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Benutzerbild von Forrest120

aber sportlich für mich mit meinen Augen betrachtet -nicht gleich eine Katastrophe- aber eine Glanzleistung sieht auch anders aus.Sportlich bin ich sehr unzufrieden.

Wie fange ich denn an.Ganz einfach. Habe den Athen Marathon 2016 mit 05:05:14 gefinished.Mit dem finishen bin ich natürlich zufrieden, aber die Zeit hätte auch nicht sein müssen. Natürlich ist es eine tolle Leistung den Athen Marathon in der Zeit zu beenden, hatte aber eher 30 Minuten weniger auf dem Schirm. Ging nicht. Habe ich allerdings schon ganz früh gemerkt. Also sportlich Haken dran.

So und jetzt zum eigentlichen Marathon.

Ich hatte ja im Vorfeld schon über jogmap mit jamatt -Jan-, der ja auch den Athen Marathon laufen wollte, Kontakt aufgenommen.Sein erster Marathon und deutlich ambitionierter als ich. Wir hatten schließlich rausgefunden, dass unsere Hotels tatsächlich in Sichtweite waren. Insofern stand einem Treffen nichts mehr im Wege.

Wir reisten Samstag an. Einer meiner glorreichen Ideen für das Wochenende war es einen Mietwagen zu nehmen. Später habe ich dann gelesen, dass derjenige der mit dem Mietwagen durch Athen fährt psychisch sehr gefestigt sein muss.Verkehrsregeln in Athen interessieren alle mobilen Personen -Füßgänger, Autofahrer, Mopedfahrer etc- einen Sch.......dreck. Wahnsinn. Glücklich gegen 14:30 Uhr am Samstag das Hotel erreicht. Eingecheckt und ab zur Messe. Wieder ins Auto. Hardcore.

Die Marathonmesse am Hafen ist schon klasse. Geboten wird alles was das Läuferherz begehrt. Lediglich bei der angebotenen Fachliteratur war Vorsicht geboten, sofern man des Griechischen nicht mächtig ist. Gut organisierte Startnummernausgabe. Mail gezeigt, Startnummer erhalten, fertig. Preise waren EUR 30 für den Marathon, 15 Eur für das Shirt (Top Adidas Shirt) und für Komplettservice mit öffentlcihen Verkehrsmitteln und Rabatt auf Museen etc dann EUR 100. In meinen Augen braucht das keiner. Ich hatte EUR 45 bezahlt und muss sagen, dass das mehr als gerechtfertigt ist. Ein bisschen schlendern über die Messe, aber wie immer kein wirkliches Schnäppchen gefunden. Zurück zum Hotel und Auto in die Garage. Ab in die Altstadt und in den dort wunderschönen Restaurants ein Mahl zu sich nehmen. Zwischenzeitlich hatte ich schon mit Jan für 19:00 Uhr ein Treffen vereinbart. Nebst Frauen haben wir dann noch ein wenig über unsere Strategieen geplaudert. Ich hatte von vorneherein beschlossen, dass ich extrem konservativ starte und dann mal schaue. Wie man oben sieht, war es nicht konservativ genug. Jan war da wie schon erwähnt ambitionierter.Wir verabredeten uns dann für 6:00 Uhr am nächsten Morgen um dann mit dem Bus nach Marathon gebracht zu werden. Man muss sich das mal vorstellen. Ca. 17.000 Starter werden mit dem Bus von Athen nach Marathon gefahren. Eine logistische Meisterleistung, wie die gesamte Veranstaltung. Perfekt.

Geplant hatte ich um 4:30 Uhr aufzustehen, duschen und gegen 5:00 Uhr zu frühstücken. Alles ganz entspannt und Zeit genug. Ordnungsgemäß stelle ich mein Handy auf 4:30 Uhr. Meine Frau fragt mich noch ob sie den ihr Handy auch noch stellen muss. Natürlich nicht. Kann ich alles alleine.

Tatsächlich geht mein Handy um 4:30 Uhr. Ich gehe in die Dusche, ziehe mich an und bin gegen 5:00 Uhr bereit zu frühstücken. Da klingelt mein Telefon und Jan meint, ob ich denn verschlafen hätte. Nein antworte ich, alles gut. Ich gehe jetzt frühstücken. Nein, nein meint Jan. Es sind 6:00 Uhr. Oje, ich Idiot. Alle Uhren waren umgestellt nur mein Handy nicht. Zwar auf Winterzeit aber eben nicht auf Griechenlandzeit. Und da ich anders als meine Frau Mobile Daten aus hatte, hat sich das Handy nicht automatisch umgestellt. Saustark. Angezogen war ich und Frühstück wird überbewertet. Aber keinen Kaffee? Tatsächlich keinen Kaffee! 10 Minuten später war ich ohne Frühstück bei Jan und wir machten uns auf den Weg zum Bus.
Der Bus fuhr so gegen 6:45 Uhr und war gegen 7:30 Uhr in Marathon. Eigentlich nahmen wir beide an, dass noch sehr viel Zeit bis zum Start war. Aber die Zeit verging schnell. Kleiderbeutel abgeben, Toiletten aufsuchen und dann ging es auch in die Startblöcke. Ich Startblock 5, Jan Startblock 6. 4:30 Minuten Vorsprung. Hatte gleich errechnet, dass bei planmäßigem Lauf Jan mich ungefähr bei Kilometer 26 eingeholt hat.An dieser Stelle sei gesagt, dass er mich bei Kilometer 16 hatte. Eine grandiose Leistung hat er hingelegt über die er allerdings selber berichten kann und sicherlich auch möchte.

