Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von nicksdynamics

Vollsperrung! Das Schild steht seit ein paar Tagen bei uns an der Straße und als ich es das erste mal sah, fuhr mir eine gehörige Portion Adrenalin ins Blut, denn da steht: OSTSEEMAN 113, 9.7.17 – das sind keine 10 Tage bis zum Start meines Triathlon Mitteldistanz Debüts! Ich bin nervös, die Anspannung wächst!

Eigentich brauche ich nicht besorgt sein, meine Vorbereitung läuft nach wie vor weitgehend störungsfrei und mein insgesamt dritter Vorbereitungswettkampf am vergangenen Wochenende läßt auch auf ein gutes Finish und vielleicht eine gute Zeit hoffen:
Es ist der zweite Start in der schleswig-holsteinischen Landesliga für mich – nach dem Sprint geht es auf die olympische Distanz (Hachede Triathlon in Geesthacht). Ich muss einmal quer durchs Land – 2h Fahrt um 6:00 Uhr morgens ginge ja, wenn nicht am Vorabend eine Einladung zu einer wunderbaren Feier gestanden hätte. Ich komme immerhin auf 4einhalb Stunden Schlaf: das Defizit hole ich später wieder auf – Feste muss man feiern wie sie fallen!

Wetter soll es diesmal geben: nach zwei Sonnenstarts ist für diesen Wettkampftag nass und windig angekündigt. Tatsächlich regnet es auf der Fahrt „ergiebig“ (wie es der Wetterbericht nennt), aber bei Erreichen der Wettkampfzone ist der Spuk vorbei. Vereinskameraden treffen, Startunterlagen holen, einchecken – passt alles! Äh, fast alles: wo ist die Badekappe? Im Auto gelassen! Dann eben warmlaufen statt einschwimmen – im halb angezogenen Neo geht das dann auch ganz schnell. Ich schaffe es rechtzeitig fünf Minunten vor Start ins Wasser und kann mir noch eine Position etwas außerhalb des Moshpits sichern. Wichtig ist mir immer, dass ich von außen an die erste Boje komme, um ggf. dem Gedrängel ausweichen zu können. Kluge Entscheidung, denn nach dem Start ist das Geprügel im Wasser ziemlich wüst – ob ich kreuz und quer schwimme oder alle anderen, wer weiß, jedenfalls dauert es gut 300m bis sich das Feld (in meinem Bereich) sortiert hat. Bis dahin Schnappatmung und kaum kontrolliertes Durchziehen möglich. Ich finde niemanden der mir Wasserschatten spenden könnte, finde aber dafür allmählich eine schöne Ideallinie von Boje zu Boje und dzwischendurch sind meine Züge fast harmonisch und gleichmäßig. Am Ende der zweiten Runde kann ich den ein oder anderen Schwimmer hinter mir lassen und komme mit einer 27:53 für 1500m (pace 1:51/100m) aus dem Wasser. Das reicht heute für die Besten des letzten Drittels. Wechsel aufs Rad. Kurze Wege und ein Aufstieg auf Kopfsteinplaster haben mich dazu bewogen, die Schuhe bereits am Platz anzuziehen und nicht wie sonst mich barfuß auf die bereits angeklickten Schuhe zu schwingen. Auch die Entscheidung richtig, denn ich sehe einige Leute, mit Problemen beim Aufschwingen, bzw. Anfahren. Es geht auf die Radstrecke: eine Gerade mit zwei 180° Wendepunkten und insgesamt maximal drei Höhenmetern. Da gibt’s nachher keine Ausreden bei der Auswertung des Rad-Splits, denn auch der angekündigte Wind hält sich vornehm zurück.
Die Abstände sind übersichtlich und ich werde nur von den Leuten überholt, die schlechter schwimmen und deutlich besser Radfahren als ich. Die Überholvorgänge halten sich in Grenzen, denn die allermeisten machen beides besser! Das Niveau ist nach Aussage einiger alter Hasen doch deutlich gestiegen in den letzten zwei Jahren.
Ich habe Radfahren zu schätzen gelernt, ich fühle mich wohl und kann meine Kräfte ganz gut einteilen. Ich sehe durch die Wendestrecke die Abstände zu meinen Vereinskollegen oder anderen auffälligen Mitstreitern wachsen oder schrumpfen und jede Kehre nehme ich als willkommene Abwechslung und Gelegenheit, um mich kurzfristig bei denjenigen vorbeizuschieben, die mich vorher noch überholt haben. Haben die keine Schaltung, oder warum fahren die im zweitgrößten Gang an? So geht das ziemlich exakt eine Stunde und elf Minuten lang (=34,2km/h Schnitt) und nur zum Ende hin nehme ich etwas raus, um nicht komplett fertig auf die Laufstrecke zu gehen.
In der Wechselzone investiere ich ein paar Sekunden, um mir Socken anzuziehen. Ich traue dem Kiesweg nicht und ich will das Anziehen schon mal üben.
Der Umstieg auf die Laufstrecke finde ich immer das Übelste beim Triathlon. Es fühlt sich so langsam an, aber der Puls ist sofort ziemlich hoch. Die Beine wackelig, Storch im Salat...
Zum Glück sagt mir meine Uhr, dass die Pace stimmt: ich kann konstant eine 4:30 halten, sodass ich ein paar Plätze gutmachen kann. Auch hier Wendestrecke und Chance die Gazellen zu bewundern, die mich überrunden oder mir entgegenkommen. Zurück zum Wettkampfmodus: ich überhole und versuche auf der letzten 2,5km-Runde mich nicht mehr abhängen zu lassen. Tatsächlich laufe ich auch an meinen Teamkollegen aus der zweiten Mannschaft vorbei, was wertungstechnisch zwar nicht hilft, aber meinem Ego doch ganz gut tut! Endspurt: für 9,6km steht eine 42:53 auf der Uhr (Pace 4:28). Schick! Und summasumarum eine 2:24:45 reicht für Platz 67. (/113). Damit bin ich top-zufrieden und liefere gleichzeitig eine schöne Platzierung für unsere Altherrentruppe!

