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Benutzerbild von Schalk

Ich bin auf der kleinen Runde nach der Arbeit unterwegs. Erst mit dem Radl heim, dann schnell die Laufsachen an und los. Gerade 5km weg. Ich laufe 10-20sec. zu schnell auf dem km. Zu schnell für was? Eigentlich nur zu schnell im Vergleich zu dem, was ich aktuell für ein realistisches ldl-Dembo halte. Ich werde es hintenraus noch merken. Wird noch schwer werden.

Vorn sehe ich schon den S-Bahnhof Wuhletal. Bald km6. Gerade fängt "hintenraus" an. Bissl früh? Es ist nicht mehr weit, rede ich mir ein. Nur noch reichlich 14km.

Juttas Beitrag hier fällt mir ein. Motivationsprobleme! Akute Laufunlust! Ist es Zufall? Jutta schrieb ich noch nach jedem großen Lauf in so ein Loch "zu fallen". Irgendwann macht es dann aber wieder Spaß mit dem Laufen.
Stimmt. Aktuell warte ich auf mein nächstes "irgendwann".
Der Philippinenlauf ist ca. nen Monat her. So richtig ist das "irgendwann" noch nicht da. Gut, bis zum nächsten Wettkampf ist auch noch Zeit. Der ist erst am ersten Septemberwochenende. Das was dann kommt, ist allerdings schon ne Hausnummer. Zum UTMB hatte ich mich angemeldet. Laufen wollte ich den erst nächstes Jahr. Losglück habe ich eh nie. Also dann dieses Jahr die Ablehnung und im nächsten Jahr mit doppelter Chance doch gezogen werden. Blöder Weise hatte ich dieses Jahr schon Glück. Ok, dann nicht Tor des Geants (TdG), sondern UTMB. Angemeldet. Zimmer gebucht. Erledigt. Dann nächstes Jahr eben TdG. Auch da ist es schwer mit der Anmeldung. Also dieses Jahr doch auch da angemeldet. Wird schon ne Ablehnung kommen und nächstes Jahr mit doppeltem Einsatz gezogen werden. Ging auch schief. Kam auch ne Zusage. Zwei solche Dinger innerhalb einer Woche geht nicht. Also das geht schon, aber wie? Als Wettkampf? Das geht doch nur schlurfend. Also den TdG nicht bezahlen, nicht laufen und schon paßt das. Und dann kam da diese blöde Bemerkung von nem "Lauffreund" (tolle Freunde!) ;-) vom Double. In den Staaten gibt es auch zwei solche Dinger. Hab vergessen welche beiden. Aber der Virus war da, hab ihn nicht besiegen können. Ok, dann eben beide.
Die Strategie steht auch. Den UTMB ohne Malesche durchkommen und den TdG dann schön sachte angehen. Lang genug ist er ja, dass man sich von jedem Tief wieder erholen kann. Nur Blasen, Zerrungen oder irgend nen Dreck darf man aus dem UTMB nicht mitbringen. Dann kann das gehen. Ich wäre auch nicht der Erste, der beides macht. Also! Nix Unmögliches. Aber schon ne Nummer.

Ich komme dem S-Bahnhof immer näher. Ich mag nicht mehr, könnte einfach so stehen bleiben. Nein! Das geht nicht! Hier schon abbiegen nach Hause geht auch nicht. Wären dann nur 11km. Aber bis hinten durchlaufen und den 20er voll machen? Puh! Die Euphorie hält sich in Grenzen. Bis zur Cecilie laufe ich auf jeden Fall. Dann werden es wenigstens 15km.

Am S-Bahnhof bin ich vorbei. Mir kommen Läufer entgegen. Als sie vorbei sind, realisiere ich mein Grinsen im Gesicht. Das muß schon da gewesen sein, als sie mir entgegen kamen. Sie lächelten jedenfalls beim Vorbeilaufen. Vorher war der Blick angestrengt. 'Hey Schalk! Die strengen sich auch an!' Was heißt hier es läuft sich schwer? Alles Quatschkram. Luxusprobleme. Ich kann in dem Dembo auch 30 oder 40km laufen. Mag sein, dazu müßte ich dann aus der Komfortzone raus, in der ich mich grad befinde. Es läuft wieder. Cecilie. Es geht weiter geradeaus das Wuhletal nach hinten durch.

Juttas Laufunlust geht mir durch den Kopf. Ich habe die doch auch gerade. Wollte ich doch vor Minuten noch die Runde abkürzen - weil ich keine Lust mehr hatte. Gut, der Grund hieß, dass es schwer läuft. Aber jetzt Minuten später hat die Wunderheilung eingesetzt? Waren es nur einfach die Läufer, die mir entgegen kamen? Alles Kopfsache. Nix neues.

