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Benutzerbild von Tigerkätzle67

Ein Jahr lang keinen Blog mehr geschrieben…. Wow, was war denn mit mir los?
Ok, der letzte Blog schrieb ich vom Falkensteinlauf, der mich komplett schaffte. Das war im Dezember 2015. Aber da hatte ich auch mit meinem Großzeh wieder Probleme, das ein Jahr zuvor operiert wurde. Ich hätte dann Anfang 2016 nochmals operiert werden sollen, aber ich wollte nicht. Ich erhoffte mir, das es von alleine wieder besser wird und so schraubte ich mein Trainingspensum komplett runter und machte eine Alternative zum Marathon und Laufveranstaltungen.
So war mein Jahr 2016 nicht ganz verloren, denn ich nahm an 4 Olympische Triathlon teil. Der erste war in Linz – da bekam ich von TEA einen Startplatz. Meine Freude war gemischt, weil es meine erster Olympische war. Zum Glück musste ich da nur 900 m schwimmen, denn Schwimmen ist nicht ganz mein Ding. Als ich dort ankam und die Strecke begutachtete, dachte ich nur „was tust du dir nur an, das schaffst du nie!“ Panik machte sich in mir breit und ich wusste bis zum Start nicht, ob ich es tatsächlich durchziehen werde. Das Schwimmen war eine Katastrophe, ich verlor immer wieder die Zielrichtung und machte da schon mal einige Meter mehr als man brauchte. Aber egal, ich kam dennoch ins Ziel, dann nur noch rauf aufs Rad und los. Die Radstrecke war auch ganz ok, sehr anspruchsvoll – mal rauf mal runter und ganz fies, wenn man die Straße steil bergab fährt und dann eine scharfe rechts Kurve in der Stadt und da auf einmal steil nach oben. So schnell konnte ich gar nicht schalten, der Überraschungseffekt war gelungen. Ich holte noch eine andere Radlerin ein, bei ihr war das gleiche – Überraschung, zu spät die Gänge runter geschaltet. So trat ich was das Zeug hielt und nutzte immer eine kleine Lücke um einen Gang sanft nach unten zu bringen, was mir dann nach und nach auch gelang. Ich dachte nur an das Triathloncamp im April 2016 auf Fuerteventura, da habe ich einiges an Radfahren gelernt und das kam mir jetzt in Linz zugute. Nach dem Rad war dann das Laufen angesagt und da bekam ich voll eine Klatsche. Meine Kondition war nicht gut, der Fuß schmerzte und ich quälte mich die 10,5 km nur noch. Musste immer wieder in der Hitze auch noch Trabpausen machen und hatte so eine miese Zeit. Trotzdem schaffte ich meinen ersten Linztriathlon Olympische Distanz. Ich war so happy.

Im Juni folgten dann die zwei weiteren Olympische – Erding und eine Woche drauf Unterallgäu Triathlon Ottobeuren. Sie sollten als Trainingsauflage für mein Highligt in Hamburg sein. Erding liegt mir sehr, der See hat keine sichtbaren Wasserpflanzen, die Radstrecke musste man 2x radeln und die Laufstrecke ist auch klasse. Doch wieder machte sich Skepsis bei mir breit, als ich die Schwimmstrecke sah. Ich dachte nur, das sind doch niemals NUR 1500m, das sind doch mehr. Auch einige andere Teilnehmer die sich die Strecke anschauten, waren derselben Meinung. Ich nur so, oh je ……