Ich hätte aber an dem Tag auch keinen Meter weiter rennen wollen. In 10 Tagen sind es 400m weiter Schwimmen, 90km Rad und ein Halbmarathon. Klar muss ich das nicht in dem Tempo durchziehen, aber um nicht ganz durchgereicht zu werden, muss da schon ein bisschen was kommen. Ich hab ja noch ein paar Tage Zeit, mir eine Renneinteilung zu überlegen, aber im Augenblick hab ich ziemich weiche Knie...

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Bei der Vorbereitung

brauchst du dir nicht wirklich Gedanken machen. Das sieht doch alles sehr schick aus, was du bisher geschafft hast. Natürlich, eine MD ist schon noch ein anderes Kaliber, aber du wirst es schaffen und ich wünsche dir jede Menge Spaß dabei.
Das Hibbeln gehört aber dazu - ein solcher WK ohne vorheriges Hibbeln kann doch nichts werden.

An dem Tag werde ich eine OD machen und dir dabei die Daumen drücken.

Freue mich schon auf den Bericht.

LG,
Anja

wunderbar

es schwimmt, radelt und läuft wie geschmiert. Hausaufgaben gemacht, jetzt kommt die Belohnung. Das wird!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Das wird!

Passt alles, würde ich sagen. Training und Zeiten top!

Ein Vereinskollege sagte mir: Bei einer MD läuft alles etwas entspannter. Daran musst Du denken und auch so handeln. Beim Sprint gibt man jederzeit Vollgas, bei einer MD will man natürlich auch sein Bestes geben, aber man muss und sollte sich seine Kräfte ja auch einteilen. Daher Ruhe bewahren, gerade auch bei den Wechseln und für Dich vor allem beim Wechsel vom Rad zum Lauf. Der ist schon knackig nach der Distanz (war bei mir auch so ;)).
Also schön langsam angehen, damit zum "Storchengang" nicht auch noch Krämpfe dazukommen.
Wenn Du dann eingelaufen bist kannst Du immer noch Gas geben! Dann kommst Du auch wohlbehalten ohne Probleme ins Ziel.

Ich bin sicher, Du schaffst es und bist nachher stolz wie Oskar und setzt dieses "berühmte Grinsen" auf.
Ich drück Dir die Daumen! Viel Spaß!

chiun

Das wird!

Ich bewundere Euch Triathleten!Dieses ganze Gedöns bevor man endlich laufen darf :-)
Dann auch noch so ein schicker 4:30er. Toll!
Das läuft (und schwimmt und fährt)!

Ich bin dann mal weg

Bin mir soooooo

sicher, dass du sie gut meisterst und finde ich es klasse, dass auch du noch weiche Knie bekommst;-)
Toi, toi, toi!!! Hibbeln gibt den nötigen Biss!

Lieben Gruß
Tame

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links