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Benutzerbild von WWConny

Monschau in der Eifel, das schuf nicht Gott, das schuf der Teufel.

So schrieb der Kaiserstädter via fb, als ich mich angemeldet hatte. Motivierend wie immer.
Nach 2*5:24 in 2012 und 2013 wollte ich‘s mal mit ordentlichem Training versuchen und ein drittes Mal in Monschau antreten.

Aber irgendwie war der Wurm drin. Das fing schon mit dem Shirt an. Bei Anmeldung bestellt, Damen XL. Bei Abholung gehört „Was? XL für Damen gibt’s garnicht“ Toll, warum gibt’s dann keine Fehlermeldung - denke ich und sage: „Dann nehme ich eins in L“. Antwort: „L nurnoch für vorgemeldete Läufer“. Hallo? Ich BIN vorgemeldet. Es entspann sich eine längere Diskussion und am Ende war meine Laune im Keller und ein Herren-Shirt in L in meiner Tasche. Ich habs noch garnicht anprobiert, weiß aber jetzt schon, dass es aussieht wie Kartoffelsack der über dem Hintern spannen wird.

Aus dem Laune-Keller holten mich Maren und Jan im weiteren Verlauf des Abends erfolgreich wieder raus, das Kniescheibchen trudelte dann erst recht spät ein, da waren wir schon fertig mit Futtern und ich wieder am Zelt. Insgesamt ein irre netter Abend, auch wenn er zu kurz war, um alles zu bequaseln, was wir gern bequasselt hätten :-).

Damit hätte ich das Wochenende beschließen sollen. Habe ich aber nicht, sondern nach einer nahezu schlaflosen Nacht stand ich kurz vor 8 am Start, da war Jan schon auf der Ultralauf- und die Kniescheibe auf der Marathon-Wander-Strecke. So blieben Anja B., Maren und ich zwischen den vielen Läufern und nahmen erstaunt zur Kenntnis, dass es sogar Pacemaker gab. Für Zielzeiten von 3:29 bis 4:14. Ha ha ha!

Das erste Viertel lief richtig gut. Puls nicht zu hoch, Beine locker, 1h 16min (überwiegend bergab). Das zweite Viertel lief ganz ok. Puls etwas höher aber im Plan, Beine willig, 1h 25min (das Viertel mit den meisten Steigungen). Dann zog irgendwer den Stecker. Die Beine völlig kraftlos, brauchte ich fürs dritte Viertel der Stecke 1h 31min, obwohl mehr Gefälle als Steigungen dabei waren. Nach 30 km war die Motivation völlig im Eimer. Hätte ich Geld dabei gehabt, ich hätte mir ein Taxi gerufen. Hatte aber keins, also wanderte ich weiter, ab und an ein paar Laufpassagen einstreuend. Für das letzte Viertel brauchte ich dann 1h 44min, obwohl dieser Teil der Strecke der technisch einfachste ist. Tröstlich nur, dass ich nicht die Einzige war. Wir Langsamen da hinten fluchten gemeinsam (wild durcheinander holländisch und deutsch), lachten ungläubig über den eigenen Wahnsinn und fluchten weiter. Ein bisschen gejammert haben wir auch - man gönnt sich ja sonst nichts.

Nach 5:55 und paar Zerquetschten schleppte ich mich über die Matte, es machte Piiiiieps und ich stoppte die Uhr. „Das Ziel ist da vorne“ rief der Sprecher, da musste ich doch glatt NOCH 50 Meter laufen.
Im Ziel gabs eine Rose und die obligatorische Medaillie. Urkundendruck ging ebenfalls flott. Ich schlich zurück Richtung Zelt, konnte Maren und Jan noch winken, die just in diesem Augenblick an mir vorbei fuhren und traf alsbald auch die Kniescheibe, die schon fast eine Vermisstenanzeige aufgeben wollte.
Durchatmen, Banane essen, duschen, Gerassel zusammenpacken, Abfahrt. Fertig.

