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Benutzerbild von WWConny

Nach zwei Jahren Marathon-Abstinenz verspürte ich nach der (halben) Harzquerung den deutlichen Wunsch, doch wiedermal die 42 km in Angriff zu nehmen. Allerdings fehlte mir noch immer der nötige Mut. So suchte ich mir erstmal vorsichtig ein Ziel, immer den Gedanken im Hinterkopf, sofort die Bremse zu ziehen, wenn irgendwas klemmt im Gebälk.

Die Wahl fiel auf Monschau. Von meinen 4 bisher gelaufenen Marathon-Läufen lief ich zwei in Monschau. Warum also noch ein drittes Mal? Das ist schnell beantwortet: Das Drumherum ist wunderbar, die Strecke ist schön und der Termin passte mir gut. Er ist nicht zu klein (einsam) und nicht zu groß (Remmidemmi, verstopfter Zielbereich) für meinen Geschmack. Ich mag den einfach total gern!

Ich suchte mir (wiedermal) einen Trainingsplan. Dreimal Laufen pro Woche muss genügen, mehr bekomme ich erfahrungsgemäß sowieso nicht gebacken. Allen anderen Schnickschnack wollte ich dieses Mal weglassen (Alternativtraining, Muckibude etc.). Das irritiert mich nur und stört mich dabei, mich voll und ganz aufs Laufen zu konzentrieren.
Meine Wahl fiel auf den Plan vom Laufcampus, wobei ich mutig den 4:45ger mit dem 5-h-Plan mixte und den Testwettkampf von Woche 6 nach Woche 4 verlegte sowie von HM auf 25 km aufpumpte – ich wollte ja ins Brexbachtal, da stand der Termin schon fest. Der Plan umfasst 12 Wochen – auch das sprach für genau diesen Plan.

Woche 1-3 liefen recht locker, ziemlich genau nach Plan, obwohl ich kurz vorher (im Mai) erstmal drei Wochen krank war. Hing mir noch etwas nach, ich kam aber trotzdem ganz gut in die Gänge.
In Woche 4 ersetzte ich die dienstäglichen Intervalle und den zügigen Donnerstagslauf durch regenerative kurze Einheiten. Am Samstag dann der 25-km-Wettbewerb im Brexbachtal. Es lief!!! Nach dem Brexbachtallauf Mitte Juni war mein Mut dann endlich wieder groß genug, um mich tatsächlich anzumelden.

Durch den vorgezogenen Wettkampf schob ich die Trainingseinheiten der Wochen 5 und 6 ein bisschen hin und her, sodass die Regeneration nicht zu kurz kommen sollte nach dem Brexbachtalauf.

Nun war Halbzeit im Trainingsplan, und mein längster Lauf bislang lag bei reichlich 20 km. Mich beschlichen leichte Zweifel, ob das wohl reicht. Andererseits waren es jeweils ca. 3 Stunden. Eigentlich ok für einen Longjogg.

In Woche 7 habe ich mich ein wenig „abgeschossen“. Die Intervalle und den Tempolauf schneller als sonst gelaufen und den Longjogg mit neuen Schuhen – das ging voll in die Hose. Irgendwie hatte ich jetzt das Bedürfnis nach Regenerationswoche. Der Plan hat aber keine mehr (hier rächte sich der vorgezogene Wettkampf). Ich nutzte deshalb Woche 8, um etwas rauszunehmen. Soll ja schon Leute gegeben haben, die Trainingsweltmeister geworden sind und im Wettkampf dann keine Kraft mehr hatten.

In Woche 8-10 hatte ich Urlaub. Teilweise verbrachten wir den an der dänischen Ostseeküste, wo das Laufen ziemlich öde ist und mir entsprechend schwer fiel. Höhenmeter gabs auch keine. Woche 9 und 10 wichen dann auch etwas mehr ab vom Plan. Ein geschwänzter LDL und einmal verkürzte Intervalle (Gewitter). Aber dennoch: dreimal gelaufen pro Woche. Immerhin. Wieder zuhause gabs am Ende der 10. Woche doch noch einen Longjogg, aber auch der war nur reichlich 24 km lang.

