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Aufgrund meines langen zwangsweisen Aussetzens vom Laufen gestalte ich den Wiedereinstieg ebenso langsam und habe für dieses Jahr keine Laufwettkämpfe geplant. Also nicht kurz und knackig - und nicht lang.

Stattdessen will ich einige Dinge von meiner "Bucketlist" streichen und ein paar Lebensträume verwirklichen. Das begann mit Mallorca zum Radfahren - wo ich leider wieder zurück bin.

Ich hatte ein Triathlon Camp gebucht - und von vornherein den Schwerpunkt beim Rad festgelegt. Damit ich alter Sack es nicht übertreibe habe ich Tochter und Enkeltochter mit in den Urlaub genommen. Neben dem Radfahren sollte genug Zeit für Urlaub bleiben. Und so war es auch.

Zunächst fing alles damit an, dass ich am Freitagnachmittag vor dem Abflug am Samstag vom Jugendamt zu einer dringenden Unterschrift gebeten wurde. Man hatte Bedenken, dass das arme Enkelkind im 4-Sterne-Beachclub mit HP und Lunchpaket nicht genug zu essen bekommt und auf Mallorca wohl die Wüste in Bezug auf ärztliche Dienste zu sein scheint. Da aus deren Sicht Banane (beim mir mit Haferflocken) kein kindgerechtes, gesundes Frühstück und Apfelmus keine gute Zwischenmahlzeit waren habe ich den Wisch frohen Mutes unterschrieben. Das Kind wird zwei Wochen ungesund ernährt - JAWOLL.

Meine beiden durften also mit - wobei das Jugendamt nicht mal ne Vormundschaft hat (über dieses Thema muss ich nochmal grübeln, wenn ich Zeit habe).

Wir trafen uns frohen Mutes mit Kinderwagen und 3 Koffern am Flughafen (Enkelkind durfte auch 20kg!) und checkten ein. Trafen Vereinskollegen (von denen ich das Camp empfohlen bekommen hatte), flogen (nur die Landung war für Enkelkind ungemütlich, was sie durch lautes Weinen und Ohren reiben zum Ausdruck brachte). Danach alles easy - das Kind erfreute sich am Kofferband, krabbelte wieder frei rum. Töchterchen wurde immer ungemütlicher, weil 100e Koffer über das Band rollten - nur unsere nicht. Am Ende stand da eine Traube von Leuten ohne Koffer - und wir mittendrin. Kinderwagen hatten wir - den hatten wir direkt vor der Flugzeugtür abgegeben. Na ja, Wisch ausfüllen wegen "lost in transit" und rumtelefoniert, weil der Rest natürlich auf uns wartete (aber dann schon mal vorgefahren ist).

Als wir dann endlich aus der Gepäckhalle raus waren mussten wir wieder warten, bis der Transfer für die nächsten Ankömmlinge kam. Dann wurden wir aber mitsamt Kinderwagen zum in der Nähe des Hotels befindlichen LIDL kutschiert, wo wir uns mit Zahnpasta und -bürsten, Sonnencreme und Windeln erstversorgten. Am nächsten Morgen war die erste Radausfahrt geplant - was tun? Ein Leihrad hatte ich eh gebucht. Pedale (ganz stinknormale) fanden sich in der Werkstatt, ein mir passender Fahrradhelm wurde ebenfalls aus einer Kiste ausgemottet, eine Kollegin lieh mir ein Shirt und eine eine Radhose (mindestens ne Nummer zu groß, aber Radhose!), eine Sonnenbrille bekam ich von einem Mitradler, eine Jacke von einem anderen. Und dann hieß es ab auf's Rad. War das ein tolles Gefühl! Endlich auf der Trauminsel - und später auch durch Straßen, die ich von der Rolle kenne - höchstpersönlich mit dem Rad zu fahren, Wind auf der Haut, Sonne im Gesicht, Geruch in der Nase - der Duft der Freiheit! Nach gut 70km (mit knapp 700 hm) schlugen wir wieder im Hotel auf und das Enkelkind futterte mein beim Frühstück zubereitetes Käsebrötchen (ungesundes Weizenweißmehl!) und hartgekochtes Ei mit. Ei mochte sie nicht - das änderte sich im Lauf der zwei Wochen. Da musste ich dann sehen das ich zwei mitnahm sonst hätte ich nix mehr bekommen :lach:

Danach am Pool faulenzen und abends kamen auch unsere Koffer. Ich also sofort wieder in der Werkstatt und Pedale tauschen. Mist nur, dass die Gruppe mich nicht mehr wollte - dabei hatten sie am Vortag noch gemeint ich käme aber gut mit trotz mangelnder Ausrüstung mit flatternder Jacke.