Der Start war diesmal etwas angenehmer, als 2015 bei der Volksdistanz. Keine Hektik, und kein überrumpeln. Wir starteten in Blocks und nach mir kamen noch 2 weitere Blocks. Aber davon lies ich mich nicht beunruhigen, denn die Strecke war so lang – da verläuft sich das recht schnell. So war es dann auch. Radfahren war natürlich klasse, denn da hatte ich schon etwas Übung und ordentlich Trainingskilometer in den Beinen. Alles flach, ein paar scharfe Wenden – aber alles kein Problem. Wieder ein Vorteil meines Trainingscamp. Ich war sogar über die Fahrzeit erstaunt, denn so schnell habe ich mich jetzt nicht eingeschätzt, da ich von Natur aus doch recht ängstlich bin. Die vielen Radstürze und Unfälle in den vorhergegangen Jahren prägen einen doch. Dann beim Laufen war ich gespannt, da Linz nicht so gut gelaufen war. Aber da ich mein Lauftraining nach Linz wieder verstärkt aufgenommen habe, sollte es diesmal doch besser klappen und so war es dann auch. Ich lief in einem souveränen Tempo das mir und dem Fuß gut tat. Diesmal war es auch nicht so heiß wie in Linz, es regnete sogar. Aber das tat mir keinen Abbruch und ich lief endlich die 10 km Distanz wieder unter einer Stunde. Das war mein Ziel und ich erreichte diesen auch.

Eine Woche später machte ich dann den Unterallgäu Triathlon Ottobeuren mit. Ich weiß nicht was mich da geritten hat, aber Olympische dort ist doch sehr hart. Die Sprintdistanz ist schon hamma, aber Olympische dort ist grausam. Der See ist auch nicht so ganz meiner, es wurde eine Acht geschwommen mit 2x im größeren See. Klar das ich da komplett verlor, denn die schnelleren Schwimmer kamen schon bei meiner ersten Runde und mussten links in den kleineren See und zum Ziel, während ich rechts musste und noch mal den großen See umschwimmen. Die hinter mir kommenden kamen links und rechts und über mir – ich hatte keine Chance. Ich hoffte nur nicht abzusaufen und blieb erst mal am Fleck bevor ich in meine Runde weiterschwimmen konnte. Ich verlor dadurch sehr viel Zeit und dachte eh, mein Zeitlimit ist dahin, kannst aufgeben. Ich kam somit auch als Letzte aus dem Wasser, lief zum einzigen Rad das noch da stand, zog die Schuhe und was man so brauchte zum Radfahren über und lief los. Ein Wettkampfordner meinte dann nur, jetzt kann ich wenigstens zeigen was ich noch auf dem Rad drauf habe. Alles was ich überhole ist super. Ich grinste nur etwas
verlegen und dachte nur, da überhole ich nichts mehr.

Dann kam auch noch der erste Berg, ich hasste diesen. Ich überlegte sogar, ob ich nicht doch besser absteige und einfach nur noch schiebe, ich bin eh schon raus. Ich hatte noch Eine Stunde für die restlichen 30 km und da kamen noch 3 mal die schweren Anstiege am Dennenberg. Das schaff ich nie, dachte ich so während ich den ersten Berg Stephansried bezwang – ich trat in die Pedale, Puls im Nirgendwo schon und mein Verstand sowieso schon verabschiedet. Oben angekommen ging es in die drei Runden und ich bekam Gesellschaft, die alle sicher schon ihre letzte Runde fuhren. War aber ok, ich machte mein Ding einfach. Auf dieser Strecke dachte ich nur so, ich schaffe eh nicht die 2:30:00 Schwimmen + Rad. Nach der zweiten Runde und zweites Mal den verflixten Dennenberg hoch gequält meinte wieder ein Ordner, das schaffst du locker. Ich antwortete dann nur, ich hab noch eine Runde. Er dann, macht nichts, dann überholst du locker die vor mir, sie ist auch in der dritten, die holst du locker. Als ich dann zum dritten mal den Dennenberg hoch radelte sah ich sie vor mir. Sie radelte in einer merkwürdigen Art hoch, fast stehend im zick-zack Methode. Was für ein Blödsinn, das kostet doch noch mehr Kraft und Zeit. Oben angekommen radelte ich an ihr dann vorbei und dann ging es 15% Neigung nach unten. Meine Angst war in diesem Moment eingeschlafen und so wagte ich zum ersten Mal ungebremst mit voller Energie die steile Straße nach unten. 70 oder 80 km/h dürften es sein und ich dachte nur, wenn es mich jetzt brettert, dann ist eh alles aus und vorbei. Ich kam an die Kreuzung, bog rechts ab und gab nochmals alles. Im Ziel angekommen hörte ich den Stadionsprecher wie er mich willkommen hieß und meinte, ich hätte Punktlandung und kann jetzt zum Laufen. Eigentlich habe ich Laufen schon abgeschrieben und da war meine Begeisterung wohl nicht so mit dabei.

