Hallo Ihr alle,

vielen Dank für die vielen netten, aufbauenden Postings!
Es ist schon nicht so, daß ich immer verbissen mit Uhr trainiert habe, im Gegenteil, ich laufe sehr viele unterschiedliche Strecken in verschiedenen Orten und Gegenden, mal mit, mal ohne Hügel, mal schnell, mal langsam und die Uhr habe ich nur zur Information um, ich schaue gar nicht so drauf, nur am Ende eben, bevor ich den Lauf hier eintrage. Aus psychologischen Gründen hatte ich sie beim 10er sogar extra zuhause gelassen, damit mich die Zeit nicht verrückt macht. Erst als das Ziel näher kam, ging die Panik wieder los. :-/ Unterwegs hat es eigentlich Spaß gemacht, weil so schönes Wetter war und die Strecke durch den Wald ging, auch hatte ich das Gefühl, schnell zu sein (bis Km 8). Ich war halt danach so enttäuscht und schockiert über meine Zeit und konnte einfach nicht glauben, daß es wirklich mit der Resterkältung zusammenhängt (zweifele immer noch dran). Wenn der Wettkampf auch sonst nur Frust gebracht hat - zwei Dinge habe ich mir jedoch trotzdem mit genommen: 1) ich laufe nie wieder, wenn ich nicht 100 %ig gesund bin 2) ich werde nach dem Laufen nie wieder baden, sondern nur noch duschen. :-) (Erleichternd zu lesen, daß das sonst auch noch jemand kennt). Als nächstes stehen bei mir wieder einfach lange Läufe ohne besondere Zeitvorstellung auf dem Programm. Ab und zu wollte ich es mal mit Intervall- oder Tempoläufen versuchen. Was bei mir ganz eigenartig ist: mein Tempo ist immer ähnlich! Wenn ich auf hügeliger Strecke gemütlich und locker laufe, ohne Uhr, nur nach Wohlbefinden, ist es für meine Verhältnisse eigentlich ganz gut (so 6:30 Min./Km) aber mein schnellstes Tempo in der Ebene liegt bei etwa 5:50 Min./Km, über kurze Zeit vielleicht mal 5:30 Min./Km, wenn ich mich ganz doll anstrenge - mehr geht einfach nicht. Da ist bei anderen die Spanne irgendwie viel größer...
Meistens laufe ich aber nicht nach Uhr - wie gesagt. Ich laufe auch meist mit Buddy und 1 x die Woche im Lauftreff.
Bei mir funktioniert es eben nicht, pünktlich genau am Wettkampftermin fit zu sein und dann alles aus mir rauszuholen, schon alleine weil die Psyche verrückt spielt - mit Herzrasen ist man eben nicht fit. Ich weiß nicht, wie ich das abstellen soll. Das wurde von Wettkampf zu Wettkampf immer schlimmer (vermutlich , weil der Anspruch an mich selbst immer größer wurde). Außerdem fürchte ich, wenn ich meistens in langsamem Tempo laufe, daß ich mich daran gewöhne und dann im Wettkampf gar kein Gefühl mehr für das schnelle Tempo habe - geschweige denn, es über die komplette Distanz durchzuhalten. Da sind für mich so ein paar offene Fragen...

Danke jedenfalls, daß Ihr mich alle ermutigt habt, den Halbmarathon nicht abzuharken. Ich werde einfach mal auf den Termin zulaufen und dann sehen, wie es an dem Tag ist.

Liebe Grüße, wünsche euch allen einen schönen Sonn(en)tag und tolle Läufe,
Roterübe (in Vorfreude auf den langen Waldlauf heute Nachmittag)

Hi, ich bin gestern ein 10km

Hi,
ich bin gestern ein 10km Wettkampf unter Nachwirkungen eines gripallen Infekts gelaufen.
Anfangs lief es super aber bei KM 5 kam die Krankheit durch.
Die Kraft war auf einmal weg, Tempo wurde immer langsamer. Puls war am Anschlag (98% Max HF).
Wäre ich nicht genau auf der Hälfte der Strecke gewesen wäre ich ausgestiegen.

Ich werde nicht mehr mit leichten Restbeschwerden auf die Piste gehen.

Lieber aussetzen und sich aufs nächste Mal freuen.

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"Pain is temporary, pride is forever"

"Artgenossin"...

...hey, da beschreibt ja jemand mich! So dachte ich, als ich gerade Deinen letzten Beitrag las - mir gehts ganz genauso: egal, ob rauf oder runter, ich bewege mich immer in den von Dir beschriebenen Zeiten. Hab mich damit abgefunden, in diesem Leben niemals 10km unter 50 Min. zu laufen. Naja; mein Rekord war auch bloß 51, aber mit eisernem Training, Intervalle auf Aschenbahn und ähnlichen Tierquälereien könnte ich fünfzigkommairgendwas bringen - und wozu?!?! Jetzt lauf ich grundsätzlich keine 10er mehr; habe beschlossen, daß es eine Frage des Typs ist, ob man besser schnell oder besser lang laufen kann. Ich meine: RICHTIG lang; ultralange Landschaftsläufe z.B.. Ich glaube, das könnte richtig Spaß bringen für so Leute wie Dich und mich, oder?!?

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