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Hallo zusammen,

heute beim Doc ein Interview über Füße, Schuhe ... gelesen. Hab noch schnell Foto machen können.

Herr Trautmann, warum sollen moderne Menschen Einlagen tragen? Ist es nich besser, barfuß zu laufen?

- Barfußlaufen ist grundsätzlich super. Aber nicht auf jedem Terrain, auf dem wir leben, sprich auf Beton, Steinboden oder Parkett. Der Fuß, die Muskulatur, knallt dabei auf das harte Element. Im Garten, auf der Wiese, ja sogar im Kiesbett zu laufen tut dem Fuß gut. Da werden Rezeptoren an der Fußsohle aktiviert, wie bei einer Fußreflexzonen-Massage. Das zwickt an der Fußsohle und wird daher immer weniger gemacht.

Was ist so schlecht an diesen harten Böden?

- Knapp gesagt: Da werden unsere Pufferelemente wie Menisken, Bandscheiben usw. massiv überbelastet. Hier ist eine weiche Einlage mit Stoßdämpfern sehr hilfreich, die körpereigenen Dämpfungsressourcen zu schützen.

Die Barfuß-Fraktion glaubt, die Einlage schade mehr, als zu helfen.

- Früher waren und teilweise sind auch heute die Einlagen aus harten Materialien gefertigt. Dadurch wurde der Fuß an den Stellen, wo er nicht mehr so leistungsfähig war, massiv unterstützt. Wie bei einem starren Gips, bildete sich dadurch die Muskulatur zurück. Aber moderne Einlagen sind flexibel, unterstützen nur so viel wie nötig und fordern den Fuß so viel wie möglich, damit Muskulatur aufgebaut wird.

O. g. bedeutet ja, dass man quasi kaum barfuß gehen sollte, weil ja fast überall Beton, Stein und Parkett vorhanden ist.

Was sind denn solche weiche Einlagen?

Hier gibt es ja eine Vielzahl von Einlagen:

http://www.einlagen-info.de/orthopaedische-schuheinlagen

Welche davon ist gemeint?

Was ist denn dann von diesen ach so tollen sensomotorischen Einlagen zu halten? Die sollen ja der Oberhammer sein, oder!?

Was denn nun? Auch z. B. bei Senk-Spreiz-Füßen oder anderen Füßen mit Fußfehlstellungen?! Weiche Einlagen in Laufschuhen mit welcher Sprengung? Barfuß ist doch ohne Sprengung, also dann sog. "Barfußschuhe" nutzen und in denen dann weiche Einlagen tragen? Oder am besten nur weiche Einlagen unter die Füße schnallen? Normale Laufschuhe sind ja z. B. auch weich oder gedämpft oder so, jedenfalls nicht hart, oder!? Aber die haben ja z. T. eine mega Spregung, sodass ja fast unausweichlich zuerst die Ferse aufkommt, wenn man geht und läuft. Also auch Müll, oder!?

Nike sagt z. B. über den Free, dass der NICHT für Personen gemacht ist, die Füße mit Fußfehlstellungen haben. Aber was ist mit einem Free mit weichen oder sensomotorischen oder welchen auch immer Einlagen? Was ist dann mit anderen sog. "Barfußschuhen"? Auch nichts für Menschen mit Fußfehlstellungen? Müssen Menschen mit Fußfehlstellungen immer Einlagen tragen, ob jetzt weich oder hart oder mittel oder flauschig oder gelig, sofern sie nicht ihre Fußfehlstellungen durch entsprechendes Training in den Griff bekommen?

Was meint ihr zu diesem Thema? Was ist euer Meinung nach das Beste/Gesündeste? Gibts zu diesem Thema aktuelle unabhängige Studien, die irgendwie was anderes belegen?

Schöne Grüße

DU

PS: Übrigens, Herr Trautmann ist übrigens ein Schuhorthopädie-Techniker. Tja, hat er nur diese Meinung, weil er mit dem Verkauf von "weichen Einlagen" Geld verdient oder ist da was dran?

viele Meinungen

Aus meiner Erfahrung: angefangen mit dem Laufen habe ich vor 11 Jahren mit Sporteinlagen ("massiver Senk-Spreizfuß"), immer noch Schmerzen, also gestützte Schuhe plus Einlagen, irgendwann immer mehr Stütze und immer mehr Einlagen bis irgendwann Ende erreicht war: "mehr geht nicht".

Also habe ich kurzerhand umdisponiert und langsam auf flache leichte Schuhe ohne Einlagen umgeschult (dauerte ein Jahr), im Alltag Nike Free 5.0. Und nach einem Jahr: schmerzfreies Laufen mittlerweile auch über 100km - auf Asphalt! Kurze Strecken (bis 20km )laufe ich auch gerne in Barfußschuhen (Vibrams Five Fingers, New Balance Minimus Trail usw.).

