Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von Carla-Santana

Es war dunkel und die leichte Silva Stirnlampe gab nur wenig Licht.
Nicht schlimm, denn die ersten 11 km sollten nur über Schotterstraße verlaufen, nach kurzem Flachstück immer weiter den Berg hinauf.
Da gab es nicht viel auszuleuchten, es ging nur darum, das passende Tempo zu finden, mal laufend, wenn möglich, oder stramm gehend.
Um einen herum schwarze Nacht.
Man hörte nur das Trappeln der wenigen Läufer und ihr Keuchen.
Die Lichter schlängelten sich die Serpentinen hoch.

Am Keuchen war ich auch, und wie!

Es war nicht wie sonst, natürlich bei allen.

Wir starteten in unserem Camp schon auf 2600 Metern Höhe, da wird der Sauerstoff schon mal knapp, wenn man nur ein paar Treppen zum Klo oder Dusche hochgeht.

Start war 06:00 Uhr oder 2-3 Minuten später, so genau wird das hier nicht genommen.
Anscheinend hatte es etwas gefroren, man sah es auf dem von den Schafen kurz gefressenen Gras, dass im Schein der Stirnlampe glitzerte.

Trotzdem trug ich kurze Hosen und T-Shirt, Armlinge, Regenjacke drüber, Mütze und Handschuhe und natürlich den schweren Rucksack mit der Pflichtausrüstung.
2 Ltr. Wasser waren Pflicht.
Dazu kamen diverse Utensilien, die einem noch mal verdeutlichten, dass es kein normaler Berglauf hier in der Einsamkeit im Atlasgebirge Toubkal in Marokko sein würde. Feuerzeug, Schnur und Taschenmesser waren im Sack, sowie Imodium, Paracetamol, Desinfektionsspray und Entkeimungstabletten sowie 1. Hilfe Pack und Rettungsdecke.
Diese Pillen waren Pflichtausrüstung!!
Dazu kamen mindestens 1500 kcal an Futter, Becher, Langarmshirt, lange Hose, wasserdichte Regenjacke und empfohlen wurden Handy und etwas Geld.
Für mich waren Stöcke obligatorisch.

Immer wieder versuchte ich zu laufen, keuchte wie eine Dampfwalze, schaffte ein paar 100 Meter bis Lunge und Puls ans Limit kamen.
Ok, die Höhe war ich nicht gewöhnt und bei mir war es so, dass die ersten Km immer schwer waren, bis ich mich eingelaufen hatte.
Das galt nicht nur für die Beine, sondern auch für Kreislauf und Atmung.
Hier war es nur deutlich verschoben.
Die Beine wollten, aber der Kreislauf tat nicht das, was er sollte.
Die Beine forderten Sauerstoff, bekamen aber zu wenig und fühlten sich an wie Pudding. Ich schwankte und war froh über die Stöcke.
Es nützt nichts, ich musste mich den Bedingungen hier oben ergeben, mich ihnen anpassen, und es sollte ja noch weiter über 3200 Meter Höhe gehen, das wird spannend.

Wirklich gut kalkulierbar sind solche Bergläufe ja eigentlich nie.
Dieser Lauf war noch mal eine ganz andere Nummer, als das, was ich bisher so an Bergen erlaufen hatte. Alpine Erfahrung hatte ich durch Transalpine und 4-Trails genügend und ganz bewusst hatte ich mich bei dieser Veranstaltung nicht für die volle Distanz von 105 km mit 6500 Hm in max. 36h entschieden.
Dieses Jahr hatte bisher das Hauptziel 100 Meilen auf flacher Distanz, so dass ein effektives Bergtraining Mangelware war.
Daher entschied ich mich für die Challenge, einem Wettkampf an zwei Tagen.
Samstags startete um 06:00 Uhr morgens in der Dunkelheit der Marathon mit 2600 Hm in max. 12h und Sonntags um 09:00 Uhr sollte der 26km-Lauf mit 1400 Hm in max. 7 h bewältigt werden.
Für 350 EUR erwarteten uns vier Übernachtungen im Zeltcamp inkl. Frühstück, Abendessen und Versorgung mit Wasser.


Die 80 EUR teurere Alternative war in der Jugendherberge (CAF) vor Ort zu übernachten, was bei möglichen negativen Temperaturen nachts die gemütlichere Alternative sein kann, wenn man nicht über einen entsprechend tauglichen Schlafsack verfügt.
Diesen hatte ich.
Fraggle, Kiki und ich waren mit dem Wunsch nach voller Dosis Abenteuer nach Marokko gereist und wir waren bestens ausgerüstet!

