Benutzerbild von sandra_laeuft

Ich laufe erst seit ein paar Monaten und hatte gestern meine erste Begegnung mit nem großen unerzogenen Hund + totalea A...loch von Besitzer. Da ich ehrlich Angst vor Hunden habe, bin ich vor dem Vieh ins Gebüsch geflüchtet. Trotzdem hat er nich von mir abgelassen, mich angebellt und angeknurrt (zum Glück nich gebissen) und das "Schönste" war der Besitzer: In einer Seelenruhe kam der auf mich und den Hund zugeschlurft und hat keinerlei Anstalten gemacht, mich von dem Köter zu befreien, während ich schreiend immer tiefer ins Gebüsch kroch. Zum Schluss durfte ich mir noch anhören, dass ja alles meine Schuld is, weil ich so ängstlich an ihm vorbeigelaufen bin!

Was macht ihr in solchen Fällen? Hat schon mal jemand Pfefferspray oder ähnliches benutzt, um nen Hund abzuwehren? Den einzigen Tipp, den ich hier gelesen hab, ist "nicht in die Augen schauen", was mir aber sehr schwer fällt, da ich ja sehen will, ob das Tier mich anfällt oder nich.

HUndeabwehr

meine Frau hat auch eine riesen Angst vor Hunden und oft genug ähnliche Erfahrungen wie du gemacht. Ihre Lösung ist ein Ultraschall-Gerät: DAZZER Hundeabwehr Dog-Chaser DAZER 2
Einfach gogglen.
Bei Pfefferspray ist die Gefahr, selbst getroffen zu werden doch sehr hoch.

___________________
keep on running :-)

Hundeflüsterer

Ich hatte lange Zeit gleiche Probleme mit Hunden. Wenn man ehrlich ist zwar nur mit einem aus 100 Hunden aber es reicht einem.
Was mir geholfen hat, wenn es auch Zufall war: Freunde von uns sind auf den Hund gekommen. Plötzlich kennt man so ein Viech von Babyhund an und merkt, dass sie wirklich nur spielen wollen...
Mir hat es jedenfalls geholfen, die Angst vor Hunden abzubauen und ich hatte schon lange keine schlechten Erfahrugnen mehr mit Hunden. Die haben wirklich einen eingebauten Angst-Messer!!
Versteh mich aber richtig: ich kann dir voll nachfühlen! Das Verhalten 'deines' Hundebesitzers ist unentschuldbar. Und vielleicht hilft ja der vogeschlagene DAZZER gegen deine Angst und du musst ihn gar nie einsetzen :-)

Hundangriff

Hallo Sandra,
diese Idioten von Hundebesitzer ( bin auch einer) kenne ich auch zur Genüge.Das sind die ewig Gestrigen. Hundebesitzer sind verpflichtet, ihre Hunde bei sich zu halten, damit Andere nicht belästig werden. Mein Rat, siehst einen Hund auf Dich zukommen, dann verlangsame Dein Tempo oder bleibe stehen. Schau dem Hund niemals in die Augen, er könnte es als Provokation auslegen. Hunde spüren Angst.
Ich selbst habe schon 2 x Abwehrspray angewandt, weil mein Hund( Dackelmix) von einem Großen Hund angegriffen wurde. Sein Herrchen auch der Meinung war, er habe es nicht nötig seinen Hund bei sich zu halten.Passe auf die Windrichtung auf und halte den Spray nicht zu hoch, sonst bist Du die Leidtragende.
Nimm Dein Herz in beide Hände, sei mutig...
LG Rennobst

