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Benutzerbild von Forrest120

aber mehr oder weniger gesund angekommen.

Im Rahmen einer Aktion von Mizuno hatte ein Freund von mir uns mit einem weiteren Läufer letztes Jahr im Oktober für Hamburg angemeldet. Im Oktober letzten Jahres hätte gewisser Freund noch Zeit genug zum trainieren gehabt. Aber Training, zumindest Läufertraining, wird überbewertet. Lt. meinem Kenntnisstand sind mit Sicherheit nicht mehr als 100 Kilometer dieses Jahr zusammen gekommen. Längster Lauf Halbmarathon in Berlin -ich berichtete- und zugleich auch der letzte vor Hamburg. Also drei Wochen Erholung vor Hamburg.

Ich für meine Begriffe habe trainiert, aber da mich eine Erkältung -wenn nicht sogar eine schwere Grippe ;-))- besonders aber mein linkes Sprunggelenk immer mal wieder in meinen Trainingsplanungen eingebremst hat, war trotzdem in einem tadelosen Zustand am Morgen des Startes. Wahnwitziger Plan war eine 4:15 Std. anzugehen. Hieß exakte 6er Pace von Anfang an. Ich wußte, dass mein Freund das bis Halbmarathon kann, und zwar nahezu im Chill-Out Modus. Muß dazu sagen, dass jener welcher 35 Jahre alt ist und seit 30 Jahren Leistungssport betreibt, aber eben Handball. Und da trainiert er auch regelmäßig. Egal.

Am Sonntag morgen dann in die Startaufstellung. Gleich mal eine volle Ladung Graupel eingefangen.Muß sagen, dass ich das Wetter persönlich garnicht so schlimm empfunden habe. Da ja teilweise ordentlich Wind war,trocknete man recht schnell. Und in der ersten Hälfte hat man den Wind nicht so stark mitbekommen, da man ja zwischen Häuser lief. Ab Aussenalster hat es dann allerdings teilweise ordentlich gekachelt. Insgesamt war aber das Wetter kein ernsthaftes Problem, zumindest in unserem Tempobereich. Ich weiß nicht ob ich mir das nur eingebildet habe, aber teilweise ging es auf der Strecke, zwar leicht, aber stetig bergauf. Hatte ich so nicht erwachtet und habe ich jetzt nicht als unanstregend empfunden.

Nun zur Aktion 1. Marathon. Los ging es tatsächlich mit einer 6er Pace, die wir auch mit kleinen Korrekturen ordnungsgemäß halten konnten.Ließ sich durch Hamburg´s Straßen wunderschön laufen. Hin und wieder kam die Sonne raus, dann eine Dusche und wieder trocken geföhnt.Sehr schön durch St. Pauli und dann runter zum Hafen. Entlang der Landungsbrücken, wir bei strahlendem Sonnenschein, und schon mal etwas über 10 Kilometer erledigt. 10 Kilometerzeit 1:00:06. Perfekt. Weiter ging es Richtung Innenstadt, um die Innenalster oder wie das heißt, rauss zur Außenalster. Hier war das Wetter gerade mal nicht so schön und ein heftiger Wind. Im Übrigen gefällt mir die erste Streckenhälfte deutlich besser als die Zweite, aber sicher Geschmackssache. Beim Halbmarathon hatten wir dann 2:06 Std. und ein paar. Von nun an ging es in unerfahrenes Gebiet. Aber nicht das man denkt mein guter Freund hat Probleme, nein meine Wenigkeit kriegt Schwierigkeiten. Ab Kilometer 24 fühle ich mich so, als breche ich im Lendenbereich durch. Sch....! Hatte das Phänomen in Rodgau, dann aber nicht mehr. Tja hilft ja nix, muss man durch.Also Tempo raus und wenn es garnicht geht vorrübergehend gehen. Meine beiden Mitläufer weitergeschickt. Wenn es bei meinem Freund Probleme geben sollte, würde ich ihn ja wieder einholen. Bei mir kam dann aufgrund der vermutlich dann einseitigen Belastung noch mein Sprunggelenk dazu und somit war die körperliche Situation links und rechts wenigstens annähernd gleich schlecht. Hab mich ganz unbewußt auf den weiteren ja guten 18 Kilometer so ernährt, als wäre ich granatenstark unterwegs und habe es erstmals geschaft, dass ich nach einem Marathon zugenommen habe. Also die Ernährung klappt. Für mich nehme ich mal vorweg, dass ich in 4:47:58 dann bei meinem längsten Marathon -die Uhr zeigte 43,11 Kilometer- in´s Ziel gekommen bin. Also ehrlich gesagt so eine zweite Hälfte braucht kein Mensch. Es nervt einfach nur. Gehste mit null Problemen rein und kommst mit Gewichtszunahme und einem angeschlagenen Fuß raus. Trotzdem ein wunderschöner Marathon entlang einer abwechslungsreichen Strecke.Eine super Betreuung vor, während -nur Wasser aus diesen Wannen könnt ihr euch schenken- und auch danach. An dieser Stelle ein Dankeschön an alle Helfer. Großartig. Trotz allgegenwärtiger Wetterbedenken kann ich Hamburg nur empfehlen.

