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Benutzerbild von Tigerkätzle67

Für das Event in Hamburg habe ich soviel getan. Nahm beim Linz Triathlon, Erding Triathlon und sogar bei einer der härtesten Triathlon in Ottobeuren teil. Eigentlich war für mich nur der Stadttriathlon Erding wichtig, weil die Streckenbeschaffenheit ähnlich der von Hamburg war. Ottobeuren nahm ich dann wegen dem Team teil – Pflichtteilnahme für unseren Verein! und …. Ein zusätzliches Training natürlich. Da gab es auch noch diese Zeitkarenz von 3:30:… Da dachte ich mir nur, wenn ich den in Ottobeuren auf 3:30 schaffe, dann klappt es auch mit Hamburg. Den Bericht kennt ihr ja schon. War eine Katastrophe und doch wieder ein Erfolg. Die Bilder machte unser Allgäuer Fotograf Alwin Zwibel, der tatsächlich bis zum Schluss auf mich wartete, während von unserem Verein fast keiner mehr auf mich schaute – nur die wenigen, die ich erwähnte. Alwin Zwibel sagte mir mal, er fotografiert gerne die Leute die interessant sind, keine Profis, sondern die Leute mit Emotionen und Kampf in ihren Gesichtern zu lesen ist und am Ende die Freude anzusehen ist, wenn sie es schafften.


„Alwin – immer zur Stelle mit seiner Kamera. Was für mich der Sport ist, ist für ihn das Fotografieren“
„Alwin – in Action“

Dennoch war ich mir unsicher, vor allem weil ich ja auch ein paar körperliche Differenzen hatte. Ich stand etwas auf dem Kriegsfuß was mein Körper anging.

Ich wollte ein Mietrad in Hamburg anmieten, denn mein Rad mit dem Flieger wäre mir zu aufwendig gewesen. Leider wurde daraus nichts. Wahrscheinlich sind kleine Räder für meine Körpergröße von gerade mal 163 cm nicht genügend vorhanden, was für mich ein Problem darstellte. So googelte ich, wie ich – abgesehen mit dem Flieger – mein eigenes Rennrad nach Hamburg transportieren könnte ohne viel zu verstellen. Zuerst kam mir die Idee, das Rad meiner Freundin Ewa aus Ottobeuren mitzugeben, denn wir hatten diese verrückte Idee in Hamburg zu starten gemeinsam. Sie wollte mit dem eigenen PKW hinfahren – ich mit dem Flieger hinfliegen. Dummerweise hatte sie bei einer Trainingsfahrt mit ihrem Rad eine Woche vor dem Ottobeuren Triathlon einen schweren Radunfall. Ihr sprang ein Hase ins Vorderrad bei 80 km/h. Sie hat sich mehrfach überschlagen und blieb regungslos auf der Wiese liegen. Zum Glück war sie nicht alleine, ihr wurde sofort geholfen und sie hatte Glück im Unglück, der Hase nicht. Für Ottobeuren Triathlon nahm sie trotz ihrer Verletzungen noch daran teil, aber für Hamburg hat es nicht mehr gereicht. Sie musste operiert werden und dann war erst mal für sie Pause angesagt. Also musste ich alleine in Hamburg starten, was für mich noch mehr Angst bereitete.
Einige Vereinskollegen meinten sogar, wow in Hamburg? Da starten doch nur die Guten. Da war meine Freude wieder dahin und ich überlegte mir, ob es nicht doch wahnsinnig war von mir, mich dort für den Triathlon anzumelden. Aber da die Meldegebühr nicht gerade billig war, musste ich nun da durch. Ein bisschen mehr Motivationszuspruch hätte ich von meinen Teamkollegen schon gewünscht. Aber ich gewöhne mich langsam daran. Ich bin eben nur eine Gewöhnliche die nie für den Verein auf den Podest stehen kann. Und wenn ich auf dem Podest stehe, interessiert es sie auch nicht wirklich. Aber letztendlich tu ich es für mich und für niemanden anderen und Podest hin oder her – ich habe Spaß und das zählt. Mittlerweile ziehe ich auch immer mehr meiner Kollegen in meinen Spaß-Bann, die das dann irgendwann so nebenbei erwähnen, das sie es an mir toll finden.


