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Benutzerbild von Hamburgschlumpf

Selten habe ich einen Lauf so intensiv erlebt und genossen wie den Boston-Marathon 2017!

Warum dieser für mich so besonders war und ich viele Gänsehaut- und Glücksmomente erlebt habe – davon handelt dieser ausführlichere Laufbericht.

1. Marathon-Messe

Schon am Samstag auf der Marathon-Messe, zwei Tage vor dem Lauf, stellten sich erste Glücksgefühle ein - Endlich hielt ich die ersehnte Startnummer für den zweitältesten Marathon der Welt in den Händen.

„“

Nicht nur die Besucher der Messe, sondern die ganze Stadt war am Wochenende schon im Lauffieber – man spürte eine gewisse Aufgeregtheit, Energie. Unzählige Läufer und deren Familien prägten das Straßenbild. Um ein wenig Ruhe zu haben, waren wir nur kurz auf der Messe und unser Sightseeing hielt sich auch in Grenzen. Da am Sonntag die Temperaturen auf 27 Grad kletterten, stand an diesem Tag nur ein Besuch des – sehr sehenswerten – Boston Tea-Party-Museums, viel Ruhe und abends eine japanische Nudel-Suppe – statt Schlangestehen bei der offiziellen Pasta-Party – auf dem Programm.

2. Aufwärmen

Montag, 17. April 2017, 7.30 Uhr: Der heutige „Marathon Monday“ beginnt sehr gut: Drei Stunden vor dem Start gebe ich meinen Kleiderbeutel in Zielnähe ab. Die Sonne scheint, alle sind gut gelaunt, die Veranstaltung ist top organisiert. Ich fühle mich sehr gut, versuche aber, mit meiner Energie zu haushalten, und trotte daher eher schweigsam zu den Bussen (die typisch gelben Schulbusse), die uns in Kürze von Boston nach Hopkinton zum Start fahren.

Die vielen unglaublich freundlichen freiwilligen Helfer, die überall stehen, verbreiten beste Laune, sind superfreundlich und haben für jeden ein Lächeln oder einen guten Wunsch übrig. Great! Thank you!

Die Busfahrt zum riesengroßen „Athlete´s Village“ dauert etwa eine eine Stunde. Dort die übliche Routine vor einem Marathon, die Zeit vergeht wie im Flug. Schon wird mein Startblock per Lautsprecherdurchsage aufgerufen, sich Richtung Start aufzumachen. Dieser liegt immerhin einen Kilometer vom Village entfernt, so dass sich diese Strecke zum Warmhüpfen anbietet. Die Sonne lacht uns dabei von einem wolkenlos blauen Himmel an, es werden schon um die 20 Grad im Schatten gemessen. Nicht mein bevorzugtes Laufwetter, aber das ist schon o.k. Ich will hier nicht besonders schnell laufen, sondern genießen.

Dann der nächste Gänsehautmoment: Die Anwohner in Hopkinton sorgen schon auf dem Weg zum Startblock für tolle Stimmung: Donnernder Applaus für die Läufer, aufmunternde Worte, es wird Kaffee, Wasser, Bagels, Doughnuts (wer´s mag!) und Sonnencreme gereicht. Liebevolle Schilder – ich bin gerührt!

Es sind diese unzähligen kleinen, besonders netten Aufmerksamkeiten vor, während und nach dem Lauf, die Boston prägen und so besonders machen – kombiniert mit den Mythen der Strecke (hierzu später mehr) und einem Publikum, das schlichtweg sensationell ist (auch hierzu später mehr...). Ich nähere mich bestens gelaunt dem Start.

10.30 Uhr: Ich realisiere es: Ich stehe im Startblock beim Boston-Marathon. Mein Traum wird wahr! Ich atme tief durch und ein tiefes Glücksgefühl durchströmt mich. Ich lasse kurz einige Stationen auf dem Weg hierhin Revue passieren. Das intensives Training der vergangenen zwei Jahre, das knappe Scheitern in Frankfurt im Oktober 2015, die Boston-Qualifikation beim Hannover-Marathon im April 2016, das tolle Gefühl im September 2016, die offizielle Teilnahmebestätigung zu erhalten...

