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Gebrauchsanweisung für diesen Blog: Nur lesen, wenn Du Dich für mich interessierst oder mich magst. Nur kommentieren, wenn Du mir helfen (darin ist konstruktive Kritik enthalten) oder mich motivieren möchtest.

Das war ein Jahr, was mir wegen einer großen Veränderung in meinem Leben immer in Erinnerung bleiben wird. Aber rein sportlich betrachtet, da war es schon toll.
Persönlich habe ich viele Dinge aufgegeben und bin eine Wette auf die Zukunft eingegangen. Das war ein bewusster Schritt, und dass ich ihn gegangen bin, hat mich einiges an Kraft gekostet. Ich bin aber auch Stolz darauf, andere wären dafür zu schwach gewesen. Wer weiss, wie stark meine Kräfte in den letzten Jahren verbraucht wurden, der kann ermessen, was es für mich bedeutet hat.

Es sind Schmerzen, die mich über das ganze Jahr immer wieder eingeholt haben. Unfassbar schlecht geschlafen: Es ist lange her, dass ich mich an eine Zeit erinnern kann, wo ich nachts so viel über das Leben (mittendrin ich) und die Zukunft (was wird sie für mich haben) gegrübelt habe. Über die Perspektiven und Pläne. Über meinen Einfluss darauf. Über Sinn und Unsinn des morgendlichen Aufstehens und des Lebens überhaupt.
Manchmal habe ich mich getröstet, dass es ja immer noch den Ausweg des totalen Ausstiegs gibt und als Option habe ich ihn immer bei mir.
Allerdings nicht als Plan A, B oder C.
Irgendwo hinter C.
Wie weit nach C weiß ich nicht.
Sagen wir es so: Es ist nicht akut.

Sportlich habe ich mir Ziele gesteckt, die ich kurzerhand über Bord geworfen habe. Ich habe mir neue Ziele gesteckt und (so sehe ich das) viel erreicht.

Triathlon und Duathlon

Mein oberstes Ziel war es, mich 2016 für die dritte Mannschaft des DLC zu qualifizieren. Dazu musste ich an einigen Wettkämpfen teilnehmen und aus den Ergebnissen wurde dann von unserem Liga-Chef eine Mannschaftseinteilung gemacht. Dafür verkündete er am Ende des Jahres 2015 eine Art System, an das er sich dann aber irgendwie doch nicht gehalten hat, oder ich habe es nicht verstanden. Ich hatte kurz überlegt, mich darüber aufzuregen, habe es dann aber doch nicht getan, weil es mir irgendwie dann doch egal war. Mir war nur wichtig, dass ich mich auf die Wettkämpfe vorbereitet hatte und diese gut absolviert habe.

Es war schnell klar, dass ich ein mannschaftliches Training, das sich an vorgegebenen Zeiten orientierte, nicht lange würde durchhalten können, da es einfach nicht kompatibel mit meinen unberechenbaren Privatleben war. Also habe ich die Idee des Liga-Starts verworfen. Meine Triathlon (bzw. Duathlon)-Saison war dadurch recht kurz, aber – auf bescheidenem Level – erfolgreich.

3. DLC Swimathlon 750 m Swim und 5.150 m Run
Swim and Run Herzogenrath
Triathlon Aachen-Brand Sprintdistanz
Duathlon Alsdorf Sprintdistanz
Indeland Triathlon Mitteldistanz
Triathlon Ravensburg Sprintdistanz
Duathlon Stolberg-Breining Sprintdistanz

Beim Duathlon in Stolberg-Breinig ist mir etwas gelungen, was mir noch nie gelungen ist: Ich bin in der Gesamtwertung unter die ersten 10 gekommen (ich war 7er) und habe meine AK gewonnen. Das fühlte sich sehr gut an.

Bemerkenswert fand ich auch, dass ich mich auf die Mitteldistanz im Indeland nicht wirklich vorbereitet haben. Mitteldistanz – das ist mittlerweile eine für mich gut machbare Distanz. Es kam eine gute Zeit dabei heraus mit einer PB im Halbmarathon. Spannend war auch, wie ich mit Helmut am Vorabend ausprobiert habe, wie man zweit Zeitfahrräder auf einen Smart montiert. Es geht.
Und spannend war es auch, die Gesichter auf dem Parkplatz zu beobachten, wie Helmut die Räder vom Smart abgemacht hat. Das war echt witzig.

