Die sportlichen Veranstaltungen, die ich für dieses Jahr auf meiner Liste hatte, konnten abgehakten werden und so kann ich jetzt schon einmal einen Jahresrückblick machen.

Die anvisierten Ziele konnten zwar meistens nicht ganz erreicht werden, aber rückblickend kann ich mit meinen Leistungen doch zufrieden sein und für das nächste Jahr muss ich dann nicht noch wieder was draufpacken. Bei allen Wettkämpfen bin ich ins Ziel gekommen und bis auf einen blauen Zeh und eine Blase am Fuß bin ich verletzungsfrei durchs Jahr gekommen.
Meine angepeilte Jahreslaufstrecke von 1500 km habe ich schon etwas übertroffen und von den 5000 Radkilometern fehlen nur knapp 200. Das sollte in den nächsten 6 Wochen noch zu schaffen sein.

Jetzt noch ein paar der Wettkämpfe im Einzelnen:

Zeppelinlauf (30.03.17)
Der Zepplinlauf wird von den Marinefliegern auf dem Fliegerhorst Nordholz durchgeführt. Die 10 km lange Strecke führt einmal um die Startbahnen, die Hangars und den Tower. Im ersten Teil hat man in der Regel mit dem Westwind zu kämpfen und am Ende hat man noch einen leichten Anstieg. Mit etwas über 47 min konnte ich Vorjahresergebnis nicht ganz wiederholen, aber immerhin wurde ich 3. in meiner Altersklasse und habe einen Pokal bekommen.

Stundenlauf Otterndorf (01.04.17)
Der Stundenlauf auf dem Sportplatz erreichte mit 52 Teilnehmern fast die vorgesehene Begrenzung. Entsprechend voll war die Laufbahn. Ich hatte mir vorgenommen die 13 km zu übertreffen, zu der mir im letzten Jahr nur 15 m gefehlt hatten. Das hat leider nicht gereicht. Mit 12.766 m fehlte da mehr als eine halbe Runde oder etwas mehr als 1 Minute. Ganz unzufrieden bin ich mit diesem Ergebnis aber nicht. Die Bedingungen war dieses Jahr nicht so gut. Mit 2s pro Runde schneller sind im nächsten Jahr die 13 km drin.

Cuxhaven-Marathon (09.04.17)
Der Cuxhaven-Marathon ist für mich seit 2012 (meinem ersten HM) das erste große Event des Jahres. Auf 4 Runden geht es aus der Innenstadt an die Elbe. Außendeichs geht es vorbei an der Kugelbake bis zu einem Wendepunkt und auf der Deichinnenseite wieder zurück. 8mal muss der Deich überquert werden, was die größten Steigungen darstellt. Mein Wunschziel war eine Wiederholung meiner Vorjahreszeit von 3:40 h. Das realistische B-Ziel war unter 3:50 h. Das Wetter war ausgesprochen gut, was aber den Nachteil hatte, dass dann zum Ende des Laufes, als das eher bescheidene Teilnehmerfeld weit auseinandergezogen war, die Laufstrecke von flanierenden Touristen in Beschlag genommen wurde, die verzückt vom Anblick der Elbe und den vorbeifahrenden Schiffen, keine Rücksicht auf die Läufer nahmen. Mit 3:48:40 gab es einen 5. Platz in der Altersklasse.

Nordholzer 6-Stunden-Jubiläumslauf (22.04.17)
Zum 110jährigen Vereinsjubiläum wurde ein 6-Stundenlauf ausgeschrieben. Auf einer 2,499 km – Runde (hätte man den 1 m nicht auch noch irgendwo finden können) wurde mit Start-Ziel-Durchlauf auf dem Sportplatz gekreiselt. Die meisten Teilnehmer hatten sich für eine begrenzte Rundenzahl angemeldet und nur eine Handvoll Leute waren die volle Zeit unterwegs. Trotz zwischenzeitiger Regenschauer und zum Ende nachlassender Motivation konnte ich über 56 km verbuchen.

