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Da bin ich doch am letzten Sonntag den 3-Länder-Marathon in Lindau/Bregenz am Bodensee gelaufen. Die Vorbereitung, der Weg dort hin als auch der Wettkampf waren teilweise überraschend wenn nicht sogar seltsam.

Nach meinem Rostock Marathon im August war klar, dass es jetzt langsam in die Vorbereitung auf den 3-Länder Marathon im Oktober gehen sollte.Klares Ziel letzter Sub-4-Versuch 2016. Zunächst beabsichtigte ich aber meine 10-Km Zeit ein wenig zu verbessern. 49:00 min stehen, 48:00 wären schön. Seit Anfang Juli 2016 trainierte ich zusätzlich zu meinem Trainigsprogramm mit einem Freund, der das Laufen entdecken wollte. Ziel am 11.September einen 5-KM-Wettkampf. Da gleichzeitig auch ein 10-Kilometer-Lauf vorgesehen war, passte das für mich. Mein Freund konnte zwar problemlos 140 Kilometer und mehr mit dem Rad fahren, aber keinen Kilometer am Stück laufen. Wir hatten Anfang Juli mit Gehpausen angefangen und waren schließlich im August bei 5 Kilometern in einer 7:15 Pace angekommen. Ich für meine Begriffe trainierte zusätzlich in der Woche Intervalle und Samstag oder Sonntags dann 33 Kilometer. Alles lief gut. Der 11 September kam und wir liefen als erstes den 5 Kilometer Lauf.Bisherige Bestzeit 35 Minuten. Tatsächlich beendeten wir den Wettkampf dann in 32 Minuten. Super! 3 Minuten schneller. Mein Freund bleibt dabei und wird neben dem Radfahren weiterlaufen. Wir sind zwischenzeitlich mit Erfolg die 10 Kilometer angegangen.

Mein 10er Wettkampf lief dann etwas anders. Nachdem ich mich umgezogen hatte, noch die Toilette aufgesucht hatte, mußte ich mich im Starterfeld ganz hinten einreihen. 1000 Teilnehmer vor mir. 3 Minuten bis zur Startlinie. Versuchte mit 4:45er Pace los, wurde aber immer wieder ausgebremst.Irgendwie kam kein Rhytmus rein. Am Ende hatte ich zwar knappe 600 Teilnehmer überholt, aber trotzdem nur 53:00 Minuten und ein paar Sekunden. Hatte zwar 300 Meter mehr gelaufen, aber laut Garmin war die 10-Kilometer Zeit trotzdem nur 52:00.Das bedeutete gleichzeitig, dass ich streng genommen zu dem Zeitpunkt keine Sub-4 schaffe. Naja, mit etwas gutem Willen und unter Berücksichtigung der vielen Hindernisse ist "Rom" aber noch nicht verloren.

Also trainiere ich die nächsten Wochen fleißig auf SUB 4 weiter. 2 Wochen vor dem 3-Länder-Marathon dann der letzte lange Lauf mit Endbeschleunigung. Endbeschleunigung ist Sch.... und hatte bei mir noch nie geklappt. Und da habe ich dann doch einen tatsächlich genialen Samstag erwischt. 21 Kilometer mit einer 6:25er Pace und 12 Kilometer in 5:40. Marathontempo und schneller als vorgesehen. Außerdem nur Wasser hinzugeführt, keine Kohlenhydrate. Ich war stolz wie Bolle. So gut war ich noch nie im Training. Sub 4 kann kommen. Meine Familie mußte sich den ganzen Sonntag anhören wie gut ich war. Man war ich happy.

Für den darauffolgenden Dienstag hatte ich mich zu einer Lauf- und Ganganalyse angemeldet.Da ich immer das Gefühl habe mit einer unterschiedlichen links-rechts Belastung zu laufen, hat mich das mal interessiert. Ergebnis war, das es etwaige Dysbalancen im Schulterbereich gibt, ich mit der linken Hand rühre (Ausgleich für die Dysbalance) und das ganz Wesentliche, das meinem Fussabdruck die Vorwärtsbewegung fehlt. War ich doch der Meinung, dass ich mit dem Mittelfuss aufsetzte, so setzte ich tatsächlich mit der Ferse auf. Und das auch noch vor dem Körper und nicht unter dem Körper. Ergebnis ist, dass ich an meiner Technik arbeiten muß.