Aus der Reihe der guten Wettkämpfe gefallen ist allerdings der Triathlon in Ravensburg. Heftige Schwimmschlägerei mit miesem Ergebnis im Schwimmen. Daraus die Erkenntnis: Ohne Schwimmtraining keine gute Schwimmleistung. Sollte es wirklich so trivial sein...?

Insgesamt reicht es so gerade für das Deutsche Triathlonabzeichen in Bronze (wie Helmut sagt: das Seepferdchen des Triathlons).

Laufen

Weil ich im Februar nichts zu tun hatte, bin ich beim Printen-Cross der ATG mitgelaufen. Diese ist Teil der ATG-Laufchallenge. Ich wurde vierter meiner AK und hatte damit 7 Punkte in der Challenge-Wertung eingefahren.
Die Challenge besteht neben dem Crosslauf aus drei Bahnläufen (10.000, 5.000 und 3.000 Meter), dem Herbstlauf und dem Winterlauf. In der AK-Wertung bekam der Sieger 10 Punkte, der Zweite 9 usw. Punkte beim Winterlauf würden doppelt zählen.

Bei aller Liebe zum Schwachsinn: Die 10.000 Meter auf der Bahn habe ich mir dann doch geschenkt. Beim Winterlauf wurde ich nur 26. der AK. Ansonsten war ich überall in den Punkten, den Herbstlauf habe ich über die 7,1 km in der AK sogar gewonnen. Mit insgesamt 32 Punkten wurde ich Zweiter der Challenge in der AK M45.
Dass ich beim Winterlauf nicht in den Punkten war, hat mich nicht überrascht, dennoch wird mir der Lauf in Erinnerung bleiben, denn ich lief (von den Veranstaltern unbemerkt) einen krassen Weltrekord.

Letztes Jahr brauchte ich für die Strecke 1:20:13 (18,15 km). Die Strecke war in diesem Jahr 350 Meter länger. Wegen einer Baustelle war die Verlängerung nötig. Ich brauchte 1:20:47. Ich bin die 350 Meter also in 34 Sekunden gelaufen. Ein besondere Ehrung fand nicht statt. Etwas enttäuschend.

Und dann war da noch der Paarlauf vom Rureifelvolkslauf-Cup. Phie und ich haben über den Paarlauf in diesem Forum bereits ausführlich berichtet. Ich möchte hier nur noch einmal festhalten, was es für mich bedeutet hat, diese Laufserie mit 21 Pflichtläufen und noch einigen weiteren (was notwendig war) zu bestreiten. Insgesamt bin ich im Cup 157,55 km in 11:02:08 gelaufen. Das entspricht einer Pace von 4:12.

Das Ergebnis ist gut:
4. Paarwertung
12. Männer Gesamtwertung
3. Männer AK45
Nicht zu vergessen meine Paarlauf-Dame Phie:
4. Paarwertung ;-)
5. Frauen Gesamtwertung
1. Frauen AK30 (sie ist so verdammt jung...)

Dazu ist folgendes zu sagen:
1. Von allen Paaren der Paarwertung, sehen wir am besten aus.
2. Mein dritter Platz in der AK45 ist das Laufergebnis, auf das ich mir wiklich etwas einbilde.

Unangefochten war der Sieger, der unfassbare 16 Siege und 6 Pauschalergebnisse in die Wertung brachte. Also die höchstmögliche Punktzahl (870).

Danach wurde Manni von der DJK Jung-Siegfried Herzogenrath Zweiter (738 Punkte). Hut ab und herzlichen Glückwunsch. Manni, ich danke Dir für die tollen Zweikämpfe, die ich nur selten gewinnen konnte. Du warst ein fairer Gegner, so wünscht man sich das. Vielleicht lesen Anette, Sara oder Sandra aus Deinem Verein das ja und richten Dir meinen Dank aus.

