:-):-):-)
Ich bin immoment überglücklich!
Nicht nur, dass ich meine 200km Marke endlich geknackt habe, sondern das Wie ich sie geknackt habe freut mich am meisten.
Gestern hatte ich die Befürchtung, dass meine Beine das momentane Training nicht lange aushalten, aber was ist passiert?! Ich fühle mich von Tag zu Tag besser! Ein paar Startschwierigkeiten am frühen Morgen konnte ich mit einem Kaffee bzw. einem zweiten noch am Nachmittag entgegenwirken. Das ist aber noch lange nicht alles von diesem wunderschönen Tag! Jeden abend seit Montag tuen mir die Beine weh, dennoch habe ich am darauffolgenden Tag imnmer Lust zu starten und das alles schmerzfrei, sogar während des Laufens.
Heute hatte ich mir einen zügigen Dauerlauf vorgenommen über meine Heimstrecke, dem Galgenberg. Es war unglaublich, schon mein Anfang vor der Haustür ging mit schnellen und großen Schritten los, dann den Berg hinauf, die Schritte wollen nicht kürzer werden. Kurze Pinkelpause, der Kaffee musste raus ;-). Weiter gehts. Zu der Pinkelpause muss ich sagen, dass das der Anfang eines Fahrtenspiels war, aber unbewusst. Weiter berghoch meine Schritte bleiben lang, die Strecke wird ebener meine Geschwindigkeit nimmt zu, es geht bisschen bergab ich fange an richtig zu Hüpfen! Jetzt kommt der Höhepunkt der Strecke eine richtig starke Steigung, die sich knapp 1-1 1/2 km lang zieht, die ich fast spielend meistern konnte. Oben angekommen habe ich mir eine kurze Gehpause gegönnt, nur ein paar Meter. Ich habe schon ans umkehren gedacht, weil ich ja relativ schnell unterwegs war, aber ich wusste auch, dass ich weitere Kilometer sammeln muss, damit ich annähernd an die 10 km dran komme. Also bin ich weiter großen und schnellen Schrittes, teilweise verlangsamt, teilweise fast mehrere 100 Meter in Sprint verfallen. Als ich dachte: "Langsam könnte ich umkehren", habe ich meine Strecke weiter nach hinten korrigiert und mir selbst gesagt: "Bis dahin kannst du noch!", bis ich dann wirklich gedreht habe bin ich ungefähr 2 km mehr gelaufen. Ich dachte mir den Rückweg kannst du ruhig ein bisschen langsamer laufen, aber nein die Schritte blieben groß und schnell, ich hoffe ich langweile euch noch nicht ;-). Was steht da plötzlich mitten auf dem Weg? Ein Rehkitz gerade einmal einen Meter groß. Bei knapp 30m Entfernung verschwand es so urplötzlich wie es erschienen war. Zurück zum Lauf, es ging wieder bergab, fast den selben Weg zurück, ich springe förmlich den Berg hinunter. Aus dem Wald raus auf die Straße und die Probleme fingen an, rechter Quadtriceps und Hüftbeuger beschweren sich, ich entscheide mich auf den dünnen Grasbewuchs am Straßenrand zu laufen. Straße hinunter in die Stadt hinein und ich merke, wie mir die frische Waldluft aus den Lungen gezogen wird und durch tiefen Stadtsmock ersetzt wird. Der Puls geht hoch und die letzten 800m ist es dann schon fast quälend den Schritt weiterhin so lang zu halten und ich denke an den Wald zurück und daran, dass ich dort lieber geblieben wäre und hätte weiterlaufen sollen. :-)
Ich leg mich jetzt ins Bett und verfalle wahrscheinlich sofort in den Tiefschlaf.
Gute Nacht

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