Benutzerbild von benbohne

Kreislauf, Knie, Bauchkrämpfe, Durchfall und eine unterirdische Zeit.
Mehr gibt es zu diesem Lauf eigentlich nicht zu sagen.
Nachdem es die ganze Nacht heftig gestürmt und gegossen hatte, stand erst kurz vor sieben fest, daß der Lauf stattfinden würde. Der Regen hatte aufgehört und der Sturm nachgelassen. Kräftige kalte Böen begleiteten uns aber noch die ersten 15 Kilometer und die Wege waren z.T. sehr matschig und rutschig. Andere waren aber durchaus gut zu laufen.
Der erste HM verlief ganz nach Plan und ich war optimistisch, meine Zeit vom Vorjahr noch verbessern zu können.
Dann fing der Kreislauf an von jetzt auf gleich immer wieder in den Keller zu gehen.
Kampher half immer nur kurzfristig.
Bergauf empfand ich im Vergleich zum Vorjahr unglaublich anstrengend. Ich musste immer wieder Gehpausen einlegen. Zwischendurch fragte ich mich, ob das wircklich der gleiche Lauf war, den ich im Jahr zuvor so locker und mit soviel Spaß gelaufen bin.
Dann fing das Knie an Probleme zu machen, so daß die Bergabpassagen immer schwieriger zu laufen waren. Es ging, aber es schmerzte.
Die Verpflegung war irgendwie auch mal wieder nix für mich. Viel Süßes (wird mir übel von) und irgendwo gab es wohl auch Schmalzbrote (ich ernähre mich vegetarisch bis vegan). Diesmal hatte ich mir ein paar Cräcker eingesteckt und Gel, so dass ich einigermaßen versorgt war. Essen muss jetzt auch nicht überbewertet werden, aber das muss ich eindeutig besser im Blick haben. Die Hälfte meiner Eigenversorgung hatte ich im Ziel noch in der Tasche, weil ich irgendwie mit anderen Themen beschäftigt war.
So bei KM 35 versuchte ich es mit einem Stück Müsliriegel. Der bescherte mir direkt Magenkrämpfe bis zum Marathonziel, wo es glücklicherweise Toiletten gab. Selten war ich so froh darüber...
Nicht ins Marathonziel zu laufen, was mit Wertung möglich gewesen wäre, sondern weiter zu laufen war wohl meine größte Leistung in diesem Lauf.
Bei KM 50 überholte mich Gabi,eine Teichwiesenläuferin. Überrascht mich so weit hinten zu treffen und in Sorge weil ich so blass war. So genau wollte ich das gar nicht wissen.
5 Kilometer vor dem Ziel holte mich Jerun ein und mit ihr und einem anderen Läufer, der mich netterweise vollquatschte und so ablenkte, lief ich dann bis ins Ziel.
Ein bißchen stolz es durchgezogen zu haben und sehr entäuscht über den Verlauf und die Zeit. Ich war definitiv gut vorbereitet gewesen.
Anscheinend hatten viele Probleme an diesem Tag. Über 80 Ultraläufer sind beim Marathonziel ausgestiegen.
Also sollte ich vielleicht nicht zu tief graben nach den Ursachen (das meine Energieversorgung verbesserungswürdig ist weiß ich) und einfach einen Haken an den Lauf machen.
Aber irgendwie fühle ich mich wie durch dir Mangel gedreht und wieder ausgespuckt.

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Liebe benbohne...

ich kann dazu nur sagen: Glückwunsch zum Finish!!!
Trotz allem hast du es durchgezogen, die Zähne zusammen gebissen und gekämpft!
Wie wir alle wissen, läuft es auch mal nicht so gut. Warum auch immer.
Vermutlich verschiedene Faktoren.
Wie sagt man so schön: "So what..." :-)

Ich kann nur noch mal sagen, ich habe mich sehr gefeut dich
kennengelernt zu haben :-)!

Ich hoffe bis bald mal wieder :-)

Laufen solange es geht - gehen bis es wieder läuft :-)

Scheint kein gutes Laufwochenende gewesen zu sein

Tut mir leid, dass es dich als Langstreckenbrötchenholer auch so aus den Socken gehauen hat. Aber manche Tage sind einfach gebraucht, da macht man nichts.
Umso mehr Respekt, dass du es trotzdem durchgezogen hast.
Gutes Regenerieren, oder hast du etwa zu viel getapert vorher?

LG,
Anja

Knapp vorbei ist auch vorbei!

