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Benutzerbild von Sirius

Es läuft wieder. Ich laufe wieder. Ich habe ja nie ganz aufgehört. Einmal in der Woche habe ich es meistens geschafft, wobei allerdings Strecke und Geschwindigkeit erheblich nach unten gingen. Nach dem Hamburg-Marathon 2015 sorgten berufliche Turbulenzen dafür, dass ein regelmäßiges Training einfach nicht möglich war. 2016 sollte dann wieder ein Marathon folgen. Ich war auch schon wieder bei 25 Trainingskilometern am Stück. Doch dann folgten private Turbulenzen elterlicherseits, so dass das Laufen wieder zurückstecken musste.

Nun ist alles wieder im Lot. Die Strecken werden wieder länger, das Tempo geringfügig höher und vor allem: Es bringt wieder Spaß. Ein Ziel ist auch schon ausgemacht: Anfang September ist der 1. Koblenz-Marathon fest in unsere Urlaubsplanung eingebunden.

Diese Woche ist auch schon Urlaubswoche. :-) Vier Laufeinheiten sind eingeplant. Heute morgen ging's schon um 8.00 Uhr los. Für meine Verhältnisse ist das früh. Man könnte fast sagen: nachts. Und es wurde interessant.

Ich lief ein Teilstück auf einem Wirtschaftsweg, der in einen Wald hineinführte. Ca. 100 Meter vor mir sehe ich, wie drei ausgewachsene Wildschweine von links angerannt kommen. Ich denke, es sei Zeit, mal eine kleine Pause einzulegen und halte an. Die Tiere kreuzen meinen beabsichtigten Weg, halten ihrerseits an und schauen in meine Richtung. Ich schaue auch, und zwar nach irgendwelchen Möglichkeiten für den Fall des Falles. Ich bin eigentlich kein ängstlicher Typ aber vor Wölfen und Wildschweinen habe ich einen gewissen Respekt. Erkletterbare Bäume sind nicht in der unmittelbaren Nähe. Ca. 100 Meter hinter mir steht ein Windrad, davor ein grüner Blechkasten für die Technik. Darauf könnte ich mich vielleicht in Sicherheit bringen. Ich gehe langsam zurück, ohne die Borstentiere aus den Augen zu lassen. Sie laufen weiter nach rechts auf ein Feld. Jetzt sehe ich, dass ihnen noch 7 oder 8 Frischlinge folgen. Das Gewusel ist aus der Entfernung niedlich anzusehen. Als sie aber nach 50 Metern erneut stoppen und nochmals zu mir blicken, finde ich den grünen Technikkasten niedlicher. Da will ich hin. Und zwar schnell. Ich lege einen kleinen Spurt ein, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob mein Vorsprung gereicht hätte, denn die Schwarzkittel sind - wie ich jetzt mit eigenen Augen gesehen habe - verdammt schnell. Aber sie haben wohl Besseres zu tun und jagen im Schweinsgalopp weiter in die andere Richtung. Mit den Kleinen im Schlepptau ist das ein toller Anblick.

Wildschweine sind ja nachtaktiv. Den heutigen Lauf trage ich mir als Nachtlauf ein.

Gruß

Sirius
...der jetzt auch mal nachts rennt.

5
Gesamtwertung: 5 (7 Wertungen)

Einen gewissen Respekt...Soso

Also ich hätte die Hosen gestrichen voll in so einer Situation. Wie gut, dass das glimpflich ausgegangen ist.

Tröstlich übrigens zu lesen, dass es doch irgendwann wieder läuft, auch wenns länger oder mehrfach turbuliert. Dann hoffe ich mal, dass auch für mich irgendwann mal wieder geregeltere Zeiten hereinbrechen (und Motivation vom Himmel fällt).