Und dann geht’s endlich los: Die Läufermenge um mich herum setzt sich langsam in Bewegung. Ich gehe nochmal kurz in Gedanken meine Strategie durch.

3. Meine Strategie für den Marathon

1. Nicht zu schnell laufen! Zielzeit, morgens nach der Wetterprognose und den Sonnenstrahlen um 7.00 Uhr nach unten angepasst: Zwischen 3:45 und 4:00 h.

2. Vor allem nicht zu schnell loslaufen! Das ist in Boston nicht leicht, denn es geht auf den ersten Meilen – zum Teil steil – bergab. Um mir das zu erleichtern, habe ich mich bewusst weiter hinten eingeordnet: Ich reihe mich in Welle 2 in den Startblock 7 (statt wie vorgesehen in Startblock 3, wo die 3:17-Läufer stehen) ein. In Boston gibt es übrigens 32 Startblöcke (4 „waves“ à 8 Startblöcke) und alle werden gemäß der Qualifikationszeit einsortiert. Das sorgt dafür, dass das Läuferfeld sehr lang gezogen ist (die Elite startet um 10.00 Uhr, die letzten starten weit nach 11.00 Uhr) und so keinerlei Stau beim Start entsteht.

3. Jede Wasserstation mitnehmen! Beim Start herrschen schon 20 Grad im Schatten (den es auf der Strecke aber nicht gibt, da Landstraße) und es ist warm, sehr warm. Glücklicher Weise gibt es ab Meile 2 jede Meile (ca. 1,6 km) eine Wasserstation, die Kühlung verheißt.

4. Genießen und viel Spaß haben!

5. Ab und zu ein Foto mit dem Handy machen!

6. Möglichst locker die Newton Hills (ab mile 16/km 25, vier Hügel) hinauf traben!

7. Erst ab km 33, nach dem letzten der vier Hügel – „Heartbreak Hill“, ein Marathon-Mythos – etwas beschleunigen, wenn es die Beine hergeben! Ab da geht es fast nur noch bergab...

4. Das Rennen: Ich konnte meine Strategie umsetzen...

Um es vorweg zu nehmen: Ich konnte alle Punkte meines Plans umsetzen :-)

Mit einer Zeit von 3:56 h und negativem Split ging mein Plan des verhaltenen Laufens voll auf. Insgesamt war Boston aufgrund der Wärme, der Startzeit, des welligen Profils sehr anstrengend, aber ich lief nie am Limit. Somit hatte ich viel Zeit zum Genießen, ein wenig Zeit zum Fotografieren, viel Spaß und konnte die tolle Stimmung meist sehr intensiv erleben und mich selbst auch als Entertainer betätigen.

Auch das mit dem langsamen Loslaufen klappte gut: Ich hielt mich zurück, was auch ganz gut war. Die Halbmarathon-Marke passierte ich bei ungefähr 2:01 h – und war sehr froh, in den Hügeln ab km 25 noch relativ gute Beine zu haben!

Dankbar war ich auch für die Wasserstationen, denn es war warm, die Strecke bot nahezu keinen Schatten. Es war eben ungewohnt warm, wie das bei einem Frühlingsmarathon vorkommt, übrigens auch für die locals, die zwei Wochen zuvor noch Schnee hatten.... Und die im Vergleich zu Hamburg, Frankfurt oder Berlin spätere Startzeit in Boston bedeutete, dass man in die Mittagszeit und -hitze hinein lief.