Ewa …. Gemeinsam nahmen wir am Allgäu Triathlon Immenstadt 2015 teil. Der härteste – neben dem Ottobeuren, aber auch der Schönste. Es ist einer der ältesten Triathlon im Allgäu – Kult! Seit 1987


Ewa und ich – oft zusammen unterwegs. Sie ist eine bessere Triathletin, ich eine bessere Läuferin. Sie zeigte mir 2016 wie ich mein schwimmen verbessere und ihr ihr das bessere Laufen. Wir profitieren gegenseitig voneinander.
Am Baggersee Attenhausen bei Ottobeuren. Gemeinsames Schwimmtraining im See….

Nach längerem googeln fand ich Hermes Versand, die auch Fahrräder transportieren. Man musste nichts am Rad verstellen, was für mich Priorität eins ist. Also machte ich da gleich mal den Versand klar. Damit es auch sicher in der Veranstaltungswoche ankommt, habe ich ein paar Tage mehr dazu geplant. Als der Hermes Bote kam und mein Rad mitnahm schaute ich diesem noch mal wehmütig nach und hoffte nur, das alles gut geht. Man kann ja nie wissen wohin nun die Reise des Rades ohne mich wirklich geht. Habe schon schreckliche Dinge gelesen…..
Mein Rad kam tatsächlich heil in meinem Hotel in Hamburg an – einen Tag vor mir. Das Hotel hatte ich zuvor informiert und so wussten sie auch Bescheid. Als ich im Hotel eintraf, sah ich schon mein Rad seitlich im Gepäckablageraum stehen. War ich glücklich mein Rad wieder zu haben.
Die Tage bis zum Wettkampf am Sonntag verbrachte ich mit einer Rennrad Streckenabfahren Tour, einer kleinen Stadtbesichtigung und vor allem viel auf der Expo herum lungern.


Mein Rad an den Landungsbrücken
An den Landungsbrücken – kurzer Stopp bei meiner Radausfahrt
Ziel wird aufgebaut

Expo am Jungfernstieg

Ich beobachtete den nach und nach Aufbau für das Triathlon Wochenende. Freitag und Samstag wurde dann auch noch Testschwimmen in der Binnenalster Anhöhe Lombardsbrücke angeboten. Das machte ich natürlich an beiden Tagen mit, vor allem weil ich erst mal ins Wasser musste. Das Wasser – genau gesagt die braune eklige Brühe – hat mich ja nicht wirklich ermutigt. Da dachte ich schon meine Wasserpflanzenphobie sei das Schlimmste. Ok – mittlerweile ist es immer noch das Schlimmste, denn die Brühe habe ich recht gut weggesteckt. Nur beim ersten Testschwimmen hatte ich einen kleinen Zusammenstoß – mit meiner Phobie Alge. Da griff ich in so ein Gras oder ähnliches – iiiiihhhh, Hilfe dachte ich nur… plansch, plansch, seufz, bekam mal wieder keine Luft vor Panik….. grässlich. Ich dann nach ein paar Sekunden dieser Attacke schnell mich gefangen und umgedreht und raus aus dem Wasser. Da war es um mich schon geschehen. Die Brühe ist nicht das Problem, sondern immer noch das Gemüse darin. An diesem Tag ging ich nicht mehr rein. Am nächsten Tag wollte ich es noch mal wissen, aber diesmal bin ich es anders angegangen. Ich bin einfach den anderen hinterher geschwommen und nahm die Hände nicht zu tief nach unten, sondern so wie es sich eigentlich gehörte Ellbogen nach oben und angewinkelt durchs Wasser nach hinten drücken. Das hat dann ganz gut geklappt. Ewa gab mir per WhatsApp den Tipp, nachdem ich ihr geschrieben habe, das ich nicht schwimmen kann. Kein Algenkontakt, doch wie wird es am Sonntag werden – war nur noch meine einzige Sorge.


Hier Testschwimmen

Nach dem Testschwimmen schaute ich noch den Start der Volksdistanz Teilnehmer an. Wahnsinn – die DLRG hatte sehr viel zu tun. Alle 3 Minuten fischten sie einen Schwimmer der nicht mehr konnte etc. heraus. So oft habe ich noch nie Einsätze bei einem Wettkampf gesehen wie an diesem Tag.


