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Nein, kein Bedauern, es ist völlig ok und sollte nicht sein. Der Kopf streikte einfach ;-) Irgendwo hatte ich wohl nicht wirklich dran geglaubt, dass ich 161 km laufen kann. Und wenn man schon mit der Einstellung ran geht "ich schaue mal, wie weit ich komme", dann wird es mental schwer.

Von Anfang an: Organisation: super! Hut ab vor dem Team, dass da einen wunderbaren Lauf auf die Beine stellt und vor den ganz ganz vielen Helfern, die sich Tag und Nacht um die Ohren schlagen um den Läufern ein solches Erlebnis zu ermöglichen. Bis auf die klitzekleine Uneinigkeit bezüglich "wo kriege ich eine Parkkarte" lief alles top, und selbst an die kamen wir schließlich doch ;-) Familie Schalk bot Quartier, Fahrdienste und alle Unterstützung, Inumi begleitete mich ein Stück und brachte uns zum Flughafen, fairy lief ein Stück mit, wer solche Freunde hat schafft auch solche Läufe. Danke euch allen!

Start war pünktlich um 6 Uhr am Stadion und alles raste los. Wir waren schnell hinten und wunderten uns ein wenig, aber ok. Mit Ultragelassenheit trabten wir beide einfach weiter und irgendwann kamen wir auch wieder ans Hauptfeld heran. Highlight natürlich der Lauf durch das Brandenburger Tor mit dem "Mauerstein" in der Hand, aber auch der Trip durch den Checkpoint Charlie bot eine willkommene Abwechslung und war sehr beeindruckend. Etwas nervend vom sportlichen Aspekt her - aber organisatorisch geht es anders nicht, das ist klar - die vielen roten Ampeln im frühmorgendlichen Berlin: anhalten, warten, loslaufen und gefühlt nur 10m weiter dasselbe wieder und wieder und wieder. War aber klar und war auch nicht das Problem. Die ersten VPS ließen wir aus: wir hatten die Trinkblasen an Bord und fühlten uns gut versorgt. Am Kanal kam uns fairy entgegen und lief ein Stückchen mit: oh wie schön! Tut mir leid, dass ich etwas mit Verspätung reagierte: Laktat macht mich blöd.... Das Pferdchen sei nicht weit vor uns, meinte sie.

Zwischen 20 und 30 lief es zäh. Zu früh zu zäh. Nichts tat weh, nur irgendwie hing ich gefühlt am Asphalt fest. Was ist denn nun los. Höhe Buckow kam uns der Schalk entgegen. Natürlich läuft der nur Staffel. Und ein bisschen mehr ;-)) Und kurz danach holte uns das Pferdchen mit Begleiter ein. Auch sie war nicht ganz zufrieden und so trabten wir zusammen weiter. Temperaturen eigentlich sehr angenehm, allerdings etwas schwül. Es ging über den ehemaligen Todesstreifen durch Wiesen und Felder. Sehr schön. Da muss man sich die Mauer erst wieder in Erinnerung rufen! Und es lief. An einem VP gab es Grießbrei mit Kirschen, oh wie fein. Ansonsten hielt ich mich an Orangen und Melonen und schob ab und zu ein Kartöffelchen rein. Sehr fein. Der erste Wechselpunkt kam bei km 58. Und da stand Gabi und feuerte uns alle an. Danke schön!

So langsam zeichnete sich allerdings ab, dass Coach nicht die Strecke durchhalten würde. Kreislauf kriselte, einfach zu wenig Laufkilometer dieses Jahr. Erstmal wollte er weiter und dann irgendwo Glienicker Brücke aussteigen. Dort hatte Inumi ihre Anwesenheit versprochen. Aber so langsam sammelten sich die Gehpassagen. Der Königsweg gab dann den Rest. Per Handy kündigte Coach seinen Ausstieg für Griebnitzsee an, Inumi war da. Und so trabten/gingen wir bis dorthin, Coach gab seinen Chip ab, ich füllte meine Trinkblase neu auf und verabschiedete mich. Inumi setzte ihn in die S-Bahn und kam dann mit Rad nach um mich ein Stückchen zu begleiten.

