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Benutzerbild von Etu58

Die Vorbereitung auf den drittletzten Jura-Toplauf, den Belchen Berglauf in Olten war optimal.

In unserem Urlaub in den toskanischen Bergen in der Nähe von Abetone bin ich jeden 2. Tag mindestens 13,5 km mit 600 Höhenmetern gelaufen und konnte meine Zeiten jedes Mal verbessern. So kamen gut 95 km mit 4060 Höhenmetern zusammen.
Sollte eigentlich für die 13,9 km und 855 m Höhendifferenz ausrechend sein. Start war 9:45 Uhr. Alles ging zügig bei den Startnummern und ich fühlte mich motiviert. Gut zwei km ging es aus Olten raus und dann schon in die Anstiege. Das Höhenprofil hatte ich mir in die Handfläche gemalt und die Verpflegungsposten eingezeichnet. Es hatte auch einige Abläufe im Profil. Da kann ich wieder was rausholen, dachte ich. Aber die Anstiege waren heftig und mega trailig. Ein km war mit 142 Höhenmetern nachher im Protokoll. Da konnte ich nicht alles durchlaufen. Ganz fies war ein Trail, der gerade zwei Füssen Raum bot und links ging es steil in den Abgrund und überall Wurzeln und Steine. Mein Kreislauf meldete sich bei der Anstrengung und Wärme. Ab und zu Salz auf die Hand gestreut und abgeleckt. Aber gegen meine Höhenangst, wenn links der Abgrund ist, half es nicht. Rechts macht mir es viel weniger aus. Nach 6,5 km endlich ein Ablauf. Aber nix mit Tempo drin, alles nur Wurzeln und Felsen. Absolute Konzentration war nötig. Dann wieder Aufstiege bis 11,7 km. Dann sollte es runter gehen. Aber auch hier für mich kein Tempo möglich. So einen harten Lauf mit so einer anspruchsvollen Strecke hatte ich noch nie bisher. Ab km zwölf ging es etwas besser. Ich erreiche KM 13,1 mit einem guten Tempo und dann liege ich langewegs bergab und bin voll auf den Handgelenken aufgekommen. Nirgends gestolpert oder gar hängen geblieben einfach nur ein paar doofe Sternchen in einer Kurve, auf denen ich ins Rutschen kam. Millisekundensache. Sofort aufgestanden, Tempo aufgenommen, dabei den Schmutz an mir abgewischt und mit Endspurt ins Ziel. Aber der Armschlag hat sich merkwürdig angefühlt und war rechts sehr schmerzhaft im Handgelenk. Schatzi nimmt mich in Empfang und ich berichte, dann ab zur Sanität und check. Coolpack und Stützverband.
Männe berichtet von einigen, die an gleicher Stelle gestürzt seien und dass er zwischen km 6 und 7 sogar eine Läufer mit weiteren anderen aus dem Abgrund bergen mussten, nachdem sie dessen verzweifelte Hilfeschreie hörten.
Etwas unbeholfen habe ich dann einarmig die eiskalte Dusche genommen und mein Pastageschenk verzehrt, wohlwissend das noch etwas unangenehmes folgen würde.
Ich musste dann anschliessend noch ins Spital zur Röntgenkontrolle. Beide Knie blau und auf, linkes Handgelenk mit Erguss im Handballen, Bluterguss am Oberschenkel und zur Krönung noch ein angebrochenes Handgelenk rechts.
Hier habe ich dann meinen oben erwähnten Erinnerungspreis bekommen.
Weisser Gips mit blauer Binde verpackt und roten Armschlingen.

Und jetzt tippe ich hier einarmig meinen blog und denke, ob ich es unter Erfahrung verbuchen soll. Alles geht jetzt nur mit Handicap. Laufen erst mal gar nicht. In einer Woche ist dann Röntgenkontrolle und das weitere Vorgehen wird dann besprochen. Den Wettkampf in zwei Wochen kann ich wohl vergessen.

Aber Steingeiss ist mein zweiter Name und Aufgeben gibt es nicht.

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Mah!

Das ist ja nicht so schön.

Aber: als mit 16 im Sommer mein rechter Arm zwölf Wochen in Gips war, bin ich quasi zum ersten Mal lang gelaufen - das war nämlich die einzige Bewegung, die sinnvoll ging. Leider habe ich aber dann nicht weitergemacht, sondern lieber mehr geraucht.

Gute Besserung Dir!

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"What day is it?" asked Pooh.
"It's today" squeaked Piglet.
"My favorite day" said Pooh.

Merci

Dir, aber mit dem ersten Lauf danach warte ich lieber die erste Röntgenkontrolle noch ab ;-)

Gruess

Laufen berührt die Sinne, verwöhnt unsere Seele und macht uns stark, das Leben in allen Situationen anzunehmen.

Steingeiss sagt mir als Nordlicht zwar nichts,

klingt aber so, als ob Du schnell wieder auf die Beine kommst!
Viel Glück dafür und gute Besserung!

Gruß, Dominik
_____________________
"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

Aua

Das tut ja schon beim Lesen weh! So ein Pech! Ich wünsche dir eine baldige und gute Besserung.

Und eine Steingeiss bist du wirklich: So viele Höhenmeter trainiert und nach dem Sturz nochmals aufgerappelt und weiter. Richtig dickköpfig und hart :-)

LG clarin

Merci

euch allen.

PS: Steingeiss ist die weibliche Form von Steinbock ;-)

Laufen berührt die Sinne, verwöhnt unsere Seele und macht uns stark, das Leben in allen Situationen anzunehmen.

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