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Man macht sich einen Plan und der Plan ist perfekt… wenn man gesund bleibt. Wie ich schon oft sagte: „Gesund ist es schon nicht leicht – aber krank? Das ist einfach scheiße.“

Seit dem Aachener PrintenCross am 11. Februar habe ich Probleme mit der linken Achillessehne. Es ist ein ziehender latenter Schmerz, der nicht weggehen will. Laufpausen von bis zu 3 Wochen führten leider nicht dazu, dass der Schmerz dauerhaft verschwindet und wenn ich dann mal ein Läufchen riskiere, dankt es mir die Sehne mit Schmerzen und dann ist Humpeln angesagt.

Vom Prinzip habe ich kein Problem mit Laufpausen. Ich fahre ohnehin viel lieber Fahrrad und schwimmen muss ich ja auch noch. Allerdings ist es schwierig für mich, meine mir gesteckten Ziele dieses Jahr zu erreichen, wenn ich nicht irgendwann mal mit seriösem Lauftraining beginne. Und das setzt mich dann doch etwas unter Druck.

Irgendwie merke ich, dass es Zeit wird, kürzer zu treten. Letztes Jahr hatte ich mich ja schon dazu entschieden, keine Marathons mehr zu laufen – einzige Ausnahme sollte der Marathon in der Langdistanz sein. Tatsächlich bin ich keinen Marathon 2016 gelaufen (auch nicht in einer Langdistanz). Einen Halbmarathon bin ich auch nicht gelaufen (beziehungsweise nur in der Mitteldistanz vom Indeland Triathlon).

Die Schmerzen in der Achillessehne deuten auf eine Entzündung hin, die zum verrecken nicht verschwinden möchte. Aber woher kommt die Überlastung? An den Laufkilometern des letzten Jahres kann es nicht liegen und auch nicht an den läppischen 224 km in 2017, oder doch?

Es liegt an etwas Tieferem in mir. Die sich ausbreitende Erkenntnis, dass ich weniger machen muss, dass ich älter werde und einfach mehr Zeit (viel mehr Zeit) für die Regeneration benötige. Und diese Erkenntnis mit meinen Zielen 2017 in Einklang zu bringen, das finde ich sehr schwierig.

Ich habe mich in meinem Sportlerleben nie geschont. Im Gegenteil – immer auf Angriff, immer darauf bedacht, mein Bestes zu geben. Für die Mannschaft. Für mich.
Und dieses Jahr will ich das noch. Danach werde ich vernünftig: Doppelschwör.

Ich kann jetzt schon deutlich sehen, wie mein Sportleben ab 2018 aussieht. Diskofox, Schwimmen und Radfahren, Qi-Gong, Tai Chi und evt. mal einen langsamen Lauf über 5 bis 10 km pro Woche. Wettkämpfe? Ja – 2 oder 3 Triathlons bis maximal Olympische Distanz. Aber das erst 2018!!!
Dieses Jahr steht noch anderes vor mir: Mein letztes Kampfjahr mit dem Höhepunkt der zweiten Langdistanz.

Dafür muss ich nun also gesund werden. Das ist nun das wichtigste Projekt.
Ich werde bis Anfang Juni insgesamt 17,5 km laufen. Nämlich ausschließlich in den kurzen Wettkämpfen bis zum 7. Mai. Danach laufe ich mal wieder mehrere Wochen gar nicht. Die Ausdauer hole ich mir auf dem Fahrrad und letztlich werde ich immer wieder in mich hineinhören.

Physio ist schon angemeldet, Treppenübungen für die Sehne laufen. Muss ich diese kurzen Wettkämpfe machen? Ja, das muss ich, weil ich nicht anders kann und einfach so bin. Das ist hohes Risiko und ich gehe es bewusst ein.
Und 2018 – wie gesagt: Doppelschwör.

Weißt Du Bescheid, Morticia.

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Na wir werden

Na wir werden sehen....
Kürzer treten kann ich mir bei dir jetzt nicht so wirklich vorstellen. Aber andererseits, wenn du dir was vorgenommen hast, ziehst du es gnadenlos durch.
Aber nicht, das du ab 2018 nur bei Tanztee Veranstaltungen anzutreffen bist!?! Mit Damen älteren Semesters, die ihr Dauerwelle frisch geföhnt haben ;-)))

Was die Sehne angeht...blöd das. Ist ne langwierige Sache. Ich wünsche dir das sie aufhört zu zicken!

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Da können wir uns die Hand geben,

2017 ist auch nicht mein Jahr, obwohl ich das jetzt nicht aufs Alter schiebe.
Wünsche dir eine kooperative Achillessehne für die geplanten Wettkämpfe, und ob du dann nächstes Jahr wirklich zum Schwofen wechselst, werden wir dann sehen.

Schöne Rest-Ostern noch.

LG,
Anja

Tja - ob das funktioniert....

...wird sich zeigen.

Ich wünsch Dir, dass Du Dir im Jahr vor dem Kürzertreten nichts endgültig kaputt machst.

Übrigens:
Auf "Doppelschwör" reimt sich "Randonneur" ;-)

Herzlichst grüßt das Moppel aus dem Westerrwald

Schock

deine Erkenntnisse bezüglich des Älterwerdens verbunden mit deinen Plänen für die Jahre ab 2018 schockiert mich jetzt doch etwas, denn wir sind - wenn ich das richtig in Erinnerung habe - gleich alt....

Ansonsten finde ich an deinen Plänen nichts verkehrt. Wenn dir Radfahren sowieso mehr Spaß macht und offenbar auch besser bekommt: fahr Rad! Und Discofox ist auch anstrengend...

Dann wünsche ich mal ein gesundes 2017 - und warte mal ab, was 2018 kommt. Denn irgendwie fürchte ich, dass alles Doppelschwören nichts hilft: solange der Körper mitmacht wirst du weiterhin mit der Brechstange durchs Leben gehen.... (mein Eindruck). Truppenübungen und Physio sind nie falsch. Und ob du die kurzen schnellen Wettkämpfe mit dem damit verbundenen Risiko brauchst kannst nur du wirklich beurteilen, und das Risiko ist dir ja bewusst.

Viel Glück!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Weniger km und dann auch noch ...

... die kurzen und damit schnellen Wettkämpfe - da paßt was nicht zusammen. Aber das hast du ja ebenfalls bestens erkannt.
Die Ursache liegt tiefer? Aha. Na dann schau mal wie tief. Parallel kannst du ja die naheliegenden Dinge wie Dehnen und Physio verfolgen. Dann wird das auch was. Ich drück die Daumen, dass schneller weggeht, als allgemein immer beschrieben.
Nur mit dem Alter und der Korrelation zum Kürzertreten habe ich so ähnliche Bedenken aus wohl ähnlichen Gründen wie Strider. Und was würden Dietzrun oder Ricamara so dazu sagen?
Ich drück die Daumen für einen baldigen, ordentlichen Wiedereinstieg ins Laufjahr 2017!
;-)
Ein Schalk hat ein neues Ziel - Das Doppel 2017: UTMB+TdG
Training für das Doppel 2017 - UTMB+TdG

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