Oliver Binz, Mitläufer und als ehrenamtlicher Helfer für den Veranstalter unermüdlich im Einsatz leistete wunderbare Guide-Arbeit. Er übersetzte für uns deutsche Teilnehmer das Briefing und war für alle Fragen und Sorgen ansprechbar und hatte immer einen Rat parat.

Da es, sobald die Sonne über die Gipfel schien, schnell sehr warm (bis zu 30 Grad) wird, wurde mehrfach geraten, viel zu trinken. Dehydrierung wäre die häufigste Ursache für Probleme während des Laufes. Ganz klar sollte auch sein, dass, wenn man aus welchen Gründen auch immer, seinen Lauf abbrechen müsste, man dort, wo man ist, nicht einfach so abgeholt werden könnte, sondern sich immer zum nächsten VP begeben/schleppen müsste, um dort dann ggf. mit den Helfern zu übernachten, um dann erst am nächsten Tag zu Fuß oder auf dem Maultier zurück zum Camp zu kommen.
Im medizinischen Notfall kann ein Hubschrauber vom Militär aktiviert werden, aber grundsätzlich ist von absoluter Autonomie zwischen den wenigen VPs auszugehen, weshalb es sinnvoll ist, auch etwas Geld (mind. 300 Dhm) dabei zu haben.
Autonomie ist ok, aber hier taucht man in eine ganz andere Welt ein, wo einfach nichts ist, vielleicht Strom, vielleicht in einem Ort mal ein Auto, Maultiere, Schafe, Ziegen, Wäsche wird im Zuber oder Fluss gewaschen und auf Felsen zum Trocknen ausgelegt, Kinder hüten Kühe und Schafe, ansonsten nur Felsen, Geröll, Schotter, selten knorrige Bäume, kleine Bäche und viel Sonne von oben.

Ich stöckelte die ersten 11 km den Schotterweg immer weiter hinauf bis auf 3000 m Höhe. Fraggle und Kiki konnte ich auf dem ersten Km schon nicht folgen.
Die Schnappatmung bremste mich völlig aus.
Was soll das bloß werden, wenn ich nicht mal die relativen Flachstücke durchgängig laufen konnte?
Wie sollte ich am Downhill mit diesen Puddingbeinen klarkommen?
Mal abwarten und im niedrigen Gang weiter schnecken, hilft ja nichts, ich muss die Gegebenheiten so akzeptieren, wie sie sind, um das Ziel erreichen zu können.

Oben angekommen war die Sonne bereits aufgegangen und blendete stark.
Ein paar nette Helfer waren mit dem Jeep hier hoch gefahren und feuerten uns an diesem 1. CP (Checkpoint) lautstark an.
Die Nummern und Zeiten wurden notiert.

Den nun folgenden Downhill von 8,5 km und über 1000 Hm konnte man größtenteils sehr gut laufen auf den ersten km auf Schotterweg.
Dort ließ ich es locker rollen, nicht zu schnell, um die Knochen nicht zu sehr zu belasten, aber doch zügig.
Da war nichts mit Schnappatmung und Puls war auch nicht zu spüren, also alles gut jetzt.

Die Sonne war sofort so warm, dass die Regenjacke und Mütze nach 1 Km im Rucksack verschwanden.
Selbst mit der Sonnenbrille war es schwierig, den eigentlich einfachen Schotterweg gut zu taxieren.
Man lief den Sonnenstrahlen entgegen immer wieder in Schattenbereiche, die wie dunkle Löcher erschienen.

Weiter unten kamen wir durch das Örtchen Agouns, wo sich die Strecke für die Ultratrailer und die Marathonis teilte. Hätte dort nicht der Helfer auf der Mauer gestanden und mich auf den Weg hingewiesen, wäre ich tatsächlich trotz eindeutiger Kennzeichnung rechts mit den Ultras gelaufen, anstatt links. Die Birne war wohl doch ganz schön benebelt.

Weiter ging es grüßend und abklatschend an lachenden und bettelnden Kindern aus dem Dörfchen vorbei durch ein wunderschön terrassenförmiges grünes mit knorrigen Bäumen versetztes Tal mit kleinem Bach.
Es war mittlerweile so heiß geworden, dass ich mir die verschwitzten Armlinge runter zog, was mir im Nachhinein schicke Brandzeichen an den Armen bescherte, da ich vergessen hatte, diese mit Sonnencreme SF50 einzuschmieren.
Kopf, Hals und Beine waren geschmiert.
Selbst die Hände bekamen eine schicke rötliche Färbung.

Nach Timichi zum 2. PC (Checkpoint) und gleichzeitig erstem richtigen VP bei Km 19,5 war es nicht mehr weit.
Immer wieder kürzte die markierte Strecke die Schotterwege durch Singletrails hinunter ab, die eigentlich Muli-Wege waren. Schwer beladene Maultiere und ihre Treiber kamen einem entgegen. Man sollte möglichst immer nach links ausweichen hab ich mir sagen lassen, sonst schupsen dich diese Tiere ohne Trense oder Geschirr ohne Rücksicht einfach zur Seite weg. Doof, wenn da grade ein Abhang wäre!