Schwimmen Sprintdistanz – 500m

Radstart Sprintdistanz – 20 km

Endlich kam mein Tag X! Sonntag früh hörte ich es schon plätschern – es regnete und nicht wenig. Danke sagte ich mir so nebenbei. Dann rasselte auch der Wecker schon, ich musste aufstehen. Ich hatte auf einmal gar keine Lust dazu und blieb noch ein paar Minuten liegen. Doch all zu lange durfte ich nicht verweilen, also schmiss mich mein anderes Ego einfach aus dem Bett.
Ich hatte mich dann soweit fertig gemacht und doch schaffte ich es mal wieder so zu trödeln, dass ich um eine halbe Stunde hinter meinem Zeitplan stand. Aber zum Glück ist dies auch schon einkalkuliert.
Vor dem Frühstück bereitete ich das Rad vor. Da es regnete habe ich die Nummern für´s Rad und Helm einfach noch mal mit Tessa bestückt, damit das Papier bei Regen auch stabil hält und nicht aufweichte. So klebte ich die Teile gleich mal an den Helm und an das Sattelrohr. Meine Gels klebte ich mit Krepp an meinem Trialenker und eins am Oberrohr Rahmen. Dann noch zwei Flaschen in die Halterung – eins mit Wasser und das andere mit ISO befüllt und fertig. Dann ging ich Frühstücken.

Viel gefrühstückt habe ich nicht, weil mir irgendwie gar nicht danach war. Ein Semmel und ein wenig Joghurt und ganz wichtig aber – der Kaffee. Danach ging ich dann mal los.

Mein Hotel lag nicht weit vom Start – 10 min zu Fuß nur. Check-In verlief relativ schnell, doch dann – die nächste Panik beim Reifen aufpumpen. Eigentlich waren meine ja noch hart, aber ich gehe immer auf Nummer sicher, ich wollte die volle Dosis an Luft haben – 9 bar. Also nahm ich die Pumpe und irgendwie machte die Pumpe das Gegenteil. Sie lies Luft raus aber keins rein. Aaaaaahhhhh, dachte ich nur und wurde ganz nervös. Ein anderer Teilnehmer half mir, doch auch er merkte, dass die Pumpe wohl defekt sein müsste. Also ging ich an den anderen Herren ran mit einer anderen Pumpe und der half mir noch mal. Endlich – die Luft war wieder drin….. puuuuuhhh. Ich suchte mein Radplatz auf und musste dann feststellen, das ich nur den Platz P aufsuchen musste und dann in dieser Reihe mein Rad irgendwo reinstellen konnte. Es gab keine spezielle Radnummer-Platz. Klasse. So stellte ich mich genau so rein, das ich einen Anhaltspunkt beim schnellen auffinden hatte. Gegenüber vom Alstertor Banner. Von weitem gut zu sehen – ein großer grüner Banner. Der Regen hatte aufgehört und ich stand genau in einer Pfütze. War mir aber irgendwie egal. Hauptsache gut aufzufinden ohne lange suchen. So bereitete ich alles vor und war auch recht schnell fertig. Dann musste ich wieder den langen Weg zurück wie ich rein gekommen war um zum Schwimmstart zu gelangen.



Mein Radplatz….

Die lange Meile zur Wechselzone

so…. Fertig …. Nun zum Start….

Meine Kopfschmerzen waren immer noch meine Begleitung, aber es war mir egal. Zwar dachte ich mir noch so, hätte ich doch nur was eingenommen, aber wiederum wusste ich, dass ich so was am Wettkampf nicht vertrage. Also lieber den Schmerz ertragen und hoffen, dass sich das Ganze noch entspannt.

Dann ging es langsam los. Wir wurden in den Schwimmstart eingecheckt und gingen ins Wasser. Ich war mal wieder nicht so begeistert – die Brühe ……. Aber was tut man nicht alles um eine Finisherin beim Hamburg Triathlon zu werden. Also Augen zu und rein.

