Hallo Community,

ich frage mich, ob es für mich überhaupt noch einen Sinn macht, Wettkämpfe mitzulaufen. Mein 10er gestern war unter aller Sau (knapp 1 Minute schlechter als letztes Jahr und 2 Minuten schlechter als die Trainingsläufe). Gut, letzte Woche Sonntag vespürte ich das erste Kratzen im Hals und am letzten Montag war ich WIEDER MAL kurz vor dem Wettkampf erkältet. Am Freitag ging es mir am Morgen zum erstenmal wieder so gut, daß ich natürlich doch ins Grübeln kam, weil es mir so wichtig war, den Lauf mitzumachen. Also bin ich mit restlichen Schnupfensymptomen angetreten. Bei Km 8 ging es allerdings wieder los... bei dem Gedanken an den Einlauf ins Ziel wurden die Beine schwer und mein Puls raste. Es hat mich viel Überwindung gekostet, überhaupt weiterzulaufen. Die Vorstellung von den letztern Metern ins Ziel lähmt mich fast. Ab Km 9 habe ich dermaßen gekämpft... ich vermute, auf diesem letzten Kilometer habe ich die meiste Zeit verloren. Kann die Vorstellung von den letzten Metern bis zum Ziel aber auch bei Trainingsläufen nicht gut ertragen. Geht Euch das auch so? Mich blockiert das regelrecht und ich frage mich, ob es mit solchen psychischen Problemen überhaupt noch einen Sinn hat, Wettkämpfe zu laufen. Ich könnte heulen, daß alle anderen immer ihre persönlichen Bestzeiten erreichen und nach so einem Wettkampf glücklich sind... ich nicht. Bei mir wird die Blockade und der anschließende Frust von Wettkampf zu Wettkampf größer. Wie komme ich da wieder raus? Kann ich mir Hoffnungen machen, daß ich bloß nach der Erkältung noch nicht wieder fit war und kann es sein, daß das dann wirklich 2 - 3 Minuten ausmacht?
Außerdem war mir den ganzen Abend nach dem WK speiübel, nachdem ich gebadet hatte. Mein Kreislauf war total im Keller. Ich konnte nicht mal mehr sitzen, nur noch liegen und hatte den Brecheimer neben dem Bett. Toll. :-((
Nun frage ich mich, ob ich es lieber aufgeben soll, bevor ich mich beim ersten Halbmarathon am 4.5. umbringe...

Niedergeschlagene Grüße von der Versager-Roterübe

Resterkältung ode.....

Hallo Roterübe,
ich kann Dir leider keinen Trost spenden, sondern mich Dir einfach anschließen.
Ich hatte eben das Gefühl, ich lese meinen eigenen Text.
Hab gestern beim 10 km Wettkampf ( nach etlichen Wochen, gespickt mit Intervallen und Grundlagentraining) eine Zeit unter aller Sau, abgeliefert und bin noch nicht mal erkältet!
Einige meiner Laufkollegen sind Bestzeit gelaufen, das nur nebenbei.
Dann habe ich das gleiche Problem wie Du, kurz vorm Ziel ( auch im Trainig) überfällt mich der Drang, zu gehen und ich hab das Gefühl:nichts geht mehr!

Wenn Dir abends speiübel war,dann hast Du Dich restlos übernommen, erkältungstechnisch gesehen.

So, tut mir leid, daß ich Dir nicht weiterhelfen konnte, sondern einfach mit Dir den Frust teile. Bin gestern abend, nach dem Lauf, fast heulend mit dem Gedanken heimgefahren: das wars, das war mein letzter Wettkampf!

Trotzdem sind wir keine Versager!!!!!
Gruß
Septine

psychische Blockade

AHA,erste Halbmarathon am 4.5.,das wird doch nicht Hannover sein?Gib bloß nicht auf,lass Dir DAS nicht entgehen.So ein leichter Infekt der oberen Atemwege ist meines Erachtens nicht unbedingt Auslöser Deines Problems.Mein Puls rast auch kurz vor Ziel.Aber vor Freude. Von stetig steigenden Bestzeiten solltest du dich mal (erst)verabschieden. Lauf den HM und Du wirst sehen,das glaub ich ganz fest, du schaffst es.Immerhin hast du 3 STUNDEN Zeit. Die Motivation hilft Dir auch hinterher wieder beim Training.P.S.:Pünktlich 5 Wochen vor meinem 2HM.spielt mein Knie wieder Verrückt,noch verrückter letztes Jahr um die selbe Zeit das selbe Problem.!!!! Abe eins steht fest,laufen werd ich ihn auf alle Fälle,egal wie.werd halt die 2STD.nicht unterbieten,aber egal.Ach so:Vielleicht überforderst Du dich etwas? Lass es ruhig angehen.