Und trotz aller Widrigkeiten bist du angekommen, dass ist doch die Hauptsache!
Ich habe so meine eigene Theorie: Zweitstarts sind bei mir noch NIE gut geworden, warum auch immer. Da gibt es nur eine Möglichkeit: noch mal da laufen ;-))
Das mit den Ernährungsproblemen kenne ich ja auch zur Genüge. Immodium hilft manchmal, aber auch nicht immer, leider.

Liebe Maren, je mehr Läufe man macht umso mehr Mistläufe sind leider auch dabei. Das wird wieder! War nicht unser Wochenende..

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

genau

Haken dran und gut ist. Ich finde allerdings, dass du wirklich sehr stolz darauf sein kannst, ihn zu Ende gebracht zu haben. Genau diese Läufe sind es, die uns weiterbringen. Dein Körper lernt daraus, dieser Lauf war definitiv NICHT umsonst.

Ja, immer wieder schön, von anderen darauf aufmerksam gemacht zu werden, wie fertig man eigentlich aussieht;-)) Ich hatte das in München. Zu schnell angegangen, völliger Einbruch, 1/3 der Strecke fast nur gegangen, immer mal wieder angetrabt. Stehen zwei Männer am Straßenrand, der eine klatscht, der andere schaut und sagt, man kann ja nicht unentwegt klatschen. Sagt der erste, ich klatsche ja auch nur noch bei denen, die jetzt schon völlig scheixxe aussehen.... Du kannst dir denken, dass mich das nicht gerade motivierte;-)

Ich hatte damals nur Magen, du hast auch noch Knie dazu, ganz großer Mist! Umso größer ist deine Leistung anzusehen!
Ich gratuliere dir ganz herzlich zum Ultra und natürlich zum Durchhalten! Restpekt!!!
Und jaaaa, Essen während des Wettkampfs muss man erst richtig lernen. Es dauert, bis man genau weiß, was und wieviel davon man benötigt. Da tickt wohl jeder Läufer anders, einen guten Rat gibt es von daher kaum.

Ich wünsche dir gute Erholung!


Lieben Gruß
Tame

Durchgehalten!

Ich gratuliere Dir zum Durchhalten (besonders bemerkenswert, wenn 80 es nicht konnten, obwohl die sicherlich auch gut trainiert waren) und zum Finish!!!

Das war bei diesem Wetter nicht das beste Wochenende für Läufer, daher ohne viel grübeln Haken dran machen.

Ärgerlicher finde ich Deine Knieprobleme! Daher von hier aus schon mal GUTE BESSERUNG!!!

chiun

@Jerun

Danke gleichfalls und bestimmt irgendwann mal wieder!

Ich bin dann mal weg

@Anja

Bestimmt zuviel getapert, sozusagen auf null regeneriert ;-))

Ich bin dann mal weg

@strider

Definitiv nicht unser Wochenende.
Zweitstart an der Müritz lief tuffi, deshalb war ich guter Hoffnung.
Ich versuche es einfach nochmal. In drei Jahren gibt es wieder einen 100er dort :-) Wahrscheinlich war ich einfach noch nicht warmgelaufen!

Ich bin dann mal weg

@chiun

Vielen Dank!
Knie wird wieder. Heute lief es schon besser als gestern.
Ich sollte auf jeden Fall mehr bergab trainieren. Die nächsten Läufe sind hier in Hamburg, also flach. Aber ich bleib dran an den Bergen!

Ich bin dann mal weg

Cool, daß Du, trotz allem,

Cool, daß Du, trotz allem, durchgehalten hast. Ich bewundere solch mentale Stärke sehr. Da kannst Du echt stolz sein und Dich gemütlich auf der Couch erholen ...
LG Christiane

@mani pejuta

Bis nächste Woche Mittwoch Resturlaub nur unterbrochen von zwei Fortbildungstagen.
Sieht also gut aus mit Couch :-)
Na ja, am Sonntag ein kleiner Ultra an den Teichwiesen :-))

Ich bin dann mal weg

@Tame

Vielen Dank!
Eigentlich weiss ich ganz gut was essen sollte und wieviel. Während meiner langen Trainingsläufe funktioniert das ziemlich gut. Aber in Wettkampfstimmung geht das manchmal unter oder ich esse Mist und wenn der Magen erstmal dicht ist, ist er dicht.

Ich bin dann mal weg

glückwunsch zum Durchbeißen!!

