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Für mich ist es nach fast 3 Monaten laufen ein Wunder, dass ich weiterhin am Ball bin. Bin ja nun so der Typ, der sich in was hineinstürzt, mit Riesenbegeisterung, und dann flaut es nach und nach ab. Nun bin ich das Laufen mit nichts weniger als Riesenbegeisterung angegangen ... ich kann auch nicht sagen, dass es bei mir zu einer Passion geworden ist - sorry, ich höre schon den entsetzten Forenaufschrei hier ;-)
Ich gebe auch zu, dass ich mich oft genug quälen muss - ich laufe 100 Meter und denke: ich kann nicht mehr, ist das ätzend, ich brech zusammen, meine Beine sterben ab ... Kunst ist da eben, diesen Punkt zu überwinden (ganz übel, wenn das erst kurz vor Ende der gesetzten Strecke passiert ...). Also bislang habe ich das immer hingekriegt. Aber wo ist er denn, der Endorphinkick? Ich krieg den häufig erst dann, wenn ich meine immer noch Ministrecke absolviert habe - was ein geiles Gefühl, dass ich es wieder hingekriegt, mich überwunden habe, meinen Körper spüre und ganz realistisch und "ehrlich erworben" schwitze ... Manchmal denke ich, meine Sucht besteht darin, gegen das schlechte Gewissen anzulaufen, was ich hätte, liefe ich nicht ;-)
Mächtig negativ klingt das alles, merke ich grade ... könnte mich allerdings jemand jetzt beim Schreiben beobachten, sähe er, dass ich grinse.
Bin nämlich stolz :-) Ich laufe immer noch, immer noch im Schnitt fünf Tage die Woche, immer noch meine im Schnitt 2,5 km am Tag (jaha, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen), bin auch schon etwas (geringsfügist) schneller ;-) und: jaja, es fehlt mir was, wenn ich nicht laufe - und: Es gibt zwischendurch Läufe, die sind leicht, flüssig und richtig gut und vermitteln mir ein Körpergefühl weg von der Elefantitis hin zum Gazellentum ;-)
Zum Ausgangspunkt: Ich BIN ehrgeizig - aber anders: Ich verfolge ehrgeizig mein Ziel, weiter zu laufen, regelmäßig meine Runden, mit möglichst großer Freude und vor allem ohne das Ganze als lästige Pflicht zu empfinden, die ich nur erfülle, weil ich mich dazu zwinge.

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Du bist nicht allein ...

Hallo slow lane,
da bist du wirklich nicht allein! Ich habe in 09/2007 angefangen zu Laufen, aber nicht aus Begeisterung, sondern aus Mangel an interessanten Alternativen. Vorher war ich über 10Jahre im Fitness-Studio. Die Kurse wurden aber immer schlechter, womit der Spaßfaktor sank...
Ich laufe 3x die Woche, denke auch, dass dies für einen Anfänger genügt, da der Körper sich dann einen tag ausruhen kann. 12/2007 habe ich dann 30Minuten am Stück geschafft. Inzwischen bin ich regelmäßig bei 5km pro Lauf und habe diese Woche einen Lauf auf 6km erhöht.
Den Spaß beim Laufen suche ich leider auch noch. Ich motiviere mich nur dadurch, hinterher stolz und zufrieden damit zu sein, jedes Mal ein Stück weiter oder ein bisschen schneller gelaufen zu sein. Dabei brauche ich im Moment auch noch so 7:10/km, bin also mit Sicherheit nicht zu schnell unterwegs.
Da ich ein Hochpulser bin (also beim Loslaufen gleich 140 und im Schnitt umd die 175 habe), ist es vielleicht auch gefühlt anstrengender?
Am Anfang war ich mir eigentlich auch sicher, dass ich bei Wintereinbruch das Handduch werfe! Aber nun ist der Winter vorbei, bin teilweise sogar bei strömendem Regen gelaufen...
Jetzt kann es im Frühling nur besser werden.
Ich hoffe, dass ich den toten Punkt überwunden habe und nun endgültig dabei bleibe.
Such dir doch mal im Sommer einen Volkslauf raus! Vielleicht motiviert dich das ja!?
Vielleicht solltest du auch nur 3xwöchentlich laufen und statt dessen die Laufstrecke etwas verlängern!? Die Strecken müssen ja auch nicht immer gleich lang sein.
Apropos Ehrgeiz: Ergeizig bin ich auch, aber in Bezug auf das Laufen in vernünftigen Maßen. Guck doch nach jedem eingetragenen Lauf mal in die Gesamt-oder Städtstatistik, ob du dich wieder ein paar Plätze vorgearbeitet hast. Das gibt mir immer ein tolles Gefühl! Im Moment stehtst du in Bielefeld mit deinen 158,68km in diesem Jahr gerade auf Platz 12! Das ist doch super!!
Auf bald!
bimi

...mühsam ernährt sich das Eichhörnchen .....

