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Benutzerbild von clarin

Maximal 250 Startplätze, 21 Kilometer, rund 700 Höhenmeter (auf und ab) auf Alpwegen und Trails durch die Emmentaler Hügellandschaft, vorbei an wunderschönen alten Bauernhöfen, am Horizont das Panorama der Berner Oberländer 4‘000er: Dieser Halbmarathon stand schon lange auf meiner ‚bucket list‘. Dieses Jahr hat es terminlich endlich geklappt – und der Virus ist gesetzt! Ich bin noch nie so einen kurzweiligen HM gelaufen.

So machten wir uns also am Samstag, 20. August 2016 zu viert auf in den Weiler Gohl bei Langnau im Emmental. Schon die Anfahrt durch die schöne Landschaft war ein Genuss. Kurz vor dem Ziel wurde die Strasse immer enger, bis wir fast am Talende die kleine Schule von Gohl erreichten. Die beiden Klassenzimmer der Mehrjahrgangsklassen dienten als Garderoben, links die Frauen, rechts die Männer und in der Mitte im Flur der Sanitätsposten. Auf dem Schulhausplatz die ‚Festwirtschaft‘ des Turnvereins, der den Lauf ausrichtete.

Das Wetter war unsicher, so dass ich mich für die Trailschuhe entschieden hatte – eine weise Wahl, wie sich herausstellen sollte. Pünktlich mit der Startklappe (ja, wie am Filmset!) um 11 Uhr begann der Regen. Und es wurde in den Hügeln neblig. Na ja, wenigstens keine Hitze. Ich reihte mich am Schluss des Feldes ein, bergauf laufen ist nicht meine Stärke, und die ersten knapp 2 km ging es gleich ordentlich hoch (ca. 250 Hm).

Das Alpsträsschen ging bald in den Wald über, dann abwechselnd über Trails an steilen Wiesenhängen, über Kuhweiden und Waldwanderwege, nass, oft mit Steinen und Wurzeln. Bei KM 8.9 ein Schild, dass der höchste Punkt erreicht sei (etwas über 1‘300 m, Gohl liegt auf 760 m) – das war nur für den Kopf, denn der Trail ging weiterhin munter rauf und runter, erst die letzten 3 km konnte man es richtig bergab laufen lassen.

Man musste alle Sinne beisammen halten, um nicht zu stolpern, langweilig wurde es auf dieser Strecke nie! Ich hängte mich an meine beiden Kollegen an und entwickelte so endlich einen gewissen Tempo-Ehrgeiz, der mir bei den letzten Rennen so sehr gefehlt hatte – raus aus der Komfortzone. Und es lief super! Schnell ging aber nicht immer, manchmal war es – bergab – so nass, steinig und steil, dass ich vorsichtig blieb, aber zwischendurch kam immer mal wieder ein Alpsträsschen, das angenehm zu laufen war.

Die sechs Verpflegungsposten auf der Strecke waren von Bauernfamilien liebevoll gestaltet und mit Tee, Iso, Wasser, Riegeln und Äpfeln prima ausgestattet. Nach ca. 15 km hörte der Regen auf, der bis dahin mystisch über den Tannen liegende Nebel lichtete sich und gab die Fernsicht preis. Ich habe es einfach nur genossen und konnte die letzten Kilometer – bergab, wie ich es liebe – so richtig Gas geben (na ja, für meine Verhältnisse ;-).

Ins Ziel kam ich nach 2:38 h, damit war ich sehr zufrieden, mehr liegt zur Zeit für mich nicht drin. Als Finisher-Geschenk gab es für jede/n ein ordentliches Stück Bergkäse, sehr willkommen! Zum Abschluss genehmigten wir uns in der Festwirtschaft noch Rivella, Pommes und frische Nussgipfel, und wir sind uns sicher: Hier müssen wir wieder hin. Der Turnverein Gohl macht mit seinem Emmentaler Halbmarathon einen super Job – 2016 schon zum elften Mal! Erstaunlich, dass die 250 Startplätze in den letzten Jahren offenbar nicht ausverkauft sind - das hätten die Veranstalter und Helfer mehr als verdient.

4.666665
Gesamtwertung: 4.7 (3 Wertungen)

Ich finde

Deine Zielzeit völlig in Ordnung, wenn man die Höhenmeter und die Streckenbeschaffenheit berücksichtigt.

Dieser HM steht auch noch auf unserer Wunschliste, passte aber nicht in unsere Jura-Toplaufserie.

Ich liebe es ja, wenn es regnet, aber weiss auch, wie nachteilig das für eine trailige Strecke sein kann.

lg us em Aargau

Laufen berührt die Sinne, verwöhnt unsere Seele und macht uns stark, das Leben in allen Situationen anzunehmen.

Heldenfaktor

ich liebe es NICHT, wenn es regnet, schon gar nicht auf Trails und schon überhaupt gar nicht (äh gibt es das???) bergab!

Du bist meine persönliche Heldin! Und danke für die Warnung, was ich nicht laufen sollte ,-))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Heimatlauf..will auch

Sali Clarin,
Super Leistung. Ich wollte den schon einige Male laufen, denn er geht durch meine Heimat. Da kommen sehr viele Jugend Erinnerung auf. Wenn nicht nächstes Jahr, so steht er in 2 Jahren auf dem Plan..lg

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