Es ging für mich durch den bekannten Süden Berlins, habe ich doch einige Jahre in Wannsee und Potsdam gewohnt. Ein wundbares Stück. Läuferisch nicht immer ganz einfach, weil die doch langsam müden Füßchen ab und an an dem unregelmäßigen Pflaster des Gehwegs hängen blieben. Aber bis auf ein paar Stolperer lief alles glatt. Glienicker Brücke im Sonnenschein, Gänsehaut! Und weiter. Ein Läufer hängte sich an mich dran, aber er ging dann weitgehend und ich wollte doch laufen. Also trennten wir uns wieder. VP Meierei und Inumi stieß zu mir. Nach einer kurzen Buschpause ging es zusammen weiter. Ja, und nun wurde es für mich irgendwie zäh. Immer wieder geriet ich ins Gehen. Wir quatschten zu viel ;-) Dann wieder laufen. Gehen, laufen. Ok, machten andere auch, kein Problem. Das Zeitpolster war gut. Es zeichnete sich ab: bis Sacrow wollte ich kommen, das war km 91; und dann weitersehen. Nicht gut, eine solche Planung, das weiß ich jetzt auch. Denn mein Kopf war da schon auf Ausstieg eingestellt....

Sacrow erreichten wir vor meinem "inoffiziellen" Zeitplan, dort wartete auch wieder Gabi mit Göga. Ich nahm mir eine Pause und ließ mir von den Sanis meinen Rücken verpflastern, den ich mir übel blutig gescheuert hatte. Hatte ich auch noch nie, und Shirt und Rucksack waren dieselben wie beim Triple Marathon! Dann Schuh - und Sockelwechsel und neu Verpflasterung der Fersen, denn die compeed Blasenpflaster hatte ich mir durchgelaufen und darunter neue Blasen geholt :-(. Stirnlampe raus, Warngurt um und weiter marschiert. Inumi weiterhin an meiner Seite.

Jo, und dann ging es bergab. Es ging gut, keine Schmerzen, kein Kreislauf. Ein bisschen Erschöpfung, aber nichts, was nicht ab km 90 normal ist. Der Kopf machte einfach nicht mehr mit. Ich hatte alles gesehen, was ich wollte. Der Rest würde Wanderung in der Nacht werden. Alleine. Per Telefon erfuhr ich zwar, dass Coach schon plante Rad zu organisieren und mich zu begleiten, aber erstens fehlte ihm die Ausrüstung (die lag ja im Wechselbeutel in Sacrow) und zweitens war ich mir nicht so sicher, ob das eine gute Idee sein würde, nachdem ich ihn vorher abgeliefert hatte. Und irgendwie hatte ich keine Lust mehr. Im Kopf bildete sich die Vision: ich fahre ins Ziel, da ist Coach, da kommt Schalk, da ist renbueh, dann fahren wir heim und schlafen im Bett und alles ist gut. Nächster VP bei 98km, ok, das reicht. Knapp ein 100er. Es war ein schöner Lauf und so soll er auch in Erinnerung bleiben. Der Rest würde jetzt Durchkämpfen werden. Und das wollte ich nicht. Und damit war die Entscheidung gefallen. Inumi begleitete mich noch zum VP, wo ich mich abmeldete, und setzte mich in den Bus und ich war raus. Und völlig zufrieden und mit mir im Reinen.

Auf der Rückfahrt sprachen mich viele Fahrgäste an und erkundigten sich neugierig nach dem Lauf, bezeugten ihre Achtung. Es entspannen sich sehr interessante Gespräch. Sehr nett, die Berliner ;-) Und dann warteten wir im Stadion auf den Schalk und Happy sah uns noch per Kamera ;-))) Und um 2 Uhr lagen wir in den Betten und ich war zufrieden und glücklich.

Zwei Tage später und wieder zurück im Saarland ein paar Erkenntnisse: Ja, ich wäre angekommen. Ich hatte noch über 15 Stunden Zeit für 61km, das hätte ich auch gehen können. Ja, ich hatte die Kraft und hätte es geschafft. Aber ich hatte nicht mehr den Kopf dafür. Und der muss auch dabei sei ;-) Es war mir irgendwie nicht wichtig genug. Und das muss es sein für so eine Strecke. Ich bin froh und dankbar dabei gewesen zu sein!

Fazit: für 100km reichen mein Training, meine Planung, meine Ausrüstung. Für mehr müsste ich mehr und anders trainieren. Und anders planen: was esse ich wann und wo, wer begleitet mich oder wie sieht Plan B aus. Wenn ich die Vorbereitung und Durchführung eines Schalks und eines Pferdchens sehe gehe ich immer noch viel zu naiv an solche Läufe ran. Da ist eine Grenze. Und wenn ich da rüber will, dann muss ich "professioneller" werden. Oder eben die Grenze akzeptieren. So ganz entschieden bin ich noch nicht ;-))))

Dank an alle vom Orgateam und alle lieben Freunde hier bei Jogmap. Es war ein ganz tolles Wochenende. Und ich bin nicht gescheitert, sondern durfte und konnte fast 100km mitlaufen. Das ist toll!

