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Stressgeplagte Familienväter brauchen ja auch mal ne Auszeit. Aus diesem Grund gibt es die segensreiche Einrichtung des Vatertags, der dieses Jahr auch noch sinnigerweise auf den Tag der Arbeit fiel. Traditionell treffen sich dann gleichgesinnte Geschlechtsgenossen,um zu einer "Radtour" zu starten. In sinnvolle Etappen nicht über 5 km eingeteilt, damit die körperliche Anstrengung den Erholungswert nicht ins Gegenteil verkehrt. Gegen 11:30 Uhr wurde ich von meinen Freunden abegeholt, um die erste Etappe von 350 Metern bis zum ersten Maibaum mit angegliederter Würstchen- und Bierbude in Angriff zu nehmen. Nach der ersten Stärkung ging es dann auf die zweite Etappe. Diese endete nach 1,5km auf den heimischen Tennisplätzen, auf denen die heimischen Mannschaften M40 und M50 um Punkte kämpften. Nach einer weiteren Erfrischung und aufmunternden Anfeuerungsrufen für die Tenniscracks ging es auf die dritte Etappe. Diese endete nach 4,5 km auf einem schönen Rastplatz. Man beachte die wohldosierte Steigerung. Auch hier wurde kurz aufgetankt um dannn frisch gestärkt und erfrischt die nächste Etappe in Angriff nehmen zu können. Nach unendlich erscheinenden 5,5 km erreichten wir unser nächstes Etappenziel, das beliebte Ausflugslokal zur Schwalbe, wo wir erst einmal eine längere Rast einlegten. Von dort aus hangelten wir uns dann über die weiteren Etappen, immer die einschlägigen Ausflugslokale besuchend, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Die Tour endete nach insgesamt 23 km bei einem Mitfahrer zuhause. Dort fand diese anstrengende Tour ihren krönenden Abschluss bei einem zünftigen Grillen.
Es sei am Rande noch erwähnt, dass ein Plattfuss, einige Regenschauer und ein glücklicherweise glimpflich abgelaufener Sturz (nur ein aufgeschrammtes Knie war zu beklagen) unseren Spaß nur unerheblich und kurz schmälern konnten.

Nach dem Vatertag/1. Mai muss man dann natürlich sein Herz für die Familie zeigen. Autokauf für die Frau stand auf dem Programm. Dazu muss ich etwas weiter ausholen.
Da wir erbschaftsbedingt einen kleinen Geldbetrag zur Verfügung hatten, und der alte Corsa meiner Frau so langsam in die Jahre kam und einige Annehmlichkeiten, die für heutige Autos selbstverständlich sind, noch nicht bieten konnte, haben wir uns schon seit einigen Wochen nach einer erschwinglichen Alternative umgeschaut. Da meine Frau außerdem vor Kurzem einen "halbrunden" Geburstag feiern konnte (das sind die Geburtstage mit einer 5 am Ende), und die letzten Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke nicht gerade üppig bzw. ganz ausgefallen waren, sollte es also jetzt ein neuer Gebrauchtwagen sein. Vor ihrem Geburtstag hatte ich sie schon mal nach ihren Vorstellungen gefragt. Was sie sich denn wünschen würde, wenn Geld keine Rolle spielen würde. Diese Frage war eigentlich hypothetischer Natur, denn erstens spielt Geld bei uns immer eine Rolle und zweitens erwartete ich eine Antwort in Richtung Porsche, Ferrari oder Mercedes SLK. Überraschenderweise war ihr "Traumauto" tatsächlich ein Mercedes, aber eben nicht ein SLK, sondern eine bescheidene A-Klasse. Nach einigen Internetrecherchen war klar, dass ein gebrauchtes Exemplar mit einfacher Ausstattung durchaus ins Budget passen würde. Die Unterhaltskosten wären kaum höher als beim Corsa. Die Spritkosten sind bei den Fahrleistungen meiner Frau fast zu vernachlässigen. Nach wochenlanger Recherche, dem Verkauf des Corsa und einigen Angeboten, die uns vor der Nase weggeschnappt wurden, hatten wir im Internet den richtigen Babybenz ausfindig gemacht.
Wo kauft man einen Wagen für die Frau? Natürlich im Frauenautohaus. Nicht lachen, das gibt es wirklich, und zwar in Köln (www.autofrauenhaus.de). Wir also alles vorbereitet, Kurzkennzeichen für die Überführung besorgt, Geld eingepackt, ins Auto und ab nach Köln.
Wir hatten uns das ganze sehr einfach vorgestellt: Den wollen wir, wir handeln noch mal 200-300 Euro herunter, Kurzkennzeichen montieren, Vertrag unterschreiben, Geld auf den Tisch und mit dem neuen Auto nachhause fahren.
Punkt 1 klappte noch gut: Den wollen wir!
Punkt 2 erwies sich als sehr schwierig. Zum Konzept des Frauenautohauses gehört nämlich, die Autos relativ günstig, aber zu Festpreisen anzubieten. Verhandlungsspielraum beim Preis: 0,00 Euro. Selbst nach zähen, mehrstündigen Ringen war nix zu machen. Begründung: Frauen wollen nicht handeln, sondern ein faires Angebot! Falsch! Meine Frau wollte handeln, bloß ich sollte die Verhandlungen führen. Letztendlich willigte ich völlig erschöpft in 50 Euro Preisnachlass, neue Fußmatten und die sofortige Beseitigung einiger kleinster Mängel ein.
So, jetzt können wir das Auto aber sicher mitnehmen. Nein! Denn zum Konzept des Frauenautohauses gehört weiterhin, dass der Kunde (die Kundin) mit einem Mitarbeiter (einer Mitarbeiterin) und dem Objekt seiner automobilen Begierde zum TüV fährt, um eine Hauptuntersuchung und eine Abgasprüfung vorzunehmen. Vertrauensbildende Maßnahme, damit der Kunde (die Kundin) auch sicher geht, dass das Auto technisch in ordentlichem Zustand ist. Also ab zum TüV.
Danach wurden endlich die Kurzzeitkennzeichen montiert, der Vertrag unterschrieben und das Geld wechselte den Besitzer (die Besitzerin).
Während der vier bis fünf Stunden, die das alles gedauert hatte, erzählte uns der Verkäufer/Techniker (ja, ein Mann!) seine ganze Lebensgeschichte, die des Autos und was wir sonst noch alles wissen wollten (oder auch nicht). Er gab sich wirklich alle Mühe, war sehr nett und besorgt, dass alles zu unserer Zufriedenheit war. Zum Schluss hat er uns sogar noch eine Restaurantempfehlung gegeben, da uns der Magen nach dem langen Tag in den Kniekehlen hing. Wir haben dann noch lecker und preiswert kubanisch gegessen.
Also, ihr Frauen und Mädels, wenn ihr mal ein Auto kaufen wollt: Frauenautohaus in Köln ist die erste Adresse für euch. Männer dürfen zwar mit, aber nur, um dort ein Auto für die Frau/Freundin zu kaufen!!