Und nun überlege ich, ob das alles reicht. Um mein Bauchgefühl zu objektivieren befragte ich die Zahlen und verglich die Vorbereitungsphasen der Monschau-Maras in 2012 und 2013 mit der in diesem Jahr.

Und ich stelle erhebliche Unterschiede fest:
Ich bin wesentlich regelmäßiger gelaufen dieses Mal und habe mir zu schwere Wettkämpfe in der Marathonvorbereitung verkniffen. Das Training war deutlich strukturierter. So habe ich fast jeden Dienstag Intervalle trainiert und donnerstags jeweils einen Tempolauf absolviert. In den beiden vorherigen Vorbereitungen bin ich zwar öfter gelaufen, aber in der Woche waren die Einheiten kürzer. Dazu hatte ich wesentlich mehr Alternativtraining gemacht. Das fehlt dieses Mal komplett.

Die Longjoggs (über 3 h) waren 2012 und 2013 weniger an der Zahl, hatten dafür aber mehr km. Erstmals jedoch habe ich dieses Mal systematisch Tempo trainiert – auch lange Intervalle waren dabei. Insgesamt bin ich dieses Mal 10% mehr Kilometer gelaufen als 2013 und sogar 18% mehr als 2012.

Sowohl 2012 als auch 2013 Jahren finishte ich nach 5:24:XX. Der Unterschied war minimal. Nun bin ich natürlich gespannt wie ein Flitzebogen, wie ich dieses Mal über die Berge in der Eifel komme. Wie werden sich die relativ kurzen Longjoggs auswirken? Wie das Tempotraining?

Noch zwei Wochen!

5
Gesamtwertung: 5 (5 Wertungen)

Mensch, bist du strukturiert

Das werde ich in diesem Leben wahrscheinlich nicht mehr. Alleine dafür hast du schon meinen vollen Respekt.
Lass uns mal schön gemütlich da laufen, das wird schon.
Ich freue mich auf jeden Fall schon.

LG,
Anja

Liebe Conny, ich bin mir

Liebe Conny,
ich bin mir sicher das das reicht!
Dein Training hast du durchstrukturiert abgearbeitet, man kann sagen, du hast deine Hausaufgaben gemacht.
Das alleine ist für den Kopf schon mal wichtig, da hast du dir nichts vorzuwerfen.
Du bist, ich kann mich nicht oft genug wiederholen, für mich mental dermaßen stark und dickköpfig, du ziehst dein Ding durch, ich finde das total klasse und ich bewundere dich sehr dafür!
Immer wieder lese ich, wenn du Wettkämpfe machst, wie du dich nicht aus der Ruhe bringen lässt, es einfach machst, auch wenn die Umstände unerwartet schwierig werden.
Der Monschau Marathon ist für dich sowas wie " daheim" , so lese ich das jedenfalls raus. Du kennst die Strecke, kennst die Gegend. Keine unliebsamen Überraschungen zu erwarten.
Warum also sollte es nicht klappen?
Tapere vernünftig, pass auf dich auf, bleib ruhig.
Und dann hol dir das Ding!
Ich denk an dich und drück dir die Daumen :-)

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Die Struktur hat Basis,...

deshalb klappts!
Die wichtigste Basis sind Training und Deine Erfahrungen und das ganze in Deinem Rückblick oben ergibt eine gute Bandbreite, in der Du Dich bewegen wirst und die Dein Ziel absolut möglich und wahrscheinlich machen. Durch die kürzeren Longjoggs und evtl. fehlendes Stabitraining könnten die letzten Km körperlich zäh werden (wann sind sie das bei einem Mara nicht?!), aber das wird der starke Kopf dann ausblenden.
Du bist bereit und kennst die Strecke und kannst einteilen, also auf in das Abenteuer Monschau!! :o)
Ganz viel Spaß dort!!

Liebe Grüße Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Natürlich

Du packst das! Du kennst den Lauf, du willst ihn finishen und du bist trainiert. Und der Rest klärt sich auf der Strecke. Und dann wird es notfalls halt etwas später, na und? Du bist doch eine "alte" Häsin, das schaffst du!!!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Nach DER strukturierten Analyse...