Auch junge Mädchen trieben ihre Ziegen, Schafe und Kühe durch die engen Gassen und Wege. An einem felsigen Bachbett entlang musste man durch die Steine und das Geröll etwas die Markierungen mal hier mal dort über den Bach suchen. Eine ältere Frau saß dort am Wäsche waschen und wies mir in so einem Moment freundlich den Weg.

Zum VP ging es balancierend über einen schmalen Pfad unter einer tief hängenden Stromleitung her entlang einer plätschernden Bewässerungsrinne.
Völlig unscheinbar kraxelte ich ein paar stufig angeordnete Felsen herunter und stand unverhofft vor dem Eingang in einen kleinen Hof mit ein paar spartanischen Sitzgelegenheiten und dem Tisch mit der üppigen Verpflegung mit getrockneten Früchten, Apfelstücken, Datteln, Salzbrezeln, Bananen, Nüssen, Käsestücken usw..

Zu trinken gab es Cola und Wasser und ich oder besser die sehr zuvorkommenden Helfer füllten meine drei geleerten Softflaschen mit Cola-Wassergemisch auf und ich trank noch zusätzlich etwas.
Nach 03:10 h waren 1,5 Ltr. eigentlich bei der Wärme etwas knapp, aber ich war kurz vorher Wasser lassen, was bedeutet, dass der interne Wasserstand ok war.
Die Zeit war nach der Vorkalkulation gar nicht so extrem schlecht, was mir wieder guten Mut machte für den jetzt erfolgenden 8,5 km langen und 1200 Hm fordernden Aufstieg auf ca. 3200 Höhenmeter.
Cutzeit an diesem PC war 4 h.
Das bedeutet stundenlange schwere Arbeit in herrlich meist sehr übersichtlichem sonnigen Gelände nur über steinig stufige in die Felsen und Geröll getretene Wege im Zick-Zack die Serpentinen hoch.

Ab dem PC2 kamen die Ultras wieder entgegen, denn deren Strecke wurde anders herum um den Berg zu PC 2 geleitet.
Häufig lief man über Muliköttel und hinter einem Felsvorsprung kamen mir Iwi und Jens entgegen. Die beiden waren sehr gut drauf und so sollte nachher auch Iwi´s Platzierung auf dem Treppchen werden!
Theo und Dirk traf ich auf diesem Stück kurz danach und gerade, als sich die Strecken in dem Örtchen Labassene wieder teilten, kam mir auch Joe noch entgegen, der diesen für ihn härtesten Ultra nach dem 3. Versuch endlich erfolgreich finishen sollte.

Nach dem Örtchen ging es steil weiter hinauf und die hohen Gipfel drum herum verrieten mir, dass es noch lange so weiter gehen musste. Vor den langen Anstiegen nahm ich immer ein Gel. Jetzt fing der Magen an zu blubbern und verlangte Treibstoff.
Ein weiterer Riegel musste dran glauben.
Aufsteigen, Atmen und gleichzeitig essen fällt schwer.
Trinken nicht vergessen.
Der Hals war trocken vom Keuchen.

Ab und zu drehte ich mich um und genoss diese wenigen wertvollen Sekunden Pause und die im wahrsten Sinne atemberaubende Aussicht. Jetzt das Handy für Fotos aus dem Rucksack friemeln wollte ich nicht, war zu aufwendig und diese Momente gehörten allein mir jetzt und hier!



Eine Engländerin quälte sich vor mir den Weg hoch, musste immer wieder pausieren, aber ihr ging es angeblich gut.
Irgendwann sah man den Pass, sah man das Ende dieses zweiten großen Kraftaktes.
Oben bei Km 28 waren ein paar kleine Einmann-Zelte aufgestellt.
Aus einem ragten liegend ein paar schlappe Läuferbeine raus, neben dem anderen lag eine Sauerstoffflasche.
Hier war für uns Marathonis mit 3200 Hm der höchste Punkt der Strecke.
Eine Helferin empfing mich, fragte, ob alles ok sei, notierte meine Nummer und wünschte mir „Bon Courage!“

Nachdem sich Atmung und Puls beruhigt hatten, begann ich im Downhill zu laufen, soweit es auf den teils sehr steilen Stücken möglich war.
Hinter mir kamen ein paar Franzosen nach, die jedoch auf den losen Schotterstücken arge Probleme hatten.
Zum Glück hatte ich mit den La Sportiva Mutanten zusätzlich Gamaschen angelegt, so dass ich locker flockig die Schotterbahnen runter rutschen konnte, ohne diesen in den Schuhen anzusammeln und wie die anderen nachher ausleeren zu müssen.
So ging der Abstieg teils recht flott und mit den Stöcken konnte ich mich gut abstützen und ausbalancieren.
Ich glaube, das Skifahren lerne ich doch noch durch diese Trockenübungen! ;o)

Ca. 800 Hm auf 4 km ging es bergab zum Örtchen Tacheddirt bei Km 32.
Hier joggte ich wieder über die abschüssigen Dorfwege vorbei an von Kindern gehüteten Schafen und Rindern, an waschenden Frauen, freudigen Kindern und freundlich grüßenden Jugendlichen.

