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Benutzerbild von Forrest120

Im Rahmen der Hamburg Marathon Vorbereitung hatte ich mich zusammen mit einem Freund entschlossen den Berliner Halbmarathon zu laufen. Da mein Freund in Hamburg seine Marathonpremiere feiern möchte, sollte der Lauf einen Anhaltspunkt geben, ob denn ein Marathon überhaupt zu schaffen ist. Bisher waren 16 Kilometer der längste Lauf den mein Freund im Training absolviert hat. 35 Jahre alt, eine Leben lang Sportler, aber eben Handballer, mit einer wirklich mehr als soliden Grundfitness und dann ein Ehrgeiz........., könnte ich mir manchmal eine Scheibe von abschneiden.
Also wie bereits erwähnt,wollen wir gemeinsam den Hamburg Marathon angehen und sämtliche Hinweise auf lange Läufe oder Trainigsumfänge werden ignoriert.

Gut, dann schauen wir mal welche Erkenntnisse den so ein Halbmarathon bringt.

Sonntag morgen um 5:00 Uhr Richtung Berlin. Mußten ja noch zur Startnummernausgabe. Und parken sollte auch schwierig sein. Klar 34.000 Starter wurden erwartet und die müssen ja irgendwo herkommen. Tatsächlich konnten wir aber im Alexa Parkhaus Nähe Start/Zielbereich parken. Keine Ahnung wieso, aber das Parkhaus war und blieb auch fast leer.Also besser kann man bei so einem Event nicht mehr parken. Egal.

Ab zur Starnummernausgabe, zurück zum Auto, umziehen und so waren wir dann gegen 8:30 Uhr startbereit. Starten wollten bzw. mußten wir aus dem letzten Block. Bei tatsächlichen etwas über 34.000 Startern überquerten wir dann um 10:39 Uhr die Startlinie. Offizieller Start un 10:05 Uhr.Unser Plan war eine Sub 2. Loslaufen in irgendwas um die 5:50 und dann, sofern es geht, später beschleunigen. Mir war klar, dass mein Freund eine 5:40 er Pace wenigstens bis 16 Kilometer laufen kann. Insofern kein gewagtes Unterfangen.Aber aus Block F mit einer 5:50 er Pace zu beginnen, ist schon nicht so einfach. Wir hatten ja gefühlte oder auch tatsächliche tausende Läufer vor uns. Und da wurde jede Pace, die die Stoppuhr hergibt gelaufen. An ein gleichmäßiges Tempo war garnicht zu denken.Irgendwie haben wir es aber geschafft nach 2 Kilometern eine 5:49 auf der Uhr zu haben.

Nun meinte mein Freund, dass er dringend zur Toilette muss. Klar, wir sind ja auch schon 10 Minuten unterwegs. Toiletten weit und breit nicht in Sicht und am Straßenrand 100.000 Zuschauer. Optimal. Unter den Linden an einer Baustelle konnte dann das Problem gelöst werden, sodass wir nun bei 3 Kilometern bei einer Durchschnittspace von 6:09 angekommen waren. Durch´s Brandenburger Tor Richtung Siegessäule im Slalom versucht die Pace zu verbessern. Außerdem Augen auf, denn Berlin´s Straßen bieten einige Stolperfallen. Bei 6, 10, 14 und 16 Km waren Versorgungspunkte, die man hinsichtlich des traumhaften Wetters aber hohen Temperaturen auch nutzen sollte. Schnell hatten wir dann die 10 Kilometer erreicht und hatten hier eine 5:49 auf der Uhr. Da wir ja von 6:09 kamen, waren wir im Slalom in irgendwas um die 5:30 unterwegs. Gleichmäßiges Laufen war eh nicht möglich. Weiter Richtung Ku´damm. Bei Kilometer 14 meint dann mein Freund, dass wir jetzt noch so 1 Kilometer in der aktuellen Pace laufen können und dann ziehen wir an. Meine Uhr zeigte 5:25. Anziehen? Ich meinte nur, dass wir die letzte Versorgung noch abwarten und dann schauen wir mal. Bei etwas über Kilometer 16 wurde dann beschleunigt. Ich habe dann meinen Freund laufen lassen. Lagen wir bei 16 Kilometer noch bei einem Durchschnitt von 5:47 hat er dann seinen Durchschnitt noch auf 5:38 runtergeschraubt. War teilweise mit 4:50 unterwegs. Ich war zwar auch mit irgendwas um die 5:10 unterwegs und hatte am Ende eine 5:43 insgesamt, aber der hat mir noch 2 Minuten auf 5 Kilometer abgenommen.Da trainierst du ordnungsgemäß und da kommt so ein junger Bursche und versägt dich. Ehrlich, starke Leistung. Aber ich war auch mit mir sehr zufrieden, da ich es eigentlich momentan nicht für möglich gehalten habe die Pace zu laufen. Und dann war ich auch noch in der zweiten Hälfte schneller als in der ersten. Negativer Split!!! JA, kann ich auch.

Da wir aber, typisch Berlin, mehr als 21,10 km gelaufen waren - 21,70 km, hat es zu einer SUB 2 nicht ganz gereicht. Ich lag ja zeitlich eh leicht drüber. Hat er sich geärgert. Muss er halt wenigstens seine Teenagerblase trainieren. Dann klappts auch mit den Zielen.