Donnerstag und Freitag also voll ausgefüllt, an Laufen keinen Gedanken verschwendet. Samstag morgen dann auch mal gelaufen, bißchen Tempotraining.
Danach bei herrlichem Frühlingswetter den Resttag im Garten verbracht, um die Spuren des Winters zu beseitigen: Unkraut jäten, Rasen mähen, Gartenhütte mit einem neuen Schutzanstrich versehen. Danach Grillen, Sportstudio und Boxen im TV und halbtot ins Bett.

Sonntag: erstmal ausschlafen bis Mittag! Danach Frühstück, eine halbe Stunde in die Sonne legen und dann mit den Töchtern lernen.
Die Große braucht bis zum Schuljahresende erhöhte Aufmerksamkeit, da die schulischen Leistungen doch sehr zu wünschen übrig lassen und die Versetzung akut gefährdet scheint. Wird noch eine Arbeit verhauen, ist die Ehrenrunde unvermeidlich. Das wollen die Eltern nicht, das will sie auch nicht, aber sie ist in einer Phase, in der sie sich einfach nicht aufraffen kann, was dagegen zu tun. Ich sage nur: Pubertierender Teenager. Da braucht sie schon mal die "liebevolle Betreuung" des Vaters. Dabei ist sie nicht blöd, nur stinkenfaul! Von wem sie das nur hat? Nach zwei Stunden Französisch mit der Großen zeigen mir ein paar harmlose Testfragen, dass die Kleine auch nicht gerade firm für die Englischarbeit am Dienstag ist. Also die Fortsetzung mit dieser in Englisch. Sie versucht die Nummer mit der Tränendrüse: Durst, Hunger, Müdigkeit und so weiter ...
So vergeht ein wunderschöner Sonntag, den ich eigentlich in der Sonne liegend mit einem guten Buch verbringen wollte. Stattdessen muss ich im Schatten der Schreibtische und nur beim Schein der Schreibtischlampe meinen Sonntag verbringen.
Ach ja: zum Laufen hatte ich natürlich auch keine Zeit.

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So einen

So einen Papa könnte ich hier auch mal brauchen. ;-)) (Ich liebe Teenager)
Dann würde ich es auch schaffen am Wochenende laufen zu gehen. Meine Läufe sind meist von meiner Schlafzeit abgezwackt.

Inumi

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