Benutzerbild von annette74

23,13 km in 2:42 h, Geschwindigkeit 7:00 inkl. Gehpausen

Heute war mein absolut schwärzester Tag in meinem LaufLeben. So schlecht ist es mir glaube ich noch niemlas ergangen. Bin zwar mit einem etwas respektvoll-vor-langer-Strecke-Gefühl gestartet und bis gut über die Hälfte, bis etwa 13 km ist alles noch prima gelaufen. Aber dann! Glaube habe heute mal Bekanntschaft mit mehreren Männern mit dem Hämmern gemacht. Sie waren wirklich gemein zu mir! Meine Beine wurden bleischwehr, musste mich so genau auf den Weg (leichter Schotter-Feldweg) konzentrieren, und die Frühlingssonne kam mir auch gnadenlos vor, trotz leichter kühler Brise. Was soll ich sagen, musste mehrere Gehpausen einlegen, um die Männer mit den Hämmern zu vertreiben.
Anscheinend sind Trainingspläne doch nichts für mich. Die kurzen Strecken unter der Woche gaukeln mir einen Top-Trainingszustand vor - und dann dieser Hammer am So! Hatte ja letzte Woche auch so einen Mentalen Rückschlag am Sonntag. Und jetzt noch einer! Meine Ziele scheinen momentan wieder schier unerreichbar ...

Kann man wieder neue Kraft aus solchen Rückschlägen tanken? Ich rede es mir jedenfalls ein und mache weiter. Aufgeben gibts nicht.

Tagesfazit: Wo viel Schatten MUSS auch viel Licht sein

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Jawoll

Uuh, dein Bericht klingt hart... Aber ich glaube tatsächlich, es muss solche Tage einfach geben, obwohl ich auch gut darauf verzichten könnte. Mir ist es in Rom ähnlich gegangen und ich habe an mir, dem Training und der Welt gezweifelt. Nach ein paar Tagen sah ich es positiv: Wenn ich so mies gelaufen und trotzdem angekommen bin, kann mich nichts mehr schrecken, denn ich weiß jetzt, wie es sich anfühlt, wenn nichts mehr geht und fast die Hälfte der Strecke noch vor mir liegt. Und siehe da: vier Wochen später verlief der gestrige HM (ungeahnt und ganz anders geplant) super mit der lang ersehnten Traumzeit.
Fazit: Nicht alles lässt sich erzwingen und nach den Wolken kommt die Sonne!
Kopf hoch!
Mit den besten Wünschen,
strider

Shit happens!

Ja so sch*** Tage gibt es. Und Gehpausen sind keine Schande, denn du gewöhnst dich ja erst an längere Strecken. Laufe einfach das nächste mal noch langsamer los, und wenn du trotzdem zwischendrin gehen musst, na und?? Dein Herz-Kreislauf-System trainierst du auch mit Gehpausen. Gib' deinem Körper Zeit, sich an die längeren Strecken zu gewöhnen. Das wird!

Schön nicht allein zu sein

Ja, danke für Eure Aufmunterungen. Das ist das schöne an diesem Blog, es gibt immer jemanden, der einen aufmuntert. Ich bin nur von mir selbst etwas enttäuscht, weil ich immer meine erste HM-Teilnahme vor 3 Jahren denken muss, wo alles so super gelaufen ist. Habe nur noch nicht herausgefunden, was ich da in der Vorbereitung anders gemacht habe. Man will sich halt im Leben immer steigern und verbessern. Dass man dafür auch was tun muss, muss ich mir wahrscheinlich noch mehr verinnerlichen. Letztes Jahr war ich sehr schluderig. Das sollte heuer anders sein. Nur ist anscheinend viel aufzuholen!!?! Bleib am Ball. Ein Steinbock ist ja sehr stur ....
Mal sehen, wie´s am 4.Mai aussieht. Hoffentlich geht es mir dann ähnlich wie Euch ....

Dankeschön !

abhaken...