Nordholzer Windmühlenlauf (24.06.17)
Bei der 16. Auflage dieses Laufes hatte ich mich wieder für den HM angemeldet. Insgesamt war die Beteiligung ganz gut, aber wie in den Vorjahren ist beim HM das Teilnehmerfeld überschaubar (14 Personen), so dass man nach der Wendemarke des 10km-Laufs eher alleine läuft, weil sich mit den unterschiedlichen Geschwindigkeiten bis dahin Abstände eingestellt haben, die dann eher noch größer werden. Diesmal konnte ich aber noch auf 2 Läufer auflaufen und sie überholen, so dass sich mit 1:42:34 insgesamt ein 4. Platz und in der AK50 ein 1. Platz ergab.

1.Wattwurm (08.07.17)
Schon letztes Jahr hatte einer der örtlichen Fahrradhändler angekündigt, ein Radrennen oder besser Fernradfahrt, weil es eigentlich nur ums Ankommen ging und es kein Ranking geben sollte, zu organisieren. Es sollte vom Wurmberg im Harz (höchster Punkt Niedersachsens) nach Cuxhaven (nördlichster Punkt Niedersachsens) gehen. Es sollte in Zweiteams gefahren werden. Die Streckenführung konnte jedes Team frei wählen. Da die Startplätze begrenzt waren, hatte ich mich mit einem Kumpel gleich angemeldet. Am Ende waren es aber nur 14 Teams.
In der Vorbereitung wurde dann an der Strecke getüftelt, die wir fahren wollten. Je nach Planungstool ergaben dann auch noch identische Streckenführungen unterschiedliche Streckenlängen. Wir versuchten noch Alternativen für unterschiedliche Windrichtungen zu überlegen. Schließlich entschieden wir uns für eine Strecke über Bad Harzburg, Wolfenbüttel, Braunschweig, Celle, Zeven, Rotenburg, Bad Bederkesa, Cuxhaven mit ca. 320 km.
In den letzten Tagen vor dem Start wurden dann die Wettervorhersagen beobachtet und es war total nervig, wenn sich eine Vorhersage mit passenden Bedingungen wieder verschlechterte.
Für die Hinfahrt und die Übernachtung in Braunlage konnten wir einen Bekannten mit Wohnmobil gewinnen und so ging es am Freitagnachmittag los Richtung Harz. Nach einer eher unruhigen Nacht und einem kurzen Frühstück ging es um 5 Uhr mit den Rädern zur Talstation der Seilbahn. Oben auf dem Wurmberg war es nebelig und recht frisch. In Abständen von ein paar Minuten wurden wir auf den Weg geschickt. Um nicht komplett bis Braunlage wieder hinunter zu fahren und dann wieder bis Torfhaus aufzusteigen hatten wir uns einen Wanderweg ausgesucht. Der an sich auch ganz gut noch zu fahren aber vermutlich war da noch ein Stein, der bei mir dann glücklicherweise noch oben bei Torfhaus einen Platten verursachte, so dass da schon gleich die erste Reparatur fällig war. Danach lief es zunächst recht gut. Der Wind war recht schwach und es war trocken. Nach einigen kurzen Verpflegungsstopps erreichten wir mittags Celle. Bei meinem Kumpel, der aufgrund einer Handverletzung vorher kaum trainieren konnte, ließ dann schon etwas die Kräfte nach. Wir machten dort eine etwas längere Pause. Mittlerweile hatte der Wind auch schon zugenommen und kam wie angekündigt aus NW, also von vorn. Das hätte eigentlich schon gereicht, aber es standen auch noch Regenschauer auf der Liste und die gab es dann etwas später. Beim ersten waren wir direkt in einer Ortschaft und konnten uns bei einer Tankstelle unterstellen. Das zweite war dann auf freier Pläne und bis wir nach 10 min ein Bushäuschen erreicht hatten waren wir auch schon gut nass. Aber auch das ging vorbei und so wurde Kilometer für Kilometer abgespult, bis wir nach fast 16 Stunden um kurz vor 22 Uhr in Cuxhaven ankamen.
Bei einer reinen Fahrtzeit von 12,5 Stunden hatten wir einen Schnitt von 25,6 km/h.
Wenn man jetzt aufzählt, dass die ersten schon 6 Stunden vor uns im Ziel waren, wir aber nicht die letzten waren und wir hier und da noch ein paar Minuten hätten sparen können, dann verfällt man wieder in den Modus, dass es doch ein Rennen war. Auch wenn ich mich selbst schwer davon lösen kann, bleibt für uns das Ergebnis: Wir haben es geschafft!
Bilder findet man hier: https://www.facebook.com/WattwurmRennradAbenteuer/