… und jede Menge Glücksmomente erleben

Definitiv einer der besonderen Merkmale dieses Marathons sind die tollen Zuschauer und Freiwilligen: Eine derartige grandiose Stimmung bereits ab dem ersten Meter, so viele Anfeuerungsrufe, Aufmunterungen und Aufmerksamkeiten habe ich bislang noch nicht bei einem Marathon erlebt. Selbst an den Wasserstellen wurden die Läuferinnen und Läufer von den Helfern angefeuert und mit aufmunternden Worten bedacht („Take this water from me, Frank, you are looking great! Gooo!“).

Gänsehaut pur an sehr vielen Punkten der Strecke – meine persönlichen Highlights waren Hopkinton, Ashland, Natick, Newton, Heartbreak Hill, Boston College, die gesamten letzten vier Kilometer). In Hamburg gibt es ja am Hafen und am Eppendorfer Baum bei km 35 Stimmungshochburgen. In Boston gibt es mindestens 10 „Eppendorfer Bäume“ :-)!

Aber auch unzählige kleine unerwartete Aufmerksamkeiten häuften sich entlang der Strecke: Anwohner, die geschältes Obst, feuchte Tücher oder Eiswürfel anreichten, kurzfristig bereit gestellte Feuerwehr-Duschen, Polizisten, die applaudierten. Viele Kinder, aber auch Senioren am Straßenrand! Es war großartig und ich fühlte mich auch großartig, was auch an einer weiteren Besonderheit meiner Lauf-Ausrüstung lag.

5. Ein Laufshirt mit aufgedrucktem Vornamen „makes the difference“

Ich hatte nämlich ein Laufshirt an, auf dem in großen Lettern vorne mein Vorname aufgedruckt war. Das wurde von den Zuschauern oft (viel öfter als ich annahm) und lautstark aufgegriffen und sehr oft als Anlass für eine besondere, personalisierte Anfeuerung gerufen.

Da seltsamer Weise auf den normalen Startnummern keine Vornamen aufgedruckt waren und nicht allzu viele Läufer so ein Shirt hatten, hatte ich während des Laufs eine deutlich erhöhte Aufmerksamkeit :-).

Am häufigsten hörte ich übrigens: „Goooooooooooo Frank!“ – „Frankie, you are looking strong“ – „Fraaaaaaaaaank“ und „Frank the Tank!!“.

Ich grinste fast immer zurück, hob den Daumen oder machte manchmal Faxen, was die Wirkung meist noch verstärkte („Oh great! Look, he is still smiling, goooooooooooooo!“). Bei einigen Passagen bedeutete das Gänsehaut pur!!

6. Wellesley College und Heartbreak Hill – ich begegne zwei Mythen

Von dieser Woge aus Begeisterung getragen, passierte ich bei km 20 Wellesley College, den berühmten „Scream Tunnel“ – eine Besonderheit des Boston-Marathons – wo auf mehreren Hundert Metern College-Studentinnen des örtlichen Colleges ohrenbetäubend kreischen und die Läufer lautstark anfeuern. Viele fordern auch einen Kuss ein, indem sie ein Schild hochhalten („Kiss me, because I am...“ plus ein Grund). Da ich ziemlich schwitzte, hielt ich mich aber diesbezüglich vornehm zurück und winkte nur freundlich.

Insgesamt ein ohrenbetäubendes, tolles Spektakel, das man schon lange vorher hört, bevor man es sieht! Um sich besser vorstellen zu können, was dort los ist, empfehle ich, sich dieses Video anzuschauen.

Und auch auf den zweiten Boston-Mythos war ich besonders neugierig. Ich hörte Läufer auf der Marathon-Messe oder auch im Startblock ehrfürchtig vom „Heartbreak Hill“ oder der „Heartbreak Hell“ erzählen. Ein Mythos, der zwar objektiv betrachtet eher ein Hügel als ein Berg ist, aber von einem erschöpften Marathoni als steiler, ewig langer Berg wahrgenommen wird.

