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Gestern ging's zum Doma-Berglauf, das ist ein Wettkampf, bei dem mal wieder die ganze Läuferfamilie aus Calw und Umgebung zusammenkam. Die ganze Aktion gleicht dem Prinzip Zuckerbrot und Peitsche, denn der Initiator dieser (und auch anderen) Veranstaltungen ähnlicher Art, zieht das Ganze mit viel Liebe auf und später bei der Siegerehrung erzählt er über jeden einzelnen Läufer die ein oder andere Laufanekdote (bei ca. 50 Teilnehmern kann man das ja noch gut machen). Doch bis es soweit kommt, müssen erst mal fiese Steigungen bewältigt werden. Ich zerbrach mir den Kopf, was um Himmels Willen ein Doma-Berglauf ist?!?!? Doma (sprich: Dohme) ist schwäbisch und heißt Daumen und der Berg heißt eben so, weil er wie ein Doma aussieht, klärte mich Manti auf. Als "Wahlschwäbin" muss man manchmal doch noch nachfragen!

Wir tröpfelten so nach und nach im Start-Bereich ein, und dann war Schluss mit lustig. 4,5 km mit einer Höhendifferenz von 260 m waren zu laufen, wobei etwa die ersten 2 Km nur mit reinem Vorfußlauf bestritten werden konnten! Wie die Blöden spurteten wir alle mehr oder weniger schnell los. Da ich keine ausgesprochen gute Bergläuferin bin, wurde ich auch dementsprechend überholt und hatte mich auch daher diskret an der rechte Seite herumgedrückt, so dass man mich gem. § XY des Läuferknigges der Runner's World problemlos überholen konnte. Schweißgebadet ging's dann auf einen relativ ebenen Abschnitt weiter, doch meine Waden waren so schwer, dass an eine Tempozugabe nicht zu denken war. Per Telepathie hörte ich Günti sagen: "Hättest du die schönen Kompressionsstrümpfe, wäre das jetzt kein Thema für dich!" Außerdem schien ich daraufhin an vorübergehender Gehirninsuffizienz gepaart mit meiner üblichen Zahlenlegasthenie zu leiden, denn ich war plötzlich der Überzeugung, dass 5,5 Km zu laufen waren und stellte mich entsprechend darauf ein. Zwei Frauen zogen an mir vorbei und es ging nochmals bergauf. Ich glaubte, nicht recht zu sehen, als es plötzlich wieder bergab ging! Wundersamerweise hatte ich meinen Schwung gefunden und legte einen Zahn zu und zog an den besagten Frauen und noch einem Mann vorbei. Die Freude währte nur kurz, denn gleich darauf kam wieder eine Steigung! Wir brauchen Steigeisen, Kletterseile und einen Pickel, motzte mein innerer Schweinehund. Meinen Waden zuliebe legte ich eine taktische, flotte Gehpause ein. Dazu muss man eigentlich nichts mehr sagen, außer - Mann war ich blöd! Was war passiert, die drei zogen wieder an mir vorbei. Es nutzte auch wenig, dass es nur eine kurze Steigung war. Es folgte eine Kurve - ups, da war ja schon das Ziel! Klar, es waren ja auch 4,5 und nicht 5,5 Km zu laufen! Nach 28 min. war ich also im Ziel und wurde sogar auch in meiner AK 1. (wobei ich hier die Einzige war! ;-))

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Na dann!!!!

Kannst ja deinem Schweinhund fürs nächste Mal Turbostrümpfe als Leckerli versprechen ;o)
Aber Respekt vor deiner pace bei so viel Berg - ich rutsche am Berg (äh, bei uns eher Hügel *hüstel*) immer in so unterirdisch langsame Geschwindigkeiten ab, dass ich mit Gehen meist schneller wäre, denn flott gehen kann ich gut :-))

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