Fast am Ende des Dorfes nach vielen engen vermüllten Gassen war der zweite VP PC 16, wo die sehr freundlichen Helferinnen mir die Flaschen wieder füllten, während ich mir Apfelstücke, möglichst ohne Bienenzusatz, der reichlich dort unterwegs war, Salzstangen und ein paar Nüsse und zwei Becher Cola genehmigte. Alles war sauber zum Schutz vor den Bienen in großen Tupperdosen verpackt.

Mit einem Becher Wasser gegen den klebrigen Colamund verabschiedete ich mich dankbar und bog hinter dem kleinen Mäuerchen aus dem VP, um gleich noch einmal zu schlucken.
Ich wusste ja, dass es jetzt zum letzten Berg noch mal ca. 600 Hm auf 5 km hinauf geht, aber eine so steile mit Müll dekorierte Betonrampe hatte ich nicht sofort erwartet.
Puh, na gut, auf geht´s!

Diese Rampe war mitten im Ort und für die Bewohner wohl ein normaler Weg.
Oben ging es noch mal eine schmale Gasse entlang hinaus aus dem Örtchen über die Muliwege weiter steil hinauf auf den Tizi n´Addi auf gut 2900 Meter Höhe.
Diesen hab ich als einen der schönsten Anstiege in Erinnerung, war er doch teils wunderschön felsig.
Unterwegs tränkte ich meine runter gezogenen Armlinge in einem kühlen Bach und kühlte auch den Kopf mit meinem nassen Stirnband.

Oben angekommen grinste mich ein blaues aufgesprühtes lachendes Gesicht auf einem finalen Felsen an.

Oben! :o)

Auf einem noch höheren Felsen lag ein Helfer in der Sonne und feuerte einen das letzte Stück hoch an.
Der hat´s gut! :o)

Ich auch! Ich genieße es trotz der Anstrengungen, das hier tun zu dürfen! :o)

Nun waren es nur noch gut 5 km bergab, die gelaufen werden mussten.
Meine Zeit war angepasst, nicht schnell, aber in Ordnung.
Die Beine waren trotz der steilen Abstiege dank des gedrosselten Tempos gut und ich konnte nicht zu felsige Stücke gut und recht locker runter laufen.

Irgendwann kamen wir auf eine Schotterstraße.
Ein Schäfer kam mir hinauf entgegen mit nettem Gruß.
Um die nächste Kurve kam eine Art Betonbrücke, vor der ein großer Hund links lag, der sofort aufsprang, als er mich kommen sah. Er knurrte und bellte und stand geduckt zum Angriff mit gefletschten Zähnen und trotzdem hatte ich keine Angst und strahlte dieses auch aus, richtete meinen Blick weiter gerade aus und lief mit fester Stimme sagend „Was willst du denn, hau ab!“ ohne zu zögern mit ca. 3 m Abstand an ihm vorbei.
Knurrend und geifernd hockte er da und als ich mich umblickte, weil es sich nach beginnendem Angriff anhörte, wich er bellend zurück und kam zum Glück nicht hinterher. Puh!

Ich joggte weiter und wunderte mich, dass keine blaue Markierung mehr kam.
Dann entdeckte ich ca. 100m tiefer auf einem Singletrail die zwei Franzosen, die mich kurz vor dem Hundevorfall überholt hatten.
Mist, ich hatte eine Ausfahrt verpasst, weil ich mich auf den Hund konzentriert hatte. Zurück konnte ich daher nicht, also rutschte ich vorsichtig den steilen Hang hinab, um wieder auf den richtigen Weg zu gelangen.
Blöd gelaufen! Der Hund lag dort wohl nicht ohne Grund?!

Jetzt waren es nur noch ca. 3 km über ein gerölliges Flussbett durch ein grasiges Tal. Die konnte ich wieder gut locker traben.
Ein kleiner Bach musste noch überquert werden und die beiden dazu nutzbaren Steine waren deutlich blau markiert.
Ich nahm oberschlau den dritten halbnassen Stein und rutschte prompt platschend mit beiden Füßen in den Bach, die Beine mit dem eiskalten Wasser nass bis an die Knie.
Macht nichts, sind höchstens noch 800m bis zum Ziel und die Abkühlung macht wach und frisch, soweit noch möglich.