Hunde

Ich versteh eure Probleme mit Hunden absolut nicht. Mir fehlt auch jegliches Verständnis für euer Verhalten(schreien, in die Büsche flüchten etc.)
Ich mache es seit langer Zeit folgendermaßen und bin damit sehr gut gelaufen.
Seh ich einen Hund, ob groß oder klein, an der Leine oder nicht,ich höre früh genug auf zulaufen und gehe normal an den Hunden vorbei.Meistens spreche ich mit den Besitzern oder grüße freundlich.Wenn ich von hinten an Hunde ranlaufe mache ich mich früh genug bemerkbar(schlurfen, Husten oder ähnl.)Ich hab noch n i e schlechte Erfahrung mit Hunden oder den Besitzern gemacht. N i e !!!!! Bin immer damit gelaufen, und ich laufe sehr viel, auch auf Hundestrecken.Wenn man schreit oder hysterisch reagiert interessiert sich natürlich jeder Hund für eine(n)und was noch datz kommt, man(Frau) riecht anders, weil man ja schwitzt.Lass den Hund doch Schnuppern. Wenn ihr so Angst vor Hunden habt, geht doch einfach in ein Tierheim und sprecht einmal mit den Leuten dort, das sie helfen euch die Angst zunehmen.Durch Umgang mit Hunden verliert man die Angst. Durch vermeiden und aus dem Weg gehen verliert man (Frau)die Angst mit Sicherheit nicht. Es gibt auch bei mir Situation bei denen ich "Angst" habe. Das ist wenn ich sogenannte Beisser ohne Leine sehe. Auch dann wechsel ich gehend die Strassenseite oder frage von weitem ob es Probleme geben würde.Gerade die Besitzer dieser Hunde(ist ja ihr selbstbewusstsein)sind bemüht das das schlechte Bild was man von diesen Hunden hat gerade gerückt wird. Und es sehr oft das gerade diese Rassen am Besten hören. Also seit gelassener und übt den Umgang mit Hunden. ;-))
Kurti

kann den anderen nur

kann den anderen nur zustimmen, dass ignorieren schon mal gut funktioniert.

was auch meistens super klappt: wenn du merkst, du weckst die aufmerksamkeit von einem hund, sag zu ihm ganz ruhig aber bestimmt (als wäre es dein eigener hund, den du ermahnen willst): "schön brav. braver hund".

(muss aber zugeben, dass ich letztens auch wie angewurzelt stehen geblieben bin, als plötzlich eine große dogge - OHNE LEINE - im wald vor mir stand. aber die war zum glück gut erzogen und hat mich nur beobachtet ... )

Bringt nix

Habe so einen mal gekauft um meinem Hund schlechte Verhaltensweisen abzugewöhnen.
Das Ergebniss war nur Zähnefletschen und Knurren.
Würde ich so nicht empfehlen.

LG
Spindoc
Der mit dem Hund läuft!

Hallo Sandra,

ich habe früher auch immer den Hunden in die Augen gesehen, aus dem selben Grund wie du. Es gibt hier einen älteren Beitrag über Verhalten bei Begegnung mit Hunden. Vielleicht findest du ihn ja. Könnte ein 1/2 Jahr her sein. Da habe ich sehr viel draus gelernt.
Mir kam heut mittag ein riesen Hund entgegen, Herrchen noch ca. 50m weit weg. Ich habe einfach mein Tempo verlangsamt und zur anderen Seite geschaut. Er hat mich garnicht beachtet. Das klappt echt gut so.
Im Notfall aber solltest du einfach stehen bleiben und die Hände unten lassen!

Weiterhin viele genußvolle Kilometer
wünscht Dir Laufspaß.

Hunde

Damit gebe ich meine Freiheit wo, wie weit und wie lange ich laufe an einen Hund ab.
Ich kann erwarten, daß ich meinen Lauf von Anfang bis zum Ende so gestalten und durchführen kann wie ich das für richtig halte. Ich finde es absolut unfair und eine Frechheit, wenn Hundebesitzer erwarten dass man auf ihre Hunde Rücksicht nimmt.
Ich kann und muss von einem Hundebesitzer erwarten, daß er entweder seinen Hund im Griff hat oder der Hund an die Leine kommt. Dazwischen gibt es nichts. Alles andere führt zu einer sofortige Anzeige. Erst dann scheinen Hundebesitzer einsichtig zu werden.