Es ist weniger die mit 600 Metern nicht allzu lange Steigung an sich, sondern der fiese Moment, in dem dieser Hügel auftaucht: Bei Kilometer 32.
Schon bei flachen flachen Marathons ist dies ja ein kritischer Zeitpunkt. In Boston kommt jedoch noch erschwerend hinzu, dass die Oberschenkel schon langen downhill-Passagen zu Beginn – gerne auch etwas zu schnell gelaufen – ausgesetzt waren. Auch ist die Strecke bis km 25 wellig und keineswegs flach. Und in den Kilometern vor dem Heartbreak Hill gibt es noch drei weitere Anstiege (Newton Hills). All das kommt zusammen, und so verwundert es nicht, dass hier viele leiden, Krämpfe bekommen und gehen...

Als ich unten am Heartbreak Hill ankam, war ich heilfroh, so verhalten begonnen zu haben – ich hatte noch relativ gute Beine und lief einigermaßen locker hoch. Yes! Als das Ende von Heartbreak Hill in Sicht kam, konnte ich auch gut gelaunt ein Foto machen...

… und gleich noch eines hinterher. Gänsehaut am Heartbreak Hill!

7. Zwei bewegende Stories

Nach dem Heartbreak Hill geht es fast nur noch bergab ins Ziel – ich konnte durchatmen, beschleunigte meine Schritte – und meine Gedanken schweiften kurz ab zu zwei der vielen tollen, bewegenden Geschichten rund um diesen zweitältesten Marathon der Welt... Beide stories hatte ich im Vorfeld gelesen.

Da ist zum einen die Geschichte von Katherine Switzer, die den Boston-Marathon als erste Frau mit offizieller Startnummer 1967 (also genau vor 50 Jahren) absolvierte. Sie lief gegen Widerstände (Frauen wurde kein Marathon zugetraut!), ließ sich auch nicht von Offiziellen, die sie – vergeblich – von der Strecke zerren wollten, beirren und erhielt sehr viel Anerkennung und mediale Aufmerksamkeit (Kurz und sehr bewegend etwa: diese Reportage oder auch ausführlicher auf ihrer Homepage ). Katherine hat unzählige Frauen ermuntert und gefördert, Sport zu betreiben und ist für viele ein großes Vorbild. Sie lief übrigens 2017 mit, bekam dieselbe Startnummer (261) wie vor 50 Jahren und sammelte dabei Spenden für eines ihrer Projekte (261fearless.org).

Fast noch mehr hat mich die Story vom Team Hoyt bewegt und gerührt, einer von mehreren Charity-Partnern des Boston-Marathons. Vater (Dick) und Sohn (Rick) Hoyt haben zusammen mehr als 1.000 Wettkämpfe absolviert, darunter mehr als 30 Boston-Marathons und sogar Ironmans.
Das Besondere dabei ist: Rick sitzt seit der Geburt gelähmt im Rollstuhl und wurde von seinem Vater im Rollstuhl geschoben. 1977, als alles mit einem 5-Meilen-Rennen begann, sagte Rick zu seinem Vater: “Dad, when we are running, it feels like I’m not disabled.” Das war der Start. Für die erste Boston-Marathon-Qualifikation wurden dem Team Steine in den Weg gelegt, denn der Vater musste nicht nur die Qualifikationszeit für sein Alter, sondern auch die für seinen Sohn (damals 2:45 h!!) bewältigen. Und er schaffte es nach viel Training...
Kurz, inspirierend und sehr bewegend fand ich: dieses Portrait !

8. Bergab auf dem Weg ins Ziel

… und schon sind wir zurück auf der Strecke. Wie gesagt, auf den letzten 10 Kilometern (6 Meilen kling irgendwie deutlich kürzer!) ging es fast nur noch bergab, das erleichtert das Ende eines Marathons ungemein! Wir passierten die Stadtgrenze von Boston. Die Zuschauerreihen wurden nun noch dichter, erneut einige tolle Gänsehautmomente infolge begeisterter Zuschauer!! Runner´s High!!
Ein kurzer, giftiger Anstieg kurz vor Schluss kam noch – und dann war es auch schon so weit: Ich bog auf die Zielgerade, die Boylston Street, ein...