...meine - zugegeben eher unbedeutende - Meinung: Du bist gut vorbereitet und wirst das schaffen!
Viel Spaß und gute Gesundheit,
Rennmaus

Wolltest du jetzt ernsthaft

hören, dass es nicht reicht? Vergiss es! Ich werde dir das auch nicht sagen. Weil es ja auch nicht stimmen würde.
Stabiübungen wären vielleicht ganz klug gewesen, aber wenn die Zeit dafür nicht da war,ist es eben nicht.
Zweifel haben wir ja irgendwie immer vor den langen Wettkämpfen, aber das lässt uns dann auch nicht leichtsinnig werden. Oder?
Du wirst es rocken in Monschau. Ich drücke jedenfalls beide Daumen.
----------------------------------
LG Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

Fehlt was in der Vorbereitung? ...

... Du hast mehr km hinter dir, als in vergangenen Vorbereitungen.
Du hast strukturierter Trainiert.
Du hast mehr Dembo gemacht.
Du hast den Schnickschnack drumrum weggelassen. (mach ich auch so!)
Du hast 3h-Läufe als ldl gemacht. (Länger laufe ich in ner Marathonvorbereitung auch nicht)
Wo fehlt da was?
Wettkampfroutine und Streckenkenntnis. Für Monschau haste beides.
Noch mehr?
Den Rest macht eh der Kopf. (Das kommentiere ich nicht tiefgreifender.)
;-)
PS: Ich wünsche viel Spaß!
Und immer dran denken: Was man zu Beginn zu schnell läuft, läuft man hinten doppelt länger! Schön sachte los und hinten gut laufen können. Ich drück die Daumen!
Ein Schalk läuft die Tortourderuhr!

Conny, das liest sich gut!

Du bist bereit für dein drittes Mal Monschau. Deine gut trainierten Beine werden dich sicher und in deinem Tempo durch die Eifel tragen. Klar werden die Beine irgendwann müde werden dabei, aber das ist halt Marathon. Ich wünsch dir jetzt erstmal ein frohes Tapern und in zwei Wochen DEN perfekten Lauf!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

MARCO...

...ist mein Freund.
Ich werde dieses mal (erstmals!) mit exakter Marschtabelle starten :-)
Hätte mir das jemand vor zwei Jahren vorausgesagt, ich hätte vermutlich das "bunte AUto" bestellt. Wobei: meinen allerersten Marathon bin ich ebenfalls nach MARCO gelaufen. Aber da war der Kawitzi-Alleinunterhalter dabei. Das war ganz anders. Und danach dachte ich, das Stadium hätte ich überwunden. Hab ich aber nicht. Werde ich vielleicht auch niemals.

Müde ist kein Problem,....

...Hauptsache, der Dickschädel hält durch :-)

Wann hat man so ein Stadium überwunden? ...

... wenn das selbst erfahrenene Leuten passiert, vorn zu überziehen? Solchen, die nicht nur mit der Strecke sondern auch dem Dembo auf der Distanz spielen können?
Letztens hatte sich doch erst wieder einer die Mühe gemacht die Ergebnisse des Salzburgmarathon auszuwerten, wer alles einen negativen Split läuft. Es waren erschreckend wenige...
Auf den ersten 20km einen guten Demboplan haben und den einhalten, ist extrem gut, für eine anstrengende, aber auch schöne zweite Hälfte!
;-)
Ein Schalk lief die Tortourderuhr2016!

Du schaffst das!

Da bin ich sicher! Dein Training ist strukturiert und gut durchdacht. Keinerlei Mätzchen, die da nicht reingehören. Keine Überanstrengung und kein Übertrainieren. Alles bestens! Jetzt ist wichtig, dass du entspannt und locker bleibst. Bloß nichts mehr reißen wollen. Abwarten, bissl trainieren und Tee trinken. Dann wird das!

Lieben Gruß
von Tame,
die fast nie einen Negativsplit schafft ;-)

Natürlich reicht das!

Gut, 30er waren nicht dabei, aber dafür bist du verletzungsfrei durch deine 3h-Läufe gekommen!
Ich wünsche dir, dass Du deinen Plan einhalten kannst und somit zum Schluß hin unverkrampft finishst!
Viel viel Spaß und etwas Biss dabei!

Gruß, Dominik
_____________________
"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

du schaffst doch

was du willst. Also auch das.
Daumen hoch und gedrückt.
LG, KS

Leiden du wirst.

Überleben du kannst.

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

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