Am gleichen Abend schon ausprobiert und versucht umzusetzen. Klappte ganz gut und Systeme waren auch in Ordnung. Noch 12 Tage bis zum Marathon. Mein nächsten Trainingsläufe waren für Freitag und Sonntag vorgesehen. Am Freitag sitze ich dann im Büro und merke, dass mir übel wird. Mittags ist dann alles aus. Muß mich übergeben und so weiter. Liege wie ein Schluck Wasser rum. Was wie Magen-Darm aussah, deutet eher auf einen Virus hin. Selbst eine Tasse Tee wird zum durchlaufenden Posten. Bis Montags geht das Spielchen. Ist mein Trainingsprogramm jetzt komplett über den Haufen geworfen. Man kann es ja auch positiv sehen. Ich habe in drei Tagen 3 Kilo abgenommen, was ja rund 6 Minuten bedeutet.Ohne Training schneller? Wohl eher nicht! Am Dienstag vor dem Marathon versuche ich dann einen 12 Kilometer-Lauf. Klappt überraschend gut. Zu einem weiteren Lauf vor dem Marathon kommt es allerdings nicht, da wir bereits mit Familie schon am Donnerstag auf Reisen gehen. Ich habe also in den letzten 14 Tagen vor dem Marathon insgesamt 24 Kilometer trainiert und Dank eines Virus 3 KG weniger auf der Waage.Ich beschließe für den Marathon die SUB 4 anzugehen. Was soll schon passieren. Im Zweifelsfall breche ich ein. Aber schon vorher aufgeben, fällt aus.

Bei der Abreise am Donnerstag vor dem Marathon vergesse ich noch meine Magnesiumtabletten. Die nehme ich eigentlich täglich.Ob´s hilft? Hatte bisher noch nie Krämpfe.

Sonntag 09.10.2016. Tag des Marathons kommt. Ich bin guter Dinge, schließlich top "getapert". 8:25 mit dem Schiff von Bregenz nach Lindau zum Start. Ist noch etwas kühl, Temperatur während des Marathons ist aber in meinen Augen optimal.

9:45 Start. Plan ist klar. Mit einer 5:40er Pace starten und dann mal weiter sehen. Am Ende wird man dann sehen, was geht. Die Strecke an sich ist flach und soll zu großen Teilen am Bodensee vorbeigehen. Ich persönlich fand die ersten 10 Kilometer am schönsten, da man dort tatsächlich einen sehr schönen Blick auf den Bodensee hatte. Die ersten 10 Kilometer waren dann auch in Bregenz vor der Seebühne geschafft. Dort begrüßte mich auch meine Familie. Zeit knappe 57:00 Minuten. Systeme top, alles planmäßig. Interessant ist aber trotzdem für mich immer was andere Läufer so laufen. Da werde ich bei Kilometer 8 von einer Dreiergruppe überholt. Meine Uhr zeigt Durchschnitt 5:40er Pace. Die drei Läufer unterhalten sich, wobei eine sagt, dass Sie meistens mit einer 6er Pace losläuft und dann später schneller wird. Wenn das stimmt, dann waren die aber nicht planmäßig unterwegs. Ich komme mir mit meiner 5:40 immer als sehr langsam vor. Entweder bilde ich mir das ein oder man wird wirklich nur überholt. Egal.

Von Bregenz geht es weiter entlang des Bodensees, aber eben häufig ohne Sichtkontakt zum See, in die Schweiz. Der Halbe ist dann in der Schweiz geschafft. Zeit bei mir 2:00:18. Noch alles planmäßig. Zwischenzeitlich scheint auch die Sonne. Superbedingungen. Von der Strecke her in meinen Augen nichts Besonderes. Nix Bodensee. Die Strecke hätte überall sein können. Da war ich schon ein wenig enttäuscht. Allerdings war sowohl die Stimmung als auch die Versorgung großartig. Musik, Kuhglocken, Tanz ............. was das Herz begehrt, oder auch nicht. Ich für meine Begriffe mußte zu diesem zeitpunkt allerdings eine neue Erfahrung machen. Hin und wieder erwischt mich eine Migräne. Bin kein schwieriger Fall, da sich die Migräne oder der Kopfschmerz durch ein Flimmern vor den Augen ankündigt. Alles vor einem sieht dann aus wie eine Fata Morgana. Dauert zwanzig Minuten und dann geht der Kopfschmerz los. Da ich meistens bei Beginn direkt eine Kopfschmerztablette nehme, ist der Verlauf dann eher glimpflich. Nur jetzt hatte ich natürlich keine mit. Also abwarten und weiter laufen. Langsam aber sicher ging es durch die Schweiz wieder zurück nach Österreich. Mein Flimmern verschwand, die Kopfschmerzen Gott sei Dank blieben aus. Glück gehabt, kommt aber vor. Kilometer 31,6 erreiche ich bei 3:03:16. Planmäßig. Knappe 57 Minuten für die letzten 10 Kilometer. Das muss gehen. Bis hierhin absolut gleichmäßig gelaufen. Und nun ging der Kompletteinbruch los.