Hundeangriffe

Stimmt, Hundebesitzer und Radfahrer sind eine Plage.
Ich habe jetzt keine Angst vor Hunden, möchte trotzdem in Ruhe gelassen werden und mir nicht von jeder Töle die Klamotten versauen lassen. Ungebeten springen sie an einem hoch und vom Besitzer kommt nur der lapidare Kommentar "er will doch nur spielen....." Ja, schön, aber ICH NICHT!! Auch wenn in der Familie oder im Bekanntenkreis Hunde sind, die man oft schon als Baby kennt, muss ich mir das noch lange nicht von fremden Hunden gefallen lassen.

Ich werd wohl mal nach so

Ich werd wohl mal nach so nem Dazzer schauen...
Und zum lieben kurti: das is ja mein "Lieblingsargument" "selbst schuld". Genau das hat der Typ ja gestern auch zu mir gesagt! Mir is schon klar, dass panisch schreiend in die Büsche laufen nich die Methode is, so ne Situation zu entschärfen. Leider gehen da Angst und Instinkte mit mir durch und ich kann dem Tier nich mutig entgegen treten.
Bin auch ein zartes 50kg-Frauchen, der Hund gestern war mir gewichtsmäßig sogar überlegen! 15min später hat mich der Hund eines Bekannten angesprungen (um mir schwanzwedelnd das Gesicht abzuschleckern ;-) ), da kann ich ganz locker bleiben, weil ich weiß, der Besitzer hat den unter Kontrolle.
Hab auch mit andern Joggern gesprochen, so ne krasse Situation mit so nem unverschämten Hundebesitzer hat auch noch keiner von ihnen gehabt, deswegen glaub ich jetzt einfach mal fest dran, dass das demnächst nich wider passiert!

Angewurzelt stehenbleiben...

...ist nicht unbedingt das Schlechteste, da dadurch der Jagdinstinkt des Tieres nicht gereizt wird. Weglaufen wäre die schlechteste Option ;-)

Ich persönlich bin auch kein Hundefreund, muß aber sagen, daß ich seit 1998 laufe und dabei die wirklich unangenehmen Hundebegegnungen an einer Hand abzählen kann. Gebissen worden bin ich auch noch nie. Ich habe mittlerweile auch ein gewisses Gespür dafür entwickelt, wann bei solch einem Aufeinandertreffen etwas "in der Luft liegt". Ich kriege nicht gleich Panik beim Anblick eines Hundes sondern schätze die Situation aufgrund der Körpersprache des Hundes UND des Halters (wenn vorhanden) ein. Letzterer ist ja das eigentliche Problem. Ich merk eigentlich gleich, ob ein Hund mir völlig relaxed entgegentrabt oder irgendwie angespannt ist, ebenso ob die Kommunikation zwischen Halter und Hund funktioniert. Ein fähiger Halter ruft seinen Hund mit nem Fingerschnipp zu sich wenn er nen Läufer entgegenkommen sieht und der Hund geht dann bei Fuß ohne zu mucken. Leider ist das eine Minderheit. Zweite Wahl sind die die ihren Hund dann an die Leine nehmen und sich dabei innerlich über die Läufer aufregen und diesen Ärger auf den Hund übertragen, der das ja spürt. Dann kommen die, welche stehenbleiben und ihre Töle am Halsband festhalten, bis der Läufer vorbei ist. Da merkt man schon, daß die ihren Hund nicht unter Kontrolle haben, denn der müßte auf Zuruf folgen. Passiert man so ein Gespann, baut sich irgendwie ne Spannung auf, vor allem auf schmalen Pfaden. Ja und dann kommen die ganzen Fälle, wo´s dem Halter völlig am Arsch vorbeigeht und die Tölen von "einfach nur unerzogen" bis "gemeingefährlich" alle Schattierungen aufweisen.