… um kurz darauf freudestrahlend die Ziellinie zu überqueren. Yes!

Es war ein toller, wahnsinnig schöner, unvergesslicher Marathon mit viel Gänsehaut – einer meiner schönsten, intensivsten Läufe überhaupt. Thank you, Boston!

5
Gesamtwertung: 5 (8 Wertungen)

Solidarische Gänsehaut

habe ich gerade bekommen, oh wie schön!!! Vielen Dank für den Bericht, der (noch mehr) Lust auf Boston macht, ich hoffe ja noch stark auf die Herbstmarathons dieses Jahr, damit es 2019 klappt (dann liegt er nämlich wieder in den Ferien...).

Da hast du aber neben aller Euphorie einen Wahnsinnslauf abgeliefert, klasse Leistung!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Gänsehaut in Hamburg

Ganz herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht. Das muss ein Traum gewesen sein!
Übrigens hat man Frauen damals einen Marathon nicht nur nicht zugetraut. Man ging davon aus, dass es zur "Vermännlichung" führen würde und den Frauen Brusthaare wachsen würden. Außerdem (jetzt kommst) glaubte man, den Frauen würde die Gebärmutter herausfallen! Ich habe mir kurz mal vorgestellt, wie Hamburgs Straßen nach dem Marathon aussehen würden :-))

Ich bin dann mal weg

Mythen und Gänsehaut

tolle Geschichten und Du mittendrin!
Es ist ein weiterer Blog, der mich vermutlich nochmal dazu führen wird, die Qualifikation für Boston anzugehen!
Schön, dass Du es so genießen konntest!

Gruß, Dominik
_____________________
"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

WAS???

Na, gut, dass ich meine vier Töchter bekommen habe, bevor ich meinen ersten Marathon gelaufen bin *gröhl*

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Toller Bericht

Ich musste gleich an meinen New York Marathon denken - die können das genauso mit der Stimmung an der Strecke. Und den Tipp mit dem Namen auf dem Shirt hatte ich auch und es war wie von Dir beschrieben: Die persönliche Anfeuerung ist obercool.

Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Lauf...

und vielen Dank für den super Bericht, bei dem beim Lesen viele schöne Erinnerungen wach wurden, obwohl ich Boston 2013 gelaufen bin, als dort der miese Anschlag war.
Die Euphorie, die man in der ganzen Stadt das ganze Wochenende spürt ist wirklich einmalig und dafür, das es überwiegend über die wellige Landstraße durch kleinere Orte geht, ist kaum ein Kilometer ohne begeisterte Zuschauer.

Ich finde auch toll, das du neben den Besonderheiten der Strecke von den einmaligen Geschichten, die dieser Lauf hat schreibst.
Man sollte aber gar nicht meinen, was für eine eigene Belastung das Profil hat, oder?
Ich hatte mich anfangs etwas von dem angenehmen 'Downhillrollen' verleiten lassen und mich darauf gefreut es nach dem Heartbreakhill bergab richtig krachen zu lassen. Da waren die Oberschenkel dann aber anderer Meinung... :-\
Aber den Bildern nach zu urteilen, hast du dir den Lauf perfekt eingeteilt und trotz der heftigen Temperaturen zu der Jahreszeit ganz entspannt gefinisht.

Viele Grüße und weiterhin schöne Läufe
GHRunner

Glückwunsch

...und danke für Deinen Bericht, der viele schöne Erinnerungen weckt. Genau so habe ich es dort auch erlebt, ich laufe heute noch immer voller Freude im gelb-blauen Boston-Shirt. Ich hatte vor ein paar Jahren das Extra-Glück, mal einen Abend mit Katherine Switzer reden zu können, nur ein paar Wochen nach dem Anschlag übrigens. Sie ist eine kluge, witzige, charmante Frau, die über das Laufen Großes für die Gleichberechtigung vollbracht hat.