...und weiter machen.
Ich hatte auch schon Tage, da hab ich auf den kürzesten Strecken gedacht "warum tu ich mir das an"...auf'm Sofa mit Pizza ist doch auch ganz nett. ;-)
Aber dann gibt's wieder diese Tage, wo das Wetter ein traumhaft ist und es unter den Sohlen juckt...und dann ist alles wieder gut!

Mir geht's zurzeit auch so ähnlich

Ich bin ja noch Anfängerin, habe aber jetzt angefangen mit Trainingsplan zu laufen und hab mir mal einen 10-km-Lauf als Ziel vorgenommen. Doch, wie schon vor meiner Erkältungspause vor 2 Monaten tun mir jetzt wieder unendlich die Beine weh, dass ich gestern fast vor Erschöpfung gestolpert wäre. Was das ist, weiß ich auch nicht, zumal der Trainingsplan wirklich keine Wunder von mir erwartet (2 x 15 Min. z.B.) Ich hatte da vorher (ohne Plan) schonmal ganz andere Sachen geschafft, und zwar problemlos, z.B. 50 Minuten am Stück, ohne Schmerzen etc. Ich versuche auch, am Ball zu bleiben (von wegen Steinbock, ha-ha, bin auch so einer). Aber wenn das nicht besser wird, weiß ich auch nicht weiter.
Nur Mut! Vielleicht muss man durch solche Täler einfach durch.
Liebe Grüße
Marialauf

Gefühl...

Ist immer sone Sache, Ratschläge zu verteilen; aber ein paar Gedanken hätte ich doch zu Deinem "Durchhänger":
1. geh ich davon aus, daß es nur ein solcher ist, da Du ja offensichtlich schon HM gelaufen bist.Auch wenn das eine Weile her ist, vergißt der Körper das glaub ich nie so ganz.
2. Bist Du sicher, daß Du nicht doch einen winzigen Hauch zu flott warst? Klar sind 7 Min. recht ruhig; aber es gibt keine absolut gültigen Tempoangaben für uns Freizeitsportler: entscheidend ist Dein Gefühl! Und wenn Dir das nach 13km sagt:"Hej, Alte (?!??), mag nicht; jedenfalls nicht SO!", dann
hat das einen guten Grund. Z.B. Tempo.
3. Oder evt. tatsächlich Unterzucker bzw Dehydrierung. Ab 18/19 km nehm ich mir was mit - aber da kennst Du Dich als HM-Läuferin ja sicher aus.Ich persönlich vertrage übrigens nicht alles und hab Supererfahrung mit Powergel, am besten aufgelöst.Merke>: Bananen bringen nix, außer weniger Hungergefühl; bis die Deinen Stoffwechsel durchlaufen haben, bist Du schon längst unter der Dusche! (Außer bei nem Ultra***)
4.Es gibt sowas wie schlechte Tage; dann ist man im Wellental und die Devise heisst einfach: durch! Natürlich NICHT MIT GEWALT, sondern mit Auf-den-Körper-hören und den nächsten Wellenkamm anvisieren - der garantiert kommt, wenn man die Täler aushält!
5.Last not least: vertrau Deinem Körper einerseits (d.H. u.A.:wirf die Trainingspläne in den Müll, es sei denn, Du bewegst Dich au halbprofessionellem Niveau oder mehr) und sei Dir immer bewusst, daß sich das meiste im Endeffekt "im Kopf abspielt".Klingt banal, bewahrheitet sich aber immer wieder. Ich hab Laufkumpel, die seit Jahren verzweifelt und mit irrem Aufwand an ihren diversen Zeiten herumknabbern - ohne Erfolg.Dann laufen sie mal nur so, ohne Anspruch - und siehe da, es funktioniert plötzlich.
Genug gequasselt....
Ich wünsch Dir vor allem ganz viel Spaß am Laufen und dazu ne große Portion Gelassenheit!
Denk dran: schon allein dadurch, dass wir Ausdauer trainieren, leben wir länger und altern gesünder! Und schöner! Und mit mehr Lebensqualität!