Das hatte ich noch nie erlebt. Zunächst bekam ich Krämpfe unter dem linken Fuss. Wie oben erwähnt, hatte ich bis heute nichts mit Krämpfen zu tun. Unterwegs hatte ich mich ordnungsgemäß versorgt. Es ging nur noch schleppend vorwärts. Jeder Schritt schmerzte. Schnell setzte der Kopf ein. Hab ich´s doch gewußt. Reicht nicht. Ich mußte nun teilweise gehen. Zusätzlich ging die Motivation komplett in den Keller.Langsam machte auch der linke Oberschenkel Probleme, der rechte wohl auch, hab ich aber garnicht so wahrgenommen. Der 4:00 Std. Pacer überholte mich (war etwas nach mir gestartet). Ein Versuch sich dranzuhängen endete relativ abrupt. Ich konnte immer mal wieder laufen, aber mein eigentliches Ziel war erledigt. Die letzten Kilometer zogen sich zwischen gehen und laufen hin.

1,5 Kilometer vor dem Ziel holte mich der 4:15 Std. Pacer ein. Da wollte ich dann noch meine Restkräfte mobilisieren. Ich schloß mich an und hoffte, dass es bis in´s Ziel reicht. Der Pacer muss sich aber irgendwo auch verkalkuliert haben. Der war mit 5:30 unterwegs. Das war für mich nun garnicht mehr möglich. Schlußendlich war ich dann mit 4:17:13 im Ziel. Die letzten 10 Kilometer in 1:14:00. Meine schlechtesten letzten 10 Kilometer eines Marathon´s, wenn nicht überhaupt. 7:24er Pace. Kaum die Ziellienie überschritten, machte der linke Oberschenkel komplett zu. Hilfe, ich dachte ich kippe nach links um. Kurz angefasst und dann ging es humpelnd halbwegs weiter. War schon eine grenzwertige Erfahrung. Ob das nun der Mann mit dem Hammer war oder fehlendes Magnesium oder die fehlenden Trainingskilometer oder, oder, oder......ist eigentlich egal. Ich habe es versucht. Und es hat nicht geklappt.

Ganz seltsamt wird es aber nach dem Marathon. Bisher hatte ich immer nach einem Marathon oder auch langem Lauf Probleme mit der Patella.Mußte mir dann meistens eine Bandage um´s Knie machen, damit es halbwegs geht. Auch die Beine brauchten meist 2 Tage Erholung bis es wieder gut war. Ihr könnt mich für bescheuert erklären, aber ich hatte keine Patellaprobleme, null, keine Probleme mit den Beinen, lediglich einen leichten Muskelkater. Am Tag danach war alles so, als wäre ich nie einen Marathon gelaufen. Kann ich mir nicht erklären. Der Muskelkater kam wohl von den Krämpfen. Auf einigen Fotos kann ich das Zucken im Oberschenkel förmlich sehen. Und dann habe ich am nächsten Tag nichts mehr. Ich bin auch schon wieder gelaufen. Alles ordnungsgemäß. Keine Ahnung. Ich bin überfragt. Jetzt mache ich mal eine Leistungsdiagnostik um mal meine Leistungsfähigkeit zu erfahren. Vielleicht kann ich ja auch garnicht SUB 4. (Noch nicht)?!

Und dann laufe ich meinen letzten Marathon in diesem Jahr in Athen. Und hier nix SUB 4, soll ja auch profiliert sein. Also einfach loslaufen und alles nicht so Ernst nehmen.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass im Rahmen des 3-Länder-Marathon österreichische Staatsmeisterschaften der Behinderten stattfand. Wahnsinn was dort geleistet wird.Stark Sehbehinderte mit, aber auch ohne, Begleitung schiessen an einem vorbei. Ein Sehbehinderter lief alleine an mir vorbei, das war relativ am Anfang, da blieb mir der Mund offen stehen. Eine Geschwindigkeit und eine Koordination. Da ist man platt. Was möglich ist. Beeindruckend

Fasziniert haben mich aber auch die Läufer, die man aufgrund ihrer Proportion im normalen Leben nicht zu den Läufern zählen würde. Mit welch einer Willenskraft, trotz noch momentaner Körperfülle, wenigstens ein Halbmarathon gemeistert wird, hat meinen größten Respekt verdient. Insgesamt tolle Leistungen gesehen.

