Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von köln42195

Herbst/ Winter ist eine gute Zeit, mal was Anderes wie immer nur Laufen auszuprobieren. Im Verein der Kids gibt es eine Radsportgruppe in der meine Drei auch mitmachen. Der Große sollte dann an einem Rad-Cross-Rennen teilnehmen und ich bin auch direkt aufgefordert worden mitzumachen.

Antwort meines Sohnes: Klar mach´ ich mit, aber nur, wenn du auch mitmachst!
Somit war klar, wir machen mit. Gute Idee?
Beim letzten Training erstmal das schnelle Auf- und Absteigen geübt. In so was bin ich überhaupt nicht gut, aber nach ein paar Mal üben ging es ganz gut.
Samstag war es so weit. Räder aufgeladen und nach Kendenich gefahren. Entgegen der Wettervorhersagen war es sogar die ganze Zeit trocken. Insgesamt haben 7 Kids des Vereins teilgenommen.
In dem Rennen der U17 waren neben den „richtigen“ Rennrad-Crossern auch MTB´s zugelassen. Die Älteren sahen sich dann am Start des sogenannten Hobbylaufs wieder. Hier starteten nur Fahrer mit MTB´s, Altersklasen gab es nicht. So stand mein Sohn beim Start auch an meiner Seite. Das Rennen sollte über 30 Minuten gehen, wobei die dann angefangene Runde noch beendet wird.
Doch zuerst haben wir eine Streckenbesichtigung gemacht: Runde war knapp 2,6km lang. Ein steiler Anstieg von ca. 50m. In der ersten Runde sollten wir diesen noch hochrennen müssen, es knubbelte sich dort ein wenig. Ab Runde 2 schaffte man es auch, diesen Anstieg fahrend zu meistern. Weiter ging es über eine Feldweg, kurzes Stück bergab, Trampelpfad an einem Feld entlang und dann das Highlight: Die Mauer von Kendenich, ein Steilhang, der nur laufend mit dem Rad auf der Schulter bewältigt werden konnte. Ab Runde 3 sollte das so richtig weh tun. Dann wieder Waldweg zum Erholen, anschließend wieder runter vom Rad und ein Hindernis mit Strohballen überwinden. Letztes Hindernis war dann ein Sandkasten, sehr anstrengend, gerade noch fahrbar. Der Eine oder Andere ist auch freiwillig abgestiegen und durchgelaufen. Andere sind hier nicht ganz so freiwillig abgestiegen. Noch an paar Kurven und die Runde war geschafft.
12:10 Uhr war der Start angesetzt, was zieh ich nur an? Beim Laufen kein Problem, aber mit dem Rad – letztendlich eine ganz gute Kombi gefunden, obenrum war es aber fast zu frisch. Mit im Rennen war Marcel Wüst, ein Ex-Profi bei den Hobby-Radlern. Ein bisschen warmlaufen, ein wenig warm radeln.
Schließlich Startaufstellung. Wo soll ich hin, bei Läufen kennt man sich, man weis, wo man sich einsortieren kann, aber hier? Naja, nehmen wir mal das hintere Drittel. Jetzt wird runter gezählt, Start. Und ab geht es. HALLO!! Könnt ihr mal auf mich warten, wo wollt ihr so schnell hin? Schwups und ich war der Letzte im Feld. Am Steilhang hieß es absteigen und hoch laufen, danach zog sich das Feld aber ganz gut auseinander und man konnte „in Ruhe“ fahren. Wieder runter, die Mauer von Kendenich. Im Wettkampfmodus schon sehr anstrengend.
Runde 1 geschafft, Runde 2 geschafft, so langsam komme ich ins Rollen und ich kann auch den Einen oder Anderen überholen. Runde 3 geschafft. Die Rennleitung hat die Durchgangszeiten hochgerechnet auf die Rennzeit von 30 Minuten. 2 Runden muss ich noch. Runde 4 geschafft. Die Wechsel zwischen Rad fahren und ein Stück laufen/ tragen klappen immer besser. Die Schmerzen in den Beinen werden immer größer. Ich fahre gerne Rad, ca. 2000km werden es wohl in diesem Jahr werden, ABER eigentlich nie auf Tempo. Das merke ich jetzt. Eine Runde werde ich noch schaffen. Von Hinten kommt niemand mehr, der Vordermann rückt zwar näher, aber zum Einholen wird es wohl nicht mehr reichen. Ein letztes Mal den Steilhang hoch, kurzes ausruhen, zum letzten Mal die Mauer hoch, nur noch durch den Sandkasten und noch 1 km bis zum Ziel. Toll, jetzt werde ich auch noch vom Sieger überrundet. Toll!!
Die letzten 100m, endlich im Ziel. Hyperventilierend breche ich im Ziel zusammen. Nein, es ging noch, aber fertig war ich schon. Ca. 13km in ca. 36min. Gut, dass es nicht länger war. Kurz nach mir rollte auch mein Sohn ins Ziel. Muss ich mir merken, den Rest des Tages war er sehr ruhig.
Nach der Ergebnisliste waren es 23 Starter, sah am Start nach mehr aus? Mein Sohn (15 Jahre) wurde 18. und ich 15.
Fazit: Es hat riesen Spaß gemacht, es schreit nach Wiederholung, dann aber auch mal mit Tempotraining auf dem Rad im Vorfeld.
Die Veranstaltung war super organisiert, sie hätte viel mehr Starter verdient. Im Rennen der echten Querfeldeinfahrer war sogar die amtierende Weltmeisterin am Start.

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Örgs

meine Bewunderung ist grenzenlos. Ich fahre nicht so gerne Rad, habe weniger Kilometer als du und bevorzuge flache Asphaltpisten.... Ich übe ja auch gerade Mountainbike aber was du da berichtest: ich wäre wohl schon an der ersten Runde gescheitert. Wie kommt man mit Rad über einen Strohballen und durch einen Sandkasten??? Einer von uns beiden - Rad oder ich - wäre wohl stehen geblieben...

Tolle Leistung! Und den Tipp, wie man Kids müde kriegt, müssen wir uns merken, wir hätten hier auch einen 15jährigen, aber der fährt leider kein Rad....

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links