5
Gesamtwertung: 5 (8 Wertungen)

Herzlichen Glückwunsch...

..zu 100 Kilometern. Ich habe schon gespannt auf Deinen Bericht gewartet. Ich bewundere immer wieder Deinen Mut so "naiv" an Herausforderungen heranzugehen :-) Rechtzeitig auszusteigen, bevor es zu einer unschönen Erinnerung wird, war genau richtig.
Wie groß der mentale Anteil bei langen Läufen ist, wird mir auch immer bewusster. Damit beschäftigte ich mich gerade ausgiebig, sehr spannend.
Der Mauerweglauf steht auch weit oben auf meiner Wunschliste. Wenn ich groß bin, will ich da auf jeden Fall hin! Jetzt fahr ich aber erstmal nach Leipzig und schau mal, wie sich der Wunsch nach 100 Kilometern anfühlt :-)
Erhol Dich gut!
Maren

Ich bin dann mal weg

ich wünsche

Ich wünsche dir einen ganz tollen Lauf! Irgendwann tut es immer weh und man stellt sich die Sinnfrage, das ist aber auf jeder Strecke irgendwann so ;-))) Ich fand die Stimmung in Leipzig toll, die Helfer tun ihr Bestes. Und 10x10km gehen auch rum ,-)))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Klar ...

... Die Frage ist immer: wieviel Kopf steckt in den Beinen? (Hab ich bei M. Ufer gelesen) Bei mir schon ab km 20.
Aber Voraussetzung ist natürlich optimale Vorbereitung.
Wenn du die deiner Meinung nach nicht hattest, sticht die mentale Karte aber wohl doch nicht.
Ich finde, du hast eine tolle Leistung hingelegt und einfach superrichtig entschieden!
Herzlichen Glückwunsch, liebe Striderin!

Wow, wow, wow!!!

Hach Kindchen, watt für ein Blog, *schnief-vor-freude!*
Was bin ich froh, dass es dir so gut geht und dass du so vernünftig gehandelt hast! Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist! Das haben schon unsere Großeltern gewusst. Klar wärst du angekommen, wärst jetzt aber vielleicht verletzt, enttäuscht und kaputt. So aber bist du voller toller Eindrücke von diesem Lauf, voller Wärme für Orga und Helfer und vor allem für die Freunde! Lass dich ganz dolle Knuddeln, ich bin ja soooo stolz auf dich!!! :-*

Einen lieben Gruß auch an Frank! Auch er hat alles richtig gemacht! Es fehlten ihm halt die nötigen Lauf-Trainingskilometer in diesem Jahr. Versuch macht kluch, dabeisein ist alles!
Tame

Respekt

und Hut ab vor dieser Entscheidung, das war sicher nicht einfach.
Wir haben uns zwar am Start und auf der Strecke nicht gesehen, aber wir waren beide beim selben Lauf unterwegs und mir ging es ganz genau so wie dir, allerdings fiel meine Entscheidung zum Aufhören bereits in Sacrow. Ich kann deinen Bericht sehr gut nachfühlen. Es war toll, dabeigewesen zu sein. Aber ins Ziel um jeden Preis und nur unter Qualen ist für mich keine Option gewesen, auch wenn es schwer fiel, gerade bei so einem Event abbrechen zu müssen. Es sind Erfahrungen und Erkenntnisse, die auf jeden Fall sehr wertvoll sind, auch für den weiteren läuferischen Weg. Und hey, 100km laufen will erst mal gemacht sein. Darauf kannst Du stolz sein, das schaffen nicht viele.
LG aus Dresden

Es war mir eine Ehre

um es mit Podolskis Worten zu sagen.
Der Doc hat mir moderate Bewegung verordnet. Da waren die knapp 40 km von Samstag doch genau richtig. ;-)
Ich hatte die ganze Zeit, dass Gefühl, dass du mit deiner Entscheidung im Reinen warst.
Solltest du jemals den Wunsch verspüren, den ganzen Mauerweg abzulaufen, gehen wir die Sache mit der Begleitung etwas geplanter an. Ich sage nur "Rundumservice".
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LG Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

da bin ich froh,

dass es nur der Kopf war.
Gibt schlimmere Verletzungen ;)
Alles gut gemacht, alles richtig gemacht, liest sich sehr entspannt und zufrieden.
Obwohl ich die strider´schen "Pleiten, Pech und Pannen" auch immer gerne lese. Sorry dafür ;)).
LG, KS

Scheitern ist anders.