Gabs auch was Gutes am Lauf? Ja, durchaus. Keinerlei Beschwerden im Verdauungstrakt dank kompletter Eigenverpflegung (Gel und Elektrolyt-Getränk). Außer Wasser und Salztabletten nahm ich nichts von den dargebotenen Köstlichkeiten (die es alle Naselang in Hülle und Fülle gab). Und so blieb der Magen friedlich, ich von Waldstops verschont, und selbst das Anschwellen der Hände blieb nahezu aus. Auch keine Nachlaufkopfschmerzen.
So verbuche ich den Lauf am besten unter Verpflegungsoptimierungslauf.

Woran es nun schlussendlich lag? Tja, ich weiß nicht. Zu wenig gequält? Vor der Marathon-Trainingsphase noch nicht auf ausreichendem Trainingslevel gewesen? Doch paar richtig lange Läufe zu wenig? Oder einfach einen gebrauchten Tag erwischt?
Vielleicht von allem ein bisschen.
Jetzt lass ich das mal noch ein bisschen sacken und wische morgen mal den Staub vom Rad.

Die Zahlen:
42,195 km mit ca. 800 Hm
Laufzeit 5:55:27 (Pace 8:26)
Puls: 79%

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Der Berg war diesmal nicht dein Freund

Ach liebe Conny, ich hätte es dir von Herzen gegönnt, aber ich glaube auch, dass dir die langen Läufe fehlten.
Du hattest Zweifel und die waren nicht unberechtigt, das weißt du.
Und trotzdem hast du es versucht.
Bleibe dran an deinem Plan und höre niemals auf anzufangen.

Danke für den sehr netten Abend und den Campingstuhl :))

LG, KS

Knapp gereicht

um gesund anzukommen, zu wenig um mit Spaß zu laufen.
Aber den Lauf nimmt Dir keiner mehr. Dein starker Wille hat Dich ins Ziel gebracht, dafür bewundere ich Dich immer wieder.
Erhol Dich gut, und Dein Rädchen freut sich sicher auch mal wieder über Auslauf!

LG,
Anja

Ach menno.... Ich habe viel

Ach menno....
Ich habe viel an dich gedacht, an diesem Tag.
Ich hätte es dir so gewünscht, das er so wird wie du es dir vorgestellt hast.
Ich bewundere ebenfalls deine mentale Stärke! Sehr! Aber das habe ich ja, glaube ich, schon mal erwähnt...

Fühl dich mal gedrückt, und ja, entstaube dein Rad und fahr bisschen im Wald. Das ist schön und tröstet.

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

es hat gereicht

fürs Durchkommen, und das gesund. Was will Frau mehr.

Spaß gemacht hat es keinen, das kann ich absolut verstehen. Dafür hätte es doch mehr Trainingskilometer gebraucht? Irgendwo wollte das Herz wohl doch nicht "nur ankommen", sondern auch "gut ankommen". Auch das kenne ich gut ;-)))

Den Ärger mit dem Shirt braucht keiner, so was kann einem die gute Laune vermiesen. Aber ich glaube, die war eh nicht so ganz da, denn deine Zweifel waren ja schon im Vorfeld da. Vielleicht lief es dann wie bei mir: Herz will ankommen, Kopf sagt realistisch: nein, das wird nichts werden. Immerhin: du hast dich durchgekämpft und bist angekommen! Dafür meinen Respekt und Glückwunsch!!!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

strider hat das....

sehr gut analysiert und das mit dem Zweifeln vorher kenne ich zu gut, auch wenn das von außen oft nicht so aussieht. Habe sehr gezweifelt an Berlin.

Mir war aber sonnenklar, dass Du das durchziehst, eben weil Dir klar war, dass es zum Schluss schwer werden würde.
Daher finde ich genau das stark und es bedeutet mehr, als so ein olles Shirt!
Du hast es geschafft und Dir wieder gezeigt, dass Du nicht aufgibst, fertig!
Gratuliere Dir liebe Conny und jetzt erhol Dich erst mal gut!

