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Benutzerbild von Forrest120

wurde zum Ende hin ganz schön dunkel.

Am Mittwoch die Familie eingepackt und Richtung Rostock unterwegs.Geplant noch zusätzlich ein paar Tage Urlaub an der Ostsee verbringen und am Samstag Abend dann die Hella Marathon Nacht bestreiten.Kleines gemütliches Hotel an der Warnow gebucht und die doch für meine Begriffe recht schöne Stadt Rostock angesehen. Sehr schöne Stadt und die wesentlichen Punkte um den Marktplatz recht komprimiert. Die nächsten Tage dann in Warnemünde aufgehalten. Warnemünde hat ein wenig von "ganz klein Amsterdam". Sehr schön.

Am Samstag Abend um 18:00 Uhr sollte der Marathon dann auf dem Neuen Markt in Rostock starten.Hinzu kamen noch die Marathon-Staffeln, bei denen sich in diesem Fall bis zu 8 Läufer einen Marathon teilen.Die Halbmarathonläufer wurden mit der Fähre an die Mautstelle des Warnowtunnels gebracht, wo deren Startpunkt war. Die Halmarathonis sollten dann um 19:55 Uhr starten. Der Startpunkt der "Halben" war am Halbmarathonpunkt der "Marathonis". Das hatte was. Insofern hatte man 1:55 Std. Zeit um dann exakt mit den Halbmarathonis weiterzulaufen. Aber auch für die, die es etwas langamer angingen, hatte man durchaus die Möglichkeit noch einige mehr zu kassieren und war nicht so alleine auf der Strecke. Gemeldet waren rd. 300 Marathon- und ca. 1000 Halbmarathonläufer, sowie diverse Staffeln, 7-KM Laufer und natürlich nicht zu vergessen die Bambinis. Insgesamt rd. 2.100 gemeldete Läufer.

Was uns auffiel war, dass die Veranstalter Werbung in Form von Plakaten offensichtlich doof finden. So haben wir im gesamten Umkreis von Rostock, aber auch auf der ca. 12 Kilometer langen Strecke nach Warnemünde keinen einzigen Hinweis auf den bevorstehenden Wettkampf gefunden. Auch viele Rostocker hatten offensichtlich keine Ahnung, dass so ein Lauf mit Start auf dem Marktplatz stattfand. Der Stimmung beim Start, entlang der Strecke, als auch am Ziel tat das aber keinen Abbruch. Wenn die mal ein wenig mehr Werbung machen, wird es richtig voll. Wirkte bis kurz vor dem Start alles ein wenig wie eine nebenher erledigte Veranstaltung und war am Ende nahezu perfekt. Bin immer noch ganz überrascht.Witzig war auch der in der Ausschreibung angekündigte Läufermarkt im Rathaus bei der Starunterlagenausgabe. Es gab nur ein paar Tabletten zu bewundern. Wozu die gut waren, weiss ich nicht mal.

Und dann wurde es 18:00 Uhr. Für mich ein komisches Gefühl zu dieser Zeit zu starten. Hatte damit keine Erfahrung, da ja Mönchengladbach abgesagt wurde.Der Marktplatz ordentlich gefüllt, vorher ein wenig Live-Musik, die übliche Moderation, die Sonne strahlte, Temperatur o.k für August -für meine Begriffe keinesfalls zu warm-; 300 Marathonläufer und weitere ca. 60 aus den Staffeln standen am Start und warteten auf den Startschuss. Und dann ging es los.

Zunächst waren zwei Runden a´ca. 3 KM durch die Innenstadt zu absolvieren. Insofern wurde der Start noch zweimal durchlaufen, was bedeutete, dass man, bevor es in die Ferne ging, seine Begleiter noch mal traf. In der Innenstadt ordentlich Publikum. Ruckzuck waren die ersten 6 Kilometer um und raus ging es aus der Innenstadt an das Warnowufer. Wenn ich dann einen kleinen Plan hatte, dann hatte ich mir den Halben in so 2:05 Std. vorgenommen und dann mal schauen.Vor mir lief ein Pärchen mit 5:42/min und da bin ich doch gleich mal dran geblieben. Da ich keine Strategie hatte, war es ja egal.Das am Ende keine Sub 4 rauskommen wird, war klar.War aber auch nicht beabsichtigt. So liefen wir dann gemeinsam entlang der Warnow und bei ca. 58:00 min waren die ersten 10 Kilometer erreicht. Sah also aus wie eine SUB 4 Pace. Da frage ich doch mal nach. Nee, wir wollen 4:30 Std.laufen und machen etwas längere Pausen, wenn wir trinken. Eine ganz neue Strategie.10 km mit einer 5:40 Pace laufen, dann 5 Minuten Pause oder so, und dann mit 5:40 weiter. Interessant. Ich habe dann nicht pausiert und bin weitergelaufen, tatsächlich sind die beiden aber mit 4:25 Std. am Ende in´s Ziel gekommen. 1 Minute nach mir und witzigerweise war der Mann dann einen Platz hinter mir. Leider haben wir uns nicht mehr gesehen und so weiss ich leider nicht wie deren Lauf war. Schade.

