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Benutzerbild von Rosenknospe

Ende Oktober haben mein persönlicher Kameltreiber ( Lachgas) und ich langsam angefangen uns auf den Hannover Marathon 2017 vorzubereiten. Über 400 km mit einigen Läufen um die 28 km hatten wir Ende 2016 auf der Uhr. Das Laufen machte Spaß und der Kopf war aufgeräumt.

Dann erwischte uns eine langwierige Erkältung. 5 Wochen konnten wir nicht laufen. Zwei kranke Sportler zu Hause, ging es schlimmer? Ja es ging. Die ersten Läufe mit genau 8 km!!! fühlten sich wie 40 km an. Die Hoffnung dass wir zum Marathon fit sind, ging bei mir flöten. Umso mehr freute ich mich Ende Februar auf unseren Laufurlaub auf Malle. 100 km sind wir in einer Woche gelaufen. Ich fühlte mich immer besser und fitter. Reicht es doch für den Marathon?

Ich war mir nicht sicher. So ein HM wäre doch auch was Feines. Ich hatte immer mehr Zweifel an meiner Leistung. Gesamte Laufleistung 2017 um die 450 km. Reicht das? Ich wäre gerne noch mind. 2 30er gelaufen und dann hatte mein persönlicher Kameltreiber was mit dem Knie. Oh nee, ich kann doch keinen Marathon alleine laufen.

Und dann waren auf meinem Weg zur Arbeit überall die Plakate. Die Marathonstrecke!!!!
Da war er, der Drang es mir zu beweisen. Gutes Zureden von meinem Kameltreiber und plötzlich waren wir angemeldet. Heilige Sch……

Keine zwei Wochen später standen wir im Startblock. Ich mit Trinkrucksack, damit ich nicht wieder das kalte Wasser an den VP trinken musste. Diesmal wollte ich nicht mit Magen/Darmkrämpfen ins Ziel gehen.

Und es ging los. Mein Plan mit 6:10/6:15 den Marathon anzugehen. Keinen Zeitdruck. Sorgen machte mir mein persönlicher Kameltreiber. Knie war schlimmer geworden.

Mein Plan ging auf. Wir waren perfekt im Zeitplan. Ich lief mich immer mehr in den Rausch. Ich komme durch!!!

Schweren Herzens habe ich mich ab km 20 von meinem persönlichen Kameltreiber getrennt. Er konnte das Tempo nicht halten und mein Dieselmotor lief. Ich glaube ich bin noch nie so grinsend rumgelaufen.

Plötzlich hatte ich schon die 30 km!! Also den Rest schaffst Du doch auch, dachte ich mir.
Die Beinchen liefen und liefen und mein Kopf war „Gedankenfrei“.

Kurz vor den Herrenhäuser Gärten habe ich meinen verletzten Kameltreiber in der Menschenmenge gesehen. Ein paar aufmunternde Worte und ab ging es in die Herrenhäuser Gärten. Da stand er wieder und jubelte mir zu. Ja und dann sagte der Kopf, ach geh doch ein paar Schrittchen mit ihm.

Ja hier habe ich gebummelt, ja hier habe ich Zeit verloren, ja hier hat mein Kopf gesiegt, aber egal. Ich habe dann noch mit Engelszungen auf ihn eingeredet, dass wir ab km 41 gemeinsam ins Ziel laufen. Ohne ihn wäre ich doch beim HM gestartet und nicht beim Marathon. Geteiltes Leid ist doch halbes Leid.

Zieleinlauf bei 4:34. Ich habe so gejubelt, als ob ich gerade einen Weltrekord gelaufen wäre!!!

Danke mein persönlicher Kameltreiber……

Rosenknospe

P.S. Strieder, schön das wir uns am Freitag auf der Messe getroffen haben.

5
Gesamtwertung: 5 (5 Wertungen)

Oh wie schön!

Also wenn man einen Marathon mit soviel Trainingspausen ohne seinen persönlichen Kameltreiber bei den Temperaturen so grinsend ins Ziel laufen kann - dann hast du wohl deine Berufung gefunden ;-))

Und "bummeln" finde ich jetzt persönlich gar nicht schlimm. Das habe ich auch...

Wir sind doch zum Spaß da und nicht zur Arbeit, oder?

Schön, dass wir uns getroffen haben!
Herzlichen Glückwunsch!!!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Sie wollte ihn gar nicht laufen - ich schon. :-)

Engelchen, das hast Du großartig gemacht. Und es tut mir im Nachhinein auch nicht mehr wirklich leid, dass ich Dir die Suppe eingebrockt habe, die Du ganz allein auslöffeln musstest. Tolle Leistung! Großes Tennis! :-)

Und nein, ich habe das nicht mit Absicht so gemacht. Vielleicht ist es bei mir auch ein wenig wie bei Strider - ich kann / mag mich nicht so gut quälen und gebe zu schnell auf, wenn es zu früh weh tut. Um so toller, was Du geleistet hast. Gratuliere von Herzen.

„Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Du schon?

Hm, du wolltest den Marathon laufen oder du wolltest, dass sie ihn läuft? *ratlosamKopfkratz*

Es ist besser auszusteigen, bevor es gar nicht mehr geht. Insofern finde ich es total tapfer, dass du deine Liebste vorgeschickt hast. Das zeugt von Sportsgeist.

Und wir beide schaffen es auch mal wieder besser ,-)) War schön euch mal wiedergesehen zu haben (bzw. Rosenknospe zum ersten Mal oder irre ich mich?): Danke fürs "Outen" auf der Messe! Borns sind doch überall ;-))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Ist doch gar nicht so schlecht ...

... dass da wer geschwächelt hat. Jetzt weißte wenigstens fürs nächste mal, dass das sehr wohl auch allein geht.
Glückwunsch!
;-)
PS: logisch reichen 100Wo-km für nen M. Wie viele laufen den mit der Hälfte an Wo-km - dann allerdings vermutlich nicht ganz so gut wie du.

Das nenn' ich mal eine Erfolgsstory!!

herzlichen Glückwunsch zu diesem Superfinish
und zu diesem emotionellen und mitnehmenden blog.
Noch viele solcher Läufe wünsche ich dir.

hibbelige Grüße vom Lurch
der in 10 Tage mit einem ähnlichen Plan auf den Darss fährt.

JogMap Schleswig-Holstein, die Neongelben aus dem Norden.

Tja, was ein echter Hobbit ist.... ;-)

Ich gratuliere dir von Herzen zu dieser Leistung! In 4 1/2 h lächelnd und quatschend ins Ziel, Hammer! Tolles Training da auf Malle und dann mit dem Trainier = ein echtes Geheimrezept. Aber gelaufen bist du ganz allein und zwar fantastisch!

Staunende Grüße von
Tame

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