du bist doch kein versager.

du bist doch kein versager. egal was du sagst, du hast was geschafft was viele schon gar nicht mehr können nämlich so lange amm stück zu laufen. und wenn du den hm laufen möchtest, dann tue es. die zeit ist doch egal. es gewinnen ohnehin andere. aber du gewinnst auch weil du es überhaupt angehst. viel spass beim laufen

Sieger

Septine, RoteRübe ihr seid Sieger, denn wir( ich auch) laufen und erreichen das Ziel. Andere liegen auf der Couch.
Bestzeitenjäger steigen aus, wenn ´s mal nicht so toll läuft.
Diese letzten Meter geben mentale Stärke!
Aber nie mit Gesundheitsrisiko, also einen Gang rausnehmen und lächeln...
Der Weg ist das Ziel...
In meinen 8 Laufjahren musst ich oft genug schon wieder von unten hochkrabbeln..
Gruß
Lanne

Hi Roterübe!

Niemand kann ständig neue Bestzeiten laufen. Eine Minute langsamer als letztes Jahr ist nun wirklich kein Weltuntergang.

Die letzten Kilometer haben dich Überwindung gekostet, du musstest kämpfen? Du hast gekämpft und du hast es geschafft! Du bist kein Versager, du bist ein Sieger!

Ich habe mich auch einmal nach einem WK in die Wanne gelegt, mit dem gleichen Ergebnis wie bei dir. Seit dem wird nur noch geduscht.

Viel Spaß bei deinem HM. Das wird garantiert ´ne neue persönliche Bestzeit!

Gruß
Dirk

Merkwürdiges Phänomen,

Merkwürdiges Phänomen, hätte nie gedacht, dass es so eine Blockade geben könnte. Leider kann ich euch keine Lösung präsentieren, da es bei mir genau umgekehrt ist, je länger ich laufe und mich dem Ziel nähere umso schneller und besser laufe ich (vorausgesetzt ich habe nicht zu schnell angefangen).

Alles was mir zu eurem Problem einfällt ist die Frage nach eurem Training:
a) Kann es sein das ihr "zu kurze" Strecken lauft? Im Gegensatz zum großen Marathon kann man ja ohne Probleme auch mal 15 oder 20 km laufen um auf einen 10km Wettkampf zu trainieren. Wenn man mehrere längere Läufe hinter sich hat kommen einem vielleicht 10 km am Ende viel kürzer vor als vorher...
b) Trainiert ihr zu verbissen auf eine Zeit? Lauft immer wieder die gleiche Strecke in der Hoffnung nun doch endlich die persönliche Bestzeit zu knacken?
Dann würde ich euch raten mal bewusst locker und ohne Uhr die Strecke zu laufen, oder noch besser startet von einem anderen Punkt und lauft nur die letzten Kilometer auf der gleichen Strecke, so kann euer Unterbewusstsein gar nicht wissen ob ihr nun "schnell genug" seid oder nicht. Bei diesen Läufen könnt ihr eure Geschwindigkeit nur fühlen und abschätzen.

Ich laufe viele unterschiedliche Strecken, auch mal andersrum, die Abwechslung tut gut. Die Uhr läuft zwar mit, aber meistens schaue ich nur am Ende drauf und notiere die Zeit. Nur wenn ich nach markanten Punkten auf meiner Strecke (zb nach den ersten 5 km) merke das alles wunderbar läuft und ich mich fit fühle schaue ich schon früher auf die Uhr und schätze ab, ob ich in den "Wettkampfmodus" wechseln soll, da ich die Bestzeit knacken könnte.