Für mich ging es in einer 6:00er Pace los. Gleich merkte ich, dass wird heute nix. Allerdings war ich da noch nicht der Meinung, dass eine 4:30 Std. in Gefahr wäre.Wie erwähnt wurde ich bei Kilometer 16 von Jan eingeholt und hatte auch nicht ansatzweise die Möglichkeit wenigstens ein Stück mitzulaufen. Gefühlt geht es wie in vielen Laufberichten geschildert ab Kilometer 10 stetig bergauf. 10 bis 17 Kilometer gibt einen ersten Eindruck. Den Halben hatte ich bei rd. 2:16 Std. geschafft. Eigentlich ganz gut, wußte aber zu diesem Zeitpunkt, dass es Richtung 5 Stunden geht.Von 21/22 Kilometer bis ca. 32 Kilometer geht es dann weiter bergauf.Insgeamt waren es laut meiner Garmin 360 positive Höhenmeter. Ab 32 Kilometer geht es dann bis ins Ziel stetig bergab. Als ich die Ergebnislisten mir im Vorfeld angesehen hatte, dachte ich immer, warum denn so häufig, trotz bergab, die Zeiten für die letzten 10 Kilometer so verhältnismäßig schlecht sind. Habe ich dann am eigenen Leibe erfahren. Ein für mich einprägsames Paradebeispiel war Folgendes. 4 Kilometer vor dem Ziel überholt mich eine Gruppe. Vorne laufen drei erfahrene -ich denke so M60- Läufer, dahinter drei jüngere Frauen, die sich vermutlich dran geklemmt hatten. Dachte ich mir, klemmst du dich auch dran. Absolut gleichmäßige 5:30/5:35er Pace. Wie gesagt, die kamen von hinten. Konnte ich leider nicht sehr lange halten. Brachte mich aber wenigstens 1 Kilmeter weiter. Und hinzu kam, dass in der Gruppe auch noch Superstimmung war. Die laufen nach knappen 40 Kilometer mit Superstimmung 5:35 und ich muss kämpfen. Wer hatte denn da wohl was falsch gemacht.

Naja und die letzten Kilometer sind dann grandios. Ich habe Berlin erlebt, aber das topt es noch einmal. Jeder der einen Marathon schon einmal gelaufen ist, kennt das überwältigende Gefühl beim Zieleinlauf. Emotionen pur und ich lehne mich sicher nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass die Mehrheit schon einige Tränen der Freude vergossen hat.

Hier hatte ich das Gefühl schon unterwegs. Die letzten Kilometer immer wieder Gänsehaut, Tränen in den Augen. Emotionen über Emotionen. Eine Atmosphäre die traumhaft ist. Es ist unbeschreiblich und so besonders, man muss es erlebt haben.

Dann der Einlauf ins Panathenaikon Stadium. Der Wahnsinn. Grandios. Mir fehlen die Superlative. Gerne hätte ich mich dort etwas fitter gefühlt.

In großen Teilen ist die Strecke m.E. nicht schön. Man läuft durch Randbezirke/Vororte entlang von Hauptverkehrsstraßen. Nicht einmal ein paar Kilometer gehen am Meer entlang. Sah auf dem Plan etwas anders aus.
Die letzten Kilometer dann in Athen sind wirklich schön und entschädigen wirklich.

Insgesamt eine sicher anspruchsvolle, in weiten Teilen nicht besonders schöne Strecke, athmosphärisch aber etwas ganz Besonderes. Ich habe mir zwar für meine Laufkarriere vorgenommen keinen Marathon zweimal zu laufen, könnte mir in ferner Zukunft hier eine Ausnahme vorstellen. Wo erlebt man das schon, dass soviele Läufer am nächsten Tag noch mit der Medaille um den Hals durch die Stadt laufen. (Also ich nicht!) Man kommt mit vielen Läufern ins Gespräch, die förmlich vor Stolz platzen. Wirklich ein wunderschönes Erlebnis und vielleicht auch wieder. Aber dann mit deutlich mehr Erfahrung in einer cleveren Vorgehensweise.

Ich habe in Athen ein wunderbares Wochenende verbracht, durchs Laufen wieder ganz nette Menschen kennengelernt -auch an dieser Stelle noch einen Gruss an Jan und Elke- und verhalte mich jetzt mal vernünftig. 14 Tage hänge ich die Laufschuhe an den Nagel.Und dann entspannt weiter trainieren. Und am 08. Januar ein Trainingsmarathon in Kevelaer.

Allen Läufern wünsche ich ein schönes Restjahr und wie immer viel Gesundheit.