Insgesamt ist und bleibt ein Lauf durch Berlin ein Event.Wenn man in der Masse mitläuft oder mitlaufen muss, dann ist ein gleichmäßiges Tempo fast unmöglich. Es macht aber trotzdem Spaß. Kommt eben einfach auf die Erwartungshaltung an. Ist schon faszinierend was da auf dei Beine gestellt wird. Klasse. Das Einzige was mich wirklich gestört hat, waren die Plastikumhänge. Erstens war es warm und zweitens hatten wir Kleidersäcke, in die man eine Jacke hätte stecken können. Kleiderabgabe funktionierte tadellos. Da müssen nicht tausende von Umhängen durch die Gegend geschmissen werden. Überall flogen weiße Plastickumhänge rum. Muss nicht sein.

So und was heißt das jetzt für Hamburg. Tja wir haben eine HM-Zeit gelaufen, die eigentlich eine 4:15 Std. zulassen würde.Wir waren beide nach dem Lauf nicht vollausgelastet.Ursprünglich hatte ich mal eher Richtung 4:30 Std. gedacht, aber der Bursche kann glaube ich garnicht so langsam laufen. Hat auch keine Anstalten gemacht, dass er nicht weiter könnte.Ich habe auch darauf hingewiesen, dass Marathon nun doch was anderes ist, aber wir haben uns jetzt tatsächlich auf eine Anfangspace von 6:03 geeinigt, was im Idealfall ja eine 4:15 wäre. Wenn das funktioniert und der Bursche mir möglicherweise bei 38 Kilometer erzählt, das wir jetzt langsam in die Endbeschleunigung gehen können, dann heule ich. Allein der Glaube fehlt.

Bin gespannt.

Euch weiterhin ein schönes Laufjahr.

Grüße
Stefan

4.666665
Gesamtwertung: 4.7 (3 Wertungen)

Ich will dir ja keine Illusionen rauben

aber jeder Halbmarathon ist länger als 21,1. Liegt einfach daran, dass man die Strecke lieber länger macht, bevor sie zu kurz ist! In Freiburg hatten wir ohne Slalom zwischen 21,39 und 21,72km - mit den gleichen Uhren nebeneinander laufend!

Ansonsten deckt sich deine Berlin Erfahrung mit meinen beiden Starts von 2011 und 2012. Bestzeitenfähig nur wenn man ganz vorne oder ganz hinten läuft. Damals waren es nur 29 000, meine ich, aber das war schon zu viel. Immerhin scheinen sie die VPs besser im Griff zu haben, das ja was.

Und nimm den Jungspund an die Leine. Halbmarathon ist nicht Marathon ;-)) Viel Erfolg in Hamburg! Geht die 4:15 ruhig an, das packt ihr.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Also bin auch schon 21,1 gelaufen.

Meine Aussage kam nur daher, da ich ja die Erfahrung schon beim Berlin Marathon gemacht habe. In Deutschland gibt es nicht viele Städte die so breite Straßen wie die in Berlin haben. Wenn man da auf der falschen Seite läuft hat man schon mal schnell von einer zur anderen Kurve 50 Meter mehr. Aber egal.

Ich fand allerdings, dass obwohl es weniger Teilnhemer waren als beim Marathon, es deutlich enger war. Keine Ahnung. Naja und Verpflegungspunkte war zwar wirklich ok, aber warum man bei 14 und 16 einen gemacht hat und danach nicht, entzieht sich auch meiner Kenntnis. Trotzdem war es bei schönstem Wetter ein netter Lauf.

Und meinen Jungspund einbremsen, mal sehen. Ich hab ehrlich keine Ahnung was mich da erwartet. Ich guck mal ob ich da so eine "Leine" bekomme, die man kleinen Kindern beim Skifahren umhängt. Seine Aussage war, dass es am Ende schon recht schnell war, aber bei einer 6er Pace und einem 125er Puls wäre alles ok. Wäre ja dann 4:15 Std. So richtig kann ich mir hier nicht vorstellen, dass da ab 30 KM ernste Probleme kommen. Ich weiß aber nun mal, dass der Spass erst da los geht. Naja wir probieren es aus. Bis zum 23 . April werden bestimmt auch noch mal insgesamt knallharte 50 Kilometer trainiert. Ich bin gespannt.

Ich für meine Begriffe muss natürlich ordnungsgemäß weiter trainieren, damit nicht ich zum Sorgenkind werde. Irgendwie anders aufregend.

Bis dahin.

Grüße
Stefan

irgendwie anders aufregend

ist eine schöne und passende Formulierung ;-))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Da erinnere ich mich an meine ersten ...

... Berlin-Marathon: Letzter Startblock und mit ner 4:30er Pace das Feld von hinten aufgerollt. Ich bin damals immer schön Links auf dem ca. 10cm breiten Bordstein gelaufen. Da kam man ganz gut durch. ;-)
Ja, der HM soll noch voller sein. Aus einem vorderen Startblock sind das aber wirklich nur die ersten Meter bis etwa zum Berliner Dom. ab da kann man dann eigentlich sehr schön sein Dembo laufen. Klar, da ist man ja auch mit Leuten unterwegs, die eine ähnliche Pace laufen...
Ich wünsche euch viel Spaß in HH! Keine langen Läufe. Kann man machen, kein Ding. Aber ich gebe dir völlig Recht, dass es ab km 30-32 schon spannend werden wird - vor allem was der Kopf dann daraus macht.
;-)

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