Das sehe ich auch so.
Gibt jetzt nicht sooo viele, die Dir ein DNF bei km 98 nachmachen können.
Viele Grüße, Conny

Klingt nicht nach Hadern

Du hast es für Dich genau richtig entschieden, bist nicht unzufrieden, sollte halt nicht sein. Dass da der Kopf großen Anteil dran hatte, glaube ich sofort, der Rest des Körpers hätte das sicher geschafft.
Erhol Dich gut und dann auf zu neuen Schandtaten ;o)

LG,
Anja

Liebe Ulrike, ich würde

Liebe Ulrike,
ich würde ebenfalls nicht von scheitern reden. Ich finde ja alleine die Vorstellung, 160 km zu laufen schon irre. Ich finde die Idee vom Mauerlauf toll, ich würde das auch gerne können/machen, aber 160 km....die Zahl muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!
Und dann nach 100 km aussteigen, weil der Kopf sagt: nee, nicht mit mir....ich finde, das hat Stil!
Es freut mich das du ein schönes Wochenende hattest, Freunde getroffen, "nebenher" noch einen schönen Lauf...so soll es sein.
Was heckst du als nächstes aus? ;-)

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

die nächsten Pläne

sind übersichtlich: Marathon, Marathon, Marathon ;-) Das kann ich ;-))))

Münster für die Zeit, Berlin mit renbueh und Gabi (da freue ich mich wie Bolle drauf!!!), Köln fürs Jubiläum und zum Spaß, Brocken für die Heimat und Rursee mit Anja (da freue ich mich auch wie Bolle drauf!).

Ich freu mich drauf!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

neue Schandtaten

immer gerne. Und wie du weißt: eine davon mit dir ;-)))))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Liebe KS

die Pannen, die kommen wieder. Fest versprochen ;-)))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Liebe Inumi

du weißt, dass ich dich beim Wort nehmen werde????

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

ich glaube

ich habe dich auf den Schalkschen Fotos gesehen?

Viel weiter als du war ich dann ja auch nicht ;-)) Aber bis Sacrow war wirklich der schönste Teil. Der Rest war Kilometerfressen. Haben wir beide richtig gemacht! Und Respekt auch vor deiner Leistung!

LG zurück nach Dresden

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

DNFs

hatten wir viele an dem Wochenende. Zum Teil ungeplant (Cut off), zum Teil geplant oder eben ganz bewusst wie bei mir. Ich glaube, dass ist bei so langen Läufen unvermeidlich.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

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Liebe Tame

ganz vielen Dank für deine warmen Worte! War schon alles richtig so. Mit wachsendem Alter werden auch wir vernünftig.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Bri

Man muss das ja nicht allein laufen. Gibt ja verschiedene Staffeln.

Ganz genau

weiß ich das.
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LG Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

Hey, Hey, was heißt hier ...

... "der Rest war Kilometerfressen"? Ich bin in Sacrow erst los! Aber gut. Gesehen habe ich auch nur bis etwas hinter dem Ruderclub. Irgendwann war es dunkel und lang und gerade und wurzlig und lang und gerade und endlos gerade und lang und ...
;-)
Ein Schalk läuft die Tortourderuhr!

Es war ein super schönes ...

... Wochenende. silke hat sich gefreut beizeiten ins Bett zu kommen. Wir fanden die viele Zeit euch einfach herrlich. Und schön war auch, dass du schon im Ziel so völlig mit dir im Reinen warst.
Ja, für 100mi muß der Kopf von Beginn an auf Ankommen fokusiert sein. Da auch nur in Ansätzen ein Zweifel und du kommst nicht an. die ersten 20km läufst du mit den Beinen. Den Rest mit dem Kopf. Da bist du aber doch noch ganz schön weit gekommen.
Genieße dieses Wochenende so wie es war. Ick freu mir schon wie Bolle auf Ende September!
;-)
Ein Schalk läuft die Tortourderuhr!

Zitat strider

"Es war ein schöner Lauf und so soll er auch in Erinnerung bleiben. Der Rest würde jetzt Durchkämpfen werden. Und das wollte ich nicht."