Der 3-Länder-Marathon ist eine toll organisierte Veranstaltung. Die Strecke ist in meinen Augen am interessantesten auf den ersten 10 Kilometern. Sicherlich ein Marathon den man mitnehmen kann.

Euch allen weiterhin viel Gesund und maximale Erfolge.

Grüße
Stefan

4.333335
Gesamtwertung: 4.3 (3 Wertungen)

Ja, die Strecke

ist nicht so schön, wie man sie sich vorstellt. Ich fand sie recht dröge, die Verpflegung war richtig bescheiden und dieses ständige Asphalttreten ist einfach monoton langweilig.
Die Krämpfe hattest du sicher nicht wegen der vergessenen Magnesiumtabletten.
Dann viel Spaß in Athen und bei der Diagnostik.

LG,
Anja

Sub4

Danke für deinen anschaulichen und ausführlichen Bericht.

Der Traum von der Sub4, ich habe ihn auch. Deine Erfahrungen mit Krankheit kurz vor dem Wettkampf und Krämpfen auf den letzten 10 km ist wie eine Blaupause meines Frankfurtmarathonauftritts vor drei Jahren.

Als M40 hast du noch genügend Gelegenheit das Ziel zu packen. Manchmal klappt es auch, wenn man es gar nicht mehr glaubt. Ich drück' dir jedenfalls die Daumen. Ich werde meine offene Rechnung mit Frankfurt hoffentlich in 14 Tagen begleichen können. ;-)

LG Christof

Magen Darm Virus

12 Tage vorher reicht ja schon um die Wunschzielzeit kippen zu lassen! Zur PB muss einfach alles passen, und diesmal passte es leider nicht. Das ist doof und gemein, aber passiert.
Dem Dreiländermarathon konnte ich auch nicht viel abgewinnen. Die ersten 10km sind wirklich die schönsten - leider steckten wir damals zu sehr im Gewühl fest um das würdigen zu können; der Rest ist unspektakulär.

Aber ein bisschen Nachfrage sei erlaubt: mir scheint, du willst es etwas mit der Brechstange erzwingen?? Nüchternläufe, Laufstilumstellung, alles noch kurz vorher, ist das wirklich sinnvoll? Kein Magnesium, keine Tabletten finde ich ja mal nicht so schlimm; aber trotzdem scheint es mir du hast da bisschen zuviel Neues ausprobiert (wenn auch einiges davon unbeabsichtigt).

Wenn du es noch mal im Frühjahr probieren willst: Freiburg Marathon, da macht Coach Pacemaker für 4h; und der hält auch das Tempo richtig :-)

Tapfer gekämpft, gut angekommen, Glückwunsch dazu. Die sub 4 kommt, ganz bestimmt.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Danke für das nette Angebot,

aber leider habe ich für das erste Halbjahr 2017 meine Planung schon weitestgehend abgeschlossen. Möchte gerne im nächsten Jahr mit länger sprich Ultra anfangen.Dazu schon Rodgau und 6 h Münster gemeldet. Und so ein paar Marathon´s sind auch dabei. Gerne hätte ich euch mal persönlich kennengelernt, da ich eure Leistungen klasse finde und deine Darstellungen hier bei jogmap äußerst sympatisch finde. Natürlich verfolge ich eure Läufe hier bei Jogmap und muss sagen, dass deine Darstellungen immer sehr motivierend sind. Natürlich wünscht man euch stets erfolgreiche Wettkämpfe, muss aber sagen, dass auch die insbesondere in deinen Augen dann als weniger erfolgreich beurteilten Wettkämpfe mir zeigen, dass eben auch bei so erfahrenen Läufern nicht immer alles rund läuft oder zumindest als nicht rund interpretiert wird. Da kann und darf ich als Anfänger natürlich nicht zuviel erwarten.

Dass ich zuviel auf einmal will, kann ich nicht bestätigen. Es waren ja zum einen keine Nüchternläufe. Ich habe lediglich während des Laufes keine Kohlenhydrate nachgelegt. Wie ja häufig propagiert und von mir schon seit einigen Wochen praktiziert. Das war soweit auch alles ganz gut. Naja und meine Technik habe ich ja nun nicht wirklich aktiv zu ändern versucht. Ein wenig den Fuss anders bzw. bewusster aufzusetzen, ändert ja nicht gleich alles.