Wieder schweifen die Gedanken ab. Der nächste Lauf ist der Rennsteig. Den laufe ich alle mal auch in der Form, die ich in 46 Tagen habe werde. Kein Ding. Ziel ist diesmal "satt und nicht durstig" ins Ziel kommen. Das heißt an jedem VP ausgiebig Futtern und am Bierfleck zwei Bierchen ziehen. Die knallen bei nem vollen Magen ja auch nicht gleich durch. ;-)
Nach fünf mal über den Steich ballern, freue ich mich jetzt über eine ruhige Runde über den Steich. Die letzten fünf mal gehen mir durch den Kopf. Der erste mit Andreas. Beim zweiten Mal auf Anschlag gepokert und höhe Wetterwarte den Preis gezahlt. Der Zieleinlauf dann mit Maecks. War das trotzdem klasse! Die ganzen Bekloppten damals noch mit im Festzelt. BORN war da so ein Stichwort. Das Jahr drauf wieder in den Anschlag, aber rechtzeitig auf Sicherheit gesetzt und heim verwaltet. Beim vierten ging die Rechnung fast auf. 43sec. sollten am Ende fehlen. Maßlose Enttäuschung beim Zieleinlauf, ein Wutschrei und dann doch noch ne lustige Feier abends im Zelt. Der Fünfte paßte dann! Yes! Fünf Anläufe und dann war das 2009 anvisierte Ziel erreicht!

Mittlerweile sind 8km durch. Das Dembo hat sich eingependelt. Es ist jetzt zwar immer noch 5-10sec schneller als Plan, aber eben auch 5-10sec langsamer als auf den ersten 4 bis 5km. Guter Kompromiß. Die km liefen sich einfach so in den Gedanken schwelgend weg. Das Dembo hab ich nicht wirklich wahrgenommen.

Wie motiviere ich mich eigentlich immer? So wie die letzten km! Das ist wie Meditation.
Es läuft nicht so gut? Dann kreiseln die Gedanken zum nächsten Wettkampf, zum Weg dahin, zu dem was bis dahin noch zu erledigen ist, wie der Aufbau aussehen kann, zu vergleichbaren Läufen in der Vergangenheit. Wie liefen die? Wie war die Vorbereitung dafür? Was muß im Vergleich dazu anders gemacht werden? Da vergeht laufend ne Menge Zeit, wenn man sich das durch den Kopf gehen läßt. In der Zeit ist gar kein Platz zum rumheuln!

Zwei Läufer kommen mir ca. 500m vor der Wendestelle entgegen. Schade. Das ist etwas zu zeitig. Bis ich wieder hier bin, sind fünf min weg. Das laufe ich denen auf den knapp 4km bis zum S-Bahnhof nicht ab. Nicht in dem Dembo. Automatisch beschleunigt der Schritt. Als ich es merke, bremse ich wieder ein.
Wende. Jetzt sind es 9,5km bis Heim. Motivation hin oder her. Es gibt keine Abkürzung. Auch jetzt könnte ich eigentlich einfach so stehen bleiben. Allerdings komme ich dann der Heimat nicht wirklich näher. Nicht zielführend. Gehen wäre auch so ne Option. Könnte man machen. Aber dafür tut mir ja gar nichts weh und auch das dauert einfach viel zu lange. Laufen geht - und ist auch irgendwie an dem Punkt, an dem ich gerade bin einfach ziemlich alternativlos. Selbst mit dem Bus würde ich länger brauchen, als laufend. Mal abgesehen davon, dass ich keine Ahnung habe wo hier einer fährt und Geld oder Telefon habe ich eh nicht bei. Das ist hier auch bloß eine kurze, schnelle Runde durchs Wuhletal. Da muß man nicht so nen Tamtam drum machen!

Der Heimweg geht auch immer irgendwie. Da läuft es meist. Geht schließlich heimwärts.

Aber ja, auch ich habe jetzt gerade vier Wochen Luft ans Laufen kommen lassen und ich muß so langsam wieder in Tritt kommen! Fünf Monate noch bis zum UTMB. Mindestens vier richtiges Training sollten schon sein. In der Vergangenheit kam irgendwann der Klick und der Kopf machte wieder mit. Ich hatte eh diese Woche jetzt als Wiedereinstieg und Beginn des Aufbautrainings für das Doppel im Herbst definiert. Die km werden auch gelaufen! Entweder der Kopf mag das von allein auch wieder, oder er wird einfach über die km gezwungen. Klar, anfangs läuft es nicht gleich so, wie man es gewöhnt ist. Das kann auch schon mal etwas frustrieren. Aber nach ein, zwei Belastungswochen kommt nach dem Schmerz und der ersten Erholung direkt im Anschluß auch der erste Sprung nach vorn und spätestens dann kommt auch die Lust und der Spaß wieder vollumfänglich.
Richtig geht das Training zwar erst los, wenn der Biß wieder jeden Tag da ist. Aber das ist nur noch eine Frage von ein, zwei Wochen. Dann läuft es wieder!