War gestern beim Orthopäden (vermutete einen Ermüdungsbruch, war aber gottlob nur eine gereizte Sehne - Andenken an Wandern in Wanderstiefeln!), der - ach nee - einen (beginnenden!!!) Senk-Spreizfuß konstatierte und Einlagen empfahl... Na, wenn der Spreizfuß - 11 Jahre nach der ersten Diagnose (damals "massiv") erst beginnt habe ich ja alles richtig gemacht ;-)

Meine Meinung: wer wirklich eine massive schmerzhafte Fußfehlstellung hat und dem Einlagen helfen: bitte schön. Dafür haben wir Medizin mal erfunden.... Aber Einlagen nehmen der Muskulatur auch alles ab, die braucht dann gar nichts mehr zu tun. Daher finde ich ein "Training" sehr sinnvoll: Fußgymnastik und im Alltag Schuhe, die den Füßen auch etwas abfordern!

Die Mär von dem "weicher Waldboden" ist gesünder ist übrigens inzwischen auch widerlegt: 1) wo haben wir noch weichen Waldboden, in der Regel laufen wir auf mehr oder weniger geschotterten Forstwegen und 2) ist die Sturzgefahr eben auch höher durch Wurzeln, Steine usw. Wer Citymarathons laufen will sollte - meine Meinung - auch auf Asphalt trainieren, sonst wird er wenig Freude haben.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Meine Meinung dazu...

ist, dass Mensch und Tier ursprünglich nicht für das dauerhafte Laufen auf Asphalt ohne Folgen (Anpassung oder Verschleiß) gemacht ist, denn die Natur hat keine Straßen.
Seitdem der Mensch Schuhe trägt, verweichlichen die Füße und der Körper passt sich den heutigen Lebensumständen in den "reichen" Ländern an. (Überangebot an Essen und Bewegnungsmangel)
Die Voraussetzungen sind bei jedem individuell. Meine Füße sind Knick-Senk-Spreizfüße und nach damaligem Laufbeginn bekam ich durch Überlastung und falsche Schuhe beidseitig Probleme. Mit den ersten knallharten Ledereinlagen verschwanden zumindest die Überlastungsprobleme relativ schnell, aber die waren unangenehm. Die nächsten mittelharten Einlagen von einem angeblichen Spezialisten aus Münster waren schon besser, aber optimal und Langstreckentauglich waren dann die weichen Einlagen auf sensomotorischer Basis von einem Orthopädieschuhmacher (der keine Laufschuhe verkauft!). Diese werden jedes mal nach digitalem Fußscan neu an die veränderte Muskulatur angepasst.
In Alltagsschuhen trage ich keine Einlagen und sehr gerne Lightschuhe (Nike Free oder Scetchers oder noch leichter).
Zur Abwechslung trainiere ich meine Füße auf kurzer Strecke auch mal laufend/trabend in Barfußschuhen.
Trotzdem trage ich im intensiven Lauftraining und bei den Marathons und Ultras immer die weichen Einlagen, denn ich glaube nicht, dass ich meine Füße noch in den Optimalzustand zurück trainieren kann.
Für Kurzstrecken reicht die Muskelkraft, aber bei den Marathons und Ultras werden die Muskeln zwangsläufig ermüden und überlasten und dieses kann ich mit den Einlagen verhindern.
Auch möchte ich es gar nicht herausfordern, solange die Langstrecken mit den Einlagen gut funktionieren.
Bei dem einen funktioniert es, bei dem anderen nicht, daher kann ich auch keine Empfehlung geben, sondern nur von meiner Erfahrung schreiben.
Never change a running system!

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Ich bin seit kindesbeinen an

Ich bin seit kindesbeinen an mit einlagen gelaufen (Fußfehlstellung) und mit steigender intensität meiner Läufe hat es igendwann einen Knall gegeben und ich hatte nur noch schmerzen im rechten fuß.
Mehrere Ärzte konnte mir nicht helfen, bis ich einen gefunden habe der gemeint hat das ich mich nicht zu wunderen bräuchte, da meine Muskulatur im Fuß durch die Einlagen quasie nicht mehr Vorhanden ist und ich zurück zum natürlichen Laufen solle.
Seit dem mach ich in Regelmäßigen abständen Barfuß Strandläufe, und habe keine Probleme mehr.

Probiere einfach aus und entscheiden dann was dir gut tut.

Liebe Grüße

Sensomotorische Einlagen..

...sind klasse! Ich hab auch Knick-Senk...Dingens-Füße und dazu noch zwei operierte Füße - ich trage in allen Laufsschuhe Einlagen. Auf den längern Strecken stützende (die bösen, aber mir tun sie gut) und auf Strecken bis ca. 2 Stunden die sensomotorischen in recht flachen Schuhen. Ich habe eine Weile herumprobiert, bis ich die für mich passende Mischung gefunden habe, aber es lohnt sich, das sorgfältig zu testen.
Die Sprengung hat bei mir weniger auf die Füße gewirkt, allerdings fanden meine Knie Schuhe mit starker Sprengung doof. Auch hier war der Weg zum passenden Schuhmix ein längerer.

Die sensomotorischen Einlagen regulieren das Abrollverhalten des Fußes, sodass keine Fehlbelastung mehr erfolgt. Leider sind die Dinger nicht ganz billig und die Krankenkassen sehr sparsam.

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