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Wie schon in meinem letzten Post http://www.jogmap.de/civic4/?q=node/496542 erwähnt war ich beim "Défi des Seigneurs" dabei, wenn auch nicht bis zum Ende.
Das kam so: Musste um 4:30 Uhr aufstehen, um rechtzeitig in Bad Niederbronn zu sein - ist mal so gar nicht meins. Das merkte ich dann aber erst später nach ca. 5:30 Stunden, als mich bleierne Müdigkeit überkam, ich mich auf einen Baumstumpf setzte und mir die Sinnfrage stellte. Da wär ich dann fast umgekippt - hab wohl zuwenig getrunken auf Etappe 2. Ab da wieder weitergeschlappt, mich aber bei der nächsten Bank eine Weile hingelegt und versucht zu pennen.
Dabei war ich bis dahin gut drauf und begeistert von der tollen Strecke vorbei an Burgruinen und Sandsteinfels und dem super Frühlingswetter, auch die Läufer um mich rum waren noch relativ zahlreich, so dass die Einsamkeit nicht der kritische Punkt war. Bin ich vom Training eh gewöhnt. Aber man hörte fast nur Französisch, was irgendwie mental anstrengend war. Laufkumpels waren keine dabei, und obendrein wollten Freunde mich eigentlich abends bei 'ner Veranstaltung gern in der Band dabei haben. Im Ziel wartete auch niemand auf mich, also entschied ich mich, bei VP2, also knapp ca. 43,4km auszusteigen. Hab ja für dieses Frühjahr schon 1 Ultra und 1 Mara (in PB) hinter mir gehabt - hat den Ehrgeiz, diese 74km durchzuhalten, doch sehr gemindert.
Am VP2 einiges getrunken und gegessen und den Cut abgewartet. Wurde dann zusammen mit 2 anderen, die noch nach mir bzw. sogar nach dem sehr großzügigen Cut dort ankamen, ins Ziel gefahren. War leicht geknickt - so als Laufabbrecher und Aufgeber aus schlichter Unlust! Hab aber noch ein wenig meine Füße im Schwarzbach gereinigt und gekühlt und die schönen Vogesen bei dem genialen Wetter genossen.
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Fazit: Todmüde geht gar nicht. Wenn ich nochmal den langen Défi angehe, dann werd ich vor Ort 'ne Unterkunft buchen, um nicht so müde zu starten. Und mind. 1 Laufkumpel wär wohl angesagt. Oder ich seh ein, dass der Mittelgebirgsultra doch nicht ganz meine Schuhgröße ist.
Den Lauf selber kann ich nur empfehlen: Lauter nette Leute an den VPs, ziemlich gute Verpflegung - wenn auch recht große Abstände, hammer Strecke mit zahlreichen Aussichten. Es ist hilfreich, wenn man besser Französisch kann als ich.
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Was habt ihr denn so für DNF-Erfahrungen?

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

zahlreiche ;-)

Und es ist am besten, man macht seinen Frieden damit ;-))

Todmüde ist nicht gut laufen, das kann ich nur bestens bestätigen: Musste ich mal sehr böse am Rennsteig erfahren und vor kurzem beim Hannover Marathon. Beide Male bin ich zwar angekommen, aber deutlich unter meinem Ziel und auch meine Möglichkeiten. Ausgeruht am Start geht besser.

Aber du beschreibst ja sehr ehrlich, dass es eher ein Kopfproblem war: kein Laufkumpel, fremde Sprache, "Zugzwang" abends spielen zu wollen/müssen. So ging es mir beim Mauerweglauf und der endete auch in einem DNF. Ultra ist zu mindestens 70% Kopfsache, so meine Erfahrung. Und wenn der nicht will oder kann wird es sehr, sehr schwer.

Aus meiner Sicht: Versuch es als einen Trailmarathon zu verbuchen! Ich würde mir auf jeden Fall noch eine Chance geben (mindestens ;-), beim nächsten Mal einen Laufkumpel engagieren, vor Ort zu übernachten und dann auf die Piste gehen (das Französisch zu ändern wird wohl schwieriger....). Wenn es dann nichts wird kannst du überlegen, ob solche Ultras dein Ding sind und sein müssen. Aber ich brauchte auch für so einige Vorhaben zwei Anläufe (ZST, Triathlon LD). Man muss nicht alles können, aber man darf alles versuchen.

In diesem Sinne: Glückwunsch zum Marathon!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Liebe Strider,

danke für deine Anteilnahme und so. Meinen Frieden hab ich damit. Ich denke schon, dass Ultra mein Ding ist, und eine schicker Trailmara war's natürlich allemal. Wobei ich dieses Jahr das Gefühl hatte, es sei weniger Trailanteil gewesen, auch ein paar KM auf Asphalt. Letztes Jahr beim Défi mit 59km war alles gut (bis auf den scheuernden Rucksack), aber da waren halt die ganzen Faktoren, die du erwähnst, OK: gleich mit 2 Laufkollegen dort gewesen, es ging nicht so arg früh los, es gab abends kein Programm, und es war mein erster offizieller Ultra, für den ich u.a. auf den Bienwaldmara verzichtet hatte und im Training bei mir zuhause zu dritt einen 50er rausgehauen hab.
Wenn ich 2018 wieder den Défi angehe, dann davor höchstens HM in Kandel.
Und davon abgesehen kann ich ja, falls ich wirklich die reine Streckenlänge toppen will, den Nachtlauf machen. Da hab ich allerdings bissl Schiss vor zuviel Wärme auf dem Teil bis Mutschelbach - bin eher der Kandidat für den Nachtmara, wo's dann kühler wird. Mit dem hab ich auch noch 'ne Rechnung offen. ;o)
Dann gibt's da ja u.a. noch den Pfalztrail.

Jedenfalls hast du mich ermutigt, es nochmal zu versuchen. Kommste mit? ;o)

ER schafft das Wollen und das voll Bringen - mit extrem hohem Bringungsfaktor.

Ich hoffe, das war nicht ernst gemeint ;-)))

Ich Schisser kann keine Trails laufen, das ist eine Nummer zu groß für mich, mindestens eine!

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