Tschach, letztes Wochenende begegnete ich nem Pärchen die hatten zwei unangeleinte Köter bei sich. Ich kam von hinten und hatte gleich n komisches Gefühl. Einer der Hunde, ein Boxer, lief zunächst irgendwie ängstlich vor mir her und schaute dabei immer wieder zurück. Als ich mit den Besitzern fast auf einer Höhe war, ging der Hund plötzlich geduckt und mit leisem Knurren auf mich los. Ich machte die Besitzer aufmerksam, und der Mann konnte den Hund zurückrufen, der aber nur unwillig gehorchte, und noch mehrmals knurrend in meine Richtung vorstieß ehe er sich anleinen lies. Er zerrte dann noch bellend an der Leine, so das ich solange ins Gehen verfiel, bis ich ein gutes Stück weiter war.

Der Vorfall hatte mich so verstimmt, daß ich dann, als ich Hund und Haltern auf der Runde ein zweites Mal begegnete - der Hund war diesmal angeleint und benahm sich artig - im Vorbeilaufen zu den Besitzern in schnippischem Ton sagte, daß es schon doof sei, wenn die Köter nicht gehorchten. Dem fiel erstmal die Kinnlade runter ehe er mir nachbrüllte: "Ja, wenn sie sich auch in´d Hooos mache..." Eigentlich hatte er sich dafür ne Backpfeife verdient aber die Distanz war schon zu groß, und so reichte es nur für ein zurückgebrülltes "Auf´s Maul?!" und nen Stinkefinger. Kurz überlegte ich, ob der jetzt den Köter auf mich hetzt, aber dann fiel mir ein: Wie denn? Der folgt ja nicht! ;-)

P.S.: Neige überhaupt nicht zur Gewalt, aber die Ignoranz der Hundehalter ist so schnell nicht zu toppen. Wobei das wohl zu allem Überfluß eher auf die Unfähigen zutrifft.

Aber sie wollen doch nur spiiiielen!

Wie sehr ich diesen Satz "liebe"! Ein Patentrezept habe ich zwar auch noch nicht gefunden, aber ich gucke immer auf die Körpersprache, die schon sehr viel Aufschluss gibt. Wenn ein Hund phlegmatisch neben seinem Herrchen vor sich hin trottelt oder ein Hund offensichtlich mit seinem Stöckchen beschäftigt ist, ist keine Gefahr. Mittlerweile durchschaue ich auch recht schnell, wie das Herrchen so drauf ist, d.h. ob er seinen Hund im Griff hat oder nicht.

Anders sieht's natürlich aus, wenn sich die mobilen Flohbehausungen in Ponygröße vor mir halben Portiönchen auftürmen und mir ihre Pfoten auf die Schultern legen. Auch das kam schon vor, doch irgendwie ist's dann doch gutgegangen.

Kurzum, wer seinen Hund im Griff hat, wird freundlich gegrüßt, wer nicht, bekommt von mir einen verbalen Einlauf!

Grüße vom Katzenfrauchen

MC

laufend fit und gut drauf!

Klar, lass uns doch alle kucheln ;-)

Durch die paar Menschen, die jedes Jahr von den Tölen totgebissen oder verstümmelt werden, lassen wir uns das warmherzige Miteinander doch nicht vermiesen!

Mal im Ernst: Ich seh nicht ein, wegen irgendjemandes nutzloser Kotpumpe meinen Laufrythmus zu unterbrechen oder irgendeine Gefahr für Leib und Leben erdulden zu müssen. Wie gesagt, wohl über 99% meiner Hundebegenungen verlaufen ohne nennenswerte Zwischenfälle, aber die Fälle von Ignoranz, die ich bei Hundehaltern schon erlebt habe, wiegen das fast wieder im Negativen auf. Viele Hundehalter scheinen in einem Paralleluniversum zu leben, einer Hundewelt, und in erheblichem Umfang unfähig zu sein, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Davon, wie ihre Hunde eigentlich ticken, haben sie erst recht keine Ahnung. Wenn sie durch Läufer darin noch bestätigt werden, ist das fast schon pervers.