So ging es weiter - morgens Rad, danach Koppellauf, abends schwimmen (aber nur 3 Mal pro Woche - das hatte ich vorher als so gerade noch verträglich bei keiner Anreise erachtet). Einmal Training im Stadion - wo ich die Maus im Kinderwagen hingejoggt habe (schwer, das Teil), um dann am ersten Tempotraining teilzunehmen. Musste dann leider nach 8*600 aufhören, weil Maus zu viel quäkte (und mir signalisierte, dass ich es nicht gleich übertreiben müsse). Also mit Maus auf den Schultern noch eine Runde um die Wiese gedreht und Maus die ersten Rennschritte auf der Bahn machen lassen. Dazu trinkt sie gerne aus meiner Radflasche (Wasser) und brachte fast täglich auf der Stange sitzend das Rad nach vorne zur Abfahrt (dabei hielt sie sich richtig am Lenker fest!). Das Kind ist eindeutig verdorben - und die verrückte Oma ist Schuld.

Kurz: es war eine sauschöne Zeit mit schönstem Radwetter. Ich fuhr nur noch kurz-kurz, holte mir einen Tag einen kleinen Sonnenbrand, genoß den (deutschen) Kuchen direkt am Meer und die Zeit mit meinen Beiden. Enkelkind aß vom Büffet und haute sich das Gemüse gleich mit den Händen rein. Zack - vom Teller in den Mund. So unterwegs am Buffet und zum Tisch hin war da teilweise schon einiges verdrückt. Auch das morgentliche Müsli wurde am Ende versucht mit den Händen reinzuschaufeln. In der zweiten Wochen sahen wir dann einige Resultate "kindgerechter" Ernährung und mieden die Ecke mit dem "Kinderessen" (frittiert, paniert) geflissentlich. Puh, da musste man ja befürchten im Pool kein Wasser mehr zu haben nachdem die mit ihren Eltern da reingeplumpst waren :läster:.

Die Maus hatte Spaß - im und am Pool, am Strand (extra noch Eimer und Schüppe gekauft und barfuß rein in den Sand!), die Aufmerksamkeit der Mitreisenden, das Krabbeln. Laufen will sie nicht - nur an zwei Fingern rennen. Treppen hochkrabbeln will sie nicht - nur gleich mehr als kniehohe Stufen hochsteigen. Die Maus ist fit wie Turnschuh - von Unterernährung keine Spur.

Das erste Bild zum Geburtstag der Mutter wurde gemalt, Geschichten aus einem Buch vorgelesen, das Meer als Schlafmittel genutzt (zweimal Mauer am Strand rauf und runter wandern - und das Kind war eingeschlafen!). Der Strand war eine schöne, kleine Sandbucht - wo ich auch beim Neo-Testschwimmen mal im klaren Meer schwimmen war. Sehr schön!

Die Insel ist traumhaft zum Radfahren. Wir waren ein wenig weiter von den Bergen weg, machten aber eine Tour zum Cap Formentor und eine mit Bus nach Port Andratx und von da über Soller zurück durch's Tramuntana Gebirge. Zitronen und Orangen wachsen direkt an der Straße (und wurden in einem Café bei der Abschlusstour zum Kaffee gereicht) - mjammm, süß, saftig, lecker :sabber: Die Gegend ist "mallorquinisch flach" - was letztendlich für mich hieß pro 10km ca. 100hm. Also richtig nett für's Grundlagentraining für die nächste verrückte Sache auf meiner Liste.

So, und nu lass ich euch mit dem Sabber im Mund nach dieser tollen Insel hier schmachten.

P.S. Das Leihrad hatte jemand am Cap Formentor hochgehoben und sich fast dran verhoben :kicher: Kommentar: puh, ist das schwer). War ein gutes Rad - kein Defekt, keine Panne, kein Unfall. Alurennrad mit 105er - also das, was ich zu Hause auch habe. Knapp 1200km hat es mich klaglos über die Insel getragen.

5
Gesamtwertung: 5 (5 Wertungen)

Oh wie schön ist Panama,

ach nee, Mallorca. Das klingt gut, es freut mich riesig, dass ihr drei ein schöne Zeit hattet. Das bisschen Gepäckchaos...
Hauptsache, es ist keine Langeweile aufgekommen.
Und mächtig km abgerissen - Respekt.

Wie schön, dass das Jugendamt sich um die Ernährung einer Einjährigen in Obhut der Mutter und Oma sorgt, aber bei halbtot geschlagenen Kindern nichts gemerkt haben will.

Ich hoffe, du zehrst noch lange von diesem wohlverdienten Frühjahrsurlaub.

LG,
Anja

Das war eine tolle Zeit

die ihr miteinander hattet. Und das Training gleich inklusive, was will man mehr oder Meer?!

1200 km Rad, alle Achtung.

Ich wünsche Dir weiterhin so schöne Erlebnisse, Birgit.

Laufen berührt die Sinne, verwöhnt unsere Seele und macht uns stark, das Leben in allen Situationen anzunehmen.

Grübel

Ich kapiere ja immer noch nicht die Rolle des Jugendamtes bei der ganzen Sache, wer kam denn da überhaupt auf die Idee sich einzumischen?? Meine Kinder waren alle von frühester Jugend an in so ziemlich allen Ländern und haben es überlebt. Gerade Mallorca ist nun als quasi deutsches Bundesland völlig unproblematisch. Ich erinnere mich allerdings an eine drastische Diskussion mit einer mallorquinischen Flughafenschnepfe, die mich nicht mit meinen dreien nach Deutschland zurückfliegen lassen wollte - weil mir die Erlaubnis des Vaters fehlte! Wohlgemerkt - für den Rückweg! Behörden...