Grüße
Stefan

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Athen Marathon

Ingolf Winkler
www.kilometersammler.de
ingo1802@aol.com

Ich bin nun zum 4. mal dort gestartet und muss sagen : ...die GRIECHEN werden in der Hinsicht immer BESSER. Top ORGA-Top-MESSE-Top BETREUUNG ...im VERGLEICH zu 2008 ein MEGA-EVENT ( und mache schon nicht wenig ) siehe : www.kilometersammler.de

VG
bis
2017 in ATHEN

Wow, ich hau mich weg!

Da lese ich hier gestern Abend dein Posting und habe gleichzeitig die aktuelle Runners World in der Hand. Hatte ja schon gesehen, dass du aus Korschenbroich kommst. Ich komme ja gebürtig aus Mönchengladbach-Giesenkirchen.Wenn ich meine Eltern besuche dann laufe ich ja gerne an Schloss Rheydt, Voksgarten bis Neersen und weiter. Da bist du bestimmt mal an mir vorbeigeflogen. Die Welt ist klein.
In der Runners World lese ich dann parallel deine Geschichte. Diese Geschichte, diese Leistung, einfach Wahnsinn. Mein größter Respekt. Was soll man da sagen? Wie geht das. Schon ohne deine "Krankheitsgeschichte" widerspricht dein Laufpensum jegliche Empfehlung. Habe mir dann mal deine Zeit für Athen angesehen. 3:42 Std.!, wenn ich mich jetzt nicht täusche. Was läufst du denn aktuell flach? Würde mich mal interessieren.

Ich kann nur meinen nicht vorhandenen Hut ziehen und dir natürlich zukünftig beste Gesundheit wünschen. Vielleicht sieht man sich mal irgendwann, vielleicht versuchst du ja 2017 auch den Santander Marathon. Kreiseln durch Mönchengladbach.
Muss ja nicht zwingend stattfinden.

Viel Erfolg weiterhin und noch viele lange Läufe.

Grüße
Stefan
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In Athen Auto fahren

allein dafür gebührt dir mein vollster Respekt ;-))) Ich fand schon Athen mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Kinderwagen sehr grenzwertig!

Ich habe bislang auch nur Berichte vom Athen Marathon gelesen, die einen keineswegs flachen Kurs (wundert ja eher weniger in Griechenland....) und wenig Atmosphäre an der Strecke berichtet haben. Schön, dass du das für die letzten Kilometer wieder gerade rücken konntest! Solange es keine Schulferien im November gibt wird es da für mich wohl nichts mit einem Start, aber dann eben nach der Pensionierung ;-))

Und 5 Stunden? So what? Gib zu, du wolltest den Lauf genießen ;-)))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Ganz anders,

ich wollte den Lauf ganz authentisch durchführen. Nach meiner Vorstellung lief Pheidippides vor 2500 Jahren nämlich auch 5 Stunden. Kann ich aber leider nicht beweisen. Etwas Gegenteiliges habe ich aber auch nicht gefunden.

Ja mit den Schulferien im November wird wohl eher nix, wäre aber was für deine 100! Da gibt es doch bestimmt wenigstens einen Tag Sonderurlaub.

Grüße
Stefan

war auch in Athen von

war auch in Athen von Freitag bis Dienstag, kann deinen Bericht nur unterstützen, war ein super Erlebnis mit tollem Wetter und netten Leuten. Wir haben alle Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln geregelt, ging sehr gut. Nur die Rückfahrt am Dienstag (Dank Obama in Athen) mussten wir mit dem Taxi organisieren, da die Metro gesperrt war. Der Zieleinlauf im historischem Stadion war der Hammer und stellt alles bis dahin von mir erlebte in den Schatten.
Versuche zurzeit eine Urkunde mit meinem Ergebnis zu drucken - kann ich leider nicht finden (nur das Ergebnis) hast du vielleicht einen Tipp ?!

Ich denke auf der Website unter

Photos & Certificates. Momentan finde ich dort aber nur Fotos. Urkunden habe ich da noch nicht gefunden. Dauert vielleicht noch.
Ja, Obama in Athen. Haben wir in Deutschland erst gesehen. Am Montag selber noch auf der Akropolis gestanden, wo am Dienstag Obama stand. Da haben wir dann Glück gehabt.

Grüße
Stefan

Urkundendruck

habe jetzt nach Anfrage vom Veranstalter eine Info bekommen, dass der Urkundendruck in ca. 10 Tagen möglich ist, nachdem die Ergebnisse bestätigt sind.

Tränen im Ziel nach einem Marathon

gehören genauso dazu wie die Tasse Kaffee vor dem Start. Boah, wie kann man nur ohne Kaffee einen Marathon laufen?;-) Deine Zeit ist gut! Aber ich kann auch verstehen, dass, wenn man sich mehr erhofft hat, man letztendlich doch ein wenig enttäuscht ist. Aber bei solch grandiosem Zieleinlauf, ist das natürlich schnell wieder vergessen. Herzlichen Glückwunsch zum unvergesslichen Athen-Marathon und das ganze tolle Rundumpaket am Wochenende!

Lieben Gruß
Tame

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