Schöne Grüße - und jetzt noch ab nach New York :-)

Was für ein grandioser Wettkampf

und welch großartiger Gänsehautblog! Und tatataaaaa, ich war dabei, als du in Hannover die letzten Kilometer für deine Bostonquali gelaufen bist;-)
Schon da, während der letzten Kilometer stand dir die Glückseligkeit ins Gesicht geschrieben, so als ob du ahntest, dass der Boston-Mara dein ganz persönliches Läufer-Highlight werden würde.
Der Boston-Marathon scheint in der Tat viel mehr zu sein, als ein normaler Wettkampf. Ja, einmal dort mitlaufen.....*seufz!*
Unfassbar finde ich übrigens auch deine Zielzeit! Deutliche sub4h bei einem Hitze-Genussmarathon, Wow!
Du hättest dir die Küsschen der Mädels abholen sollen. Die waren sowas von verdient;-)
Großartig gelaufen - großartig erlebt und genossen - großartig geschrieben! Ich bin immer noch der Meinung, solch ein Laufbericht gehört in die Runner`s World;-)
Genieße deinen Erfolg und bleibe noch eine Weile auf der Läufer-Wolke-7!!!


Lieben Gruß
Tame

Herzlichen Dank an...

... strider - Danke schön. Ich drücke Dir alle Daumen für die Herbstmarathons und die Boston-Quali. Freu mich schon auf Deinen Comrades-Bericht, der Lauf ist ja auch voller Mythen und Stories ist :-)

... benbohne - Herzlichen Dank. Ja, völlig unglaublich, was damals geglaubt wurde und wie unwissenschaftlich das war... Übrigens toi-toi-toi für Deine weiteren Ultras und schnelleren "Kurz-" Distanzen - was hast Du für 2017 und 2018 geplant? Wäre schön, wenn wir uns in oder um Hamburg mal bei einem Lauf begegnen würden!

... Dominik - Danke schön! Drücke Dir die Daumen und Du bist ja ganz nah dran an der Quali - ansonsten auf den nächsten 5-Jahres-Alters-Schritt warten (so hab ich es gemacht, dann sinkt ja die Qualizeit um 5 Minuten). Es gilt übrigens Dein Alter bei dem Boston-Wettkampf, den Du laufen willst (nicht beim Quali-Marathon)... toi-toi-toi!!!!

... Fraulgel - thank you very much! New York soll ähnlich crazy sein, das habe ich schon von anderen gehört. Und auch ganz schön wellig ;-) ... mal schauen

... GHRunner - Ich danke Dir für Deinen netten Kommentar. 2013, im Jahr des Anschlags, bist Du gelaufen? Oh! Warst Du schon durchs Ziel? Ich habe ganz viele Blumen und T-Shirts mit dem "Boston strong" gesehen. Und zur welligen Strecke ist das Internet voller Hinweise. Habe ich sehr ernst genommen und habe viel gelesen dazu...

... docrob - Wow! Ein Gespräch mit Katherin Svitzer - da beneide ich Dich sehr. Glückwunsch! Danke für Deinen netten Kommentar! New York? Da ist die Qualizeit für mich unerreichbar... Vielleicht sollte ich mal Lotterie spielen...

... tame - herzlichen Dank!! Ich denken auch sehr gerne an Hannover zurück :-))
Runners World ist aber mindestens ein paar Nummern zu hoch für einen Hobbyschreiber wie mich - aber dass Du das schreibst, ehrt mich und freut mich sehr . Meine Zielzeit erklärt sich schlicht durch meinen Trainingsplan: Ich habe einfach ähnlich - wenn auch nicht ganz so konsequent ;-) - wie ein Jahr zuvor zur Quali trainiert und war weder verletzt noch krank und hatte Glück....