Das hast du ja inzwischen zig-mal gelesen, aber trotzdem: super, wie du dich trotz aller Probleme durchgekämpft hast! Ich werde dich mir mal beim nächsten Durchhänger als Vorbild nehmen!
Weiterhin gute Erholung!!

Meine erster Gedanke nach dem ...

... ersten Satz war gebrauchter Tag ggf. mit nem leichten Anklopfen eines Infektes oder so etwas in der Art. Aber wenn der erste HM nach Plan lief und noch nicht schwer ging, klingt es mehr nach Versorgung. OK, war jetzt nicht dein erster Ultra. Solltest du ausreichend Erfahrung haben. Aber manchmal mag man einfach zu Beginn nicht futtern. Wenn man das dann weit genug hinauszögert, kommt das Loch doppelt tief und doppelt lang. Da werden irgendwann die Beine auch mal richtig leer. Zeitig genug anfangen zu Futtern - auch wenn man nicht mag!
Energiezeugs vom Veranstalter nehme ich mittlerweile gar nicht mehr. Da habe ich einfach schon zu oft mit Schiffbruch erlitten. Magenschmerzen nach Riegeln kenne ich. War bei mir beim ersten UTMB. Mit ISO und Tee habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Ich nehme nur noch Wasser an den VPs und zu Futtern die einfachen Dinge wie Melone, Gurke, Tomate - wo einfach nichts schiefgehen kann. Alles andere ist im Rucksack - oder bei kurzen Läufen in Form von eigenen Gels in der Laufhose. Eine Pellkartoffel im Rucksack kann einen leicht übersäuerten Magen auch schon mal wieder auf den Weg bringen.
Nutz die jetzige Pause ernsthaft über eine autarke Verpflegungsstrategie nachzudenken. Spätestens wenn es dich in südlichere Gefilde für Wettkämpfe zieht, wirst du das eh machen müssen. Was da immer so angeboten wird, ist für meinen Magen jedenfalls nur sehr eingeschränkt zu gebrauchen.
Und was den Lauf an sich anbelangt, würde ich es an deiner Stelle von einer anderen Seite sehen: Nur weil du so gut vorbereitet warst, hattest du die Chance unter den Umständen, die dir der Tag so körperlich präsentiert hat auch im richtigen Ziel anzukommen. Mit weniger Basis wäre vermutlich bei M oder noch früher Schluß gewesen. Und welche Wundertüte der Körper manchmal aufmacht, kennst du ja eh auch und das ist es dann halt an dem Tag. Wir sind alle keine Maschinen.
Sei froh, dass du so gut trainiert bist!
Erhol dich gut!
;-)

Mit Willen zum Finish!

Trotz allem! Und darauf kannst du zurecht stolz sein.
Trotzdem könnte es sein, dass du irgendwas eingefangen hast - ich hoffe du bleibst gesund die nächste Zeit!
Pass gut auf dich auf und nimm den Lauf als ein gutes Beispiel dafür, wie Du einen Lauf gegen jeden Gegenwind durchziehen kannst!

Gruß, Dominik
_____________________
"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
"Du kannst was Du willst. Ende der Durchsage."
(beides von fazerBS)
<

Oh man,

da kam wirklich viel Mist zusammen!

Erhol Dich gut. Und überdenke Deine Verpflegung. Ingwer soll bei Magen auch helfen. Probieren kannst Du es ja mal.

Lernen...

liebe benbohne, oh wie schade, das war nicht Dein Tag...

meine Überzeugung ist, dass so doof so ein Tag auch ist, man daraus sehr viel lernen kann.
Aus meinem schlimmsten Durch-die-Mangel-gedreht-Marathon (Stockholm vor einigen Jahren) habe ich am meisten gelernt... Und danach so einiges geändert...

Betrachte in Ruhe Deine letzten Tage vor dem Lauf (war irgendwas?), betrachte die Umstände (Strecke, Verpflegung,...), Deine Tagesform, Wetter etc... was war anders als sonst? Mehr Stress? Irgendwas gegessen? Vielleicht war es aber einfach auch "nur" ein Dich streifender Magen-Darm-Infekt, der dann ab dem HM seine Wirkung entfaltet hat?

Und übrigens Kopf hoch, Du hast dieses Jahr schon so tolle und erfolgreiche Läufe gehabt...

Zum Them "Berge": Das werde ich auch mehr trainieren vor dem Rennsteig - ich war neulich wandern an den Elbhängen (Waseberg und Co.) zum "Scouten" und werde dort öfter mal trainieren...