Aber nunmehr mein Proband. Ich schleich da so in der Gegend von 28 Kilometern rum und sehe in so 150 Meter Entfernung meinen Freund kurz hinter einem Verpflegungsstand gehen.Grundsätzlich jetzt nicht so besonders, aber alle anderen laufen da schon wieder.Bei Kilometer 30 hole ich meinen Freund dann ein. Auf die Frage was los ist, antwortet er:"Rechter Oberschenkel zu, kurzes Problem". Also gehe ich ein kurzes Stück mit und nach so weiteren 200 Metern können wir wieder anlaufen. Und schwupp sind wir mit einer 6er Pace unterwegs, sodass bei mir alle roten Lampen leuchten. Also lasse ich ihn wieder ziehen. Eine zeitlang habe ich ihn noch im Blick und dann erst wieder im Ziel. Am Ende hat er bei seinem Debüt eine Zeit von 4:40 Std. erreicht. Und ehrlich, war zwar ein blödes Unterfangen, aber trotzdem mein größter Respekt. Ergebnis war auch, dass das mit dem Marathon jetzt reicht und so´n halber auch Spaß macht. Und den kann man ja immer mal einschieben. Recht hat er. Nicht auszudenken, was der laufen könnte, wenn er nur ansatzweise trainieren würde. Aber da fehlt gänzlich das Interesse. Er hat eine schöne Erfahrung gemacht und eine tolle Erinnerung. Ich denke den einen oder anderen Halben werden wir sicher noch zusammen laufen. Und da freu ich mich.

Ich für meine Begriffe erhole mich ein wenig um dann in die letzte Vorbereitungsphase für mein Saisonhighlight zu gehen. Rennsteig Supermarathon! So richtig kann ich das allerdings noch nicht einschätzen. Hier ist meine Zielsetzung allerdings extrem konservativ. Ankommen in 10 Stunden. Alles was schneller ist, wäre lediglich ein Zubrot.

Bis es soweit ist, werde ich sicherlich noch einige Fragen an die "Gemeinde" hier haben. Aber das mach ich dann mal gesondert.

Bis dahin,

Grüße
Stefan

5
Gesamtwertung: 5 (4 Wertungen)

Hmmm...

Schön, dass dir Hamburg gefallen hat - warte mal ab, wenn erst das Wetter schön ist!
Schön auch, dass ihr beide weitestgehend gut durchgekommen seid.
Dein Kumpel ist eben einer von denen, wo der Marathonfunke nicht dauerhaft übergesprungen ist und er vielmehr eben diesen einen Programmpunkt von seiner "muss-man-im-Leben-mal-gemacht-haben"-Liste streichen konnte. Auch gut!

Für dich und deine Rennsteig-Mission alles Gute - in der Hoffnung, dass nicht beide Seiten bei dir gleich schlecht, sondern gleich gut funktionieren!

Gruß, Dominik
_____________________
"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

Ja, Hamburg hat mir gefallen!

Und wenn man über 4 Stunden unterwegs ist, dann waren doch insgesamt wenigstens 2 Stunden Sonne. Als wir z.b. an den Landungsbrücken waren, strahlte der Himmel, tausende Zuschauer, tolle Musik und funktionierende Knochen. Wunderschön.

So ohne laufen war ich eigentlich nie der Hamburg Fan und wäre auch den Marathon in den nächsten Jahren nicht gelaufen, wenn nicht Mizuno geladen hätte. Einfach weil ich im April andere Marathon´s vorgezogen hätte. Heute bin ich -trotz nicht optimaler sportlicher Leistungen- richtig begeistert.

Empfindet man bei manch anderem Marathon Staffeln vielleicht als störend, so fand ich das in Hamburg einfach geil. Diese Begeisterung an den Wechselzonen der Hammer. Soviele glückliche Menschen sind mir bisher noch nirgendwo so aufgefallen.
Jetzt beim Schreiben neige ich fast dazu einen Vergleich zu einem anderen bedeutenden Marathon in Deutschland zu ziehen, wobei Hamburg da extrem gut weg kommen würde, ich tue es aber nicht. Wer es noch nicht gemacht hat, macht es.Und wenn ihr nicht gerade auf neue PB -aber das funktionierte ja auch- unterwegs seid,dann geht das Wetter auch.

Um mein Fußgelenk oder auch Hüfte mache ich mir auf dem Rennsteig keine Gedanken. Will die ersten 20 Kilometer ja nicht in 2 Stunden laufen. Da sollten diese Macken ja mal ausbleiben. Und Stabitraining! Ich muss wohl wirklich mal mehr als einmal die Woche. ;-((

Bis dann.

Gruß
Stefan

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