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Benutzerbild von Anja Bongard

Gestern gab es die 40. Auflage des Monschau-Marathons in der Eifel.
Wir waren zum 4. Mal gemeldet und begaben uns also frühmorgens zum Ort des Geschehens.
Schnell die Unterlagen abgeholt, einschlägige Bekannte begrüßt und auch WWConny getroffen.
Sie war auch ein wenig skeptisch, ob ihre Vorbereitung ausreichend war, und schlecht geschlafen hatte sie außerdem. Mir ging es ähnlich, nur hatte ich gut geschlafen und war viel zu wenig aufgeregt.
Um 8 Uhr ging es los, wie immer am Anfang auf den schmalen Wegen etwas geknubbelt, aber irgendwann verteilte es sich. War ich anfangs noch nahe dran am 4:15 Hasen, entfleuchte dieser aber bald. Egal, 4:15 ist für mich eh so weit weg, wie die Erde vom Mond. Ich beschloss, bis zur HM-Marke alle Steigungen zu laufen, danach wollte ich mal sehen, was noch geht, bzw. läuft.
Da im Oktober die Tour de Tirol ansteht, müssen ja irgendwie paar Höhenmeter in die Beine kommen. Viele Leute gingen an den Bergen, nachdem sie mich kurzvorher noch überholt hatten und knapp vor mir eingeschert waren. Meine Güte, muss das denn sein? Ok, ich war nicht schnell, aber trotz allem bringt das einen immer ein Stück weit aus dem Rhythmus. Und 2 MTB-Fahrer nervten mich gewaltig. Der eine, ein grottenschlechter MTBler, fand es offensichtlich spaßig, mitten durch die Läufer zu fahren, aber Muckis für bergauf hatte er keine. Der andere machte offensichtlich eine persönliche Betreuung, mal ein Stück vor, dann wieder zurück, aber er konnte wenigstens fahren und nahm Rücksicht auf die Läufer.
Was auch nervte, war ein kleiner Stein im Schuh, aber ich wollte nicht anhalten und versuchte ihn irgendwo vorne zwischen den Zehen zu parken – ging so leidlich.
11 km hatte ich nach 1:08 h, also voll im Plan, schließlich wollte ich nur geschmeidig ankommen, da nächstes Wochenende Triathlon ist. Der halbe war nach etwa 2:20 h erreicht, hhhmmm, sieht nach schlechtester Streckenzeit aus. Es war zwar nicht so warm wie befürchtet, aber trotzdem fing mein Kreislauf an zu mucken. Also Salztabletten und Cola-Wasser eingeworfen, was auch für die nächsten 7 km half. Bei km 28 wankte die Umgebung, oder besser gesagt mein Kreislauf und ich füllte wieder Cola-Wasser nach, ging erst mal ca. 200-300 m und haderte, ob ich nun aufgeben sollte, oder einfach durchbeißen. Da ich bei der TDT auch nicht klein beigeben will, entschloss ich mich, mich von VP zu VP zu hangeln, die in reichlicher Zahl vorhanden waren. Neues Minimalziel: unter 5 h. Die Hoffnung, dass ich das Kniescheibchen, die um 6 Uhr zum Walken aufgebrochen war, noch einholen würde, schwand jedoch. Aber immerhin lief ich, wenn auch im Schneckentempo. Irgendwann waren die km einstellig und ein 10er geht immer. Ein Ultraläufer motivierte mich durch ein paar nette Worte und wir flachsten ein wenig. Er meinte, ich solle doch lieber gehen, wenn der Kreislauf muckt, aber dann wäre ich wahrscheinlich umgefallen ;o) . Auch die lange Steigung von km 34-36 trabte ich hoch, irgendwann war das Ziel in greifbarer Nähe, und schon wieder so eine Fahrradtante mit E-Bike auf der Laufstrecke. Bald hätte ich meine gute Erziehung vergessen…
Göga stand im Ziel, ich sage nur: ich weiß, das war Schxxx (5:05:27 und damit genau 30 min langsamer als letztes Mal) und bin erst mal Richtung Sanis durchgelaufen, da mein Kreislauf nach dem Lauf gerne noch blöder ist. Ich setzte mich in den Schatten und es dauerte eine ganze Weile bis ich aufstehen konnte, ohne dass es wieder schwarz vor Augen wurde. Blutdruck wurde gecheckt und für i.O. befunden.
Kniescheibe war auch noch da, sie hatte trotz 6 Wochen Schiene eine grandiose Zeit von 6:12 auf der Marathonstrecke gewalkt und damit das erste Mal diese Distanz voll gemacht. Ganz herzlichen Glückwunsch und es freut mich riesig, dass dir nichts weh getan hat. Und sorry, dass ich gestern nicht so gesprächig war.
In trockene Klamotten gepackt und ab nach hause. Aber irgendwie wollte das linke Bein nicht ins Auto? Vielleicht eine kleine Überlastung der Leiste? Heute früh ging das auch noch nicht, obwohl der Rest eigentlich nicht verkatert ist. Mal abwarten, ist von selbst gekommen, hat also auch wieder von selbst zu gehen.
Fazit: Mein Kreislauf ist ein Arxxxloch und nach den 2 noch gemeldeten Marathons werde ich diese Distanz für mich abhaken. Dann lieber bisschen mehr Triathlon.