Völlig absurd wird es, wenn in diversen Laufforen immer mal wieder helle Aufregung herrscht, wenn einem mal ein Wildschwein übern Weg läuft. Da haben dann alle die Hosen voll, wollen nicht mehr in den Wald etc. Aber daß das Beiß- und Scheißtier Hund jedes Jahr real Todesopfer und Kinder mit abgekauten Gesichtern hinterlässt, das wird im allgemeinen nicht so recht realisiert.

@Kurti: Deine Verständnistour kommt echt schon masochistisch rüber. Sich den Realitätsverlust der kindischen Hundefreaks zu eigen zu machen, ist auch keine Lösung. Es ist das Recht jedes Menschen, von Hunden in Ruhe gelassen zu werden, wenn er dies wünscht und eine Frechheit, von solchen Leuten zu verlangen, in einem Tierheim ihre angebliche "Phobie" abzubauen.

Ich sehe es auch nicht ein,

Ich sehe es auch nicht ein, dass ich aufhören soll zu laufen, nur weil ein Hundebesitzer mit seinen unangeleinten Hund auf mich zukommt.
Ich selber habe einen Hund und habe sie in jungen Jahren an alles gewöhnt (Radfahrer, Jogger etc.). Jeder Hundebesitzer sollte seinen Hund kennen und wissen, worauf er reagiert. Obwohl ich mit meinem Hund viel Rad fahre, hat sie es immer noch drauf, vor die Räder eines anderen Radfahrers zu laufen. Ich nehme sie also immer an die Leine, wenn ich sehe, dass ein Radfahrer kommt. An der Straße nehme ich sie grundsätzlich an die Leine, weil man ja nie weiß, ob sie nicht irgendetwas auf der anderen Straßenseite interessiert. Ich nehme sie auch an die Leine, wenn ein Jogger kommt.
Ich selber laufe auch viel und habe auch schon einige Bekanntschaften mit Hunden gemacht. Letztes z. B. war wieder einmal der Hund nicht angeleint und als ich an diesem vorbeilief, fing er an mich anzubellen. Dann kam natürlich ein Spruch von mir gegenüber der Besitzerin!
Genauso kann ich nicht verstehen, wie sich manche einen großen Hund zulegen und den aber nicht an der Leine halten können. Letztens kam eine Frau Mitte 40 auf mich mit ihrem angeleinten Hund auf mich zu und sagte, dass ich langsamer laufen solle. Hallo??? Wenn ich keinen 40 Kilo Hund an der Leine halten kann, sollte ich mir so einen nicht zulegen!

Ich denke, dass noch viele solcher Bekanntschaften auf mich zukommen werden und ich hoffe, dass ich nie gebissen werde.
Pfefferspray ist übrigens verboten, habe ich letztens gehört.

LG
Mandy

Anzeige???

@rueschenbaum
Wie willst du denn eine Anzeige begründen?
Weil ein Hund unangeleint läuft?

Das wird nicht funktionieren.

Klar möchte jeder seinen Lauf so gestalten wie er es für sich erdacht hat, verstehe ich völlig. Aber wenn ich in einem Bereich laufe in dem es zu erwarten ist dass der ein oder andere Vierbeiner unterwegs ist hat sich derjenige, der mit dem Vierbeiner unterwegs ist auch seine Vorstellungen gemacht wie sein "Lauf" sein wird. Somit "prallen" da 2 welten aufeinander weil jeder wahrscheinlich dachte er hätte die Strecke für sich alleine. Was übrig bleibt kann in gegenseitigem Verständnis laufen und man arrangiert sich entsprechend oder jeder pocht darauf dass der Weg/Wald ihm allein gehört und der andere muss weichen oder sich augenblicklich in Luft auflösen und dann ist Zoff vorprogrammiert.

Es gibt so Zeiten und Wetterlagen in denen erfahrungsgemäß hordenweise Leute beider Sparten unterwegs sind. Aus diesem Grund weiche ich mit meiner Hündin in solchen Zeiten auf erkundete menschenleere Waldstücke aus damit wir in Ruhe laufen können. Für sie ist es völlig normal abzusitzen wenn Läufer oder Fahrradfahrer an uns vorbei wollen aber seien wir mal ehrlich an einem sonnigen Wochenende würde sie in gut frequentierten Waldwegen nur noch sitzen weil jeder draußen ist. Und ein Lauf wäre es für uns beide nicht deswegen haben wir uns andere Gebiete gesucht für solche Zeiten.