Bin dann an der anderen Seite der Warnow mit Blick auf Rostock weitergelaufen. Als Untergrund war während des Marathons so alles was man als Boden haben kann im Programm. Geologen hätten aufgrund des Abwechslungsreichtums der Böden bestimmt ihren Spaß gehabt. Dann hatten wir teiweise heftigen Gegenwind. Aber da es ja die gleiche Strecke zurück geht, gleicht sich das ja aus. Später Rückenwind!, denkste, wie so oft. Auch ging es immer mal ein wenig bergauf und auch bergab. Meine Garmin zeigte am Ende 81 Meter bergauf, die aber auch wieder irgendwo runter. Entlang der Strecke immer wieder Publikum, die jubelten. Man hätte vom Abklatschen einen Tennisarm kriegen können. Tolle Unterstützung durch das Publikum entlang der Strecke. Auch die ehrenamtlichen Helfer absolut ausreichend und immer anfeuernd. Großes Kompliment an alle Helfer. Verpflegung war jetzt nicht zwingend der "Burner". Hella Wasser, mal ISO, Äpfel und Bananen.Mir ja sowieso weitestgehend egal. Nehme Wasser und meine Gele. Wenn ich essen gehen will, gehe ich in ein Restaurant. Und da hat Rostock im übrigen Excellente.Das nur am Rande.

Weiter ging es Richtung Warnow Tunnel und tatsächlich auch noch ca. 100 Meter Trail. Schließlich den Warnowtunnel erreicht. Halbzeit. Bei mir 2:03 auf der Uhr.Zustand noch o.K.. Also eine 4:15 Std. am Ende sollte ja problemlos möglich sein. D.h. ich hatte gemütliche 2:12 Std. für die zweite Hälfte. Damit kann ich auch noch einige Halbmarathonis einholen. Die haben jetzt 8 Minuten Vorsprung, also alles was langsamer als 2:20 Std. ist, wird eingeholt. Einige wurden eingeholt, aber leider ging mein Plan nicht ganz auf.

Also bergab rein in den Tunnel, muss ja bergab, da unter der Warnow und an der anderen Seite wieder bergauf.Ist sicher etwas besonders, die Aussicht ist aber nicht ganz so toll. Weiter in den IGA-Park,der einmal zu durchqueren war bevor es auf den Rückweg ging.Hier fand vor einigen Jahren eine internationale Gartenschau statt und heute gab dort Herr Oerding seine Musik zum Besten. Am Wasser mit Blick auf den Überseehafen und einigen großen Schiffen ging es langsam aber sicher auf den Rückweg. Erneut durch den Warnowtunnel und schon waren 28 Kilometer erreicht. Interessant war das auch mit den Staffelläufern. Die Staffelläufer konnten wählen ob Sie 3 Kilometer, 5 Kilometer oder 7 Kilometer laufen wollten.Da läuft man dann auf einen vermeintlich nicht mehr ganz so fitten Staffelläufer auf, überholt aufrecht und da dauert es nicht lange da brettert dann von hinten der nächste Läufer aus der Staffel an einem vorbei.Hörte sich teilweise so an, als hätte da jemand ein ganz extrem negativen Split.1. Hälfte gewandert, 2.Hälfte Vollgas.Aber nein, waren Staffelläufer. Die ersten Halbmarathonis wurden auch schon eingeholt. Also trotz nur 300 Marathonis immer Betrieb auf der Strecke. Mittlerweile waren es 21:00 Uhr, ich 3 Stunden unterwegs und die Sonne untergegangen. Kilometer 30 war auch erledigt.

Eigentlich alles gut, aber jetzt bekam ich aus unerklärlichen Gründen Magenprobleme.Habe ich noch nie gehabt. Leichte Krämpfe und ein gluckern von meinem Wasser. Ich hatte aber m.E. nicht zu viel getrunken und von meine Gelen hatte ich auch schon 4 weg. Alles wie immer, nur mit Magenproblemen. "Salzprobleme"? Ich denke fast ja. Mein T-Shirt sah nach ordentlich Salzverlust aus und ich meine hier auch gelesen zu haben, dass sich dass in Magenkrämpfen bemerkbar macht.Nehme normalerweise auch Salz mit, aber war ja in meinen Augen nicht warm genug. Bei Kilometer 35 dann kurz abgebogen und P-Pause eingelegt. Mußte ich auch noch nicht. Von da an habe ich dann auch jegliche Nahrungsaufnahme abgelehnt. Da ich mittlerweile die 3:30 Std. erreicht hatte, dachte ich 45 Minuten für 7 Kilometer kein Problem. Jetzt kam aber noch die Dunkelheit hinzu.Meine Kontaktlinsen zwischenzeitlich verschmiert, sodass ich meine Uhr nicht mehr lesen konnte. Zusätzlich war auch auf den Untergrund zu achten. Es gab zwar Markierungen am Wegesrand, aber natürlich war nicht die gesamte Strecke beleuchtet. Vorsicht war angesagt. Hinsichtlich der Geschwindigkeit hatte ich keine Ahnung mehr. Bin gelaufen was sich o.k. anfühlte, ohne zu wissen wie schnell. War auch egal. 3 Kilometer vor dem Ziel dann wieder bessere Beleuchtung und festen Boden unter den Füßen. Als kleines Bonbon noch rd. 1000 Meter vor dem Ziel eine Bergaufpassage -klar, wo es runter geht, geht es auch wieder rauf, und da steht dann meine Familie das erste Mal. Abklatschen. Noch einmal rein in die Fußgängerzone. Zwischenzeitlich sind es 22:20 Uhr. Und noch viele Zuschauer. Noch eine Linkskurve, Zuschauer jubeln, bis zum Marktplatz, noch eine Rechtskurve, Familie ein zweites Mal begrüßt und das Ziel mit 4:24:13 Std. erreicht. Der Marktplatz ist voll von Menschen. Tolle Atmosphäre.