Langsam joggte ich mit dickem Kloß im Hals Richtung Zielbogen, wo Kiki, Petra und Fraggle und einige andere Mitläufer und Helfer mich freudig empfingen.
Der schwerste Marathon Afrikas war geschafft und ich war froh, trotz der auffälligen Atemprobleme doch noch so problemlos diesen gefinisht zu haben!
Kiki, Petra und Fraggle waren 5 Minuten vor mir angekommen und so konnten wir uns gemeinsam freuen. :o)

Nach dem Duschen genossen wir erst mal ein kühles „Mädchenbier“, welches man in der Herberge günstig kaufen konnte.
Danach war Abendessen mit Suppe, Nudeln und Hähnchen und Gemüse dran.

Später genoss ich (soweit man das genießen kann) noch eine Massage der Beine, wo der Physio mich deutlich spüren ließ, dass doch einige Muskeln stark belastet waren. :o(

Zur Belohnung gab´s noch ein Mädchenbier mit allen anderen. Das Zeug war extrem süffig und der alternative Rotwein ist grundsätzlich nichts für mich für einen weiteren bevorstehenden Lauftag.

Der Start des zweiten Laufs der Challenge war um 09:00 Uhr und ich schlief relativ gut im Zelt. Durch den Sonnenbrand auf den Armen war mir auch nicht kalt in der Nacht! ;o)

26 km mit 1400 Hm waren in mindestens 7 h zu bewältigen.
Eigentlich sah das Profil nicht so extrem wild aus, begann der Lauf doch mit den letzten 5 km des gestrigen Marathons, also die ersten 3 km relativ flach mit grade mal 150 hm durch das Flussbett und dann noch gut 2 km mit 250 hm hinauf auf den Tizi n´Addi.
Von dort ging es ca. 600 Hm auf 5 km auf einem anderen Weg runter zum PC 16 von gestern.

Wir sammelten uns kurz vor dem Start im großen Zelt und da es ja schon hell und relativ warm war, blieben die Jacken und Mützen im voll gepacktem Rucksack.
Die Pflichtausrüstung galt auch für den 26er, denn auch hier musste gewährleistet sein, sich bei Rennabbruch ggf. auch länger versorgen zu können in der Einöde.
Ich fühlte mich etwas schlapp und hatte Halsweh.

Der Start erfolgte und ich trabte mit allen nicht zu flott los.
Sofort waren Kiki und Fraggle verschwunden und ich lief sofort blau und musste schon nach ein paar 100 m gehen.
Alle düsten an mir vorbei, einige den original gekennzeichneten Weg über den Bach, andere oben an der Straße entlang.
Ich nahm den Originalweg und machte Gehpausen sobald der Körper danach unerbittlich verlangte.
Verdammt, was ist das, warum geht das nicht, warum kann ich nicht mal langsam joggen ohne wie bei einem schnellen 10er zu Atmen?
So extrem war es doch gestern nicht?!
Immer mehr Läufer überholten mich und ein paar wenige mussten auch gehen, wie ich. :o(

Nach ca. 3 km, als es in den Berg steiler hoch ging, bremste mich die Lunge völlig aus und ich schlich wie eine lahme Raupe Schritt für Schritt, Meter für Meter die ersten Serpentinen hinauf.
Zwei beladene Mulis mit ihren Führern kamen mir entgegen und beachteten mich kaum, rempelten mit den Körben oder schwankte ich so stark?.
Ich wartete und schnappte nach Sauerstoffmolekülen.

Nun war ich wohl anscheinend die letzte und ich hatte tatsächlich den Gedanken, an dieser Stelle umzudrehen, weil ich nicht daran glaubte, in diesem Zustand auch nur einen Berg bewältigen zu können.
Hatte ich zu wenig gegessen oder getrunken oder zu viel gefrühstückt??
Bis auf die Höhe fiel mir keine richtige Erklärung dafür ein.
Ok, am ersten Tag hatte ich etwas geschwollene Füße, aber bisher keine auffälligen Kopfschmerzen.
Eine Stunde war schon um und ich schob mir zur Stärkung ein Gel rein.

Den ersten Berg kämpfte ich mich irgendwie hoch.
Danach sollten 10 km fast nur bergab kommen, da werde ich dann schon in den Lauf finden, dachte ich mir.
Runter konnte man viele der Trails laufen und so joggte ich, sobald und solange die Atmung es hergab.
Viel in der Gegend schauen konnte ich nicht, zu sehr musste ich mich auf die Strecke konzentrieren.