Damit ist alles wichtige gesagt. Du hast alles richtig gemacht. Mit Laufen kann man ziemlich gut erwachsen werden und kluge Entscheidungen treffen. Das gefällt mir gut.

---

"What day is it?" asked Pooh.
"It's today" squeaked Piglet.
"My favorite day" said Pooh.

wie Nezzwerker:

Gefällt mir auch gut!

Ich bin mir sicher: irgendwann wird der Zeitpunkt für dich da sein einen 100-Meilen-Lauf zu Ende bringen zu wollen und auch zu können!

Gruß, Dominik
_____________________
"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

Danke für den schönen

Danke für den schönen Bericht. Der Kopf ist immer ein großer Teil des Laufes, ihn hängen zu lasse nach 100km sicher kein Grund.
Du bist ein großartig Läuferin.

Daumen hoch !!!

Viel mitgenommen (Stimmung, Unterstützung, Strecke), enorm viele Kilometer bewältigt und eine kluge Entscheidung getroffen, die großen Respekt verdient !!!

Ich denke, Du hast nichts falsch gemacht. Wenn der Kopf irgendwann nicht mehr will (oder der es der Körper aus irgendwelchen Gründen ist), zeigt es von wirklicher Größe, es gut sein zu lassen.

Ein Freund von mir, der Jürgen, war auch dabei und hat die zweite Hälfte der Strecke zum Wandertag gemacht, genauer: machen müssen. 80 km wurden dadurch fast unendlich lang. Das war für ihn schmerzhaft, im wahrsten Sinne des Wortes.
Er hatte allerdings auch einen der weltbesten Motivatoren als permanente Radbegleitung.

Liebe Strider, erhol' Dich gut und dann wieder ab auf die Strecke !!!

Herzliche Grüße
vom Holgi


Ob die Vorbereitung optimal war

weiß man meist erst hinterher ;-) Ich fand sie schon gut, ein 90er (Comrades), ein über100er (Triple Marathon), dazu viele Marathons; so vom Laufen her, denke ich, ganz ok. Mehr ist familientechnisch und beruflich einfach nicht drin. Nur gehört bei über 100km wohl auch eine Planung des Laufs dazu: was wann wo essen, das fehlte bei mir.
Aber letztlich siegte einfach die Bequemlichkeit: da nicht für. Vielleicht ein anderes Mal. Wenn es andersherum geht, dann kenne ich wenigstens die ganze Strecke, falls ich da auch noch mal scheitern sollte.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Schön, Dich mal wieder getroffen zu haben

Auch bei mir hat es diesmal nicht geklappt. 100 Meilen kann man halt nicht so generalstabsmäßig planen wie einen Marathon. Deine 100 km verdienen Respekt, vielleicht versuchst Du es ja nocheinmal. Ich bin jedenfalls nächstes Jahr wieder mit dabei. Mir hat es trotzdem wieder Spaß gemacht wie schon 2x zuvor. Und ich glaube, Dir ging es genauso. Der Mauerweglauf ist ganz einfach was ganz besonderes. Vielleicht sehen wir uns ja nächstes Jahr wieder...

Niemand hat die Absicht, 100 Meilen zu laufen

Liebe strider,

als ich Dich hinter Sacrow ansprach, war mir sofort klar, dass Du Dich schon lange entschieden hattest, aufzuhören. Ich hätte Dich ja gern motiviert, weiterzulaufen, aber da hatte ich keine Chance.

Ich glaube nicht, dass es am mangelnden Training gelegen hat. Aber auch die akribische Planung der Verpflegung und der beste Support können nur unterstützen. Wenn der Kopf zweifelt, hilft das alles nicht. Da stimme ich Schalk absolut zu.

Setz Dir keine Grenzen, sondern gib Dir Zeit! Wenn der Kopf bereit ist, schaffen die Beine auch 100 Meilen und mehr.

jetzt

habe ich auch den Jogmap Nickname wieder zum "bürgerlichen" Namen, danke ;-))) Laktat macht ja doch irgendwie blöd. Du hast ganz lieb reagiert. Aber da war ich schon dabei Männe davon abzuhalten nun halb Berlin für ein Rad und eine Warnweste auf den Kopf zu stellen. Ich habe noch gezögert, aber es war irgendwie alles auf Ausstieg gepolt. Und gut so.