Ich hatte 734 Punkte, war 14 x auf dem Podium der AK (4x 1er, 8x 2er, 2x 3er).
Wie sehr ich meine Paarlaufdame undd 50-Punkte-Maschine bewundere und ihr für diese Saison danke, habe ich schon woanders geschrieben. Daher diesmal kurz und knapp: Danke Phie, es war mir ein innerliches Blumenpflücken.

Summe

Jahreskilometer waren es nicht besonders viele. Durch die permanenten Wettkämpfe (41 Stück) waren über das ganze Jahr nur 2 Trainingsblöcke möglich. Der Rest war Regeneration und Formerhaltung.

Swim ca. 43 km (Dafür schäme ich mich sehr.)
Bike ca. 3.500 km
Run ca. 1.370 km
In der AK-Wertung habe ich 2016 immerhin 7x gewonnen, 7x wurde ich 2er und 7x 3er. Desweiteren hatte ich 12 weitere Top-Ten-Plätze. Das ist etwas, das wäre für mich vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen. Meine AK ist immer stark besetzt. Aber ich sage mal so: An mir muss man auch erst mal vorbei kommen, Freunde der Sonne.

Das war es für 2016 – den Silvesterlauf spare ich mir.

Sportlich war es also ein wirklich gutes Jahr. Die Tatsache, dass es so sehr anders war als meine vorherigen Jahre, machte es einzigartig. Ich habe eine Wettkampfhärte erlangt, die mich für mein 2017 sehr zuversichtlich macht. Meine Ziele 2017 sind schon gesteckt und (ist ja klar) ambitioniert.
Wird schon werden, wa?

Gruß aus der Kaiserstadt und meine Mitgefühl für Berlin,

Oliver

5
Gesamtwertung: 5 (7 Wertungen)

Dir ist nicht zu helfen ,-))

denn aus meiner bescheidenen Sicht sieht das gut aus, wa???

Im Ernst: Leben neu strukturieren kostet Kraft und wie so viele hier weiß ich, wovon ich rede. Inklusive der Option, die du so weit nach hinten geschoben hast. Dafür fünf Sterne von mir, denn das ist das Wichtigste.

Dass es sportlich dann vielleicht nicht DAS Jahr wird, ist doch auch klar, oder? Wobei sich das ja nur auf das "strukturierte" Training bezog, denn rein wettkampfmäßig warst du doch erfolgreich und vor allem vielfältig unterwegs. Dafür noch mal fünf Sterne von mir, denn es zeigt, dass du Alternativen hast und ergreifst, wo sie sich bieten.

Also: alles richtig gemacht. War das jetzt konstruktiv? Keine Ahnung. Ich finde es gut ;-)))

Auf ein gutes 2017!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

41 Wettkämpfe...

...sind ja schonmal 'ne Ansage.

Ich bin sehr gespannt, wo in Deinem 2017er Plan Platz ist für die Trainingseinheit, in der du mich den Cauberg hochschieben wolltest ;-)

Fürs Leben rund um den Sport wünsche ich Dir in erster Linie Geduld und Zuversicht.

Viele Grüße, Conny

Lieber Oliver, ich musste

Lieber Oliver,
ich musste erst mal ne Weile nachdenken und jetzt versuche ich mal, meine Gedanken zu deinem Blog hier konstruktiv zu "Papier" zu bringen.
Zu deiner Lebenssituationen: auch ich weiß, wovon du redest. Auch ich kenne diesen Schmerz, die Trauer, Angst, Schlaflosigkeit, Sorge um das eigene weitere existieren. Und nie nie nie hätte ich vorher gedacht, WIE anstrengend es ist, in diesem Zustand auch noch Leistung bringen zu können, wenn alleine die Tatsache, ein und auszuatmen zu müssen, einen fast überfordert.
Es scheint, du hast dich etwas gefangen, dein Leben (vordergründig) wieder in die Spur gebracht. Ich fürchte nur, ich muss dir sagen, diese Einschätzung ist trügerisch. Stelle dich darauf ein, Rückschläge zu erleben. Unverhofft kommt aus irgend einer Ecke ein Knüppel und du fühlst dich, als sei kein Tag vergangen seit Tag null. Aber es wird besser. Auch ich bin noch lange nicht da, wo ich sein will. Wie ich sein will! Aber dann die Fassung zu wahren, es einfach passieren zu lassen, macht es einfacher. Und immerhin weißt du jetzt, man(n) überlebt es. Einfach ein und auszuatmen hilft....