Bei Km 12 kam ich wieder durch einen Ort.
Heute hatte ich die La Sportiva Akasha Laufschuhe gewählt, um noch etwas mehr Dämpfung und Schutz vor den spitzen Steinen zu haben.
Diese haben jedoch ein meiner Meinung nach etwas weniger griffiges Profil im Vergleich zu den Mutanten und sind etwas niedriger im Schaft und kippeliger in der Sohle.
In einer Abwärtskurve über groben Schotter in dem Dorf wurde mir das dann zum Verhängnis.
Rechts saß ein junges Mädchen, ich grüßte und knickte im gleichen Augenblick mit dem rechten Fuß bis auf den Knöchel um.
Ich spürte, wie sich der Schotter in den Knöchel bohrte und jaulte auf.
Im gleichen Moment versuchte ich mich mit dem linken Fuß abzufangen, rutschte aber mit durchgestrecktem Bein nach vorne und saß dann auf dem steinigen Hosenboden und biss die Zähne zusammen.

Das Mädchen schlug die Hände erschrocken vor den Mund und blieb bewegungslos sitzen und schaute mich an.
Ich blieb einen Moment sitzen und sortierte mich.

Verdammt, was mach ich jetzt, wenn es nicht mehr geht, ich hier festsitze und abbrechen muss?
Diesen Gedanken wischte ich sofort weg, weiß ja nicht mal, wie der Ort heißt, geschweige denn, wie ich fragen muss.
Ich sehe mich schon mit dickem Fuß auf dem Muli zurück reiten, wie peinlich, nein danke!! :o(

Ich stand auf und testete den Flunken.
Aufsetzen ging, belasten tat die ersten Schritte ziemlich weh.
Der Schmerz ging aber mit jedem weiteren Schritt zurück und Gehen ging schon mal. Tabletten einwerfen? Ne, lass mal!

Der Fuß war grade instabil und ich wanderte erst mal die nächsten 100 Meter.
Zum Glück hatte ich wie bei jedem schweren Berglauf diesen mit Kinesio etwas die Außenbänder getaped, denn damit war ich schon als Kind häufiger umgeknickt und die Bänder, wenn überhaupt noch vorhanden, sind immer im Gelände eine Risikostelle bei mir.

Nach diesem Adrenalinschub war ich wieder wacher und tatsächlich konnte ich einigermaßen schmerzfrei traben, was auf der nun folgenden abschüssigen Schotterstrecke gut machbar war.
Ein Stein fiel mir vom Herzen und an dem VP bei Km 16,2 unten auf einer Höhe von ca. 1900 Metern pausierte ich nur kurz, um Cola zu fassen und die Flaschen zu füllen für den letzten langen Anstieg von knapp 10 km und ca. 1000 Hm.
Den Fuß blendete ich aus.

Steil ging es wieder 400 Hm am Stück hoch und meine Atmung limitierte mich extrem.
Dazu gesellte sich so was wie Seitenstechen im rechten Brustkorb.
Tiefes Einatmen war unmöglich.
Ich hechelte wie ein Hund in der Hitze.
Dieser Zustand war deprimierend.
Als auch dieser Anstieg geschafft war, ging es eine Zeit lang über eine wunderschöne Hochebene mit fast rotem Sand, knorrigen Schatten spendenden alten Bäumen und einem teilweise laufbaren weichen Pfad da durch.

Nach einer Zeit querten der Weg eine Schotterstraße, wo ein paar fleißige Helferinnen noch mal mit Wasser und Cola und Notizzettel standen.
Sie wiesen mich darauf hin, dass ich wohl Nasenbluten hatte und ich wischte schnell mein Gesicht sauber und beteuerte, dass alles soweit in Ordnung sei und ich den Rest jetzt auch noch hin bekommen werde. Die Cola tat gut und die zwei leeren Flaschen zu füllen war nicht verkehrt, obwohl ich noch zwei volle hatte.

Ich wusste, jetzt kommt noch mal ein richtig steiles Stück und machte mich mit einem schnellen Merci auf den Weg.
Schritt für Schritt hiefte ich mich mit eisernem Willen die felsigen wurzeligen Wege hinauf, überholte sogar noch ein Mädel im Klettern, die noch langsamer voran kam und immer wieder Pausen einlegte.
Ich hatte meinen langsamen Rhythmus unter erträglichem Schmerz und dem Schnappatmungs-Limit gefunden und stiefelte immer weiter immer höher und sehnte so sehr die beiden roten Fahnen auf dem Pass herbei.

Irgendwann nach dem wahrscheinlich schönsten Teil der Strecke, den ich kaum bewundern konnte, sah ich sie und doch waren sie noch so weit weg.
Von dort wusste ich, ging es nur noch ca. 1,5 km runter ins Tal ins Ziel.