Das Wasser war nicht sonderlich warm – nur 19 Grad. Trotz Neopren kühlten sich die Hände und das Gesicht sehr schnell ab, so dass wir schon ganz ungeduldig auf den Start waren. Dann ging es los.
Ich kraulte komplett meine Strecke – und hamma was mir da alles so nebenbei durch den Kopf ging. Ab und zu sah ich beim auftauchen mit dem Kopf nach hinten und sah noch einige der weißen Badekappen. Da wusste ich das ich nicht die Letzte bin. Dennoch, ich durfte nicht nachlassen. Eine ganze zeitlang kraulte ich neben einem anderen Herren her, er hatte einen merkwürdigen Stil drauf. Mal kraulte er, dann ging er auf Rücken, dann wieder seitwärts und Brust und wieder kraul. Nach der Wende verlor ich ihn dann aus den Augen – er lies nach und ich schwamm konstant mein eigenes durch. Ich war natürlich nicht schnell, aber ich war auch nicht aus der Puste und genau darauf habe ich geachtet. Schließlich habe ich nach dem Schwimmausstieg 900 m zum Radplatz zu laufen. Da könnte ich dann schwächeln. Endlich kam ich durch den dunklen Tunnel. Der war meiner Meinung nach gar nicht so dunkel. Vielleicht unter Wasser – aber das sehe ich ja nicht. Wegen der Pflanzenphobie mache ich grundsätzlich während des schwimmen die Augen zu, damit ich auch nichts sehe. Ich bezeichne es als blinzeln. Augen zu unter Wasser und auf bei Luft holen. Funktioniert super. Dann kam ich schon an den Ausstieg und zwei Hände links und rechts halfen beim Ausstieg. Wie in Trance lief ich die Treppen hoch und am blauen Teppich entlang bis hin zum Radplatz.


da mussten wir durchschwimmen


da mussten wir alle am Ende durch schwimmen …. Unter den Jungfernstieg Brücke. Da geht’s ins Ziel


Endlich geschafft…..

Wie schon gesagt – ich hab mein Rad sehr schnell gefunden durch den grünen Banner gegenüber. Aus dem Neo war ich auch sehr schnell draußen und der Rest ging dann wie von selbst. Irgendwie total fokussiert. Ich war nur erstaunt, dass der Typ neben mir noch genug Zeit für sein Handy hatte. Wollte wohl Runtastic einschalten – lol. Habe zumindest es gesehen auf dem Display. Ich schnappte mir nur mein Rad und lief damit zur Radstartlinie. Dann ging es los.

Die Strecke kannte ich ja schon größtenteils durch mein Radeltag am Donnerstag. Die Sonne zeigte sich auch schon viel besser und ich wusste, es wird ein schöner Tag. Die Radstrecke war nichts besonderes, etwas wellig – nicht ganz so flach. Da war Erding flacher. Der Wendepunkt kam relativ schnell, aber ich wusste nicht wie schnell ich selbst gerade unterwegs war. Ich lies es einfach laufen und rechnete so meine Zielzeit aus. Ich hoffte das ich für Rad nicht länger als 1:30:00 benötigte und am Ende eine Zielzeit von 3:28:… irgendwie will ich es nicht genau auf 3:30:.. machen, sagte ich mir. Aber letztendlich, wenn ich es nicht schaffen sollte, so habe ich trotzdem die Medaille – nur keine Urkunde. Ach ja, was für Gedanken ich immer wieder habe während des Wettkampfes. In der zweiten Runde sah ich einen Teilnehmer vom Rettungsdienst behandeln. Muss wohl übel gestürzt sein. Ich warnte mich dadurch und sagte mir, riskier nicht alles, bleib cool und gelassen aber konzentriere dich. Dann sah ich auf der anderen Straßenseite jemand wie er seinen Hinterradreifen wechseln musste. Ohje, aber auf der zweiten Runde wollte ich nochmals alles geben. Erste Runde etwas Kraftsparend, zweite dann noch eins drauf legen. Ob es geklappt hat wusste ich bis dahin noch nicht, aber mit meiner Endzeit für Rad mit 1:23:00 war am Ende voll zufrieden.