Hey slow lane,
...mühsam ernährt sich das Eichhörnchen...,so war's bei mir auch! Ich habe März 2007 angefangen und bin mehr oder weniger regelmäßig 2 mal die Woche 3,5 km gelaufen. Eigentlich habe ich mich die ersten 3 Monate immer gefreut, wenn es regnet oder ich aus anderen Gründen auf dem Sofa bleiben konnte. Aber da meine Söhne immer sportlicher werden, wollte ich nicht ganz so faul da stehen. Naja, ich habe mich also immer wieder aufgerafft, hatte aber auch nach dem Lauf eigentlich nie ein Glücksgefühl sondern war einfach nur froh, dass es mal wieder geschafft war!
Im Herbst habe ich dann 2 Monate ausgesetzt und bin dann eine neue Strecke gelaufen. Da waren es dann plötzlich 5 km -habe ich später per Fahrrad-Tacho abgemessen, jogmap kannte ich da noch nicht- und ich war stolz ohne Ende.Und da kam dann auch der Zeitpunkt, wo ich mich ärgerte, wenn ich mal ne Woche nicht laufen konnte. Dazu muss man sagen, ich bin nie alleine gelaufen, weil ich so 'ne Angst vor Hunden habe und die laufen hier in meiner ländlichen Gegend ständig leinenlos herum. Also war ich immer auf Mitläufer angewiesen. Seit Januar habe ich eine feste Laufpartnerin und seitdem habe ich mich von meinen 5 km auf -diese Woche erreichte- 9km gesteigert. Jetzt macht mir das Laufen so viel Spaß, dass ich sogar alleine - aber mit Pfefferspray !- laufe.Vielleicht solltest du dir auch jemanden suchen zum gemeinsamen Laufen, dann ist das aufraffen nicht so schwer.
Weiterhin viel Erfolg!!

laufpartnerin ...

... ist zumeist meine hündin - du und ich könnten wohl dann abgesehen von der geografischen entfernung nicht miteinander laufen ;-) zumal ich (außer mit hund) begeisterte solo-läuferin bin - lasse gerne meine gedanken baumeln und das klappt mittlerweile sehr gut auch beim laufen.
da meine hündin schon eine alte dame ist und ich während der woche meine laufaktivität mit dem morgendlichen "gassi-gehen" verbinde, ist schon ein motivations- bzw. aufraff-faktor gegeben und sind auch die strecken vorgegeben - vielmehr als 2-3 km kann und will ich ihr nicht zumuten. sie scheint mir meist ganz froh, wenn sie das pensum, bei ihr eine art gemütlicher trab, hinter sich gebracht hat.

schätze, ich muss eher mal alternativen ohne hund finden und einfach mal draufloslaufen ... das glück beim laufen, ohne das ziel vor augen zu haben - ich glaube, das ist es, was mir so vorschwebt :-)

lg slow lane

auf Platz 12 ;-)

jaaaaa, habe ich auch letzhin gesehen, als mir ein jogmapper hier ein paar funktionen erklärt hat - ich war ganz baff ;-) vielleicht sind die bielefelder insgesamt lauffaul ...
naja, viele kurze strecken ergeben halt auch nach und nach feine gesamtsummen ...
tja die kurzen strecken ... sie sind, wie oben beschrieben, auf meine hündin und ihre kapazitäten zugeschnitten. habe eigentlich schon länger vor, mal andere und vielleicht längere strecken zu laufen, aber das gewohnte ist häufig das einfachste ;-)
sehe grade, dass wir beide uns etwa gleichzeitig angemeldet haben und in etwa das gleiche pensum absolviert haben ... ich werde dich mal im auge behalten :-)))

lg slow lane

auf den Hund gekommen

Hi slow lane,
komme gerade vom laufen und habe deinen Kommentar gelesen. Da du auf den Hund gekommen bist, bietet sich das häufige kurze Laufen tatsächlich an.
Ich merke aber schon, wenn sich meine Lauftermine verschieben und mir mal einen Tag die Pause fehlt und ich dann 2x5km in 24h laufe.
Aber alles kann man nun mal nicht haben.
Habe auch schon gemerkt, dass du mit deiner häufigen Lauftaktik auf etwa dieselbe Summe kommst wie ich.
Im Endeffekt ist ja nur wichtig, für sich selbst das Optimum zu finden. Die Läufer hier schreiben, dass es auf die Wochenkilometer ankommt, nicht auf die Einzelstrecke.
Wenn man aber etwas Pfunde verlieren will, soll angeblich mindestens ein Lauf in der Woche über 1h gehen. Davon bin ich aber auch noch weit entfernt....
Macht hier richtig Spaß bei jogmap...
bimi

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