Es ist für Mensch und Tier Stress, mehr oder minder ausgeprägt, und jeder ist froh wenn der andere keinerlei Interesse für den anderen hat. Nicht jeder Hund hat einen Jagdtrieb und nutzt den Läufer als potentielles "Opfer". Oft weckt erst das zögerliche Verhalten und der durch die Angst andere Geruch des Läufers die Aufmerksamkeit des Hundes. Dies soll keine Entschuldigung sein für Übergriffe eines Hundes sondern lediglich eine Erklärung für das Verhalten. Hunde sind auch empfindlich gegenüber hektischer Bewegungen, es erschreckt sie und ihre natürliche Reaktion darauf ist meist bellen und erhöhte Aufmerksamkeit. Viele Hunde reagieren unheimlich gut auf die Stimme und lassen sich oft mittels Ansprache in höheren Tonlagen von ihrer Anspannung in freundliches Verhalten verlegen.
Ich kann meiner in höherer Tonlage auch "blöde Kuh" sagen und sie wedelt freudig mit dem Schwanz (etwa der Babyansprache ähnelnd).

Das nur so als kleiner Tipp, klar entbehrt es niemals dass der Halter, der seinen Hund frei laufen lässt ihn auch soweit im Griff haben sollte. klar sein sollte aber zumindest dass wenn sich ein Halter für das Verhalten seines Hundes entschuldigt (Hunde haben auch mal einen scheiss Tag) nicht auch noch nachgetreten werden sollte, weder wörtlich noch im wahrsten Sinne des Wortes.

Davon abgesehen geht es nur miteinander und kaum gegeneinander, niemand hat ein Anrecht den Wald für sich allein zu haben.

Anzeige

wegen Nötigung.
Jaja, der will nur spielen. ICH ABER NICHT!

zur Erinnerung...