Glückwunsch zum Finish! Ich denke auch, mir hat einfach der Glaube an ein Ankommen gefehlt. Ich werde dran arbeiten ;-)))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

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Meinen Respekt

für jeden, der noch 80km wandert! Dafür fehlte mir die Einstellung (und die Schuhe, da hatte Carla Recht: Hokas eignen sich nicht zum wandern....). Aber wie gesagt: für mich ist es ok so!

Wir sehen uns hoffentlich bald mal wieder!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

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Mach Dir keinen Kopf...

.. auch im nächsten Jahr gibt's ja wieder einen Mauerweglauf.

Ich lese hier ja relativ selten mit und schreibe noch weniger, aber hier muss ich einfach mal sagen: Kopf hoch und beim nächsten Mal einfach locker mit dem Wissen, dass Du ankommen wirst, loslaufen. Je weniger Planung, desto besser.

Ich bin dieses Jahr zum zweiten Mal mitgelaufen, letztes Jahr war es mein 100 Meilen Debut. Training? Keines ausser Wochenumfänge von 60-70km. Zusätzlich dieses Jahr einige langsame Longjogs gemacht (30-35km, einmal 50km), da ich sonst immer Probleme hatte, meinen Fettstoffwechsel in Gang zu bekommen. Hat diesmal gut funktioniert. Auch hab ich diesmal jeden VP mitgenommen und nicht nur einen schluck getrunken, sondern auch gleich von Anfang an gegessen. Was es so gab und nicht nur Sachen, die ich vorher schon lange getestet habe. Hat auch funktioniert. Den Tipp mit dem Essen gab mir letztes Jahr übrigens Günther Marhold, seines Zeichens deutscher 24h Meister 2014. Er meinte, wenn der Magen erstmal zumacht, dann hast Du keine Chance mehr.

Walken wäre für mich übrigens auch keine Option gewesen, hab ich einmal gemacht und mir prompt Blasen gelaufen.

Also. Augen nach vorne, ein paar Wochen warten, und dann nochmal überlegen, wie toll es wäre, mal in Berlin zu finishen. Übrigens, der Buckle ist meiner Meinung nicht so schön, daß man dafür unbedingt unter 24h finishen müsste ;-)

Also gute Erholung und allzeit lockere Beine

Lg.
Wolfgang (Wolfgangläufer) Meinolf

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Es reicht nicht, keine Ahnung zu haben, man muss auch unfähig sein sich gut auszudrücken.

süße...

...das war kein dnf, im leben nicht! das war einfach aufhören, wenn´s am schönsten is, quasi, also mal so gesehen!
und so hatteste noch genuch kraft zum inne kamera winken ;)
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laufend will auch mal auf´n mauerweech: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Wenn der Kopf nicht will,

kann man es erzwingen oder eben sein lassen. Jede Entscheidung hat ihre Folgen. Du hast hast dich für das nicht weiterlaufen entschieden und ja, so ist das eben. Da du mit dieser Entscheidung gut umgehen konntest und weder Wehmut noch Verbitterung um eine vergebene Chance aufkamen, hast du doch alles richtig gemacht.

100 Meilen bin ich noch nie gelaufen, ich weiß nicht, was sich da alles im Kopf oder sonst wo abspielt, ich weiß auch nicht, ob ich so etwas je möchte. Aber jedem, der sich so etwas vornimmt und dafür trainiert und dieses Wagnis dann angeht, gebührt mein größter Respekt.

Liebe Grüße ins Saarland
Riggoo

P.S. Leider habe ich dich am VP Griebnitzsee nicht mehr sehen können, Thomas wollte los und ich ihn begleiten.

Lieber Riggoo

schade, dass wir uns nicht mehr gesehen habe, aber dafür hätte ich wohl schneller laufen müssen ;-)))

Du hast völlig Recht, es muss nicht alles sein!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

oh ja

das mit der Kamera war echt lustig. Big Sister is watching you ;-))))

Wir sehen uns in Münster!!!!

P.S: Vielleicht sollten wir ein Zweierteam für den Mauerweg machen???

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Gute Tipps!

Das mit dem rechtzeitigen Essen muss ich echt noch üben. Und stimmt: Sooooo schön ist der Buckle nun auch wieder nicht ;-)))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

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Wozu Tapern so gut ist

Endlich komme ich mal zum Nachlesen aller verpassten Blogs.
Danke fürs ausführliche Erzählen, liebe strider! Hammer, was du alles kannst! Sogar zum richtigen Punkt aussteigen.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

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