Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von RunningVoice

Das letzte Halbjahr war ziemlich verkorkst. Dauernd erkältet. Die Lust am Laufen wollte sich nicht einstellen. Ein Ziel musste her. Und was liegt da näher als die Schönbuch-Trophy, die direkt vor der Haustür liegt.

Den Trail-Marathon noch einmal zu laufen war schon lange völlig illusorisch. Mit lauter 6 - 10 km Läufchen und immer wieder Erkältungslaufpausen war daran nicht zu denken. Aber es gibt ja zum Glück auch einen 15km Traillauf bei dieser tollen Veranstaltung. 360 HM schaffe ich auch mit supoptimaler Vorbereitung. Zur Not kann man ja wandern.

Karfreitag bin ich dann doch mal 13km am Stück als "langen Lauf" gelaufen. Und kurz vor der Haustür hab ich wohl meine Füße nicht mehr hochbekommen und schon lag ich auf dem Asphalt. Schulter verschrammelt, Jacke kaputt. Aber glücklicherweise keine ernsten Verletzungen. Über Ostern habe ich den Arm aber kaum hochheben können. Und auch jetzt noch sind die Muskel an der Schulter sehr verhärtet.

Also bin ich heute völlig ohne Ansprüche an den Start gegangen. Die schöne Laufstrecke genießen stand im Vordergrund. Und dann mal sehen, was geht.

Der Regen der letzten Tage hat die Strecke auf ein anständiges Trailniveau gehoben. Es gab ein paar Matschlöcher, aber in Summe sehr gut zu laufen. Kein Vergleich zum Vorjahr, wo es eine einzige Schlammschlacht war.

Die ersten Kilometer laufen gut. Ich bin pünktlich an der Stelle, wo meine bessere Hälfte mit der Kamera auf mich wartet. Ich kann entspannt in die Kamera lächeln mit schönen blühenden Apfelbäumen im Hintergrund. Die späten Sorten scheinen den Wintereinbruch überlebt zu haben.

Die Anstiege sind fies. Die steilen Stellen werden nur marschiert. Schließlich werden die Körner in den Beinen noch gebraucht. Und trotzdem ist der Puls nahe am roten Bereich. Aber dann geht es wieder locker wellig auf schmalen Wanderwegen durch den Wald. Die Muskeln werden wieder locker.

Die Strecke ist ein einziges auf und ab. Die Sonne lacht bei perfekten 15 Grad. Besser kann Läuferwetter nicht sein. Auf den letzten Kilometern kommen uns die Marathonläufer wieder entgegen, die erstaunlich frisch aussehen, dafür, dass sie schon 27 km und knapp 600 HM in den Beinen haben. Aufmunternde Worte von den Marathonis: "Super, siehst gut aus, gleich bist du im Ziel".
Wenn da nicht immer der Kanonenbuckel zum Schloßberg im Weg stünde. Aber auch er wird genommen und dann geht es auch schon die Staffeln runter und über Kopfsteinpflaster steil den Berg hinab in die Herrenberger gute Stube.

Mein Mann wartet im Zielbereich und ich laufe locker durch den Zielbogen mit einem breiten Lächeln im Gesicht. So muss das sein. Und zur Belohnung gibt es wieder die schöne Holz-Medaille.

Meine optimistisch zu erreichende Zeit habe ich tatsächlich auch geschafft. Lockerheit hilft. Und ich fühle mich nicht mal komplett ausgepumpt. Eigentlich schade, dass der Lauf schon wieder vorbei ist. Im Zielbereich gibt es gute Verpflegung und bei dem schönen Wetter habe ich gar keine Lust, sofort nach Hause zu gehen. So bleibe ich noch, bis die ersten Marathonis ins Ziel einlaufen.

Nächstes Jahr bin ich ganz bestimmt wieder dabei.

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Lockerheit hilft

oh ja! Und wenn man dann mit einem breiten Lächeln in der Wunschzeit ins Ziel läuft - was will das Läuferherz mehr?

Glückwunsch und danke für den Bericht!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Klingt perfekt

Schön, dass es nach dem verkorksten Winter für dich nun wieder aufwärts geht!

Schöner Lauf

Ich komme aus dem Norden und bin nur Flachland gewöhnt. Aber Schönbuch Trophy 2016 war der härteste Lauf, den ich gemacht hatte

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links