P.S: Endzeiten müssen auch interpretiert werden! Wie war meine Form, bin ich früh oder spät los gelaufen, herrschte hoher Luftdruck / Luftfeuchtigkeit, viel Gegenwind etc., es kann nicht nur wie bei einer Maschine immer nur besser werden. Die Zeit mag zwar gleich geblieben sein, aber da die Nebenbedingungen härter waren ist man unter dem Strich doch besser geworden.
Hat man einen neuen Sprung (um ein paar Minuten) in der Bestzeit erreicht dann kann es sehr lange dauern bis der Körper diese Zeit regelmäßig läuft und für neue Rekorde bereit ist. Mir ist es passiert das ich 1.5 Monate lang kontinuierlich auf allen Strecken immer langsamer wurde, bis ich plötzlich fit genug war um wieder auf jeder Strecke neue Bestzeiten zu laufen...

Kopf hoch!

hallo Roterübe,

erst mal ist 1 Minute langsamer als letztes Jahr kein Grund, zu verzweifeln, du bist ja schließlich nicht auf Medaillen aus, oder? Laufen soll Spaß machen und klar ist es schön, wenn man sich steigert, aber das ist wirklich nicht alles. Ich glaube, du solltest versuchen, das Laufen einfach mal zu genießen, ohne Blick auf die Uhr. Vor allem im Training solltest du langsamer laufen! Aber um von der Wettkampf-Blockade wegzukommen ist es vielleicht auch eine Idee, bei einem landschaftlich schönen Volkslauf mal locker mitzulaufen und bewusst als eine der letzten einzulaufen. Die Strecke, die Stimmung und alles als positive Dinge aufzunehmen, und gar nicht an die Zeit zu denken. Vielleicht kannst du das sogar mit jemand zusammen machen und dabei noch quatschen? Dann macht es mehr Spaß.
Und vor allem solltest du nicht auf Tempo laufen, wenn du noch nicht wieder voll genesen bist, dein Körper braucht nach einer Krankheit alle Kraft zum gesund werden!
Erfolge sind nicht nur schnellere Zeiten, sondern auch, dass es Spaß macht, dass man beim Laufen abschaltet, sich etwas gutes tut, man die Natur wahrnehmen kann... Ach, du findest bestimmt auch etwas schönes, wenn du aus dem Frust-Loch herausgekrabbelt kommst! Versuche einfach, dein Ziel anders zu definieren, nicht zeitfixiert, sondern lust- und spaßorientiert! Und das Ehrgeizteufelchen kommt mit dem Schweinehund zusammen in den Keller!
Wünsche Dir in Zukunft noch ganz viel Spaß beim Laufen!!!!!

ähm....

...aber Ihr lauft schon noch, weil Ihr Spass an der Sache als solches habt, oder!? ...bin grade sehr am zweifeln...

Viel zu viel Druck

Hallo Nicht-Versager-Roterübe
Ich glaube auch, daß du Dich viel zu sehr unter Druck setzt und viel zu selbstkritisch bist.
Die Symptome vor, während und nach den organisierten Läufen deuten darauf hin, daß sich dein Körper massiv gegen diesen Druck und Deiner Einstellung zu den "Wettkämpfen" wehrt.
Du nimmst, glaub ich, den Begriff "Wettkampf" zu wörtlich, deswegen streich den Begriff aus Deinem Vokabular,laß die Uhr beim Laufen mal weg und stell den Spaß in den Vordergrund.
Wenn Du es schaffst, Deine Einstellung dem Laufen gegenüber zu ändern, kannst du noch sehr viele Volksläufe genießen.
Gruß, Marco
You´ll never have spaß alone

Hab einfach Spaß

Ich kann Dich auf der einen Seite gut verstehen. Natürlich möchte man, gerade wenn man hart trainiert hat, gerne Bestzeit laufen und möglichst eine bessere Zeit erzielen, als beim letzten Wettkampf. Aber das AllerallerallerWichtigste sollte doch beim Laufen (zumindest wen man mehr oder weniger Hobbyläufer ist) der Spaßfaktor sein, das gute Gefühl, was getan zu haben, den Stress hinter sich zu lassen und sich einfach gut zu fühlen. Da ist doch eine Minute mehr oder weniger nicht so wild. Ich denke, Du erwartest von Dir selber viel zu viel und oft ist es doch so, wenn man etwas ganz doll will, dann klappte es oft nicht so, wie man es sich vorgestellt hat. Geh´bei Deinen HM ganz relaxt an den Start und nehme Dir keine Zeit vor, dann wirst Du sehen, der Spaß kommt und damit alles andere von ganz allein. Und außerdem - es ist doch nicht wichtig, immer schnell zu sein. Der Alltag ist oft stressig genug, da lass Dir nicht auch noch von Dir selbst den Sport kaputtmachen. Ich selber darf diesen Sommer nur ganz langsam laufen, weil ich kurz vorm Asthma stehe (wurde erst jetzt festgestellt) und ich noch bis zur Behandlung im Herbst durchhalten muss. Aber ich laufe trotzdem meine Volksläufe mit und wenn der HM dann eben 2:17 h dauert, ist das halt so - aber Spaß macht es trotzdem. Und Dir bestimmt auch bald wieder. Also, Kopf auschalten und Spaß haben, ok?!