Volksbank Triathlon Otterndorf (27.08.17)
Meine 3. Teilnahme bei diesem Sprinttriathlon (300 m / 20 km / 5,5 km) in Otterndorf. Das Schwimmtraining fand wieder nur eingeschränkt statt, weil unser örtliches Freibad bei den schlechten Wetterverhältnissen häufig gar nicht aufmachte. Dafür war ich beim Radfahren und Laufen gut vorbereitet und ich hatte mir einen Triathlonanzug zugelegt, um die Wechselzeiten zu verkürzen.
Das Schwimmen lief wie erwartet nur mittelmäßig, aber auf der kurzen Strecke kann man das verschmerzen. Beim Wechsel hatte ich etwas Problem beim Schuhe zubinden (ich will Klettverschlüsse). Auf dem Rad konnte ich dann viele überholen und war mit einem Schnitt von 34 km/h deutlich schneller als die letzten Jahre. Hier spielt natürlich auch das Wetter und die Straßenverhältnisse eine Rolle. Wir hatten wieder ordentlich nordwestlichen Wind, so dass man die letzten Kilometer gegenan musste. Der Übergang zum Laufen dann zunächst gewohnt eirig, aber das Tempo war in Ordnung und ich konnte vermutlich noch ein paar Plätze gut machen. Da in 3 Gruppen gestartet wird, könnte der Überholte auch schon 10 min hinter einem liegen. Mit 01:15:43 konnte ich meine Vorjahreszeiten um fast 3 Minuten verbessern.

Jedermann 10-Kampf Hamburg (02.+03.09.17)
Gegenüber dem letzten Jahr hatte ich für mich im Ablauf ein paar Sachen verändert. Ich habe eine andere, frühere Riege genommen. Das hieß zwar früher aufstehen, aber vom Verkehr war das bei den vielen Baustellen einfach besser. Ich habe die klassische Reihenfolge mit Weitsprung und Hochsprung am ersten Tag genommen. Beim letzten Mal war ich am zweiten Tag so träge in den Beinen, dass ich beim Weitsprung gar nicht auf Geschwindigkeit gekommen bin. Dann habe ich noch schönes Wetter und nette Leute in der Riege und einen coolen Riegenführer gewählt, so dass die zwei Tage viel Spaß gemacht haben. Leider war meine Vorbereitung eher wieder nur so sporadisch, aber bei den vielen unterschiedlichen Veranstaltungen muss man eben irgendwo einsparen. Trotzdem konnte ich mich in 5 Disziplinen verbessern, in 4 die Vorjahresleistungen halten (minimale Verbesserungen oder Verschlechterungen) und nur der Stabhochsprung war um 20 cm schlechter. Insgesamt konnte ich mich um 200 Punkte auf 2735 Punkte verbessern.

Küstenmarathon Otterndorf (10.09.17)
Beim Küstenmarathon bin ich über die HM-Distanz an den Start gegangen. Trotz des wieder frischen Windes konnte ich mit 01:43 wieder eine gute Leistung erbringen.
Erwähnenswerter als meine Leistung ist die Teilnahme meiner Tochter, die über 10 km in 47 min den 4. Platz bei den Frauen und in der AK18 den 2. Platz schaffte.