Insgesamt ein sehr schöner Marathon.Rostock ist eine sehr schöne Stadt mit ihrem Stadthafen und der Lauf entlang der Warnow ist toll. Vergessen hatte ich noch zu erwähnen, dass man zwar ab Kilomter 35 -zumindest bei der von mir gewählten oder möglichen Geschwindigkeit- Probleme hat die Strecke zu erkennen, dafür aber einen wunderbaren Blick auf die gegenüberliegende Skyline von Rostock hat.Sehr schön.

Insofern, durch das Laufen wieder ein paar wunderbare Tage mit einem sehr zu empfehlenden Marathon in einer sehr schönen Gegend verbracht. Ich glaube das hat was von Glück.

Euch wünsche ich weiterhin tolle Erfolge und viel Gesundheit.

Ich mache jetzt ein paar Tage Pause und dann werde ich das Training zur Verbesserung meiner 10 KM Zeit angehen. Und schließlich gehe ich dann im Oktober beim 3-Länder Marathon in Bregenz/Lindau einen neuen Angriff auf SUB 4 an.

Bis dahin
viele Grüße
Stefan

5
Gesamtwertung: 5 (5 Wertungen)

Danke für den Bericht!

Ich war 2009 dabei und habe den Marathon in keiner guten Erinnerung. Offenbar wurde die Strecke geändert, denn ich kann mich nicht an zwei Runden durch die Innenstadt erinnern, wohl an ein sehr ödes letztes Stück im Dunkeln über schlecht beleuchtete Wege durch Plattenbausiedlungen und zur Krönung an eine letzte Schleife kurz vor dem Ziel entlang einer stalinistischen Prachtallee.... Vielleicht war ich aber auch nur schlecht drauf. Erinnern kann ich mich allerdings daran, dass alle Jogmapper auf der zweiten Hälfte über Magenprobleme klagten und mehr oder weniger oft in den Büschen hockten, mich eingeschlossen. Wir haben es auf das pinkfarbene Iso geschoben ;-))

Werbung gab es auch damals nicht und es waren nicht mal knapp 200 Marathonis unterwegs. Ich finde der Marathon hat Besseres verdient, aber dann müssten die Veranstalter auch mal etwas mehr auf sich aufmerksam machen.

Hast du gut gemacht, finde ich! Dass man im Dunkeln langsamer wird stelle ich auch immer wieder fest, obwohl ich gerne im Dunklen laufe.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

War Samstag beim Halbmarathon dabei

Und die Hinfahrt zum Start mit dem Schiff hat echt maritimes Flair verbreitet. Die Stimmung am Streckenrand fand ich auch sensationell.
Schön, dass du deinen Lauf trotz "Magen" finishen konntest und dass dir meine alte Heimatstadt Rostock so gut gefallen hat.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Stimmt, wirklich schöne Stadt ...............

und die Magenprobleme waren ja weitestgehend in den Griff zu kriegen. Finishen war aufgrund der Magenprobleme nicht gefährdet. Dann schon eher, dass ich mich verlaufen hätte. War aber eigentlich aufgrund der vielen Helfer auch nur schwer möglich. Mir hat es gefallen und kann jedem Läufer, der auch einmal die Gegend um Rostock kennenlernen möchte, diesen Lauf empfehlen. Bestzeiten sind schwer möglich und normalerweise hätte es auch noch deutlich wärmer sein können.

Viele Grüße
Stefan

Rostock

sieht vom Luftbild her schon ganz schick aus - dein Bericht stärkt mich darin, es mir bei Gelegenheit mal "in echt" anzusehen - vielleicht macht der Veranstalter ja mal eine größere Sache daraus.
Schade, dass Du zum Schluss Probleme bekommen hast - schön, dass dir das Finish trotzdem gut gelungen ist!

Gruß, Dominik
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"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

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