Dann ging es in die Wechselzone. Dort hatte ich es nicht so weit hin. Also wieder alles abstellen, Helm runter, Nummer nach vorne und Schuhe wechseln. Ich überlegte noch, was ich sonst noch so brauchte, …. nichts. Also los ging es. Die lange Straße auf dem blauen Teppich wieder entlang wo wir vom Schwimmen kamen. Nur ca. 100 m weniger. Dennoch war ich erstaunlicherweise schnell vorne über die Zeitmatte gelaufen. Ich schaute kurz auf die Uhr und sie zeigte was von 4 Minuten rum an. Die Strecke führte uns an der Außenalster entlang und dann wieder zurück. Die ersten 2-3 km gingen noch ganz gut, merkte zwar das ich etwas zu schnell bin, aber wollte mich nicht drum kümmern. Doch dann passierte es, der Kreislauf brach zusammen. Es drehte sich alles um mich herum. Abrupt blieb ich kurz stehen, verschnaufte in gebückter Stellung und ging dann ein paar Schritte um den Puls herunter zu bekommen. Ein anderer Teilnehmer bemerkte dies und fragte ob alle ok sei. Ich dann, ja geht schon…. Muss nur kurz verweilen. Es erholte sich langsam und ich lief wieder los. Ich musste mich da mal wieder selbst loben über meine Selbstbeherrschung und nicht auf biegen und brechen was zu erreichen. Schließlich gewinnt man nichts, wenn der Körper anders denkt als man selbst. Die paar Sekunden oder Minuten reißen nichts raus, aber wenn ich umkippe ist alles verloren. Also ist immer in so einer Situation Vernunft angesagt. Ich sagte mir nur noch eins – nichts übertreiben, mach so wie es geht. Wenn es nicht 3:30…. wird, vielleicht lassen sie ja 1 oder 2 Minuten trotzdem noch durch. Jetzt galt es nur ins Ziel zu kommen. Ich bekam dann meinen Schritt wieder und der Kreislauf stabilisierte sich auch wieder. Kilometer für Kilometer kam ich dann meinem Ziel näher, dabei überholte ich sogar noch den einen oder anderen Läufer. Aber das hat da nicht viel zu sagen….. da es mehrere Startblöcke gab mit jeweils 7 Minuten abstand….


Immer ein Lächeln übrig….


Ziel vor Augen ….

Endlich – ich kam immer näher, man hörte das Publikum und den Moderator. Dann ein geiles Schild „Jetzt aufgeben wäre auch blöd“. Ich musste dabei grinsen und stimmte diesem Spruch zu. Dann kam die Zielgerade und wollte meine typische Zielfreude zeigen, doch das vermasselte mir dann eine Staffelgruppe, die mich von hinten überrumpelten und sie mir dann mein grandiosen Zieleinlauf stahlen. Händchenhatlend liefen sie an mir vorbei, die eine hätte mich beihnahe sogar umgerannt und in mir stieg nur noch Wut auf. Ich wusste noch nicht mal, ob ich ein Zielfoto bekomme, weil die Staffel mir voll in die Front liefen.

Also bin ich nur ganz gewöhnlich durchs Ziel gelaufen und hatte wenigstens das runde Metall Namens Medaille erreicht. Als ich dann auf meine Uhr endlich drauf schaute, hatte ich eine 3:20:48 und ich war happy. Ich konnte es gar nicht glauben und dachte noch so, das ich sicher noch 5 Minuten dazu zählen muss, da bei mir der Auto-Stopp nicht deaktiviert war. Sicher – ich habe dafür 4 Minuten früher die Uhr gestartet beim schwimmen und da gibt es kein Autostop. Als ich dann die Ergebnisse sah, hätte ich es nicht geglaubt wenn mir das einer gesagt hätte. Ich erreichte eine Zeit von 3:19:54 . Ein Traum ging in Erfüllung.


Ewa schickte mir gleich meine Ergebnisse – sie hat es verfolgt und drückte mir alle Daumen …..


Mein Finisher Foto ….. zum ersten Mal das ich in die Medaille biss….


In der Erdinger Alkoholfrei Longe sich erholen, ein Alkoholfreies genießen und anschließend eine Massage.

Das ich mal wieder im Zielbereich hinkte, weil der Fuß mal wieder schmerzte – wie immer in den letzten Monaten – bemerkte ich noch nicht mal. Ich war einfach nur happy. Einige andere Finisher fragten nur, ob ich mich verletzt hätte – da kam nur eine knappe kurze Antwort von mir „ist eine alte Verletzung“.
Ich wollte es einfach nur genießen und nichts sollte das nun zerstören, auch nicht mein Fuß, der mittlerweile wie schon im vorherigen Bericht geschrieben operiert ist und ich heute schon wieder im Trainingsaufbau bin.