Hundeattacke im Wald

Hallöle,

hab den folgenden Beitrag gestern abend schon in nem Blog gepostet, bin da aber versehentlich auf antworten statt auf neuen Kommentar gegegangen (war scho spät) weshalb der jetzt wahrscheinlich nicht in der Neusten-Liste erscheint. Deshalb stell ich den hier noch mal rein, weil ich sicher gehen möchte, dass das möglichst viele aus dem Raum Nürnberg lesen
Mein Bericht wird jetzt leider etwas lang, aber ich bin gestern von nem Hund gebissen worden und versuch mal auf diesem Wege die Besitzer rauszufinden - ich weiß, dass ich NACH der Attacke einiges NICHT richtig gemacht habe, aber das altbekannte Spiel Theorie und Praxis sind halt doch zwei paar Stiefel.
Also, war gestern im Wald bei Nürnberg zwischen Kraftshof und Kalchreuth gegen 17.45 Uhr joggen. Weit vor mir sehe ich zwischen den Bäumen einen Mann und eine Frau und habe vermutet, dass die nen Hund dabei haben. Ich also ins gehen übergegangen - und schwupps, taucht auf dem Weg ein etwa schäferhundgroßer, schwarzer Hund auf. Ich bin dann sofort stehengeblieben, obwohl der Hund ziemlich weit weg war, aber ich habe bemerkt, dass ich seine Aufmerksamkeit erregt hatte. Und die Besitzer haben auch "Tequila, bleib da" (oder so ähnlich) gerufen (weiß den exakten Wortlaut nicht mehr, nur den Namen des Hundes). Trotzdem ist der mit nem Affenzahn auf mich zugestürmt. Ich hab bloß sehr laut "aus" gerufen, dass hat ihn aber nicht beeindruckt und von den Besitzern kam leider keinerlei Reaktion mehr. Kurz vor mir hat er dann leicht abgebremst mich angebellt, in den linken Oberschenkel geschnappt und ist dann zu den Besitzern - die sich übrigens nicht bemüht haben, auf den Weg zu gehen bzw. dem Hund hinterher (wobei ich nicht von hinterherrennen rede, das ist Quatsch, aber ich bleib doch nicht einfach an Ort und Stelle stehen, wenn ich sehe, dass mein Hund grad im Begriff ist jemanden anzufallen) - zurück. Ich bin bloß froh, dass ich einfach nur gestanden bin und keine ruckartigen Bewegungen gemacht habe, sonst hätte er meiner Meinung nach richtig zugebissen - aber ich habe scheinbar signalisiert, dass ich kein Angreifer, aber auch keine Beute bin - der lang vorher ausgelöste Jagdtrieb konnte leider trotzdem nicht mehr ganz abgestellt werden. Ich hab mir dann erst mal den Oberschenkel angeschaut. Die Besitzer haben sich immer noch nicht gerührt. Nicht mal gerufen, ob alles in Ordnung ist, nur geschaut, was ich mache. Nachdem ich dann weitergegangen bin, haben sie sich endlich Richtung Weg bemüht. Aber mir entgegengegangen sind sie nicht. Als ich dann auf ihrer Höhe war, kam ein "Entschuldigung, wir haben nicht aufgepasst." Dem Tonfall nach zu urteilen, aber nur ein - wir ham ja jetzt was gesagt, scheint ja nichts passiert zu sein. Ich meinte dann im Vorbeigehen bloß "Ist Gott sei Dank nicht viel passiert. Nur eine ordentliche Schramme" - war zu dem Zeitpunkt auch so, hat dann erst später angefangen richtig blau zu werden,leicht zu bluten und etwas weh zu tun - aber nichts dramatisches. Ich bin dann weiter - das war natürlich vollkommen falsch, ich hätte wenigstens nach dem Namen fragen müssen, aber ich war mir einerseits viel zu unsicher und andereseits in dem Moment erst mal nicht in der Lage, nen klaren Gedanken zu fassen. Die waren zu zweit, mit nem scheinbar doch aggressiven Hund und nicht besonders interessiert - ich konnte die Leute einfach nicht einschätzen (im Nachhinein kamen die mir einfach total überfordert vor) und wollte instinktiv aus der Gefahrenzone raus. War blöd, ich hab bei der Polizei jetzt halt Anzeige gegen unbekannt gemacht. Aber auch wenn mit nicht viel passiert ist - blauer Fleck und kleine offene Bisswunde - der Hund scheint nicht besonders gut erzogen zu sein und doch leicht aggressiv - nochmal ich stand schon und das sicher 50m entfernt und der ist trotzdem auf mich los. Was hätte der gemacht, wenn ich den im Rücken gehabt hätte und vielleicht gar nicht bemerkt hätte, dass er da ist und weitergejoggt wäre.
Deshalb meine Frage: Kennt vielleicht jemand ein Pärchen (?), zwischen 40 und 50 Jahre alt, der Mann mit kinnlangen grauen Haaren, die Frau glaub ich schwarze Haare, die eine Hund (ca. schäferhundgroß, schwarz, kein glattes Fell) mit dem Namen Tequila besitzen und im Wald zwischen Nürnberg und Kalchreuth spazieren gehen.
Ich weiß, dass ist nicht viel und ich hab echt einige Fehler gemacht, aber wer weiß, vielleicht finde ich sie ja doch - mir geht es dabei weniger um mich - mir ist ja nicht viel passiert, aber meiner Meinung nach auch bloß, weil ich genug Zeit hatte zu reagieren - aber der Hund stellt ne Gefahr dar und man sollte schon etwas dagegen tun. Das nächst mal bin ich klüger und Pfefferspray kommt jetzt doch in meine Ausrüstung.

Danke schon mal, vielleicht hab ich (und andere damit auch) Glück und krieg - wenn auch auf Umwegen - heraus, wer das war.

Gruß

Jassy

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links