Dennoch ging ich in die Laufrunde die ich dann in der ersten Runde schon mal viel zu schnell anlief. In der zweiten Runde überholte ich noch eine Läuferin, ich dachte nur, sie ist eh gleich fertig. Nein, war nicht so – sie war nun mit mir zeitgleich. Ich lief an ihr vorbei und lief nur noch ferngesteuert. Dann endlich die letzte Runde und Freunde und Teamkollegen feuerten mich an und meinten, lauf Du schaffst es noch…… nur noch ….Meter.

Ach herrje, dachte ich – ich kann nimmer, ich will nimmer, warum mach ich das denn nur. Dann kam das Ziel vor Augen und rannte nur noch voller Emotionen da rein. Punktlandung von 3:30:00 ….. Ich hätte es nicht für möglich gehalten nach dem Desaster im See.

Ich habe meinen Kampf gewonnen – den Kampf mit mir und den Kampf mit dem Triathlon in Ottobeuren. Nun konnte auch mein Highlight Hamburg kommen, dachte ich mir nur. Denn so schlimm wie Ottobeuren kann kein Triathlon sein.
Aber Hamburg werde ich in einem separaten Block berichten, denn das war wirklich ein Highlight. Emotionsvoll und die Herausforderung.

Natürlich habe ich 2016 noch weitere Events – Laufevents – absolviert und auch hierzu werde ich vielleicht einen extra Block schreiben. Ich hoffe, euch hat der Bericht gefallen.

Ach ja, mein Fuß – der Großzeh mit dem defekten Sesambeinchen – wurde im Dez 2016 erfolgreich operiert und ich bin nach 8 Wochen Sportpause wieder am trainieren. Schmerzfrei und wieder alles ok. Nur muss ich wieder fast von vorne anfangen, denn meine Kondition ist ein wenig den Keller gerutscht. Aber das werde ich auch wieder hin bekommen.

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Na das liest sich doch prima

Triathlon macht schon Spaß, und den hattest du offensichtlich (ausser beim Schwimmen).
Glückwunsch zur gelungenen Saison, der geglückten OP und den neuen Zielen.

Viel Spaß dabei.

LG,
Anja

Gemein!

Du hast so fesselnd geschrieben. Man will mehr und mehr...
Und dann steht da einfach: Nächstes Mal. Mann! Äh.... Frau!

Spannend. Beim Lesen möchte ich auch fast auf Triathlon umsteigen, aber ich habe schon genug mit dem Laufen zu tun.
Klingt aber sehr motivierend.

Danke für den schönen Einstieg ins Wochenende.

cmag16

Gänsehautblog!

Klasse geschrieben, klasse gekämpft, fetten Glückwunsch!!!
Oh, ich weiß, warum ich keinen Tria mache. Im Wasser tät ich absaufen und auf dem Rad bei den km/h nen Heldentod sterben;-)
Du hast das fantastisch gemeistert! Kannst sehr stolz auf dich sein!
Alles Gute weiterhin und her mit dem Hamburg-Blog!

Lieben Gruß
Tame

Gratulation zum sehr schönen Triathlonjahr!

4x Olympisch: Hut ab! Noch mehr Hut ab für die Enerigeleistung, sich gegen den cut-off zu stemmen und das Rennen durch zu ziehen!!! Und mit repariertem Fuß wird die kommende Saison sicher ein weiteres erfolgreiches Sportjahr für dich!

Gruß, Dominik
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"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

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