Und bzgl. strider weiß ich 100%ig, dass sie angekommen wäre dort in Berlin, nur spielen wichtige Menschen daneben auch eine große Rolle und das sind dann keine falschen Entscheidungen, sondern richtige, auch fertig!

Ganz liebe Grüße Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Erstmal

Glückwunsch zum Finish.

Ehrlich gesagt, bei der Vorbereitung (fehlende lange Läufe), den Höhenmetern dieser Strecke und all den anderen Dingen die du so im Alltag zu erledigen hast, finde ich die Zeit mehr als in Ordnung.

Ich bewundere dein Zeitmanagement und deinen Sturkopf:-)

VG,
Karen

....Nur wer sich auf den Weg macht, wird etwas Neues entdecken.....

Glückwunsch zum Durchbeißen.

Für mich klingt das ganz klassisch nach "zu Beginn zu schnell". Damit Puls zu hoch, zu wenig Fettstoffwechsel und dann die Glykogenspeicher leer. Auch, wenn es das Tempo nach Plan war. Man steckt da nicht so ganz drin, warum das jetzt zu schnell war, wo es doch mit dem Training korrelierte, aber es ist einfach manchmal so.

Selbst wenn man 5 bis 6 Mal wöchentlich trainiert, passiert sowas manchmal - vielleicht in geringerem Umfang, so dass man dann 5% oder 8% oder 10% nachlässt statt 40 - je Grundschneller der Läufer und je umfangreicher das Training, desto geringer der Unterschied - ja, das ist ungerecht.

Meine Empfehlung: Such' Dir noch einen kleinen, unaufwendigen Marathon in den nächsten zweieinhalb Wochen, vielleicht etwas flacher und geh' den genauso an (aber nimm 30 Euro mit). Wenn Du dann in satt Sub5 ins Ziel kommst, war's die Tagesform. Sonst lässt Du Dir ein Taxi kommen und weißt: Aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren Gründen warst Du nicht in Marathonform.

Jedenfalls: Aufstehen, Krone richten, weitermachen!

---

"What day is it?" asked Pooh.
"It's today" squeaked Piglet.
"My favorite day" said Pooh.

Der zweite Blog "mit Kopf"

bzw. wo der Kopf wohl entscheidende Rolle spielt...
Dein Bonus: Du hst gefinisht!!

Mir gefällt auch, dass Du im Nachhinein noch positives rausziehst!

Gruß, Dominik
_____________________
"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

Wer sich so durchbeißen muss,

dem gebührt Respekt! Wie war das mit dem letzten Geld und der Spendendose? Zufall? Fügung? Ich denke, es sollte so sein. Es tut mir wirklich leid für dich, dass du dich so quälen musstest. Aber ich bin auch richtig froh, dass du ins Ziel gekommen bist. Denn wenn man hinterher unverletzt und ohne nenennswerte Wehwehchen ist, hat man alles absolut richtig gemacht! Du bist ganz schön taff liebe Conny!

Lieben Gruß
Tame

Den Berg...

..trifft keine Schuld, ich habs ganz allein versägt.
Ja, ich denke auch: der Plan war von der Struktur her gut und auch gut für mich. Er war für mich allerdings vier Wochen zu kurz und einige der dort vorgesehenen langen Läufe hätten für mich eben NOCH länger sein müssen. Merke ich mir fürs nächste mal.
Und sehr gern bringe ich das nächste mal auch noch einen Tisch mit :-)
LG, Conny

Auf den Punkt gebracht!

Habe soeben meinen neuen Helm richtig eingestellt. Morgen gehts dann los.

Tja, ihr zwei....

..Zweifel schon vorher. Hmmm. Waren es Zweifel? War es Ehrfurcht vor der Strecke? War es mangelndes Vertrauen in den eigenene Trainingsstand?
Vielleicht ist da auch was dran. So richtig endgültig ermitteln werde ich das wohl nie.
Jetzt is es wie es ist.

Da muss ich erst....

...einen Marathon lang leiden, damit Du hier mal wieder ein Lebenszeichen von Dir gibst. Dafür hat sichs gelohnt :-)
Mein Zeitmanagement ist durchaus noch ausbaufähig. Der Sturkopf - hihi, der ist angeboren, da kann ich echt nix dafür!