Ich komme eher zu dem Ergebnis, dass ich an dem Tag einfach keine SUB 4 drauf hatte. Denn in meinen Augen habe ich alles richtig gemacht. Ich hatte vor dem Wettkampf genug lange Läufe, in den letzten 6 Wochen vor dem Wettkampf 4 a´33 Kilometer. Der letzte mit Endbeschleunigung, was klappte. Die letzten 2 Wochen mit 24 Kilometer und Virus waren bescheiden. OK. Ich bin bis 32 Kilometer ordnungsgemäß 5:40er Pace gelaufen. Also auch nicht zu schnell angegangen. Gleichmäßig 5:40. Ich habe an jeder VP getrunken, sogar Cola, ich habe meine Gele genommen.Wenn mich jetzt wirklich der Mann mit dem Hammer erwischt hat, dann komme ich nur zu dem Ergebnis, dass ich mit 5:40 dann wohl doch zu schnell war, was heißt, dass eine SUB 4 nicht drin war. Kann und muss ich mit leben.

Hinzu kommt, dass ich offensichtlich nicht der Läufer bin, der bereit ist in einem Wettkampf alles aus sich rauszuholen. Ich glaube, dass ich nie die für mich maximal erreichbare Zeit laufen werde. Will sagen, dass ich eher eine SUB 4 schaffe, wenn eine 3:45 Std. möglich wäre.

Mal sehen was die Leistungsdiagnostik sagt. Wenn ich die mögliche Zeit von 3:19 Std. meiner Garmin sehe, muss ich lachen. Never say never again.

Bis dahin wünsche ich Euch viel Gesundheit und maximale Erfolge.

Grüße
Stefan

Macht dich sympathisch ;-)

deine Selbsteinschätzung, dass du nicht bereit bist bei einem Wettkampf das Letzte aus dir herauszuholen. Kenne ich ;-)) Ist auch gut so, es ist "nur" Sport, wir verdienen kein Geld damit (denke ich mal...).

Ehrlich gesagt: bei mir war es immer Kopf. Ich weiß nicht, wie lange ich gegen die 4 angerannt bin. Sie kam dann, als ich nicht damit rechnete weil nicht-flache Strecke (Würzburg, die alte Strecke) und kein gezieltes Marathontraining vorweg sondern Urlaub.

Sie wird kommen! Und wenn nicht: auch ohne sub 4 kann man Ultras laufen ;-)

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

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Garmin Wettkampfprognose

Ich weiß nicht, wie Garmin auf seine utopischen Zeiten kommt. Meine Zeiten sind mit denen von Forrest120 vergleichbar, Halbmarathon ein bisschen schneller, Marathon dafür langsamer.

Marathon-Prognose 3:03:41, den 10er unter 40 Minuten, den Halben unter 1:30, wie soll das gehen? Wie kommen die zu ihren Werten?

Ob die so utopisch sind, ist ja die Frage.

M.E. kommen die Werte über VO2max in Verbindung mit dem Alter zustande. Ich habe einen VO2max von 50 bis 51. In Verbindung mit meinem Alter von 48 ist dieser VO2max wohl ganz gut. Insofern ist wohl bei optimalem Trainigsverlauf so eine Zeit zu erklären bzw. möglich.

Ich hatte ja erwähnt, dass ich in Kürze eine Leistungsdiagnostik mache. Mal sehen zu welchem Ergebnis die kommen.

Tatsächlich sollte man die Werte von Garmin aber bestimmt nicht überbewerten. Sollen ja vermutlich auch nur eine Richtung angeben. Bei einem Freund von mir, der die 10 Kilometer so gerade in 1:17 Std. schafft, wird eine MArathonzeit von 4:53 Std. prognostiziert. VO2max liegt hier bei rd . 40. Er ist auch noch 20 Jahre jünger. So eine Marathonzeit wäre in dem Fall sicher denkbar bei entsprechemdem Training. Der wird vermutlich aber nie einen Marathon laufen.

Grüße
Stefan

Virus-Infekt

Nach solch einem Infekt ist das vollkommen normal. Dass dein Körper gute 3 Stunden Höchstleistung erbracht hat, ist schon der Hammer. Mehr darf man nicht erwarten. Unterm Strich bist mehr als gut durchgekommen. Da kannst du stolz drauf sein. Und dass du hinterher so schnell wieder fit warst, zeugt von deiner guter Grundlagenausdauer. Ohne Infekt wärst du ganz sicher unter 4 h geblieben. Herzlichen Glückwunsch zum Marathon mit einer immer noch richtig schicken Zielzeit!

Lieben Gruß
Tame

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