Viel Spaß in Koblenz!
Viele Grüße, WWConny

:-) )))

Ohha! Das Gefühl kenne ich, habe es leider auch schon erlebt. Ich war mit Töchterchen und Hund laufend unterwegs, als eine Bache mit ihren Frischlingen unseren Weg kreuzte. Auch hier weit und breit nichts, um sich in Sicherheit zu bringen. Wir waren starr vor Schreck! Ich betete innerlich nur, dass sich unsere Schäferhündin zurückhalten möge. Tat sie auch, Gott lob! Die Rotte zog von dannen, wir trabten sehr langsam nach Hause zurück, mit Puls am Anschlag;-)
Jetzt haben wir das Wolfsproblem direkt vor der Haustür. Jaja ich weiß, sie greifen im Normalfall keine Menschen an. Fragt man sich nur, warum sie dann ständig unser Dorf aufsuchen. Um Schafe zu streicheln und Hallo zu sagen?;-))

Mal im Ernst, wie verhalte ich mich richtig, wenn plötzlich ein Wolf vor mir steht? Krach machen, aber wie? Ist es sinnvoll, eine Trillerpfleife dabeizuhaben? Oder ist es besser, sich totzustellen?

Dir wünsche ich weiterhin schöne Läufe, und dass du wieder richtig in die Gänge kommst!


Lieben Gruß
Tame

So ne Schweinerei

hatten wir auch schon im Wald, allerdings mit Überläufern und nicht mit Frischlingen im Schlepp. Die Sauen waren gar nicht an uns interessiert, zum Glück. Und so viel ist sicher, das Rennen verliert jeder 2Beiner, die bollern auch durch Zäune, wenn sie in Fahrt sind.
Und die Wölfe, die mir beim Laufen begegnen, lassen sich gut mit Melkfett besänftigen ;o)

LG,
Anja

Ich habe ja keine Erfahrung mit Wölfen -


denke aber, dass das persönliche Auftreten ausschlaggebend ist. Ich denke, das wölfe ähnlich reagieren wie Hunde. Bei Hunden habe ich gute Erfahrungen mit energischem Auftreten
gemacht, Ausfallschritt nach vorne, ausgestreckter Arm und ein lautes "Geh weg" haben schon oft geholfen. Aber wie gesagt, ich war noch nie in einer Situation mit Wolf. Finde Wildschweine mit Frischlingen aber wirklich gefährlich, da weiß man nie, wie die reagieren.

LG Iris

Danke

"Wildschweine sind ja nachtaktiv. Den heutigen Lauf trage ich mir als Nachtlauf ein." 5 Sterne für diesen Spruch, you made my day! :-)

der mit dem Schwein rennt ;-))

Ich habe mich zu meinen Berliner Zeiten mal auf ein Klettergerüst gerettet als eine Horde Wildschweine den Spielplatz kreuzte.....

Wölfe haben wir hier nicht, bin nur mal fast über einen Fuchs gefallen.

Dass mit dem Nachtlauf gefällt mir!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Schweine

sind meiner Ansicht, insbesondere mit Frischling, die gefährlicheren Lauftreff´s. Wölfe hauen ab, ob mit oder ohne Ausfallschritt - wir sind nicht deren Beuteschema. Das Borstenvieh dagegen meint wir mögen vlt. eines der Jungtiere vernaschen. Ich glaube kaum, dass du den grünen Kasten erreicht hättest... Ruhig stehen bleiben und nix tun ist meiner Ansicht das Beste.
Don - dem der Schwarzkittel auch des Öfteren übern Weg läuft

Mal läuft´s und mal läuft´s besser.

Bei Wölfen würde ich meine

Bei Wölfen würde ich meine Hundetaktik anwenden: Anhalten, ruhig verhalten, nicht in die Augen gucken aber das Holzauge wachsam sein lassen. Bei Gelegenheit werde ich berichten, ob's geklappt hat. Falls nicht, berichte ich auch nicht.

Gruß

Sirius
...der lieber ohne Wolf rennt.

Nachtrag:

Es bestand keine Gefahr.

Ein Arbeitskollege - seines Zeichens Jäger - ist der festen Überzeugung, dass die Rotte, wenn ich weitergelaufen wäre, vor mir reißaus genommen hätte. Wildschweine seien nur dann gefährlich, solange die Jungen noch nicht laufen können und man ihnen dann zu nahe käme.

Ich würde aber trotzdem nach einem Baum Ausschau halten.

Gruß

Sirius
... der auf den Baum rennt.

Danke Sirius!

Das sind doch schon mal beruhigende Worte.....für den Fall, dass mal kein Baum in der Nähe sein sollte :-)

Lieben Gruß
Tame

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