Zum Sport: mir wird es ein ewiges Rätsel bleiben, wie du das geschafft hast, was du geschafft hast. Nie nie nie hätte ich was vergleichbares raushauen können! Selbst jetzt bin ich immer noch nicht wieder da angekommen, wo ich vorher war. Offensichtlich hast du noch jede Menge Stärke und Dickköpfigkeit in dir. Das werte ich jetzt mal als gutes Zeichen :-))
Auch wenn du deine Ziele, der Situation geschuldet über Bord geworfen hast, hast du doch mehr als das beste daraus gemacht. Ich finde, dem ist nichts hinzuzufügen.

Konstruktive Kritik? Habe ich keine. Also Kritik. Und selbst wenn, wie käme ich dazu, jemanden zu kritisieren, der versucht wieder hochzukommen?
Ich kann dir nur was mitgeben, wenn du es möchtest.
Hab Geduld
Achte auf dich
Sei fröhlich
Genieße dein Leben, es ist schön!
Tue Dinge, die du liebst
Gucke schnulzige Filme, ist perfekte Psychohygiene, man kann hemmungslos heulen ;-)
Lass dich ein!

Ich wünsche dir ein schönes neues Jahr :-)

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Von der Außensituation her

kann ich vielleicht mitfühlen. Mit dem Wettkampfpensum kann ich nicht mithalten und auch mit den Erfolgen nicht. Das liest sich ja fast wie das "who is who".

Für 2017 wünsche ich Dir jeden Tag einen kleine Sieg - und dass Du ihn siehst und wertest. Egal auf welcher Ebene.

Du wirst Deinen Weg beim Gehen finden.

Alles Liebe - und "Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist" (Spruch meines Vaters). Zur Not wird er eingegipst, der Hals :lach:

So lange das an dir vorbeikommen ...

... in dem Kontext steht, geht doch alles noch ganz gut, oder? Da gibt es Schlimmeres. Denke grad so an das letzte Mal als ich im Flieger auf meinen Platz wollte... - Und es lag nicht an mir, dass ich warten mußte!
Beim Lesen des ersten Teils fiel mir auf, dass es ne Weile her ist, dass wir zusammen gelaufen sind. Mist! War zwar vor zwei Wochen seit dem das erste Mal wieder in deiner Ecke. Leider aber nur für ne halbe Stunde auf der Durchreise. Ich glaub ich muß mal wieder bei dir rumkommen.
Das Wettkampfprogramm fand ich schon hammerhart. So viel Bolzerei auf diesen elendig ätzenden Sprintstrecken. Nee, das will ich nicht (mehr). - Und wir sind die gleiche AK!
Die aus dem Bolzen resultierende Pace geht so. Da mußt du dich nicht mit verstecken. ;-)
Ich find, du hast ne ganz gute Basis für 2017 gelegt. Mach was anständiges draus. Ausruhen hilft da übrigens nicht. Weder beim Schwimmen, noch beim Laufen.
Ich hoffe, man sieht sich mal - vielleicht wieder in Berlin?
;-)

Da ich das 1. Kriterium erfülle,

dich eigentlich ganz gut leiden kann, naja wenigstens so mittel, *kicher!*, schreibe ich doch noch nen Komentar.

Zu deinen Leistungen kann ich kaum was sagen, allenfalls WOW! Du bist einfach zu schnell geworden, ganz herzlichen Glückwunsch dazu! Ich bin aber sicher, dass du noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt bist. Da geht noch was, denn du trainierst sehr ambitiuniert.
Und ansonsten wünsche ich dir von Herzen, dass sich alles zum Guten wendet, sich alles normalisiert, du alles so geregelt bekommst, dass alle Beteiligten gut damit leben können. Das ist mehr als schwer, die Allerwenigsten schaffen das, was aber in der Natur der Dinge liegt.
Alles, alles Gute für Dich! Möge 2017 ein freudiges und erfolgreiches Jahr werden!

Lieben Gruß
Tame

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