Dnake Jutta, fürs Wachrütteln!
;-)

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Jaaaa, Schalk und Jutta,...

...das erlebe ich auch grade nach fast 5Monaten Schxxx-Zeit wegen verletzt und krank.
Die ersten drei Trainingswochen sind durch und es fiel einfach nur schwer und es war zäh und immer wieder war der Gedanke
ans früher aufhören da und doch hab ich mich durchgebissen!
Und nun waren die letzten beiden Läufe relativ fluffig und gefühlt leicht und zu früh zuende,
was ich lange vermisst habe. Vor allem war es schmerzfrei und es war einfach der kleine Lohn, dran geblieben
und daran geglaubt zu haben, dass es wird und noch geht!
Jutta, ich habe auch öfter über Deinen Blog nachgedacht und ich denke, Du wirst Deine Motivation wiederfinden, nur nicht
erzwingen können. Sie ist schon so oft plötzlich wieder aufgetaucht, glaub einfach dran und siehe den Mara nicht als Zwang oder
Druck, sondern als Motivation, als Chance, tun zu können, was Du Dir wünscht!
Und wenn es grade nicht passt, dann ist das halt so, vielleicht passt es morgen oder irgendwann oder für einen schönen Halben, ist doch auch ok! (So wie der Schalk den Rennsteig auf Chillen und Futtern laufen will, schafft der eh nicht, wenn er nicht zwischendurch für andere unterwegs den Glückshasen spielt!!;o))
Lieber Schalk, schreib mal schön weiter, solche Läufe, wo man denkt, das geht nicht und doch läufts, die legen nachher den Schalter im Kopf um! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Oh Spatzele du bist

Oh Spatzele du bist bekloppt!!
Aber das Lieben wir ja so an dir.
Aktuelle Laufunlust, check hab ich auch. Wenn auch auf einem ganz anderen Nivau.
So war ich letztes Jahr schon im absoluten Formtief, nun meinte der Januar mir eine saftige Grippe zu verpassen zu müssen. Kaum hatte ich die einigermaßen Auskuriert, rieß mich eine Freundin bei ihrem Sturz vom Wackelbrett mit um. Ihr ist nichts passiert, aber ich bin mit dem Kopf gegen die Wand geknallt. Gehirnerschütterung mit anschließemden Lagenschwindel. Zum Glück ist jetzt alles wieder gut. Aber die Aktion hat mich komplette sechs Wochen gekostet.
Rennsteig möchte ich schon laufen, den Marathon, zu allem anderen reichts nicht. Aber der steht auch noch beruflich bedingt auf der Kippe. Letztes Jahr lief nicht nur Gesundheitlich alles sch..., sondern beruflich war alles ein Fiasko.
So und jetzt geh ich raus. Versuch mindesten einen 10er am Stück zu laufen ohne stehen zu bleiben. Denn der Rennsteig ruft. Und schließlich muß ich nach dem Lauf noch mit dir hirnlose Lieder singen können.
Hmm, okay ich probiers jetzt mal mit Ostrock, der treibt mich vielleicht besser die schwäbischen Hügel hoch.

Der Reiz des Unmöglichen besteht darin, es irgendwann doch zu ereichen.
Helden gesucht!

Bäh, ich quäl mich auch gerade nicht

Lass halt Tempo Tempo sein und genieße die Tatsache laufen zu können - schmerzfrei.

Die ersten zarten 30-m-Bergansprints habe ich hinter mich gebracht - mit viel Vorsicht.

Letzte Woche das erste Bahntraining im Urlaub - hat meine Enkeltochter mir verkürzt. Hat aber irgendwie Spaß gemacht - so vorne weg zu ballern und am Ende nochmal'n bissl Gas zu geben. 8*600 geschafft. Vielleicht jetzt alle 2 Wochen einmal Tempo versuchen? Und die andere Woche einmal was länger (momentan liegt meine Grenze bei 16-18km)?

UTMB bzw. TDS hatte ich mich nicht getraut zu melden - und danach hab ich halt keine Punkte mehr. Egal, dann halt andere Dinge - verrückt, kein Wettkampf. Vor allem keine 10er - und auch kein Vereins-Laufcup.

Und dann hoffen, dass bis Anfang September wieder nen lockerer M geht - so nach den Einschwimmen und Radeln. Hab dann doch in Silvesterlaune nen WK gemeldet - Triathlon Langdistanz. Da muss man ja nicht schnell sein.

Hey, Linzgaurunner ...

Der Marathon reicht doch auch vollkommen! Wäre toll, wir sehen uns nach langer, langer Zeit mal wieder!
Dann ist auch bissl Zeit zum Schnacken.
;-)
Ein Schalk hat ein neues Ziel - Das Doppel 2017: UTMB+TdG
1. Vorbetrachtungen
2. Training für das Doppel 2017 - UTMB+TdG

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