Tapfer...

...bist Du!!! Aber man sollte nicht soo tapfer sein, da kann ich mich den Kommentaren auf dieser Seite nur anschliessen! Ich hab das Problem "Sich-selbst-unter -Druck-setzen" dadurch gelöst, dass ich
1. keine 10-km-"Wettkämpe" mehr laufe sondern in der Zeit lieber einen schönen, längeren Landschaftslauf (evt. mit Freunden),
2. mich auf "rauf und runter" verlegt habe, denn in hügeligem oder bergigen Gelände kommt man nicht auf die Idee, auf Zeiten zu schielen, es geht einfach ums Durchhalten und Genießen, und
3. NIE mit Uhr laufe - Ausnahme: in fremder Gegend, wenn ich rechtzeitig umkehren muss.
Mir hats sehr geholfen!
In der Hoffnung, Dir ein bisschen Mut gemacht zu haben, wünsche ich Dir noch viele schöne Erlebnisse da draussen!

Lieber lächelnd statt hechelnd ins Ziel!

Erst mal musst du das Wort "Versager" aus deinem Wortschatz streichen, das ist vor allem bei dir nun wirklich fehl am Platze. Dass es mal nicht so gut läuft, hat sicher schon jeder von uns mitgemacht.

Ich kann mich nur den anderen anschließen - das Laufen soll doch in erster Linie Spaß machen und einem einen schönen Ausgleich zum Alltag bieten. Meiner Meinung macht's mal wieder die Mischung, d.h. gesunder Ehrgeiz ja, Verbissenheit nein. Man kann sich realistische Ziele setzen, muss aber auch die eigene Tagesform und die äußeren Umstände (wie z.B. Wetter,Temperatur oder die Beschaffenheit der Laufstrecke) berücksichtigen. An manchen Wettkampftagen passt einfach alles und an anderen ist alles Mist. Das ist nur menschlich.

Ich laufe immer getreu dem olympischen Motto "dabei sein ist alles" und "mal schauen, was heute geht"! Wenn ich meine Vorgaben erreiche, freue ich mich, wenn nicht, ist's auch nicht weiter schlimm, wobei ich dann abwäge, woran es lag, bzw. ob man evtl. z.B. noch sein Training optimieren könnte, wenn klar ist, dass eigentlich doch mehr drin gelegen wäre.

Was mir geholfen hat, ist das "Meilenstein-Denken", d.h. ich frage nicht, wieviel ich noch vor mir habe, sondern rufe mir innerlich zu - du hast jetzt schon 1/3 (bzw. 1/2, 2/3 usw.) geschafft! Anders rum ausgedrückt, wenn ich die Km-Schilder sehe, denke ich, "was, schon der 3.!" usw. Das pusht ganz anders als der Gedanke "auweia, noch 7 km!" Probier's einfach mal aus!

Übrigens laufe ich sehr selten mit meiner Puls-Uhr, außer beim Aschenbahntraining und bei meinen langen langsamen Läufen. Beim letzten HM hatte ich meine Uhr vergessen, doch ehrlich gesagt habe ich sie nicht vermisst!

So wie du schreibst, ist dir wohl auch noch deine Erkältung nachgehangen. Der Körper ist dadurch noch geschwächt (s. Kreislauf). Das kann beim nächsten Wettkampf schon wieder ganz anders aussehen.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen und dass du bald aus deinem (Form-)Tief wieder herauskommst!

Grüße

MC

laufend fit und gut drauf!

also bitte : ich will das siegerlächeln sehen!!!

ich werde ja schon grün vor neid und blass vor bewunderung, wie man überhaupt 10 km schaffen kann. DAS ist doch schon eine echte heldentat!! andere sitzen auf'm sofa und machen nix....

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