Am Schotterhang entlang trabte ich wieder und die letzten Meter hoch zu den Fahnen nahm ich noch alle Kraft zusammen um mich dann zwischen diese zu stellen und für einen Moment den Ausblick aufs Ziel wirken zu lassen.

Hier stand ich wohl etwas zu lange, denn grade trottete ich 100m in den Abstieg, da hörte ich von hinten das Mädel kommen.
Jetzt wollte ich doch noch mal etwas Gas geben und prompt knickte ich wieder leicht mit rechts um. :o(
Nein, jetzt nicht noch den Herbst mit Laufpause versauen, Tempo raus, Mädel vorbei lassen und vorsichtig ins Ziel trotten. *grummel*

Auf der Straße angekommen klatschten die Läufer am Rand und vor Freude schnürte sich schon wieder der Hals zu und ich japste.
Maaaan, reiß dich zusammen, du willst stolz ins Ziel laufen und nicht japsend watschelnd wie eine fette Ente!!!
Die Vorstellung half und schon ging das Traben lockerer und leichter.

Drin! :o))))

UTAT Challenge gefinisht!!!

Nach 05:43h waren die 26 km Geschichte.

Im Ziel schauten wegen dem erneuten Nasenbluten und der schnellen Atmung zwei Helfer etwas besorgt nach mir, aber ich wischte das schnell weg und schnappte mir Wasser und Brot und setzte mich zum Runterkommen und Durchatmen erst mal in eine schattige Ecke.

Nach ein paar Minuten beruhigte sich der Körper und ich holte mir mein Finisher-Shirt und ging zum Zelt, um die Duschsachen zu holen.
Kiki und Fraggle kamen mir freudestrahlend entgegen und ich war so froh, es doch geschafft zu haben.
Auch die beiden hatte es geschafft und Kiki durfte sogar als 3. auf´s Treppchen der Frauengesamtwertung!!
Fette Gratulation!!! :o)))

Im Zelt kam ich erst richtig zur Ruhe und genehmigte mir mein mitgebrachtes von der Nacht gekühltes Belohnungs-Erdinger. :o)

Abends nach der Massage wurde noch gemütlich etwas gefeiert und da unser Flieger erst am Dienstag zurück nach Deutschland ging, verbrachten wir noch eine 1001 Nacht in einem royalen Riad in Marrakesch.

Diese Veranstaltung ist etwas ganz besonderes und wer Abenteuer pur und die Berge liebt, ist hier genau richtig. Alpine Erfahrung sollte man haben und vor allem sollte man topfit diesen in Angriff nehmen. Einen Tag später zeigte sich bei mir ein Infekt, der vermutlich Ursache für meine Atemprobleme unterwegs war und die Höhe und das fehlende Bergtraining war sicherlich auch maßgeblich beteiligt. Der Fuß gab Entwarnung und war nur geringfügig dick.

Ich hatte mal wieder laufend oder wandernd ein wunderbares Abenteuer erlebt mit tollen Leuten in einer traumhaften Gegend, habe die große Armut und die Herzlichkeit der Menschen in Marokko gesehen und weiß umso mehr mein eigenes Glück zu schätzen.

Lieben Gruß Carla-Santana

5
Gesamtwertung: 5 (10 Wertungen)

Wie schön...

Ihr habt's gemacht, wie toll!
Und mal wieder frisches Kopfkino vom TATU.
Ganz vielen Dank für den tollen Bericht.

- Stefan

Alter Schwede!

Berge kannst Du. Aber in der Höhe und mit Infekt im Anflug... hoffentlich rächt sich Deine unge da nicht noch für.
Glückwunsch zum hart erkäpften Finish! Und nun erhol Dich mal fein!

Danke

Hart gekämpft und sehr gut ins Ziel gekommen! Glückwunsch!
Vielen Dank für die schönen Tage in Afrika :)

Meeeeegaaaa

Liebes Pferdchen,
Toll gemacht!! Richtig gekämpft und mal wieder gesiegt. Danke für den spitzenmäßigen Bericht!!!

Energieleistung

erster Güte in einer schier unglaublichen Landschaft! Afrika scheint wirklich nochmal ein anderes Ding zu sein - Du hast das wunderbar gemacht und toll beschrieben - vielen Dank für diesen Erlebnis-blog!!!
Kurier dich gut aus und ich hoffe zu zehrst noch ganz lange von dieser grandiosen Erfahrung!

Gruß, Dominik
_____________________
"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

Heldin der Berge!

Was für ein großartiges Abenteuer. Bin schon vom Lesen außer Atem. Riesengroßen Respekt fürs durchkämpfen. Toll!!