LG,
Anja

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Ach Mensch....das tut mir

Ach Mensch....das tut mir leid!
Blöder Lauf, echt. Aber Monschau st auch echt nicht leicht!
Und du hast dich trotzdem durchgebissen. Das finde ich ganz stark! Wenn es gut läuft, ist es einfach. Die Kunst aber ist, bei Schwierigkeiten herauszufinden, woran es liegt und dann zu entscheiden, aufhören oder weiter. Und wenn weiter, dann es auch durchzuziehen, obwohl es schwer ist!
Erhol dich gut, Krönchen richten und nächstes Wochenende wird besser!
Wo startest du denn? Sprint oder OD?

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

nicht dein Tag gestern

das Wetter war ja eigentlich perfekt, es war nicht zuuu warm.
Daran lag es sicher nicht.

Ich bin jedenfalls froh, dass du ins Ziel gekommen bist und nicht auf der Strecke geblieben bist. Deinen Liebsten hatte ich ja schnell gefunden -den übersieht man schlecht- ;) wir haben uns dann doch irgendwann Sorgen gemacht.

Haken dran und auf nächste Woche freuen.

Wir sehen uns!
LG, KS

never ever give up

Das hast du dieses Mal auch nicht (ganz anders als ich ...) und wir rocken den Rursee gemeinsam. Man darf sich gegen Distanzen/Läufe entscheiden, ich kann dich da verstehen. Aber man sollte es nicht nach so einer Erfahrung (versuche ich mir auch gerade zu sagen).

Kopf hoch, Krönchen richten, das wird wieder!!!!

Von der Couch drückt mal aus dem warmen Süden - strider

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Immerhin....

...warst Du die schnellste von uns Schnecken. ;-)
Jedenfalls schön, Euch mal wieder dort getroffen zu haben!
Pflege Deinen Kreislauf!
Viele Grüße, Conny

wat nich geit, dat geit nich

wie man hier zu sagen pflegt.
Ich finde es hammerstark das du bis zum Schluß durchgehalten hast. Respäggt!
Und es muß ja nicht immer Marathon sein, wichtig ist immer die Gesundheit und der Spaßfaktor.

Und ich freue mich dich auf deinem LETZTEN Marathon zu begleiten,
und nochmehr Frau strider dort auch zu treffen.

In diesem Sinne, bis die Tage inne Eifel, sagt der Lurch

JogMap Schleswig-Holstein, die Neongelben aus dem Norden.

Frau strider

dankt und freut sich auf den Lurch!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Najaaaa....Frau Bongard ;o)

so mal einen Mara mit den Höhenmetern zwischendurch nach nem Tria, vor nem Tria, das geht nicht so mal eben und wenn dann der Kreislauf aus welchen Gründen auch immer nicht so mitspielt, wird's halt schwer. Ich würde bei einem "Trainingsmara" für die TDT nicht so auf die Zeit schielen, denn es ist aus dem vollen Training raus. Und weil Du die Zeiten so genau abgecheckt hast, haste natürlich auch flott gestartet und da ggf. bei dem warmen Wetter einen Tick überzogen...vielleicht? Ist aber nicht schlimm und wie schon bei Conny geschrieben würde ich den Monschaumara niemals als normalen Maßstab nehmen und anhand dessen solche Entscheidungen fällen, nie mehr Mara zu laufen.
Du hast grad ein anderes Ziel, also arbeite weiter darauf hin und sieh zu, das Deine Leiste wieder heile wird! Gute Besserung dafür und mach Dir keinen Kopp, alles gut! :o) *knuddel*
Gratuliere auch Dir zum Finish und Durchbeissen!!

Ganz liebe Grüße Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

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