ich es schon schaffen, muss also einen guten Zahn zulegen.

Netterweise hat gestern ein Laufbuddy meinen Eintrag gelesen und sich als Pacemaker angeboten. Das werde ich gerne annehmen und dabei drauf achten, dass mein Puls nicht zu hoch schießt.
Das "mit Spaß ins Ziel laufen" kann ich vergessen, wenn ich unter 2 Std. bleiben will. Ich werde völlig fertig sein. Aber ich muss auch knapp 110 kg über die Straße wuchten, von daher freut mich grundsätzlich jeder Zielstrich ;-)

Potty

einen ganz wichtigen tipp:

lass Deinen pulsmessgerät zu hause, höre einfach mal auf das was Dir Dein körper sagt. herzfrequenzen hin oder her, ich laufe immer ohne brustgurt. ein pulsmesser würde mich fertig machen (ich bin jemand mit nem sehr hohen puls). bei nem HM einfach gut schnell draufloslaufen, es ist bemerkenswert wie lange der körper hohe tempi halten kann.
lasst euch von eurem körper leiten und nicht von der technik

mfg

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