Otterndorfer Gezeitenlauf (07.10.17)
Der Gezeitenlauf bot dieses Jahr sehr schlechte Bedingungen. Neben Temperaturen knapp im zweistelligen Bereich und kräftigem Wind, gab es mit wenigen Unterbrechungen Nieselregen und die Laufstrecke hatte einige Pfützenabschnitte, die nicht umlaufen oder übersprungen werden konnten. Auf einem ca. 3,3 km langen Rundkurs um das Ferienhausgebiet in Otterndorf konnte man 6 Stunden kreiseln. Es gab neben dem Ultralauf noch Starts für begrenzte Rundenzahlen (Funlauf bis 13 Runden, Bambinilauf bis 3 Runden) Ich hatte 55+ km angepeilt, aber angesichts des Wetters hatte ich das bald abgehakt. Meine Tochter, die beim Funlauf startete, wollte mindestens 2 Stunden durchlaufen und dann mal sehen. Nach 4 Stunden war ihr kalt und ich hatte irgendwie auch keine Lust mehr und hätte sie auch nicht im kalten Auto hätte warten lassen können, so dass wir uns dann mit 39,4 km und 32,8 km verabschiedeten. Mit meiner Distanz bin ich natürlich weit hinter den Plänen zurückgeblieben, abhakt. Die Tochter konnte aber mit dem 1.Platz bei den Frauen im Funlauf glänzen. So muss man als Vater gar nicht selbst die Leistung bringen und kann doch stolz sein.

So das war es von mir an dieser Stelle.

Viele Grüße
DocNordholz

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Sehr cool!

Ein vielseitiges, erfolgreiches Jahr.

Kleiner Tipp für den Triathlon: Schnellschnürer kaufen statt Klett.

Hast Du evtl. coole / verrückte Radtipps für mich?

Prima!

Klingt doch alles sehr. sehr schön und zufrieden! Glückwunsch!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Was für ein nettes, vielseitiges Programm!

Du scheinst ja eher die kleineren (regionalen?) Veranstaltungen zu mögen: es ist doch bestimmt nett, sich in so einer "Szene" zu kennen. Ich brauche die Mischung: mal groß, mal dörflich, halt von allem was.
Besonders gut nachvollziehen kann ich das Gefühl des stolzen Vaters, wenn der Nachwuchs mal vom Handy ablässt und die Beine in die Hand nimmt!

Gute Gesundheit für dein kommendes Sportjahr! Hast du schon Highlights?

Gruß, Dominik
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"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
"Du kannst was Du willst. Ende der Durchsage."
(beides von fazerBS)
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Highlights fürs nächste Jahr

Vielen Dank für die netten Wünsche

Im nächsten Jahr will ich beim Vätternrundan starten. Die Idee stammt nicht von mir, aber ich bin im Team. Einige der anderen Teammitglieder haben schon an anderen der schwedischen Massenveranstaltungen (vasaloppet, vikingarännet) teilgenommen. Immerhin konnte ich schon eine erfolgreiche Anmeldung des Teams beitragen. Startzeit 1:46. Ich bin gespannt wie das wird.
Neben dem Hauptrennen mit der kompletten Seeumrundung (ca. 300 km) mit 22.000 Teilnehmern finden an dem Wochenenden noch weitere Rennen statt.

Da denk ich:

"Wie bitte? 22.000 Leuts, die an einem 300km-Ultralauf teilnehmen? Kann nicht sein."
Zum Glück gibt's Google. ;o)
Scheint ja 'ne echt coole Veranstaltung zu sein, für nördliche Radfahrer halt.
Der Bodensee (schon eher in meiner Nähe) bietet vielleicht auch 'ne Radumrundung - wer weiß.

Das mit dem Stolz auf die Tochter auch ohne eigene Leistung stimmt ja so nicht - bist doch deutlich mehr km gelaufen als sie. Aber nachvollziehen kann ich's - dieses Jahr hatte meine ältere in der Schule einen sogenannten Cooper-Test: in 12 Min soweit wie möglich, mit Benotung.
Zweimal haben wir zusammen dafür trainiert, aber Turnen ist halt eher ihr Ding.
Trotzdem war da dieser benannte Stolz. :o)

ER schafft das Wollen und das voll Bringen - mit extrem hohem Bringungsfaktor.

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