Hallo liebe Lauf-freaks,

hoffe habe ins richtige Forum gepostet.

Ich bin jetzt meinen ersten Halbmarathon gelaufen und habe quasi Blut geleckt. Hatte mich darauf nicht sonderlich vorbereitet, sondern wollte einfach mal reinschnuppern. Daher habe ich auch 2:20 h gebraucht (die alte Frau mit dem Kinderwagen habe ich aber auf der Zielgeraden noch hinter mir lassen können ;)).

Jetzt will ich einen HM auf Zeit laufen und zwar mit einem gemessen an meiner letzten Zeit wohl ambitioniertem Ziel von unter 1:40. Bin 23 und wahrscheinlich gerade in der Hochzeit meines physischen Potenzials (oder?) und war auch in meiner Jugend sehr sportlich. Dafür investiere ich auch gerne 8 bis 12 Monate. Das ist aber das Problem. Ich finde immer nur Pläne für maximal 20 Wochen - einen habe ich auch für 6 Monate gesehen -. Glaube aber nicht, dass ich in der Zeit meine anvisierte HM-Zeit erreichen kann.

Habt Ihr einen Ratschlag? Splittet man vielleicht auf und läuft zwei HMs? Oder macht man im ersten Schritt erst einen 10km Lauf? Freue mich über jede Anregung, auch wenn es darum geht, dass das Ziel unrealistisch sei. Visionen brauch der Mensch :).

Danke und bis dann,

Tempokiller

P.S.: Habe mal ein Angebot für 50EUR pro Trainingswoche gesehen, aber da bin ich ja bis zum HM verarmt.

Da diese Trainingspläne

Da diese Trainingspläne sich eh an der breiten Masse orientieren, sind sie nie optimal und können einfach nach belieben angepasst werden.
Auf laufszene.de gibt es Trainingspläne von je 20 Wochen. Je nachdem wie anstrengend der HM für dich war, und wieviel du dich vorbereitet hast, würde ich erstmal einen leichteren Trainingsplan vorschlagen z.B. 10km in 50min und steigst direkt in Woche 4-8 ein. Ist das Ziel erreicht, kannst du dich an den Trainingsplan HM auf 1:45 ransetzen. Anschließend den Trainingsplan für 1:40.
Zeitspanne sind dann etwa 56-52 Wochen.
Da du noch jung bist, kann ich mir vorstellen, dass du die Trainingspläne bei ambitioniertem Training etwas kürzen kannst. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht. (ebenfalls 23).
Natürlich solltest du über die Zeit die Trainingspläne flexibel auf deinen Leistungsstand anpassen und zwischendurch 1-2 Test-Wettkämpfe laufen, um den Leistungsstand auch erfassen zu können. (10km oder HM ist dabei egal)

Aber sei dir bewußt, von 2:20 auf 1:40 ist ein riesen Sprung, ohne hartem kontinuierlichem Training nicht zu schaffen! Am Anfang wirst du sehr schnell von 2:20 auf 2:00 kommen, ab da beginnt es schwer zu werden :)

Lauf' einfach. Erst mehr,

Lauf' einfach. Erst mehr, dann schneller. Oder andersrum :o)
Ein HM-Trainingsplan für 12 Monate wäre meiner Meinung nach großer Unsinn (und wenn Dir dafür jemand Geld abnimmt auch noch Beutelschneiderei). Wenn Du nicht irgendein Handicap hast, kommst Du von allein an diese 1:40 - Marke.
Ist jedenfalls meine Überzeugung.

Ausgangsanforderung

Typischerweise sagen dir die Trainingspläne, was man als Ausgangspunkt bereits können sollte, z.B. 10km in 45 Minuten laufen oder so. Wenn du da noch nicht bist, sollte das dein erstes Trainingsziel sein. Wenn doch, kannst du den Trainingsplan so anwenden, wie er ist.
LG
toggi

Danke für die tollen

Danke für die tollen Antworten, hier scheint alles auf schnell getrimmt zu sein :).

Vielleicht mache ich dann auch erstmal einen Plan für einen 10km Wettkampf (weil der einfacher zu laufen ist) und nehme die Zeit dann, um zu sehen welchen Trainingsplan ich für den HM nehmen kann. Wenn der dann fertig ist, mache ich noch einen für eine bessere Zeit.

Da habe ich aber eine Frage zu den Zeiten: Heißt 50 Minuten für 10 km, dass man es einfach irgendwie schafft? D.h. egal wie augepowert ich nach dem Rennen bin, es geht darum die Zeit zu schaffen und das ist dann die Messlatte?
Das finde ich auch relevant, wenn ich mir die Pläne anschaue, die alle sowhohl eine maximal Herzfrequenz als auch die zu erreichende Zeit für die einzelnen Etappen angeben. Muss man da einfach mehrere Pläne ausprobieren bis man einen gefunden hat bei dem die eigene Werten beiden Bedingungen entsprechen?

Also...

Einen 10er Wettkampf läuft man schon auf Anschlag. Ok, ich finde, man muss nicht unbedingt im Ziel k*** - aber da geht es schon darum, sich richtig auszupowern.

Langfristiger Aufbau

Hallo,

ich denke, bei deinem - sehr ehrgeizigen - Ziel ist ein langfristiger Aufbau schon sinnvoll.
Wenn du professionelle Anleitung willst, kann ich dir entweder Greif-Pläne empfehlen (greif.de), die kosten ca 130.- für ein Jahr, man kann 4 Wochen kostenlos testen.
Oder go!coach (go-coach.net), da zahlt man 10.- monatlich, kann aber jederzeit kündigen, wenn es einem nicht gefällt. Und es gibt auch hier die Möglichkeit, 2 Wochen kostenlos zu testen.
Ich habe mit beiden gute Erfahrungen.
Es gibt noch viele andere Anbieter, die aber alle, z. T. wesentlich, teurer sind.

Viel Glück und Grüße
dadarun

Leben ist Bewegung

10km

10km kann/ sollte man ruhig an der Grenze laufen. Da kann es bei mir schon vorkommen, dass Auslaufen (was eigentlich bei mir zum Wettkampf dazu gehört) nicht mehr möglich ist oder nur gaaaaanz langsam. Die Erholungszeit nach 10km ist im allgemeinen kurz. Samstag 10km gelaufen, Sonntag + Montag jeweils mit dem Mountainbike unterwegs gewesen, gestern nix, heute sind Intervalle geplant.
Was die Trainingspläne betrifft ist Greif bestimmt zu empfehlen. Ansonsten musst du aber auch für dich austesten, was dir weiterhilft und dir liegt. Nach Puls trainiere ich fast gar nicht, dafür sind einfach zuviele Berge auf meinen Runden. Ich laufe Zeitorientiert und so wie ich mich fühle.
Viel Spaß bei der Umsetzung deiner Ziele.
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keep on running :-)

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