Stunden später schaute ich noch das Profi-Rennen an und das war sensationell. Danach ging ich in die Hamburger Altstadt und genoss alles was das Herz begehrt – vor allem ein Aperol Spritz….. Mein Satz – das hat man sich verdient.

Am nächsten Tag war meine Heimreise und da war ich wohl immer noch in dem Finisher-Bann, denn ich ließ meinen Triathlonrucksack in der U-Bahn in Richtung Flughafen liegen, musste diesem hinterher fahren und verpasste somit meinen Flug. Aber ohne meinen Rucksack wollte ich nicht heimreisen. So nahm ich die Alternative – den Fernreisebus. Die stressigste Heimreise überhaupt. Mach ich auch nie wieder.


Rucksack wieder bekommen, aber Flieger weg. Egal – ich war sowieso noch in Happy-Stimmung.

Nun bin ich eine Finisherin von Hamburg Wasser Triathlon, einer der Weltgrößten Veranstaltungen. Vielleicht mache ich nächstes Jahr dort noch mal mit, aber erst muss meine Kondition und vor allem meine Motivation wachsen. Zur Zeit ist es etwas schwer – seit der OP. Aber viele meiner Freunde sagen – „das schaffst du schon, du bist eine Kämpfernatur. Du hast noch nie aufgegeben und wirst das auch nicht“. Schön das man Freunde hat, die an einen glauben.

Eigentlich wollte ich nach dem Hamburg Triathlon aufhören und mich dem Fuß widmen. Konnte ich aber nicht sofort. Ich quälte mich sogar noch durch zwei Halbmarathons und einige 10er Läufe so wie noch einen Staffel-Triathlon beim Allgäu Kult in Immenstadt und zum Abschluss durch den Nikolauslauf. Zwei Tage später war dann meine OP.


Allgäu Panorama Halbmarathon Sonthofen


Zieleinlauf Allgäu Panorama Halbmarathon


Zieleinlauf Staffel-Triathlon.


Gemeinsam ins Ziel beim Staffel-Triathlon Allgäu Kult Immenstadt


Wir erreichten den 3.Platz Team Mixed Staffel.


Start beim Buxachtal Lauf Oktober 2016


Zieleinlauf Buxachtal Lauf
Drei-Länder-Halbmarathon Lindau-Bregenz Oktober 2016. Der Spaß war immer mit dabei.


Zieleinlauf …..
Hart erkämpft…..


Start Nikolauslauf
Auf der Strecke – da bekam ich dann Probleme mit dem Unterschenkel…. Und quälte mich die letzten 4 Kilometer ins Ziel.
Und dennoch erreichte auch ich das Ziel – zwar eine misserable Zeit, aber gefinished.

Das Jahr 2017 bleibt noch etwas offen mit Events. Geplant und Wunsch ist wieder der Triathlon in Erding. Im März nehme ich zum zweiten Mal beim Schwimmcamp Immenstadt teil, wo ich die Technik richtig gezeigt bekomme. Da war ich auch schon im November 2016. Dann hoffe ich, das ich ein klein wenig besser schwimme wie im letzten Jahr. Mein Training selbst ist momentan noch etwas holprig, aber ich darf ja erst seit zwei Wochen offiziell nach der OP wieder Laufen trainieren. Kaum zu glauben, wie schnell da die Kondition flöten geht, wenn man 8 Wochen fast nichts machen durfte (davon 4 Wochen an Krücken).
Vielleicht berichte ich hin und wieder eine Zusammenfassung von meinem holprigen Wiederaufbau Training und vor allem vom Schwimmcamp Immenstadt mit Marco Henrichs.

5
Gesamtwertung: 5 (5 Wertungen)

Wahnsinn!

Riesen Respekt und herzlichen Glückwunsch!
Wieder solch ein Gänsehautblog;-) Großartig geschrieben und tolle Fotos! Man hat das Gefühl, dabei gewesen zu sein. Und Alwin hat ja soooo Recht!

Lieben Gruß
Tame

Dein Highlight

hat auch einen entsprechenden Blog verdient! Deine Motivation sich durchzubeißen, egal was sich dir in den Weg stellt, finde ich sehr ermutigend! Jeder soll sich an seinen eigenen Grenzen messen und verdient Anerkennung, wenn sie überwunden werden!
Meine hast Du! Weiterhin gute Genesung und einen lockeren Wiedereinstieg ins Training!

Gruß, Dominik
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"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

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