Zu schnell - das kein gut sein

Dass ich einfach zu schnell gestartet bin, kann gut sein. Aber da ist immer dieser Hintergedanke, ich muss endlich meine Zielzeit verbessern. Irgendwann will ich auch mal den HM unter 2h schaffen und dann rennt man einfach los - zwangsläufig zu schnell. Das musste ich dann büßen, wie´s aussieht.
Ich lese immer ganz neidisch die Berichte hier im Blog, HM in 1:47 oder 1:55 usw. Wie macht ihr das bloß? Weiß schon, jeder ist anders ... aber möchte doch auch mal unter 2 h ... seufz
Muss mich damit abfinden, dass man dies jedoch nicht übers Knie brechen kann.
Suche aber verzweifelt an den Gründen, evtl. ein paar Kilo weniger, die man mitschleppen muss, oder mehr Intervalltraining, oder Ernährungsumstellung, oder, oder ...
Übrigens hab ich schon immer, wenn ich längere Läufe mache, Traubenzucker und Sportgetränk sowieso dabei. Weiß aber nicht, ob Traubenzucker hier überhaupt das Richtige ist. Psychologisch hilfts mir auf alle Fälle. Sind da PowerGels besser? Komme mir da nur immer etwas komisch vor, da man meint, das brauchen nur Marathonläufer ...
Nichtsdestotrotz habe ich meinen Durchhänger schon ein bisschen verdaut und starte heute wieder motiviert in meinen nächsten Lauf.
Werde wieder von meinen Er-(oder Nichter-)folgen berichten!

"mental"....

Traubenzucker hat den Nachteil, dass er den Blutzucker nach einem steilen Anstieg sehr schnell und ebenso steil wieder abfallen lässt. Aber Sportgetränk müsste eigentlich reichen. Hab die Erfahrung gemacht, dass Maltose wichtig ist, weil viel länger verfügbar. Genauso wichtig: Kalium. Und keine falsche Bescheidenheit: auch 20km sind anstrengend. Klar gehts auch ohne Essen, aber mit einem Anschub zwischendurch gehts besser, Mir jedenfalls. Und ich selber bin übrigens eine ziemlich lahme Ente; hab mal wie Du versucht, die 2-Std.-Marke zu sprengen. Mir dem "Erfolg", dass ich einmal schon nach den ersten 5 km gemerkt habe, dass irgendetwas nicht stimmt, mich dann in 2´05´´ ins Ziel geschleppt hab, während mitleidige Zuschauer mir auf den letzten Metern noch den Traubenzucker zusteckten... Im Jahr danach war ich dann so vorsichtig, dass ich JEDE Verpflegungsstation angelaufen habe und mir damit eine Zielzeit von 2Std. und - 32 SEK. !!! eingehandelt habe.
Mittlerweile habe ich mich den Landschaftsläufen verschrieben, spaßbetont und möglichst hügelig, weil in so nem Gelände es total witzlos ist, Superzeiten hinterherzuhechten. Mir gehts großartig damit. Am 27., wenn die meisten hier sich die Füsse auf HH´s Asphalt plattlaufen und sich die Ohren vom Halligalli eines Stadtlaufs volldröhnen lassen (nix für ungut , das hat auch seine Reize...),werde ich die 31,1km quer durch den Teutoburger Wald absolvieren - nein: geniessen. Mein absoluter Favorit, der Hermannslauf, vom Hermannsdenkmal bei Detmold zur Sparrenburg in Bielefeld. Jeden letzten So. im April - meine wärmsten Empfehlungen!!
Also: bis nächstes Jahr beim "Hermann"?!
Nimms locker!
Sagt sich leicht; geht aber.Lässt sich üben. Und erleichtert das Amateurläuferleben ganz erheblich!!
Liebe Grüße!

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