Boston Quali

neue AK - genau mein Plan! Ich denke ich werde in Hamburg 2018 versuchen die Quali für 2019 zu schaffen. Dann würde ich in der M50 starten, was offiziell eine 3:30 erfordert. Drei bis vier Minuten wegen der hohen Teilnhemzahl - eine 3:26 ist also das Ziel. Könnte klappen.
Die Doku über Frauen beim Marathon und das Interview mit Kathrine Switzer hatte ich gerade am Vorabend gesehen... Ich finde es immer beeindruckend, wenn jemand unbeirrbar seinen Weg gegen Ungerechtigkeiten und Vorurteile verfolgt. Tolle Frau!
Mein Profilbild stammt übrigens von meinem Marathon-Debüt in Hamburg, als die Teilnehmer ein gelbes Band zum Gedenken an die Boston-Opfer tragen und mit der Geste "hand over heart" ihre Verbundenheit zeigen konnten. Ist natürlich nur eine Geste, aber es gab meinem eh schon emotionalen Zieleinlauf eine ganz besondere Note...

Ich hoffe dass dich die Erinnerung an Boston weit trägt - manche fallen nach dem Erreichen so eines Highlights ja in ein kleines Loch... Ich wünsche dir, dass du coole neue Ziele findest!

Gruß, Dominik
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"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

Neue AK

auch mein Plan, denn wie Dominik bin ich 2019 in der AK 50 und muss dann nur noch unter 4h schaffen, das sollte machbar sein ;-))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Sehr gut geplant mit der neuen AK :-))

Genau richtig, Eure AK-Pläne, Dominik und strider :-))

Und auch der Wert von Dominik, ca. 3-4 Minuten wg. Teilnehmerzahl schneller zu sein, ist korrekt. Mindestqualizeit reicht leider nicht (ganz)! Die letzten beiden Jahre waren es (zumindest in meiner Altersklasse) ungefähr 2:40 min schneller als die Mindestquali, wenn ich mich recht erinnere.

@Dominik: Mental bin ich schon in ein Loch gefallen nach Boston – aber bin rasch wieder rausgeklettert, da ich schon vorgeplant hatte: Ab sofort wenig bis keine Straßen- und tempobezogenen Wettkämpfe, sondern Genuss- und Landschaftsläufe und - nach 2013 - ein zweiter Ausflug in die Ultrawelt 2018: Rennsteig ist mein nächstes geplantes Projekt, auf dem Weg dahin evtl. der Brocken-Marathon im Oktober 2017 :-)

Herzliche Grüße!!

Ja, genau

ich war 2013 in Boston gelaufen. Zum Glück war ich schon im Hotel, als die Bomben explodierten. Das Hotel war in unmittelbarer Nähe vom Start- Zielbereich.
Ich konnte zuerst gar nicht glauben wie jemand auf so eine kranke Idee kommen kann, als ich das im Fernsehen sah. Aber schon in der folgenden Woche hatte ich in Nachbarorten Solidaritätsläufe gesehen.
New York lohnt sich aber auch auf jeden Fall... :-)

Auch von mir viel Glück an strider und nicksdynamics, das es mit einem Startplatz für diesen tollen Lauf klappt.

Gänsehaut der anderen Art, GHRunner...

Bei Deinen Zeilen und beim Gedanken an Boston 2013 bekomme ich nun eine Gänsehaut der ganz anderen Art...
Muss furchtbar gewesen sein...

Nachdenkliche Grüße

Laufen in Hamburg

Der nächste geplante Lauf in Hamburg ist erst am 27.8. der Blankeneser Heldenlauf. Den kann ich Dir allerdings wärmstens empfehlen! Vielleicht laufe ich auch vorher nochmal bei den Teichwiesenfriends.
Ansonsten kommt jetzt am 1.7. der Thüringen-Ultra und am 20.8. der Müritz-Lauf :-))

Ich bin dann mal weg

Den Heldenlauf kenne ich...

Hallo, den Heldenlauf kenne ich und kann ihn auch nur empfehlen - evtl. bin ich am Start :-)
Viel Erfolg und gute Beine bei Deinen Ultra-Läufen!! Sehr beeindruckendes Programm!!

Herzliche Grüße

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