Noch einen Marathon in zwei Wochen?

Aua! Das schmerzt schon beim dran denken. Passt leider auch sonst nicht in die familiäre Planung, ebensowenig wie Münster *heul*.
Ich denke, mit Deiner Analyse liegst Du ziemlich richtig. Ich habs möglicherweise sogar geahnt, wollte es aber im Vorfeld nicht wahr haben. Und wie heißt es so schön: Wer nicht hören will muss fühlen.
Haken dran. Weitermachen. Ohne Krone. Bin doch kein Mädchen ;-)

Es hat doch alles irgendwo...

...auch was Positives. Man muss es nur suchen!

Die Sache mit der Spendendose

Peter Borsdorff steht in Monschau immer mit einem Extra-VP am km 28. Er sammelt mit seiner Initiative "Running for kids" für Kinder/Jugendliche in der Region, die er nach Erreichen der Spendensumme dann sehr individuell und zielgerichtet unterstützt.
Er ist da mit so viel Herzblut dabei, kein Verwaltungsapparat o.ä. dahinter. Sein jüngstes Projekt: http://www.tv-huchem-stammeln.de/running-for-kids/kimsarahaktiv

Der Schein für den Spenden-Schuh war also vorher eingeplant. Und sollte ich nochmal in Monschau laufen, dann nehme ich auch wieder einen Schein für Peters Spenden-Schuh am km 28 mit, denn mir gehts verdammt gut, und ich finde es toll, dass es Leute gibt, die sich um die kümmern, die weniger Glück haben im Leben.

Hihi, hast Du!

Ach weißt Du - jetzt, mt etwas Abstand, mache ich langsam meinen Frieden mit dem Lauf. Andere stürzen mit dem Rad und können dann wochenlang nicht so wie sie wollen... was ist da schon ein verschneckter Marathon dagegen ;-)

Jup, ...

... Was Rü da so schreibt, ging mir beim Lesen deines Berichtes auch durch den Kopf. Nur nicht das mit dem Marathon in zwei, drei Wochen. Aber er hat Recht. Unsereiner würde es genauso machen. Warum dann nicht auch du? Weil du länger unterwegs warst, als wir es sein würden? Hmm, könnte man gelten lassen. Muß man aber nicht. Ok, die anderen Verpflichtungen erlauben es eh nicht.
Aber schau mal, was bis Mitte September passen könnte. Das Zeitfenster wäre völlig ok. Die mühsam erarbeitete Form muß Frau nicht "wegwerfen"!
;-)
Ein Schalk läuft die Tortourderuhr!

mein senf...

...mund abwischen, krönchen richten, und auf zu neuen schandtaten!
so'n marathon mit so vielen höhenmetern ist unberechenbarer als nen flacher. wenn's nen gebrauchter tag ist und noch eigene zweifel dazu kommen, ist das ergebnis halt suboptimal.
aber so schlecht ist dein lauf jetzt nicht und grund zum hadern hast du auch nicht, finde ich.
puls 79% auf so einer strecke sagt, dass du mehr drauf hast, nur muss a) der kopp das auch endlich schnallen, und b) mal nen flacher mara her...
____________________
laufend knuddelt 'ihre' wwconny: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

ja, flacher Mara

Mach ich. 2017. Vielleicht.
:-)

Flach is kagge

Echt jetzt, haben wir auch gedacht, laufen wir mal Bodensee...
Das monotone Asphalttreten ist zumindest für uns eine Qual gewesen und die Haxen haben mir mehr weh getan als beim MoMa.

LG,
Anja

Ich dachte mehr so an ...

...den Königsforst. 42 km Asphalt brauch ich auch nicht.

ich sach nur..

...müma. zwar meist asphalt, aber die allergrandioseste stimmung macht alles wett...schönster mara in nrw!!! dreimal platz eins bei der wahl! drei mal platz 6 deutschlandweit!! *ätsch*
____________________
laufend liebt ihren müma: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

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