Ich bin dann mal weg

Super Leistung mit

wenig Sauerstoff ;-)

Schöner ehrlicher Bericht. Die Höhe hat so seine Tücken. Wenn es heute gut geht heißt das noch lange nicht das es beim nächsten Mal gut geht. Bei dir natürlich im umgekehrten Fall ;-)
Es war ein schönes Wochenende und ich durfte live miterleben wie du/ ihr die Challenge gemeistert habt.
Wer dort je gelaufen ist weiß das hier andere Bedingungen auf ihn warten.

Bon Courage !

Fraggle

Ich beneide euch glühend

Und weiß, dass ich das niemals schaffen kann, spätestens seit gestern (mal wieder). Die Atemnot in der Höhe kenne ich auch (war da 2008 wandern), mit Infekt ist das natürlich doppelt so übel. Aber die Kämpferin zieht das Ding durch, ohne Luft dafür mit Knöchel. Irre.

Du weißt aber, dass der comrades nur Asphalt hat???

Ganz großen Respekt vor deiner Leistung!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Es ist wunderbar

solch Bericht zu lesen, großartig, wenn man auch noch die Hauptdarstellerin kennt;-) Liebes Pferdchen, das war mal wieder grandios, sowohl der Bericht als auch dein Lauf! Ich freue mich riesig, dass du sowas erleben darfst und uns dran teilhaben lässt! Tiefe Verbeugung vor deiner Leistung und meinen allerherzlichsten Glückwunsch!!!
Das Foto mit Baum und Sonnenstrahlen ist göttlich! Schick das mal bei einem Wettbewerb ein, im Ernst!
Die Geschichte mit dem Hund hätte nicht sein müssen. Wenn man sowieso schon Schnappatmung hat, setzt sie womöglich ganz aus, *wuaaarrrrr!* Aber wahrscheinlich war dein Drang nach Überleben (Ankommen) größer als jede Angst vor irgendwelchen Vierbeinern;-)

Lieben Gruß
Tame

Vielen Dank Tame :o)

Das Foto ist ein Kunstwerk vom Fraggle! Der kann sowas einfach!
Ich durfte es für den Blog verwenden sowie einige andere von Ihm.
Wenn Du die anderen alle noch sehen könntest...Zucker!! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Ich bin schwer beeindruckt!

Fast unglaublich, was Du alles schaffst! Und daß Du Dir dann noch die Zeit nimmst, uns alle mitzunehmen und mit diesem tollen Bericht und den Fotos zu versorgen!! DANKE!!!
Und gaanz herzlichen Glückwunsch!

@ Fraggle

Wir wollen die anderen Bilder auch noch sehen! Kannst sie ja an deinem Blog hängen, der fehlt uns hier noch dringend! Der Lauf im 1001 Nacht-Land aus Männersicht;-)

Lieben Gruß
Tame

Mal sehen...

vielleicht kommt da noch was

Fraggle

ganz herzlichen...

...glückwunsch, liebes pferdchen. und vielen dank für den wunderbaren bericht und die tollen fotos (natürlich auch an fraggle)
hach, marokko....ich hab dich schon glühend beneidet um die reise. um den lauf nicht unbedingt. ich weiß was ich NICHT kann, und das wäre sowas.
aber von träumen is ja erlaubt...
____________________
laufend schaut sich jetzt nochmal die schönen fotos an: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Wieviel grandiose Erlebnisse passen eigentlich in ein Jahr?

Du haust ja ein Riesending nach dem anderen raus?! Irre, wozu ein menschlicher Körper alles in der Lace ist! Bleib gesund, liebe Carla, und denke auch mal unbedingt an Regeneration!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Chapeau Madame

Meine Güte, war das spannend zu lesen. Danke für diesen ehrlichen Bericht und jetzt erhol dich ganz schnell wieder !!

LG,
Anja

Was eine tolle Ecke!

Ja, immer wieder dankbar sein für das, was man hat. Man kann es sich nicht oft genug vor Augen führen.

Bemerkenswert finde ich (auch aus eigener Beobachtung), dass meist Menschen mit wenig materiellen Gütern sehr herzlich und gastfreundlich sind.

Jedenfalls eine grandiose Ecke - landschaftlich sehr schön. Hach, was haben wir für einen tollen Planeten! Das laufend / wandernd erleben zu können ist ein riesiges Geschenk.

Gratulation zum erfolgreichen Finish - und gute Erholung.

Oh, wie tapfer!

Du kannst wirklich kämpfen, das ist unglaublich. Vielen Dank, dass Du das so ausführlich aufgeschrieben hast. Ich bewundere Euch sehr, aber Dein ehrlicher Bericht zeigt auch ganz deutlich, dass es ein wundervolles Abenteuer ist, aber keines, das man irgendwie geschenkt bekommt. Danke auch dafür!

1000 herzliche Glückwünsche
yazi

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links