Herzliche Grüße und erhol Dich gut!

@Ricamara

Vielen Dank! Ob ich so zum Vorbild tauge weiß ich nicht. Aber wenn es hilft, sehr gern!

Ich bin dann mal weg

@schalk

Alles eine Frage der Betrachtung, das stimmt. Ich bin einfach voller Vorfreude auf den Lauf, der im Vorjahr so toll war, dorthin gefahren und etwas blauäugig davon ausgegangen, das sich das einfach wiederholen lässt. Das der Tag so gebraucht sein wird konnte keiner ahnen. Verpflegung kann gut einer von wahrscheinlich einigen Gründen sein. Da bin ich manchmal etwas schlampig. Eigentlich müsste ich im Wettkampf nur das tun, was ich im Training bei den langen Läufen mache. Brot und/oder Kartoffeln, Gel und fertig ist die Laube. Aber ich bin ja lernfähig.

Ich bin dann mal weg

@nicksdynamics

Das werde ich tun, vielen Dank. Mit Gegenwind kenn ich mich aus :-)

Ich bin dann mal weg

@fazerBS

Ein Konglomerat aus viel Mist!
Ingwertee ist mein Lebenselixier! Trinke ich täglich und ins Laufwasser kommen immer ein paar Tropfen Ingwerextrakt. Kann ich nur empfehlen. In diesem Fall allerdings..obwohl, wer weiß, wie es sonst gekommen wäre!

Ich bin dann mal weg

@hamburgschlumpf

Ich habe eine sehr schöne, auch etwas trailige Strecke zwischen Sven-Simon-Park und Waseberg, falls Du mal Lust auf gemeinsames Bergtraining hast ;-)
Vielen Dank für Deine Aufmunterung!
Ich werde noch ein bißchen Laufanalyse betreiben und dann ein Häkchen dran machen.

Ich bin dann mal weg

Ich habe auch einige ...ersten

... Ultras mit mieser (Eigen-)Verpflegung gebraucht, bis ich dann endlich mal ernsthaft Konsequenzen gezogen habe. Da Waren immer wieder Einbrüche und immer wieder meinte ich beim nächsten Mal wird das vom Veranstalter schon gehen. Erst beim Transgrancanaria war die Leidenskurve wohl so stark und das Auf nach ein paar Kartoffeln in Techeda so gut, dass ich dann beim nächsten TGC dann endlich auf weitgehende Eigenverpflegung umgestellt habe. Es liegt so nah und ist so einfach - und irgendwie meint man lange an 50g Essen sparen zu müssen, da es ja VPs gibt... Blödsinn!
Irgendwo las ich mal, dass den Profi auszeichnet sich eben gerade nicht auf solche Unwägbarkeiten einzulassen. OK, die haben meist auch ne Crew. Für die ist das meist einfacher. Und wir machen das als Hobby. Aber da darf man auch vom Profi lernen.
;-)

Ich habe auch einige ...ersten

... Ultras mit mieser (Eigen-)Verpflegung gebraucht, bis ich dann endlich mal ernsthaft Konsequenzen gezogen habe. Da Waren immer wieder Einbrüche und immer wieder meinte ich beim nächsten Mal wird das vom Veranstalter schon gehen. Erst beim Transgrancanaria war die Leidenskurve wohl so stark und das Auf nach ein paar Kartoffeln in Techeda so gut, dass ich dann beim nächsten TGC dann endlich auf weitgehende Eigenverpflegung umgestellt habe. Es liegt so nah und ist so einfach - und irgendwie meint man lange an 50g Essen sparen zu müssen, da es ja VPs gibt... Blödsinn!
Irgendwo las ich mal, dass den Profi auszeichnet sich eben gerade nicht auf solche Unwägbarkeiten einzulassen. OK, die haben meist auch ne Crew. Für die ist das meist einfacher. Und wir machen das als Hobby. Aber da darf man auch vom Profi lernen.
;-)

@schalk

Ich werde mich da auch auf keine Experimente mehr einlassen. Brot, Kartoffeln, Gel und fertig. Wenn es im Training passt, sollte es das auch im Wettkampf gehen. Morgen kreise ich an den Teichwiesen. Da ist die Versorgung so unterirdisch, dass sich alle selbst versorgen und bei einer 2,5 Km Runde ist das sehr gut zu machen.

Ich bin dann mal weg

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