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Benutzerbild von rula

Nun ist er gelaufen, mein erster Halbmarathon! Eigentlich wollte ich schon im April in dieser Klasse starten, aber ein blöder Sportunfall kam dazwischen. 14 Tage vor dem geplanten Start gab es einen Wirbeleinbruch im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule. Nun weiß ich, dass ich Osteoporose habe, was mich aber nicht am Laufen hindern kann, Bewegung tut bekanntlich gut! Es gab dann schon noch ein par Wettkampf Läufe, 30 km beim 5 Seen Lauf in Schwerin, 25 km beim Semliner 3 Seen Lauf und 18 km beim Dahlewitzer Crosslauf. Aber der halbe Marathon, der fehlte bis jetzt.

Als dann Trainers Anfrage kam, ob ich den Halbmarathon um den Müggelsee mitlaufen wolle,
sagte ich natürlich sofort zu. Seeumrundungen finde ich immer klasse, noch dazu im Oktober. In meinem Kopf stellte sich ein Bild von Sonnenschein, bunten Blättern und idealen Lauftemperaturen ein. Die Vorfreude war entsprechend groß. Tja, das Wetter meinte in diesem Jahr den goldenen Oktober einfach mal ausfallen zu lassen... Nach ungewöhnlich hohen Temperaturen im September stellte sich das Wetter innerhalb weniger Tage auf ungemütliches, windiges Regenwetter um. Über ein Jahr hatte ich jetzt keine Erkältung mehr, doch gerade jetzt, eine gute Woche vor dem langersehnten Start erwischte es mich. Erst Schnupfen, dann Husten, total müde und schlapp fühlte ich mich. Training fiel daher erstmal aus.

Am Freitag ein freier Tag, den ich nochmal für einen 10 er nutzte. Ich fand es ziemlich anstrengend und war nach 55 Minuten entsprechend platt. Gut, dachte ich mir, auf Zeit brauchst Du am Sonntag nicht zu gehen, wenns unter 2 Stunden 15 bleibt, ist es gut.
Soweit der Plan.

Am Sonntagmorgen grauer Himmel, Hochnebel aber kein Regen, bei Temperaturen um die 10 Grad. Alle Mitläufer ins Auto geladen, auf gehts zum Müggelsee! Parken war etwas schwierig, wir mussten noch ca 1 km bis zum Startpunkt laufen. Schock bei der Startnummernausgabe, unsere Daten waren nicht im System, folglich gab es auch keine Startunterlagen. Für die 10 km Strecke, für die zwei von gemeldet hatten, gab es auch keine Startnummern mehr. Wir drei Halbmarathonis mussten das Meldeformular noch einmal
ausfüllen und bekamen dann auch unsere Startnummern. Die beiden 10 er nahmen es gelassen, ihnen ging es mehr um das Gemeinschaftserlebnis als um den Lauf.

Meine beiden Mitläuferinnen hatten beschlossen, ganz vorne zu starten, um dem Stau am Spreetunnel zu entgehen. Mit einem etwas mulmigen Gefühl stellte ich mich dazu, schließlich wollte ich doch den ganz Schnellen nicht im Weg stehen. Ich nahm mir vor, irgendwo am Rand zu laufen und hoffte dass das gut gehen würde. Wie erwartet gab es beim Start großes Gedrängel. Glücklicherweise wurde ich aber nicht angerempelt oder geschubst, doch viel es mir schwer, mein Tempo zu finden. Da das erste Stück auch noch
einige Unebenheiten und Wurzeln aufwies, traute ich mich auch nicht auf die Uhr zu schielen, ich war voll damit beschäftigt, den Untergrund im Auge zu behalten und ein angepasstes Tempo zu laufen.

Schließlich waren alle ganz schnellen Läufer an mir vorbei und ich fand endlich meinen
Laufrhythmus. Fühlte sich gut an. Ein Blick auf die Uhr - Pace 5,25 - oh, so schnell!
Weil ich mich gut dabei fühlte, beschloss ich einfach mal so weiter zu laufen. Irgendwann war ich dann bei 5,15 und konnte das Tempo auch relativ lange halten. Der Spreetunnel mit seinen Stufen war dann auch kein großes Problem, schließlich laufe ich jeden Tag in den fünften Stock, das zahlte sich jetzt aus.