Ansonsten finde ich es einfach super, wie du Training mit Familie kombiniert hast. So hatten alle was davon und ihr hattet offenbar eine tolle Zeit. Wunderbar! 5 Sterne von mir!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Das Wichtigste ist doch....

...dass Ihr einen schönen Urlaub miteinander hattet! Und wenn ich das so lese, scheint mir doch, dass das so war.

Lass die Jugendamt-Menschen plappern was sie wollen. Warum die sich in die Ernährung Deines Enkelkindes einmischen, erschließt sich auch mir nicht. Aber ich erinnere mich an Zeiten, wo es bei meiner Erstgeborenen auch ständig Terz ums Essen gab. Dabei war sie völlig normal - klein imd zierlich (ist sie immernoch) aber lt. sich bei jeder U wiederholenden Aussagen des Kinderarztes quietschfidel und kerngesund.
Aber wenn die Mehrheit der Kinder immer fetter wird, dann meinen manche Menschen, die Normalen seien zu dünn.

Wann hast Du eigentlich Dein verlustig gegangenes Gepäck wiederbekommen?

Viele Grüße, WWConny

Seit meinen

Erfahrungen beim Flug nach Saarbrücken, habe ich im Handgepäck Klamotten für ein und zwei Tage. Wir waren gerade einige Zeit auf Malta, mit Zwischenlandung. War auch wieder ein wenig turbulent.
1200km, du bist ja schon wieder ganz gut in Form. Zeit mit Kind und Enkelkind verbringen, ist unbezahlbar.

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LG Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

Handgepäck

hab ich demnächst auch mit allem was man so dringend braucht - hatte ich bisher nur zum Wettkampf so gemacht. Na ja, durch Erfahrung wird man reicher.

Das Gepäck kam dann am Sonntag abends im Hotel an - alles gut, alles drin.

Das JA mischt sich dauernd ein. Kam auch wegen Vater nicht "bekannt" - bzw. der hat sich vor dem Vaterschaftstest verdrückt und von Anfang an keinen Unterhalt gezahlt - da zahlt das JA. Meine Tochter hat eine Familienhilfe und diese hat wohl heimlich das Kind gewogen und festgestellt, dass sie ganze 200gr abgenommen hatte (hat sie nach dem Urlaub "gebeichtet" - die hat bei mir verschissen). Zwischen den U-Untersuchungen hatte sie ordentlich zugenommen. Die FH kam ins Boot, weil die Kleine am Anfang zwei-, dreimal im KKH war (und auch operiert werden musste) und nicht so zugenommen hat wie gewünscht. Die haben den vollen Wiegestress mit morgens und abends und aufschreiben nach jedem Fläschchen abgezogen. Ich glaube der Stress hat dazu beigetragen, dass beide (Mutter und Kind) ziemlich durch den Wind waren.

Aber jetzt? Die Maus frisst einem die Haare vom Kopf. Mal mehr - mal weniger, wie wir halt auch. Und weder Mutter noch Oma sind fett - woher sollte sie dann "Normalgewicht" haben? Kräftig ist sie und voll fit. Spargelpiepen als Beinchen - aber die können schon Treppen steigen! Wohlgenährt und gesund sieht sie aus - finde ich - und ist meistens fröhlich und zufrieden. Was will man mehr?

Meine Tochter war auch immer unterhalb der Kurven - und mein Kinderarzt hat nie ein Drama drum gemacht. Selbst mein Gewicht schwankt innerhalb einer Woche um +- 2kg.

Ich bin schwer beeindruckt!

Nicht nur von deinen Leistungen, auch, wie du euer Familienleben meisterst! Du bist ein großes Vorbild für viele und gehörst arbeitstechnisch in eine soziale Einrichtung:-*

Ich wünsche dir und deiner Familie neben weiterhin viel Erfolg beim Sport auch alles, alles Gute für die Zukunft!

Lieben Gruß von Tame

200g

sind nicht mal in dem Alter ein Drama. Meine waren immer zu groß und zu schwer: Meine Große wog mit einem halben Jahr 10kg bei 77cm Größe. Jo, was soll ich machen, Backstein auf den Kopf legen?? "Kurvenkinder" sind halt selten.

Ich war übrigens auch so sein Kind: Nach dem Füttern wog ich weniger als vorher. Meine Mutter heulte, die Hebamme machte Stress, mein Vater warf die Waage in den Müll und die Hebamme raus und ich lebe immer noch ;-))

Und meine Enkelin ist auch so eine kleine, zarte, kommt halt eher nach Papa als nach Mama und Oma. Da musste meine Tochter auch so manchen Kommentar beim Kinderarzt einstecken. Temperament und Energie hat sie für fünf, ich kann das bestätigen. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass so manche Ämterdamen (und -Herren) ihre Existenz rechtfertigen müssen....

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

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