Bei km 14 fand ich dann auch meine Mitläuferin wieder, die am Start schneller war als ich. Ein kurzes Stück liefen wir gemeinsam, dann stellte ich aber fest, dass ich doch schneller kann und so trennten sich unsere Wege wieder. Das Tempo hatte sich bei 5,17 - 5,18 eingepegelt. So langsam verspürte ich ein leichtes Ziehen links im verlängerten Rücken. Wieso eigentlich links, dachte ich, mein Schwachpunkt liegt doch rechts, im ISG?
War nicht weiter schlimm, laufen ging weiterhin ganz gut. Im weiteren Verlauf fing es dann auch rechts an zu ziehen, hinderte aber nicht am weiterlaufen. Wundersamer Weise blieb die Durchschnittspace bei 5,18 - 5,19 und letztendlich war ich nach 1 Stunde 53 Minuten und 57 Sekunden im Ziel! Ich konnte es kaum glauben, mein schnellster Wettkampf überhaupt und das fast ohne Training... 105. Platz bei den Frauen (von wie vielen weiß ich nicht) und wundersamerweise Platz 3 in der W 55, was mir in Jahresabo für eine Laufzeitschrift beschert hat.

Tja, ich bin jetzt einfach nur happy, hätte nie gedacht, dass es so gut laufen würde.
In 14 Tagen ist Kreismeisterschaft im Crosslauf, da war ich letztes Jahr Kreismeisterin in der W 55. Vielleicht klappt das ja dieses Jahr auch wieder, ich sollte das trainieren
vielleicht einfach lassen....

4.75
Gesamtwertung: 4.8 (4 Wertungen)

Wow

mein erster Halbmarathon fand mich mit 2:23 im Ziel, ich war stolz wie Bolle und war in der W 35. Hut ab! Gleich den ersten unter 2h, das ist schon eine Leistung. Herzlichen Glückwunsch!

Und Training wird total überbewertet, zu der Erkenntnis bin ich auch schon gekommen ;.)))))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Spitze gelaufen!

Hey, das ist aber mal eine tolle Zeit für einen Erstling! Herzlichen Glückwunsch zum Treppchenplatz! Wir waren auch da aber viel weiter hinten.

Viel Erfolg bei der Kreismeisterschaft - egal ob mit oder ohne Training - wünscht
yazi

@strider

Na ja, ich musste ja vom Start weg schnell laufen, wenn ich mich schon vorwitzigerweise in die erste Reihe stelle...Die Strecke war aber auch schön flach und größtentels asphaltiert, sprich eben. Geschwindigkeit ist relativ...

LG Rula

@yazi

ich habe deinen Beitrag gelesen und ihr hattet bestimmt jede Menge Spaß! So als Hase zu laufen stelle ich mir sehr schön vor, dafür fehlt mir aber noch Einiges, bin doch
noch sehr mit mir selbst beschäftigt. Danke Dir, für die guten Wünsche.

LG Rula

Tolles Debüt!

Auch wenn du schon längere Strecken absolviert hast, ist deine Zielzeit ein tolles Ergebnis! Glückwunsch zum Treppchenplatz!
Schön wenn man merkt, dass die vermeintlich zu schnelle Pace auch hinten raus zu halten ist!
Alles richtig gemacht, auch wenn ich finde, dass es zur Läuferetiquette gehört, beim Start zu versuchen, sich richtig ins Feld einzusortieren - Gedränge entsteht nämlich mitunter auch deshalb, weil sich die "Langsameren" ganz vorne einreihen... ;-)

Viel Erfolg beim Crosslauf und weiterhin gute Gesundheit!

Gruß, Dominik
_____________________
"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

@nickydynamics...richtig einordnen

ja, da hast Du recht, bin auch bisher immer weiter hinten gestartet. Durch das Durcheinander mit den Startunterlagen waren wir spät dran und sich vorne einreihen, der kürzeste Weg. Hab mich redlich bemüht, nicht im Weg zu stehen und gelobe Besserung...

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